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	<title>Jean Mauduit de Larive - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:17:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean_Mauduit_de_Larive&amp;diff=1126858&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-01-28T21:46:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Larive.jpg|mini|Jean Mauduit de Larive]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jean Mauduit de Larive&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. August]] [[1747]] in [[La Rochelle]]; † [[30. April]] [[1827]] in [[Montlignon]]) war ein führender [[Frankreich|französischer]] [[Schauspieler]] des 18. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühes Leben ==&lt;br /&gt;
Jean Mauduit de Larive war der Sohn eines Krämers. Er entfloh im Alter von noch nicht einmal zwölf Jahren aus seinem Elternhaus und begab sich in ein Kloster in [[Bourbonnais]], um dort nach Erreichen des gesetzlichen Alters in den [[Trappisten|Orden von La Trappe]] einzutreten. Ins väterliche Haus zurückgekehrt, schwärmte er, begabt mit einem ungewöhnlichen Talent zur Nachahmung, fortan leidenschaftlich für theatralische Vorstellungen, und durch das Verbot seiner Eltern, das Theater ferner zu besuchen, wurde jene Leidenschaft nur noch heftiger geweckt. Seine Eltern sahen sich daher veranlasst, ihn in [[Paris]] in einer strengen Pension unterzubringen, die er jedoch als 16-Jähriger aus Liebe zu einem jungen Mädchen heimlich verließ und diesem nach [[Honfleur]] folgte. Hierauf ließen ihn seine Eltern zur Bestrafung nach [[Saint-Domingue]] einschiffen, aber seine Schwärmerei für das Theater konnte dadurch nicht abgeschwächt werden. Sowohl während der Überfahrt nach Saint-Domingue als auch während seines dortigen fünfjährigen Aufenthaltes begann er nach seiner eigenen Aussage durch Begegnungen mit verschiedenartigsten Menschen und Beobachtung von deren Gemütsbewegungen die Menschendarstellung zu studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theaterkarriere ==&lt;br /&gt;
Wie es Larive endlich gelang, sich seinen Wunsch zu erfüllen, Schauspieler zu werden, wird von ihm selbst berichtet. Nach seiner Rückkehr von Saint-Domingue war sein erster Schritt, sich dem berühmten tragischen Schauspieler [[Lekain]] vorzustellen und ihn auf seinen Berufswunsch aufmerksam zu machen. Lekain hörte eine Rolle von ihm deklamieren und riet ihm, nur so fortzufahren, er werde dann sicher ein großer Schauspieler werden. Der von dieser Erklärung geschmeichelte Larive verließ daraufhin Lekain wieder und fand bald darauf ein Engagement bei [[Mademoiselle Montansier]] am Theater zu [[Tours]]. Er gefiel bei seinem ersten Erscheinen auf der Bühne und sah sich nach zweijähriger Übung im Stande, auch am Theater der Hauptstadt aufzutreten. Nachdem er zur vollendeten Ausbildung seines Talents noch zu [[Lyon]] mit Beifall debütiert und nun Ruf erlangt hatte, kam er nach Paris. Dort gab er als Schützling der berühmten [[Claire Clairon]] am 3. Dezember 1770 sein Debüt am [[Comédie-Française|Théâtre-Français]], wurde aber dort nicht aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin begab sich Larive nach [[Brüssel]], wo ihn [[D’Hannetaire]] für das [[Brüsseler Opernhaus La Monnaie/De Munt|Théâtre de la Monnaie]] engagierte und wo er vier Jahre lang an der Seite von [[Dazincourt]], [[Grandmesnil (Schauspieler)|Grandmesnil]] und [[Florence (Schauspieler)|Florence]] spielte. Hier lernte er auch seine künftige Gattin [[Eugénie D’Hannetaire]], älteste Tochter des Theaterdirektors, kennen. Diese war eineinhalb Jahre älter als Larive und heiratete ihn am 18. Juni 1776 in Paris, wo er am 29. April 1775 noch einmal am Théâtre-Français debütiert hatte und am folgenden 13. Mai dessen Mitglied geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Lekains (1778) erhielt Lavire, der Freundschaft mit [[Voltaire]] geschlossen hatte, zehn Jahre lang die ersten Rollen am Théâtre-Français und glänzte vorzüglich in jenen des Warwick, Orosman, [[Philoktet]] und [[Spartacus]], die seiner körperlichen Schönheit und seinem wohlklingenden, alles durchdringenden Organ am meisten zusagten. Hierin erschien er seinen Landsleuten als klassisches Vorbild. Er begab sich in den französischen Provinzen regelmäßig auf Tourneen, trat 1780 in seiner Geburtsstadt auf und zeigte sich auch auf Bühnen in [[Lille]], [[Genf]], [[Bordeaux]] und anderen Städten. 1788 verließ er vorübergehend das Théâtre-Français, wohin er aber – nach Spielsaisonen vor allem in Lille – am 4. Mai 1790 in der Rolle des [[Ödipus]] noch einmal für kurze Zeit zurückkehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einkerkerung während der Französischen Revolution ==&lt;br /&gt;
Als ein nicht unbedingter Anhänger der 1789 ausgebrochenen [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] kam Larive während der [[Terrorherrschaft|Schreckenszeit]] nebst den meisten anderen Mitgliedern des Théâtre-Français ins Gefängnis. Ein Schreiber in der Kanzlei des Komitees der öffentlichen Sicherheit, der die großen Talente von Larive, Dazincourt, [[Préville]], [[François-René Molé]], [[Louise Contat]]  u. a., die sämtliche zur Hinrichtung durch die [[Guillotine]] bestimmt waren, zu würdigen wusste, rettete sie, indem er alle auf den diesen Künstlern zu machenden Prozess bezüglichen Schriftstücke nach und nach heimlich beiseite schaffte und vernichtete. Ehe neue Beweismittel gegen sie gesammelt werden konnten, bedeutete der am [[9. Thermidor]] (27. Juli 1794) erfolgte Sturz [[Maximilien de Robespierre|Robespierres]] auch für sie die Rettung. Larive schloss sich nun mit jenen Mitgliedern des Théâtre-Français zusammen, die unter der Leitung von [[Françoise Marie Antoinette Saucerotte|Mademoiselle Raucourt]] am [[Théâtre Louvois]] spielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Späteres Leben ==&lt;br /&gt;
Doch gereizt durch [[Julien Louis Geoffroy]]s öfters boshafte Kritiken sowie durch Eifersucht auf den stets wachsenden Erfolg [[François-Joseph Talma]]s zog Larive sich schließlich endgültig von der Bühne zurück. Er siedelte sich auf einem Landgut in Montlignon an, das im reizenden Tal von [[Montmorency (Val-d’Oise)|Montmorency]] lag, wurde 1802 auch Maire von Montlignon und machte sich um das öffentliche Wohl verdient. Hier heiratete er, nachdem er sich bereits 1794 von Eugénie D’Hannetaire hatte scheiden lassen, in zweiter Ehe am 13. März 1804 die Brüsselerin Catherine Van den Hove (* 1771; † 1816).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804 hielt Larive auch einen öffentlichen Kurs über die Vortragskunst. [[Joseph Bonaparte]] lud ihn 1806 nach [[Neapel]] ein, um dort ein französisches Theater einzurichten. Als Joseph Bonaparte 1808 spanischer König wurde, kehrte Lavire nach Montlignon zurück. Im Alter von 68 Jahren trat er am 25. April 1816 zu einem wohltätigen Zweck am [[Théâtre-Italien]] noch einmal als Tankred auf und erntete reichen Beifall. Er starb am 30. April 1827 im Alter von 79 Jahren auf seinem Landgut bei Montlignon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
Larive schrieb auch über seine Kunst. So hinterließ er den sehr geschätzten &amp;#039;&amp;#039;Cours de déclamation divisé en douze séances&amp;#039;&amp;#039; (Paris 1804) sowie &amp;#039;&amp;#039;Cours de déclamation prononcé à l’Athénée de Paris&amp;#039;&amp;#039; (2 Bde., Paris 1810). Außerdem verfasste er die lyrische Szene &amp;#039;&amp;#039;Pyrame et Thisbé&amp;#039;&amp;#039; (Paris 1784; 2. Auflage 1791), die getreu [[Ovid]]s Darstellung der Sage von [[Pyramus und Thisbe]] wiedergibt und am 2. Juni 1783 aufgeführt wurde, sowie &amp;#039;&amp;#039;Réflexions sur l’art théâtral&amp;#039;&amp;#039; (Paris 1801).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* W. Cramer: [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN363884467?tify=%7B%22pages%22:%5B131%5D%7D &amp;#039;&amp;#039;Larive (Jean Maudit de)&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Johann Samuel Ersch]], [[Johann Gottfried Gruber]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. Sektion, 42. Teil (1888), S. 125.&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|10|521}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11679951X|LCCN=no/2009/130781|VIAF=15011426}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mauduit de Larive, Jean}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Comédie-Française]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Darstellender Künstler (Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1747]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1827]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Montlignon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mauduit de Larive, Jean&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Larive, Jean Mauduit de; Mauduit, Jean (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Schauspieler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. August 1747&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[La Rochelle]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. April 1827&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Montlignon]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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