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	<title>Jean Martinon - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrekte Schreibweise&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jean Franisque-Étienne Martinon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Januar]] [[1910]] in [[Lyon]]; † [[1. März]] [[1976]] in [[Paris]]) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Dirigent]] und [[Komponist]]. Er gilt international als der bedeutendste französische Dirigent der Generation zwischen [[Pierre Monteux]] und [[Pierre Boulez]] und war selbst Komponist von zahlreichen Werken der [[Instrumentalmusik|Instrumental-]] und [[Orchestermusik|Orchester-]] sowie (in geringerem Umfang) der [[Vokalmusik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Martinon, der aus einer künstlerischen Familie stammte, studierte zunächst am Konservatorium in Lyon ([[Conservatoire à rayonnement régional de Lyon]],1923–25), dann in Paris ([[Pariser Konservatorium|Conservatoire de musique et de déclamation]], 1926–1929) bei [[Jules Boucherit]] und gewann 1928 den Ersten Preis im Fach [[Violine]]. Anschließend nahm er Kompositionsunterricht bei [[Albert Roussel]] und [[Vincent d’Indy]] sowie Dirigierunterricht bei [[Roger Désormière]] und [[Charles Münch]] und arbeitete zunächst als [[Violinist]] und [[Konzertmeister]] bei einem Radio-Sinfonieorchester. Zum Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] zur Armee eingezogen, war er ab 1940 zwei Jahre in einem deutschen [[Stammlager]] für [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Kriegsgefangene]] ([[Stammlager IX A|Stalag IX&amp;amp;nbsp;A]]) interniert und begann seine ersten wichtigen Werke zu komponieren; dazu gehörten &amp;#039;&amp;#039;Stalag&amp;amp;nbsp;IX (Musique d’exil)&amp;#039;&amp;#039;, das für Männerchor und Orchester geschriebene &amp;#039;&amp;#039;Absolve Domine&amp;#039;&amp;#039; (zum Gedenken an französische Musiker, die im Krieg gefallen sind; Premiere November 1940 im Kriegsgefangenenlager), und &amp;#039;&amp;#039;Psaume 136, le Chant des Captifs&amp;#039;&amp;#039; (für Sprecher, Solisten, Chor und Orchester, mit einem Bezug auf [[Psalm 136]]), das 1946 in Paris mit einem Kompositionspreis ausgezeichnet wurde. Noch 1940 war in Paris seine &amp;#039;&amp;#039;1.&amp;amp;nbsp;Sinfonie&amp;#039;&amp;#039; zur Vorstellung gebracht worden, nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft ließ er als Dirigent des Orchestre [[Pasdeloup]] (1943) seine &amp;#039;&amp;#039;2.&amp;amp;nbsp;Sinfonie&amp;#039;&amp;#039; „Hymne à la vie“ folgen. Martinon ging als [[Kapellmeister]] zum Orchestre Philharmonique de Bordeaux (1943–45; heute: [[Orchestre national Bordeaux-Aquitaine]]) und war gleichzeitig Assistent des Dirigenten Charles Münch beim [[Orchestre de la Société des Concerts du Conservatoire]] in Paris (1944–46), danach assoziierter Dirigent (Stellvertreter von [[Eduard van Beinum]]) beim [[London Philharmonic Orchestra|London Philharmonic]] [[London Philharmonic Orchestra|Orchestra]] (1946–48). 1947 kam in Paris sein Opernballett &amp;#039;&amp;#039;Ambohimanga ou La Cité bleue&amp;#039;&amp;#039; auf die Bühne. Als [[Chefdirigent]] wirkte er 1947–50 beim Sinfonieorchester von [[Raidió Teilifís Éireann|Raidió Éireann]] in [[Dublin]] (Raidió Éireann Symphony Orchestra, heute: [[National Symphony Orchestra Ireland|National Symphony Orchestra]] [[National Symphony Orchestra Ireland|of Ireland]]), mit dem 1949 seine &amp;#039;&amp;#039;3.&amp;amp;nbsp;Sinfonie „Irlandaise“&amp;#039;&amp;#039; gesendet wurde. 1951–58 war er Chefdirigent beim [[Orchestre Lamoureux|Orchestre des Concerts Lamoureux]] in Paris; in diese Zeit fällt seine Oper &amp;#039;&amp;#039;Hécube&amp;#039;&amp;#039; (Libretto von Serge Moreux, nach Motiven von [[Euripides]]). In [[Tel Aviv-Jaffa|Tel Aviv]], wo 1952 sein [[Oratorium]] &amp;#039;&amp;#039;Le Lis de Saron ou le Cantique des Cantiques&amp;#039;&amp;#039; aufgeführt worden war, wurde er 1958–60 beim [[Israel Philharmonic Orchestra]] Chefdirigent. Er wechselte als [[Generalmusikdirektor]] zu den [[Düsseldorfer Symphoniker]]n (1960–66) und war außerdem 1963–68 als Nachfolger von [[Fritz Reiner]] künstlerischer Direktor des [[Chicago Symphony Orchestra]]. Sein Konzertspektrum in Chicago reichte von der Festivalleitung für [[Musik des Barock]] in der Orchestra Hall ([[Symphony Center]]) bis hin zur Präsentation der [[Moderne]] in der [[University of Chicago]]. Zwischenzeitlich waren sein [[Henryk Szeryng]] gewidmetes &amp;#039;&amp;#039;Concerto Nr.&amp;amp;nbsp;2 pour violin et orchestre op.&amp;amp;nbsp;5&amp;#039;&amp;#039; und das &amp;#039;&amp;#039;Concerto pour cello et orchestre op.&amp;amp;nbsp;52&amp;#039;&amp;#039; für [[Pierre Fournier]] zur Premiere gekommen. Martinons nächste Stationen waren, wiederum in der Funktion als künstlerischer Direktor, 1968–74 das Orchestre national de l&amp;#039;[[Office de Radiodiffusion Télévision Française|ORTF]] (heute: [[Orchestre National de France|Orchestre national de France]]) in Paris und schließlich 1974–76 das [[Residentie Orkest]] in [[Den Haag]]. Ab 1975 unterrichtete er am [[Pariser Konservatorium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Dirigiererfolgen mit französischer, aber auch russischer Musik (zumeist des frühen 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts) wurde er durch sein Engagement für [[zeitgenössische Musik]] bekannt. Letzteres stieß allerdings in Chicago auf erheblichen Widerstand – er hatte innerhalb von fünf Jahren etwa 60 Werke von amerikanischen und europäischen Komponisten der modernen Schule aufgeführt; 1968 trat Martinon daher von seinem Posten in Chicago zurück. Zu den Uraufführungen eigener Musik, die stilistisch an den französischen [[Neoklassizismus (Musik)|Neoklassizismus]] angelehnt war, kamen solche von [[Marius Constant]] (&amp;#039;&amp;#039;Faciebatanno&amp;#039;&amp;#039;, 1973), [[Hans Werner Henze|Hans-Werner Henze]] (&amp;#039;&amp;#039;Tancred und Cathylene&amp;#039;&amp;#039;, 1953; &amp;#039;&amp;#039;Drei symphonische Etüden&amp;#039;&amp;#039;, 1956), [[Jacques Ibert|Jaques Ibert]] (&amp;#039;&amp;#039;Tropismes pour des amours imaginaires&amp;#039;&amp;#039;, 1975) und [[Serge Nigg]] (&amp;#039;&amp;#039;Musique funèbre&amp;#039;&amp;#039;, 1959). Er gehörte zu den Pionieren derer, die [[Gustav Mahler]]s vervollständigte [[10. Sinfonie (Mahler)|10.&amp;amp;nbsp;Sinfonie]] in der (seitens [[Leonard Bernstein]] abgelehnten) Orchestrierung von [[Deryck Cooke]] (Version „Cooke&amp;amp;nbsp;1“) auf den Spielplan setzten; eine Konzertaufnahme vom Mai 1966 mit dem Chicago Symphony Orchestra wurde auf dem CSO-Label veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://mahlerfoundation.org/mahler/discography/symphony-no-10/ |titel=Symphony No. 10 |werk=Mahler Foundation |sprache=en-US |abruf=2025-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Repertoire Martinons auf Schallplatten (und später veröffentlichten CDs) umfasste Werke von [[Joseph Haydn|Haydn]], [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]], [[Ludwig van Beethoven|Beethoven]] und [[Johannes Brahms|Brahms]] ebenso wie etwa von [[Carl Nielsen (Komponist)|Nielsen]], [[Béla Bartók|Bartók]], [[Edgar Varèse|Varèse]] und [[Arthur Honegger|Honegger]]. Eine Sammlung der zusammen mit dem Chicago Symphony Orchestra entstandenen Aufzeichnungen von [[RCA Red Seal]], einschließlich seiner &amp;#039;&amp;#039;4.&amp;amp;nbsp;Sinfonie „Altitudes“&amp;#039;&amp;#039; (ein Auftragswerk zum 75-jährigen Bestehen des Orchesters), wurde 2015 von [[Sony Music Entertainment|Sony Masterworks]] neu herausgebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://csoarchives.wordpress.com/2015/05/13/jean-martinon-cso-10/ |titel=Jean Martinon + CSO = 10 |werk=from the archives |datum=2015-05-13 |sprache=en |abruf=2025-09-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine bei [[AllMusic]] erstellte Diskografie erfasst auch weitere CD-Label. Der &amp;#039;&amp;#039;[[Penguin Guide to Recorded Classical Music]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Penguin Guide to the 1000 Finest Classical Recordings)&amp;#039;&amp;#039; listet als „must-have“ eine Reihe von bemerkenswerten CD-Ausgaben der Aufnahmen Martinons, die hauptsächlich für [[Decca Records]], die [[Deutsche Grammophon-Gesellschaft]] und die [[EMI Group|EMI]] entstanden waren, darunter Werke von [[Alexander Porfirjewitsch Borodin|Borodin]], [[Jacques Ibert|Ibert]], [[Édouard Lalo|Lalo]], [[Jules Massenet|Massanet]], [[Giacomo Meyerbeer|Meyerbeer]], [[Jacques Offenbach|Offenbach]] und [[Camille Saint-Saëns|Saint-Saëns]], auch als Begleitdirigent von z.&amp;amp;nbsp;B. [[Aldo Ciccolini]], Pierre Fournier und [[Itzhak Perlman]]. International am bekanntesten wurden seine ebenso präzisen wie dynamischen Interpretationen der gesamten Orchesterwerke von [[Claude Debussy]] und [[Maurice Ravel]] für die EMI, einige davon als Ersteinspielungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jean Martinon war auch ein leidenschaftlicher Bergsteiger. An [[Knochenkrebs]] erkrankt, starb er mit 66&amp;amp;nbsp;Jahren in Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alain Pâris]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Interpreten klassischer Musik im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt und bearbeitet von Rudolf Kimmig. Mit einer Einleitung von [[Peter Gülke]]. Deutscher Taschenbuch Verlag, München / Bärenreiter-Verlag, Kassel 1992 (dtv 3291).&lt;br /&gt;
* [[Nicolas Slonimsky]], Laura Kuhn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Baker’s Biographical Dictionary of Musicians&amp;#039;&amp;#039;. Centennial Edition, Vol.&amp;amp;nbsp;4. Schirmer Books, New York [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2001.&lt;br /&gt;
* Ivan March, Edward Greenfield, Robert Layton, Paul Czajkowski: &amp;#039;&amp;#039;The Penguin Guide to the 1000 Finest Classical Recordings. The Must-Have CDs and DVDs.&amp;#039;&amp;#039; Revised Edition. Edited by Ivan March and Paul Czajkowski. Assistant Editor Alan Livesey. Penguin Books, London [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Bach Cantatas|Bio|Martinon-Jean|Jean Martinon (Conductor, Composer)}}&lt;br /&gt;
* [https://brockhaus.de/ecs/enzy/article/martinon-jean Jean Martinon.] Brockhaus.de&lt;br /&gt;
* [https://cso.org/about/rosenthal-archives/former-music-directors/07-jean-martinon/ Jean Martinon.] Chicago Symphony Orchestra.&lt;br /&gt;
* [https://www.radiofrance.fr/personnes/jean-martinon Jean Martinon: podcasts et actualités.] Radio France.&lt;br /&gt;
* [https://findingaids.library.northwestern.edu/repositories/3/resources/471 Collection: Jean Martinon papers – Archival and Manuscript Collections.] Nachlass in der [[Northwestern University Music Library]], Evanston, Illinois.&lt;br /&gt;
* [https://www.allmusic.com/artist/mn0000044124#relatedArtists Jean Martinon.] [[AllMusic]]&amp;lt;ref&amp;gt;Artikeltext von James Reel, Druckfassung in Chris Woodstra, Gerald Brennan, Allen Schrott (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;All Music Guide to Classical Music. The Definitive Guide to Classical Music&amp;#039;&amp;#039;. [[AllMusic|All Media Guide]] / Backbeat Books, San Francisco 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Musikalische Direktoren des Chicago Symphony Orchestra}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=10381714X|LCCN=n82217184|VIAF=2656922}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Martinon, Jean}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Geiger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Martinon, Jean&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Martinon, Jean Franisque Étienne&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Dirigent und Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Januar 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lyon]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. März 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Monow</name></author>
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