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	<title>Jean Lecanuet - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Saehrimnir: BKL Fix</title>
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		<updated>2025-01-02T18:48:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Jean Lecanuet.jpg|mini|Jean Lecanuet (1959)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jean Adrien François Lecanuet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. März]] [[1920]] in [[Rouen]]; † [[21. Februar]] [[1993]] in [[Neuilly-sur-Seine]]) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Politiker]]. Er war Vorsitzender der christdemokratischen Parteien [[Mouvement républicain populaire|MRP]], [[Centre démocrate|CD]], [[Centre des démocrates sociaux|CDS]] und [[Union pour la démocratie française|UDF]]; französischer Senator (1959–1973 sowie 1977–1993), Justizminister (1974–1976) und Planungsminister (1976–1977). Zudem war er von 1968 bis zu seinem Tod Bürgermeister von Rouen sowie von 1979 bis 1988 [[Mitglied des Europäischen Parlaments]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lecanuet entstammte bescheidenen Verhältnissen, sein Vater war Handelsvertreter. Er besuchte das katholische Internat der [[Brüder der christlichen Schulen|La-Salle-Brüder]], dann das [[Lycée Corneille]] in [[Rouen]], wo er 1939 das [[Baccalauréat]] ablegte. Sein Plan, sich an der [[École normale supérieure]] zu bewerben, wurde durch den Zweiten Weltkrieg verhindert, stattdessen machte er an der [[Universität Caen]] eine [[Licence]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Lettres]]&amp;#039;&amp;#039; (Sprachen und Literatur) sowie Philosophie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach kurzer Kriegsteilnahme im Juni 1940 bis zur Kapitulation Frankreichs, setzte er sein Studium im besetzten Paris fort, schloss im Folgejahr die [[Akademischer Grad#Französischer Sprachraum|Maîtrise]] ab und bestand 1942 die [[Agrégation]] (Staatsprüfung für das höhere Lehramt) im Fach Philosophie als Jahrgangsbester in der besetzten Zone (Zweitbester in ganz Frankreich). Mit 22 Jahren war Lecanuet der jüngste &amp;#039;&amp;#039;Agrégé&amp;#039;&amp;#039; Frankreichs, er lehrte anschließend an einem [[Lycée]] in [[Douai]] und dann in [[Lille]]. 1943 heiratete er Denise Paillard, mit der er drei Kinder bekam. Gleichzeitig engagierte er sich in der [[Résistance]]-Gruppe von [[Michael Trotobas|Capitaine Michel]], spezialisiert auf Eisenbahnsabotage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Frankreichs Befreiung entschied sich der junge Philosophieprofessor für die Politik ([[Mouvement républicain populaire|MRP]]) und arbeitete von 1945 bis 1951 für mehrere Minister dieser Partei (z. T. als Kabinettschef). Von 1951 bis 1955 war er Abgeordneter seines Heimatdépartements [[Département Seine-Maritime|Seine-Maritime]] in der [[Nationalversammlung (Frankreich)|Nationalversammlung]]. Als solcher übernahm er verschiedene Funktionen, unter anderem im [[Conseil d’État (Frankreich)|Conseil d’État]]. Von Oktober 1955 bis 1956 war er Staatssekretär für Beziehungen zu den „assoziierten Staaten“ (ehemalige [[Französisch-Indochina|französische Kolonien in Indochina]]). Nach Gründung der Fünften Republik war er von 1959 bis 1973 war er als Zentrist für den Wahlkreis Seine-Maritime im [[Senat (Frankreich)|französischen Senat]]. Im Mai 1963 übernahm er den Vorsitz der MRP, die Partei hatte jedoch stark an Bedeutung verloren und war in Auflösung begriffen. Viele Wähler und Abgeordnete waren zu den [[Gaullismus|Gaullisten]] übergelaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als zentristischer Kandidat trat Lecanuet 1965 bei den Präsidentschaftswahlen gegen den amtierenden [[Staatspräsident (Frankreich)|Staatspräsident]]en General [[Charles de Gaulle]] an. Neben dem MRP wurde er dabei auch durch [[Paul Reynaud]] und seiner Partei [[Centre national des indépendants et paysans]] (CNIP) unterstützt. Aufgrund seines relativ jungen Alters (er war 30 Jahre jünger als de Gaulle) und seiner Darstellung in den Massenmedien wurde er als „französischer [[John F. Kennedy|Kennedy]]“ apostrophiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre Bordry: &amp;#039;&amp;#039;Un Homme qui doute.&amp;#039;&amp;#039; In: Olivier Duhamel, Jean-Noël Jeanneney (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Présidentielles. Les surprises de l’histoire (1965–1995).&amp;#039;&amp;#039; Éditions du Seuil, Paris 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im ersten Wahlgang am 5. Dezember 1965 erhielt Lecanuet 15,6 % (3,78 Millionen Stimmen) und schied damit als Dritter mit deutlichem Abstand zu de Gaulle mit 44,6 % und [[François Mitterrand]] mit 31,7 % aus, zwang aber damit überraschend de Gaulle in einen zweiten Wahlgang gegen Mitterrand. Nach der Wahl gründete er das [[Centre démocrate]] (CD) als neue Partei der bürgerlichen Mitte, in dem sich das christdemokratische MRP und das liberal-konservative [[Centre national des indépendants et paysans|CNIP]] sowie Einzelpersonen wie [[René Pleven]] zusammenschlossen. Die CNIP-Mitglieder verließen das CD jedoch nach einem Jahr wieder, sodass es im Wesentlichen eine Nachfolgepartei des MRP blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Heimatstadt Rouen war er von 1968 bis zu seinem Tod 25 Jahre lang [[Bürgermeister]]. Dort führte er die erste [[Fußgängerzone]] Frankreichs ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marcel Ruby avec Jean Jacques Servan Schreiber et Jean Lecanuet.png|mini|Lecanuet (rechts) mit [[Jean-Jacques Servan-Schreiber]] (links) und Marcel Ruby beim Kongress des Mouvement Réformateur (1973)]]&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der Parlamentswahlen 1973 schloss Lecanuets CD mit der [[Parti radical valoisien]] von [[Jean-Jacques Servan-Schreiber]] sowie kleineren Mitte-Parteien ein Bündnis, das &amp;#039;&amp;#039;Mouvement réformateur&amp;#039;&amp;#039;, das sich zwischen dem Regierungslager des Präsidenten [[Georges Pompidou]] und der Linksunion aus Sozialisten und Kommunisten positionierte. Vor dem zweiten Wahlgang handelte Lecanuet mit dem Premierminister [[Pierre Messmer]] den taktischen Rückzug von Kandidaten der Zentristen und Gaullisten in Schlüsselwahlkreisen aus, der beiden Gruppierungen gemeinsam zu einer Mehrheit in der Nationalversammlung verhalf. Lecanuet selbst trat von seinem Senatssitz zurück und bewarb sich erfolgreich um einen Sitz in der Nationalversammlung, wo er anschließend den 1. Wahlkreis des Départements Seine-Maritime vertrat, der einen Teil von Rouen umfasste. Der bisherige Abgeordnete dieses Wahlkreises, [[Roger Dusseaulx]] von der gaullistischen UDR, zog sich im zweiten Wahlgang zugunsten Lecanuets zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Präsidentschaftswahl in Frankreich 1974|Präsidentschaftswahl 1974]] unterstützte er die Kandidatur des letztlich siegreichen [[Valéry Giscard d’Estaing]] von den konservativ-liberalen [[Républicains indépendants]]. Unter dessen Präsidentschaft war Lecanuet von Mai 1974 bis August 1976 Justizminister im [[Kabinett Chirac I]]. In dieser Zeit setzte er sich für die Herabsetzung des Wahlalters auf 18 Jahre ein. Er verteidigte die Verfassungsreform, die sechzig Abgeordneten ermöglicht, den Verfassungsrat anzurufen. Im Mai 1976 fusionierte Lecanuets Centre démocrate mit einer weiteren christdemokratischen Partei, dem [[Centre démocratie et progrès]] von [[Jacques Duhamel]], zum [[Centre des démocrates sociaux]] (CDS). Dessen Vorsitzender war Lecanuet anschließend bis 1982. Der Regierung [[Raymond Barre]]s gehörte er von August 1976 bis März 1977 als [[Ministre d’État (Frankreich)|Ministre d’État]] (d.&amp;amp;nbsp;h. einer der höchstrangigen Minister) zuständig für Planung und Raumordnung &amp;#039;&amp;#039;(ministre du Plan et de l&amp;#039;Aménagement du territoire)&amp;#039;&amp;#039; an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1977 bis 1988 war er wieder für den Wahlkreis Seine-Maritime im Senat, wo er ab 1979 den Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten, Verteidigung und die Streitkräfte leitete. Die bürgerlichen Mitte-rechts-Parteien, die die Präsidentschaft Giscard d’Estaings unterstützten, schlossen 1978 ein langfristiges Bündnis, die [[Union pour la démocratie française]] (UDF), deren Vorsitzender Lecanuet während der folgenden zehn Jahre war. Als Atlantiker, überzeugter Europäer und Befürworter der [[Vereinigte Staaten von Europa|Vereinigten Staaten von Europa]] wurde er 1979 außerdem zum Abgeordneten des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] gewählt. Dort saß er in der christdemokratischen [[Fraktion der Europäischen Volkspartei]] (EVP). Von 1987 bis 1988 war er Vorstandsmitglied der EVP-Fraktion und Vorsitzender der Delegation des Europaparlaments für die Beziehungen zu den Golfstaaten. Beim [[Referendum]] über den EU-[[Vertrag von Maastricht]] warb er energisch für ein „Ja“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1958: [[Komtur (Ordenskunde)|Komtur]] mit Stern des [[Gregoriusorden|Päpstlichen Ritterordens des heiligen Gregors des Großen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Acta Apostolicae Sedis|AAS]] 50 (1958), n. 15, S.&amp;amp;nbsp;756.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{MdEP|799}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Justizminister Frankreichs 5. Republik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123539560|LCCN=n/85/272918|VIAF=32906693}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lecanuet, Jean}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planungsminister (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsminister (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Normandie)]]&amp;lt;!--Rouen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senator (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Nationalversammlung (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kandidat für das Präsidentenamt (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Gregoriusordens (Komtur mit Stern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Résistancekämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:UDF-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:MRP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1993]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rouen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lecanuet, Jean&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lecanuet, Jean Adrien François (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Politiker (MRP, CDS, UDF), Mitglied der Nationalversammlung, MdEP&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. März 1920&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rouen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Februar 1993&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neuilly-sur-Seine]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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