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	<title>Jean Dufresne - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T09:57:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean_Dufresne&amp;diff=105618&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jogep: /* Schach */</title>
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		<updated>2026-04-18T20:27:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schach&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jean Dufresne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Februar]] [[1829]] in [[Berlin]]; † [[15. April]] [[1893]] ebenda) war ein deutscher [[Schach]]meister und -autor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:dufresne jean.jpg|rechts|Jean Dufresne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jean Dufresne war Sohn des [[Judentum|jüdischen]] Kaufmanns Jacob Ephraim Dufresne. Er besuchte in Berlin bis 1847 das [[Berlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster|Gymnasium zum grauen Kloster]] und studierte anschließend in seiner Heimatstadt und in [[Breslau]] [[Rechtswissenschaft|Jura]] und [[Kameralwissenschaft|Cameralia]]. Weil sein Vater sein Vermögen verlor und das Studium nicht weiterfinanzieren konnte, gab Dufresne das Studium 1852 auf und wandte sich der [[Journalistik]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufresne war lange Jahre Redakteur des &amp;#039;&amp;#039;Publizist&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Zeit&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Reform&amp;#039;&amp;#039; und zuletzt bis 1875 bei der &amp;#039;&amp;#039;Post&amp;#039;&amp;#039;, wo ihn seine zunehmende [[Gehörlosigkeit]] dazu zwang, diese Beschäftigung aufzugeben. Fortan widmete er sich fast ausschließlich dem Schach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von ihm begonnene, große Werk über [[Mathematik]] konnte er nicht vollenden. 1893 riss den inzwischen völlig ertaubten Dufresne ein [[Schlaganfall]] aus dem Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dufresne betrachtete sich als Schüler [[Adolf Anderssen]]s: „Als ältesten lebenden Schüler Anderssens darf ich wohl mich selbst bezeichnen, da ich vor seiner Reise zum [[Schachturnier zu London 1851|Weltturnier in London [1851]]] sein Berliner Hauptgegner war und Monate lang täglich mit ihm spielte.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kleines Lehrbuch des Schachspiels&amp;#039;&amp;#039;, Vorrede zur ersten Auflage, Berlin, 3.&amp;amp;nbsp;Januar 1881.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch später trafen die beiden häufig zusammen, ihre bekannteste Partie ist die [[Immergrüne Partie]]. Obwohl Dufresne diese Partie verlor, war er in der Lage, es mit dem viel berühmteren Anderssen aufzunehmen. So konnte Dufresne von sechs anlässlich Anderssens Osterbesuch 1868 in Berlin gespielten Partien drei gewinnen und eine unentschieden halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schachautor bekannt wurde er durch sein im Jahr 1863 veröffentlichtes &amp;#039;&amp;#039;Theoretisch-praktisches Handbuch des Schachspiels&amp;#039;&amp;#039;. Es ist ein Vorläufer des bis heute berühmten &amp;#039;&amp;#039;Kleinen Lehrbuch des Schachspiels&amp;#039;&amp;#039;, das er 1881 herausgab. Dieses Buch erreichte einen ungewöhnlich großen Absatz. 1892 erschien schon die 6.&amp;amp;nbsp;Auflage. Nach dem Tode Dufresnes erweiterte es [[Jacques Mieses]] im Auftrag des [[Reclam-Verlag]]es zum &amp;#039;&amp;#039;[[Lehrbuch des Schachspiels]]&amp;#039;&amp;#039;. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurden in den von [[Max Blümich]] bearbeiteten Auflagen (15. 1941 und 16. 1943) die meisten Namen jüdischer Schachmeister getilgt. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] brachte es [[Rudolf Teschner]] auf den neuesten Stand. Es ist in [[Deutschland]] noch heute ein Standardwerk; die 31.&amp;amp;nbsp;Auflage erschien 2004.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des Schachspiels&amp;#039;&amp;#039;. 31. Auflage. 2004, ISBN 3-15-021407-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch enthält die Spielregeln, einen Abriss über die Geschichte des Schachspiels mit den wichtigsten Namen, Turnieren und Wettkämpfen, eine [[Eröffnung (Schach)|Eröffnungsübersicht]] mit kommentierten Meisterpartien und einen Überblick über Endspiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem [[anagramm]]ischen Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;E.S.Freund&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte Dufresne drei Romane, mit denen er aber wenig Erfolg hatte. Jahrelang wurde sogar vermutet, &amp;#039;&amp;#039;Jean Dufresne&amp;#039;&amp;#039; sei das Pseudonym von &amp;#039;&amp;#039;E.S.Freund&amp;#039;&amp;#039;. Mit diesem Gerücht räumte [[Egbert Meissenburg]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Rochade Europa|Rochade]]&amp;#039;&amp;#039; von 1980 endgültig auf.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rochade&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 197, 20. Dezember 1980, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiederentdeckung der Grabstätte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:dufresne jean bronzetafel.jpg|mini|Bronzetafel auf dem Grabstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bemühungen der &amp;#039;&amp;#039;[[Emanuel-Lasker-Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; wurde 2002 auf dem [[Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee|Jüdischen Friedhof in Weißensee]] das Grab von Dufresne wiederentdeckt. Langwierige Recherchen vor allem durch René Schilling im Friedhofsarchiv ermöglichten schließlich die Auffindung des vorhandenen Grabsteins anhand der überlieferten Grabnummer und der kaum noch zu entziffernden Schriftzeichen „chmeister“ auf dem stark beschädigten Stein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jugendwart des [[Berliner Schachverband]]es, Carsten Schmidt, rief im Dezember 2002 zu Spenden für eine Gedenktafel auf. Doch die Aktion traf nicht auf genügende Resonanz. Erst dank dem Schachhistoriker Ralph Schiffmann (1931–2009) und mit Unterstützung der SG Hermsdorf kam im Jahr 2003 Bewegung in die Sache. Schiffmann war es dann auch, der durch sein „großes Engagement und seine finanzielle Großzügigkeit (es) erst ermöglicht (hat), daß der Grabstein des verdienstvollen Schachautors Jean Dufresne wieder in einen würdigen Zustand versetzt wurde.“ (Saremba)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Oktober 2006 wurde die auf dem –&amp;amp;nbsp;durch Krieg und Witterung beschädigten&amp;amp;nbsp;– Grabstein angebrachte bronzene Tafel eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* [http://books.google.com/books?id=vyICAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA2&amp;amp;dq=#PPP11,M1 &amp;#039;&amp;#039;Theoretisch-praktisches Handbuch des Schachspiels. Theorie der Eröffnungen und Endspiele&amp;#039;&amp;#039;.] Julius Springer, Berlin 1863&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anthologie der Schachaufgaben&amp;#039;&amp;#039;. Louis Gerschel, Berlin 1864&lt;br /&gt;
* [http://books.google.de/books?id=hv0UAAAAYAAJ&amp;amp;printsec=titlepage &amp;#039;&amp;#039;Der practische Schachmeister&amp;#039;&amp;#039;.] B.&amp;amp;nbsp;S.&amp;amp;nbsp;Berendsohn, Hamburg 1865&lt;br /&gt;
* (als Hg.) Ernst von Feuchtersleben: &amp;#039;&amp;#039;Zur Diätetik der Seele. Mit Begleitstellen aus den Werken von Schopenhauer, David Strauß und anderen modernen Schriftstellern&amp;#039;&amp;#039;. Berendsohn, Hamburg, 1880.&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.anders.thulin.name/PDF/Dufresne_Sammlung_leichterer_Schachaufgaben_1.pdf | wayback=20141129084214 | text=&amp;#039;&amp;#039;Sammlung leichter Schachaufgaben (Erster Teil)&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 252&amp;amp;nbsp;kB) Philipp Reclam, Leipzig 1881 (Electronic Edition, Anders Thulin, Malmö 2010)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kleines Lehrbuch des Schachspiels&amp;#039;&amp;#039;. Philipp Reclam, Leipzig 1881 (zu den späteren zahlreichen Auflagen siehe oben)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kleines Lehrbuch des Damespiels&amp;#039;&amp;#039;. Philipp Reclam, Leipzig 1884&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Saremba: &amp;#039;&amp;#039;Jean Dufresne – Schachautor wider Willen?&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Publikation der Emanuel-Lasker-Gesellschaft, 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Jean Dufresne}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116241462}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lasker-gesellschaft.de/archiv/2002/2002.05.05/index.html Besuch des Grabes im Mai 2002] durch die Emanuel-Lasker-Gesellschaft&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://archiv.berlinerschachverband.de/archiv/chronik/2006/dufresne/index.html | wayback=20120219202226 | text=Bericht über die Enthüllung der Gedenktafel}} beim [[Berliner Schachverband]]&lt;br /&gt;
* [https://www.schach-chess.com/Schachgeschichte/jean-dufresne.htm Der Schachspieler und Schachautor Jean Dufresne] (abgerufen am 17. Februar 2020)&lt;br /&gt;
* {{Chessgames|15963}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116241462|LCCN=no/2006/116093|VIAF=39501780}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dufresne, Jean}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Schach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schachspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schachspieler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1829]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dufresne, Jean&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schachmeister und -autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Februar 1829&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. April 1893&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jogep</name></author>
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