<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jean_Bourgknecht</id>
	<title>Jean Bourgknecht - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jean_Bourgknecht"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean_Bourgknecht&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T22:06:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean_Bourgknecht&amp;diff=60173&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Intimidator: /* Studium, Beruf und Familie */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean_Bourgknecht&amp;diff=60173&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-05-08T03:22:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Studium, Beruf und Familie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Jean Bourgknecht.gif|miniatur|Jean Bourgknecht]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jean Bourgknecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. September]] [[1902]] in [[Freiburg im Üechtland|Freiburg]], [[Schweiz]]; † [[23. Dezember]] [[1964]] ebenda, [[Bürgerort|heimatberechtigt]] in Freiburg) war ein Schweizer [[Politiker]] ([[Christlichdemokratische Volkspartei|KCV]]). Nach dem Studium war er zunächst als [[Anwaltschaft in der Schweiz|Rechtsanwalt]] tätig und präsidierte sowohl die Anwaltskammer des [[Kanton Freiburg|Kantons Freiburg]] als auch den [[Schweizerischer Anwaltsverband|Schweizerischen Anwaltsverband]]. Von 1950 bis 1959 amtierte er als [[Gemeindepräsident|Stadtammann]] von Freiburg, von 1951 bis 1955 sass er im [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] und von 1956 bis 1959 im [[Ständerat]]. Ebenso war er ab 1956 Präsident der gesamtschweizerischen KCV (heutige CVP). Bourgknecht wurde 1959 in den [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] gewählt und stand danach dem [[Eidgenössisches Finanzdepartement|Finanz- und Zolldepartement]] vor. Krankheitsbedingt blieb er nur etwas mehr als zweieinhalb Jahre im Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studium, Beruf und Familie ===&lt;br /&gt;
Sein Vater Louis war ein renommierter [[Anwaltschaft in der Schweiz|Rechtsanwalt]], seine Mutter hiess Eugénie-Louise Wuilleret. Nach der [[Matura]] studierte Bourgknecht [[Rechtswissenschaft]] an den Universitäten [[Universität Freiburg (Schweiz)|Freiburg]], [[Universität Bern|Bern]] und [[Universität Wien|Wien]]. Nach der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] im Jahr 1926 arbeitete er eine Zeitlang mit seinem Vater zusammen und übernahm schliesslich dessen Kanzlei. Er hatte daneben einen [[Lehrbeauftragter|Lehrauftrag]] an der Universität Freiburg und sass im [[Verwaltungsrat (Schweiz)|Verwaltungsrat]] mehrerer örtlicher Unternehmen. Von 1936 bis 1947 präsidierte er die [[Rechtsanwaltskammer|Anwaltskammer]] des [[Kanton Freiburg|Kantons Freiburg]], von 1937 bis 1941 auch den [[Schweizerischer Anwaltsverband|Schweizerischen Anwaltsverband]]. Seine erste Ehefrau Marguerite Guhl entstammte einer Industriellenfamilie und verstarb 1949. Zwei Jahre später heiratete Bourgknecht die Sekretärin Simone Modoux. Aus der ersten Ehe gingen zwei Söhne hervor, der ältere Sohn Louis war später als [[Bundesgericht (Schweiz)|Bundesrichter]] tätig,&amp;lt;ref name=&amp;quot;bourg452&amp;quot;&amp;gt;Python, Ruffieux: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 452.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jüngere [[Jean-François de Bourgknecht|Jean-François]] wurde ebenfalls Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantons- und Bundespolitik ===&lt;br /&gt;
Bourgknechts politische Karriere begann 1950 mit der Wahl zum [[Gemeindepräsident|Stadtammann]] von Freiburg. In diesem Amt, das er bis 1959 innehatte, gelang es ihm, die städtischen Finanzen zu sanieren und damit die Grundlage für den Ausbau der Infrastruktur zu schaffen. Ab 1951 war er auch im [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] vertreten, verlor jedoch seinen Sitz vier Jahre später, da die Koalitionstaktik seiner Partei nicht aufgegangen war. 1956 wählte ihn der [[Grosser Rat (Freiburg)|Grosse Rat]] stattdessen zu einem der beiden Freiburger Vertreter im [[Ständerat]]. Ab 1954 war Bourgknecht Vorstandsmitglied der Schweizerischen Konservativen Volkspartei (SKV), wobei man ihm eher dem katholisch-konservativen Flügel zurechnete. Nachdem er 1956 Parteipräsident geworden war, strebte er danach, mit einem moderaten Linksrutsch den grösser gewordenen [[Christlichsoziale Partei (CVP)|christlichsozialen Flügel]] stärker einzubinden und so eine mögliche Parteispaltung zu verhindern. Als Folge davon benannte sich die SKV 1957 in Konservativ-Christlichsoziale Volkspartei (KCV) um.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bourg452&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Parlament beschäftigte sich Bourgknecht hauptsächlich mit der Finanzpolitik. Er reichte im Juni 1957 eine [[Motion (Schweiz)|Motion]] ein, mit der er die Förderung wirtschaftlich schwächerer Kantone forderte. Dabei sollte der Bund nicht mehr wie bisher üblich direkte Subventionen entrichten, sondern einen gesetzlich geregelten [[Finanzausgleich (Schweiz)|Finanzausgleich]] zwischen den Kantonen schaffen. Das im Juli 1959 verabschiedete Bundesgesetz über den Finanzausgleich wurde stark durch Bourgknecht geprägt. Hingegen widersetzte er sich der direkten Bundessteuer, da er die Verminderung der kantonalen Steuereinnahmen befürchtete. Zur Finanzierung des Autobahnbaus befürwortete er 1958 die Erhöhung der Treibstoffabgaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Python, Ruffieux: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 452–453.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.&amp;amp;nbsp;Dezember 1959 musste die [[Bundesversammlung (Schweiz)|Bundesversammlung]] gleich vier Vakanzen im [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] besetzen. Zum Nachfolger von [[Philipp Etter]] wählte sie Bourgknecht, der im ersten Wahlgang 134 von 233 gültigen Stimmen erhielt. [[Ettore Tenchio]] und [[Roger Bonvin]], zwei Vertreter des christlichsozialen Flügels, erhielten 44 bzw. 42 Stimmen; auf weitere Namen entfielen 13 Stimmen. Ausser Bourgknecht wurden auch sein Parteikollege [[Ludwig von Moos]] sowie die beiden Sozialdemokraten [[Willy Spühler]] und [[Hans-Peter Tschudi]] gewählt. Diese Viererwahl gilt als Geburtsstunde der von KCV-Generalsekretär [[Martin Rosenberg]] konzipierten «[[Zauberformel]]», welche die Zusammensetzung des Bundesrates nach einem festen Verteilschlüssel unter den vier grössten Parteien ermöglichte und bis 2003 Bestand hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Python, Ruffieux: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 453–454.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrat ===&lt;br /&gt;
Bei seinem Amtsantritt am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1960 übernahm Bourgknecht die Leitung des [[Eidgenössisches Finanzdepartement|Finanz- und Zolldepartements]]. Bei seiner Tätigkeit legte er grosses Gewicht auf die Wahrung der Finanzkraft der Kantone, auf Zurückhaltung bei neuen Ausgaben des Bundes und auf eine rigorose [[Finanzplanung]]. Ebenso strebte er danach, mit verschiedenen Massnahmen die Steuermoral der Bürger zu verbessern und Möglichkeiten zur [[Steuerhinterziehung (Schweiz)|Steuerhinterziehung]] einzuschränken. Getreu dem Parteiprogramm der KCV suchte er nach Möglichkeiten, stärkere Akzente in der Steuerpolitik zu setzen, wozu ihm die Finanzlage des Bundes aber wenig Spielraum liess. Schliesslich bemühte er sich, die Effizienz der Bundesbehörden zu steigern, indem er überzählige Stellen strich und eine Zentralstelle für Organisationsfragen der Bundesverwaltung schuf, mit deren Hilfe Kompetenzüberschneidungen zwischen einzelnen Bundesämtern beseitigt werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Python, Ruffieux: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 454.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1962 erlitt Bourgknecht einen heftigen [[Schlaganfall]], woraufhin sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechterte. Seinen Rücktritt per Ende September konnte er nicht mehr selber bekanntgeben. Die politischen Gremien drängten seine Ehefrau, ein Rücktrittsschreiben zu verfassen, in dem Bourgknechts Rücktritt aus dem Bundesrat auf Ende September 1962 erklärt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Andreas Kley]] |Titel=Staatsrecht |Hrsg=[[Giovanni Biaggini]], [[Thomas Gächter]], [[Regina Kiener]] |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=2 |Verlag=Dike Verlag |Ort=Zürich |Datum=2015 |ISBN=978-3-03751-739-0 |Kapitel=Politische Rechte (§ 42) |Fundstelle=N. 60}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Jahre später verstarb er an den Folgen einer unheilbaren Krankheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Python, Ruffieux: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 454–455.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Francis Python, Roland Ruffieux |Herausgeber=[[Urs Altermatt]] |Titel=Jean Bourgknecht |Sammelwerk=Das Bundesratslexikon |Verlag=[[NZZ Libro]] |Ort=Zürich |Jahr=2019 |ISBN=978-3-03810-218-2 |Seiten=452–456}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|4718|Bourgknecht, Jean|Autor=Roland Ruffieux}}&lt;br /&gt;
* {{Helveticat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Philipp Etter]]|NACHFOLGER=[[Roger Bonvin]]|AMT=[[Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates|Mitglied im Schweizer Bundesrat]]|ZEIT=1960–1962}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Schweizer Finanzminister&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten der CVP Schweiz&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Stadtammänner von Freiburg im Üechtland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1046349260|VIAF=121723361}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bourgknecht, Jean}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartements]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ständerat (Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalrat (Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtammann (Freiburg im Üechtland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CVP-Mitglied (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbandsfunktionär (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bourgknecht, Jean&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Politiker (KCV)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. September 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Freiburg im Üechtland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Dezember 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Üechtland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Intimidator</name></author>
	</entry>
</feed>