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	<title>Jean-Pierre Mourer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T23:52:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean-Pierre_Mourer&amp;diff=2026805&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-08-02T17:40:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jean-Pierre Mourer.jpg|mini|Jean-Pierre Mourer (Pressefoto 1933)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jean-Pierre Mourer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;Hans Peter Murer&amp;#039;&amp;#039;; * [[19. August]] [[1897]] in [[Wittring]], damals Wittringen im [[Reichsland Elsaß-Lothringen]], heute [[Département Moselle]]; † [[10. Juni]] [[1947]] in [[Mülhausen]], [[Département Haut-Rhin]]) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Politiker]] und während dreier Legislaturperioden [[Abgeordneter]] in der [[Abgeordnetenkammer (Frankreich)|Abgeordnetenkammer &amp;#039;&amp;#039;(Chambre des députés)&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Französischer Kommunist und elsässischer Autonomist ==&lt;br /&gt;
Der Eisenbahnarbeiter Mourer wurde früh Mitglied der 1920 gegründeten [[Parti communiste français|Parti communiste]] (PCF) und bei den Parlamentswahlen 1928 im [[Wahlkreis]] [[Straßburg]] II als deren Kandidat aufgestellt. Im zweiten Wahldurchgang schlug er den sozialistischen Kandidaten [[Georges Weill (Politiker)|Georges Weill]] ([[Section française de l’Internationale ouvrière|SFIO]]) mit 7.140 gegen 6.013 Stimmen. In der folgenden [[Legislaturperiode]] vertrat er die PCF in den Parlamentsausschüssen zu &amp;#039;&amp;#039;[[Algerien]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Französische Kolonien|Kolonien]] und [[Protektorat]]e&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Befreite Regionen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hygiene&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ass&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.assemblee-nationale.fr/sycomore/fiche.asp?num_dept=5454#biographie Jean-Pierre MOURER (1897 - 1947)]&amp;#039;&amp;#039; auf assemblee-nationale.fr, abgerufen am 6. Dezember 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen elsässisch-autonomistischer Positionen wurde Mourer im Juli 1929 zusammen mit [[Charles Hueber]] aus der PCF ausgeschlossen. Die beiden Politiker wurden im Oktober 1929 Führer der nach dem Vorbild der deutschen [[Kommunistische Partei-Opposition|Kommunistischen Partei-Opposition]] (auch KPD-Opposition; kurz KPD-O, KPDO oder KPO) gegründeten [[Kommunistischen Partei-Opposition Elsass-Lothringen]] (&amp;#039;&amp;#039;Parti communiste d&amp;#039;opposition d&amp;#039;Alsace-Lorraine&amp;#039;&amp;#039;, gegen Ende der 1930er Jahre umbenannt in [[Elsässische Arbeiter- und Bauernpartei]]). Für diese Partei zog er 1932 als Abgeordneter in den [[Départementrat|Generalrat]] (&amp;#039;&amp;#039;conseil général&amp;#039;&amp;#039;) des Départements [[Département Bas-Rhin|Bas-Rhin]] ein und schlug bei den Parlamentswahlen im gleichen Jahr im zweiten Wahldurchgang mit 6.575 gegen 6.192 Stimmen knapp den sozialistischen Kandidaten, [[Marcel-Edmond Naegelen]] ([[Section française de l’Internationale ouvrière|SFIO]]), gegen den er auch bei den Parlamentswahlen 1936 im zweiten Wahlgang mit 5.844 Stimmen wiedergewählt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ass&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;als&amp;quot; /&amp;gt; Der emigrierte Literaturwissenschaftler [[Hans Mayer (Literaturwissenschaftler)|Hans Mayer]], der Mourer während seines Exils in Frankreich kennenlernte, beschreibt ihn als einen zynischen und opportunistischen Machtmenschen&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Frauen, Macht und vor allem Geld zählten für diesen Mann: der Rest, alle sogenannte »mystique«, also alle politische Konzeption, das hat er mir eines Abends auseinandergesetzt, war austauschbar.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Zitiert nach Hans Mayer: &amp;#039;&amp;#039;Ein Deutscher auf Widerruf. Erinnerungen I&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt/M., Suhrkamp 1982. ISBN 3-518-03646-7, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1939 wurde Mourer bei Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] zusammen mit anderen prominenten elsässischen Autonomisten verhaftet und für zehn Monate in [[Nancy]] inhaftiert (die sog. [[Die Nanziger|Nanziger]], französisch &amp;#039;&amp;#039;Nancéiens&amp;#039;&amp;#039;). Er konnte daher nicht an der Sitzung der [[Französische Nationalversammlung (Dritte Republik)|Nationalversammlung]] teilnehmen, auf der am 10. Juli 1940 die [[Verfassungsgesetz vom 10. Juli 1940|erweiterten Vollmachten]] für Marschall [[Philippe Pétain|Pétain]] beschlossen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kollaboration ==&lt;br /&gt;
1940 wurde Mourer von den einmarschierten [[Wehrmacht|deutschen Truppen]] befreit. Am 19. Januar 1941 beantragte er die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Januar desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.848.338).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/29940665&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz der Einwände, die die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] wegen seiner früheren kommunistischen Aktivitäten erhob, wurde er von der deutschen Verwaltung im besetzten Elsass zum [[Kreisleiter]] von Mülhausen ernannt. Während dieser Periode benutzte er die [[Eindeutschung|eingedeutschte]] Form seines Namens &amp;#039;&amp;#039;Hans Peter Murer&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ass&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;als&amp;quot;&amp;gt;Samuel Goodfellow: &amp;#039;&amp;#039;From Communism to Nazism: The Transformation of Alsatian Communists&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Contemporary History&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 27, No. 2 (April 1992).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Olivier Wieviorka: &amp;#039;&amp;#039;Orphans of the Republic: The Nation&amp;#039;s Legislators in Vichy France&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge/Mass., Harvard University Press 2009, ISBN 978-0-674-03261-3, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ausschließliche Verwendung des [[Deutsche Sprache|Deutschen]] im besetzten Gebiet war ihm ein wichtiges Anliegen. Ein [[Pforzheim]]er namens Fritz Löffler&amp;lt;ref&amp;gt;nicht zu verwechseln mit dem sächsischen Denkmalpfleger gleichen Namens. Der Pforzheimer nannte sich &amp;quot;Gymnasialprofessor&amp;quot; (das entspricht im übrigen Reichsgebiet einem [[Studienrat (Deutschland)|Studienrat]]) und legte also jedenfalls bei der Titulierung Wert auf wohlklingende „welsche“ Sitten, die er sonst ablehnte&amp;lt;/ref&amp;gt; beteiligte sich in [[Carspach|Karspach]] im [[Sundgau]] als Vertreter des [[Allgemeiner Deutscher Sprachverein|Allgemeinen Deutschen Sprachvereins]] bei der im Rahmen der „Entwelschung“ (Germanisierung) stattfindenden zwangsweisen Umschulung der elsässischen Lehrer und Beamten. Am 26. März 1943 schlug Löffler dem Kreisleiter erfolgreich die Gründung einer regionalen Gruppe „Südwest“ des Sprachvereins in Mülhausen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe {{Webarchiv|url=https://www.uni-saarland.de/z-einr/ub/archiv/woehrle/liste1.html |wayback=20160304203835 |text=lfd. Nr. 2169 |archiv-bot=2025-08-02 17:40:43 InternetArchiveBot }}. Bei [[Gerd Simon]] [https://homepages.uni-tuebingen.de//gerd.simon/zwangsbuecherverbrennungen.pdf online, Figur 11,] (PDF; 926&amp;amp;nbsp;kB) eine Zeichnung der &amp;quot;Gauschule Karspach&amp;quot; an der Löffler germanisierend als Leiter tätig war.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Heranrücken der [[Alliierte|alliierten Truppen]] flüchtete Mourer aus dem Elsass nach Deutschland. Im August 1945 wurde er von amerikanischen Truppen in [[München]] festgenommen. Zunächst in [[Bad Mergentheim]] interniert, wurde er ein Jahr später an die französischen Behörden überstellt und in Mulhouse inhaftiert. Am 26. Februar 1947 verurteilte ihn der Gerichtshof des Départements Haut-Rhin wegen [[Kollaboration in Frankreich (1940–1944)|Kollaboration]] mit [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschland]] [[Todesstrafe in Frankreich|zum Tode]]. Am 10. Juni 1947 wurde er in [[Ile Napoléon]] von einem [[Hinrichtung|Exekutionskommando]] [[Erschießung|erschossen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ass&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Olivier Wieviorka: &amp;#039;&amp;#039;Orphans of the Republic: The Nation&amp;#039;s Legislators in Vichy France&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge/Mass., Harvard University Press 2009, ISBN 978-0-674-03261-3, S. 328&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Béné: &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Alsace Dans Les Griffes Nazies&amp;#039;&amp;#039;. Raon-l&amp;#039;Étape, Fetzer 1971, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gegen Mourer im Prozess verwendeten Beweismittel bezogen sich dabei jedoch nicht auf die eigentliche Zeit der Kollaboration (1940–1945), sondern vor allem auf Kontakte, die er vor dem Krieg nach Deutschland gehabt haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Charles Farwell Bankwitz: &amp;#039;&amp;#039;Alsatian autonomist leaders 1919—1947&amp;#039;&amp;#039;. The Regents Press of Kansas, Lawrence 1978, ISBN 0-7006-0160-0, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Warum elsässische Arbeiter- und Bauernpartei?&amp;#039;&amp;#039; Strasbourg, Solidarité 1935&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Charles Béné: &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.com/books?id=6dM4AAAAIAAJ L&amp;#039;Alsace dans les griffes nazies]&amp;#039;&amp;#039;. Raon-l&amp;#039;Étape, Fetzer 1971.&lt;br /&gt;
* Philip Charles Farwell Bankwitz: &amp;#039;&amp;#039;Alsatian Autonomist Leaders 1919—1947&amp;#039;&amp;#039;. The Regents Press of Kansas, Lawrence 1978, ISBN 0-7006-0160-0.&lt;br /&gt;
* [[Hans Mayer (Literaturwissenschaftler)|Hans Mayer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Deutscher auf Widerruf. Erinnerungen I&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt/M., Suhrkamp 1982. ISBN 3-518-03646-7.&lt;br /&gt;
* Samuel Goodfellow: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.jstor.org/stable/260909 From Communism to Nazism: The Transformation of Alsatian Communists]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Contemporary History&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 27, No. 2 (April 1992), S. 231–258.&lt;br /&gt;
* Olivier Wieviorka: &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.com/books?id=6TrzopBviFMC Orphans of the Republic: The Nation&amp;#039;s Legislators in Vichy France]&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge/Mass., Harvard University Press 2009, ISBN 978-0-674-03261-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.assemblee-nationale.fr/sycomore/fiche.asp?num_dept=5454#biographie Kurzbiographie mit Bild] im &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire des députés&amp;#039;&amp;#039; der [[Nationalversammlung (Frankreich)|Französischen Nationalversammlung]] (in frz. Sprache; aufgerufen am 8. August 2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126859876|VIAF=3478553}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mourer, JeanPierre}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Abgeordnetenkammer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PCF-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (französische Kollaboration)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (elsässische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Straßburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lothringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewerkschafter (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreisleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wegen Kollaboration im Zweiten Weltkrieg hingerichtete Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mourer, Jean-Pierre&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Murer, Hans Peter&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. August 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wittring]], [[Reichsland Elsaß-Lothringen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juni 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mülhausen]], [[Département Haut-Rhin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InternetArchiveBot</name></author>
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