<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jean-Claude_Pressac</id>
	<title>Jean-Claude Pressac - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jean-Claude_Pressac"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean-Claude_Pressac&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T17:18:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean-Claude_Pressac&amp;diff=119948&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yen Zotto: präziser; Historiker war er eigentlich ja auch nicht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean-Claude_Pressac&amp;diff=119948&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-10T17:29:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;präziser; Historiker war er eigentlich ja auch nicht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jean-Claude André François Pressac&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. März]] [[1944]] in [[Villepinte (Seine-Saint-Denis)|Villepinte]], [[Département Seine-et-Oise]]; † [[23. Juli]] [[2003]] in [[Le Kremlin-Bicêtre]], [[Département Val-de-Marne]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Fichier Décès |id=lpGyLxM5aZz0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Frankreich|französischer]] [[Apotheker]] und [[Holocaustforschung|Holocaustforscher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jean-Claude Pressac war der Sohn eines politisch rechts stehenden Lehrerehepaars. Er war für eine Karriere als Offizier bestimmt und wurde an der Kadettenanstalt von [[La Flèche]] erzogen. Nachdem er an der Aufnahmeprüfung der [[Militärschule Saint-Cyr]] gescheitert war, absolvierte er in [[Paris]] ein Pharmaziestudium und schloss dieses 1970 ab. Er wurde Apotheker in [[La Ville-du-Bois]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alter von 18 Jahren las er [[Robert Merle]]s biografischen Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tod ist mein Beruf]]&amp;#039;&amp;#039; über den KZ-Kommandanten [[Rudolf Höß]], der ihn faszinierte. Er war begeistert von allem, was mit Militär, Krieg und insbesondere dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zusammenhing. Kurzzeitig war er Mitglied der 1968 gegründeten rechtsextremen [[Œuvre française]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Recherche zu einem Roman reiste er 1966 nach Polen zum [[Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau|Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau]], 1979 ein zweites Mal. Der Archivar Tadeusz Iwaszko († 1988) konnte seine Wissbegier jedoch nicht ganz befriedigen. Ihm war aufgefallen, dass 1972, beim Prozess gegen [[Walter Dejaco]] und [[Fritz Ertl]], Akten aufgetaucht waren, die nicht aus dem Auschwitz-Museum stammten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später geriet er an Publikationen, die behaupteten, dass es technisch unmöglich sei, Hunderttausende von Juden in mit Blausäure betriebenen Gaskammern zu töten. Er wandte sich Anfang 1980 an den Wortführer [[Robert Faurisson]], der ihn beauftragte, Beweise für diese These zu finden. Bei seiner dritten Reise im Jahr 1980 kamen ihm aber Zweifel daran, da ihn die Archivrecherchen vom Gegenteil überzeugten. Im April 1981 brach er mit Faurisson und stürzte sich immer tiefer in sein Hobbystudium, tags arbeitete er als Apotheker und nachts als Historiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er nahm Kontakt mit [[Pierre Vidal-Naquet]] auf, der ihn einlud, die Ergebnisse seiner Reisen auf der Konferenz &amp;#039;&amp;#039;Nazi-Deutschland und der Holocaust&amp;#039;&amp;#039; am 30. Juni 1982 vorzustellen, was seine erste öffentliche Vorstellung wurde. Er trat auch in Verbindung zu [[Serge Klarsfeld]], der nun sein Förderer wurde. Nach einem Artikel über Krematorien in Auschwitz schrieb er 1989 sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz: Technique and Operation of the Gas Chambers&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte gehört, dass die Sowjets nach der Befreiung von Auschwitz einen Teil der Akten der Lagerleitung mitgenommen hatten. Der Zusammenbruch der [[Sowjetunion]] machte es möglich, dass er im Oktober 1990 als einer der ersten die Bestände über Auschwitz in den Moskauer Geheimarchiven einsehen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;focus.de: {{Webarchiv|url=http://www.focus.de/auto/neuheiten/zeitgeschichte-die-technik-des-massenmords_aid_146064.html |wayback=20151203155801 |text=Die Technik des Massenmords |archiv-bot=2025-08-02 13:42:22 InternetArchiveBot }}, 25. April 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1993 erschien sein zweites Buch &amp;#039;&amp;#039;Les crematoires d’Auschwitz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Jahrzehnte hinweg befasste Pressac sich eingehend mit den Vernichtungseinrichtungen des [[Deutsche Konzentrationslager|Konzentrationslagers]] [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz-Birkenau]]. Begutachtungen vor Ort ergänzte Pressac durch Auswertung von umfänglichen Dokumenten, die aus der [[Zeit des Nationalsozialismus]] erhalten geblieben waren, unter anderem [[Korrespondenz]]en, [[Bauzeichnung]]en, [[Kostenvoranschlag|Kostenvoranschläge]] und [[Ergebnisprotokoll|Gesprächsprotokolle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit revidierte Pressac seine ursprünglichen [[Geschichtsrevisionismus|revisionistischen]] Vorstellungen. Seine Forschungen veröffentlichte er in seinem 1989 erschienenen Buch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Auschwitz: Technique and operation of the gas chambers}}&amp;#039;&amp;#039;. Pressac widerlegte darin nicht nur die Behauptungen der Holocaustleugner, sondern lieferte darüber hinaus wichtige Erkenntnisse über die Technik und Organisation des nationalsozialistischen Massenmordes. In seinem 1993 veröffentlichten Buch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|Les Crématoires d’Auschwitz}}&amp;#039;&amp;#039; (deutsch „Die Krematorien von Auschwitz“) analysierte Pressac die Funktionsweise der [[Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz|Krematorien von Auschwitz]] und belegte die Verstrickung verschiedener deutscher Unternehmen in das Massenvernichtungsprogramm. Einzelheiten von Pressacs Ausführungen sind in neueren Forschungsbeiträgen korrigiert worden, so einige seiner Auslegungen von Dokumenten, die er teils zu Unrecht für Fälschungen erklärte, und seine bei weitem zu niedrig angesetzte Schätzung der&lt;br /&gt;
[[Opferzahlen der Konzentrationslager Auschwitz#Jean-Claude Pressac (1994)|Zahl der in Auschwitz ermordeten Juden]]. Der Historiker [[Franciszek Piper]] warf Pressac vor:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Im allgemeinen ist er bestrebt, die Zahl der Opfer zu minimieren, die Kapazität der Krematorien und Gaskammern zu verringern und den Zeitpunkt des Treffens bestimmter Entscheidungen und Maßnahmen hinauszuzögern.}}&lt;br /&gt;
Pressac selbst betonte, dass seine Berechnungen einen „Minimal-Wert“ ergäben, der bei sorgfältiger Auswertung der Dokumente durchaus korrigiert werden könne; die Naziverbrechen könnten jedoch nicht relativiert werden:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Auschwitz steht weiterhin für die &amp;#039;&amp;#039;Massenvernichtung&amp;#039;&amp;#039; unschuldiger Menschen durch Gas.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jean-Claude Pressac |Titel=The Struthof-Album |Ort=New York |Verlag=Beate Klarsfeld Foundation |Jahr=1985 |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jean-Claude Pressac |Titel=Auschwitz. Technique and operation of the gas chambers |Ort=New York |Verlag=Beate Klarsfeld Foundation |Jahr=1989 |Online=[http://www.holocaust-history.org/auschwitz/pressac/technique-and-operation/pressac0011.shtml Online] |Typ=wl }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jean-Claude Pressac |Titel=Die Krematorien von Auschwitz. Die Technik des Massenmordes |Ort=München |Verlag=Piper |Jahr=1994 |ISBN=3-492-12193-4 |Typ=wl }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Franciszek Piper]] |Titel=Fritjof Meyer, „Die Zahl der Opfer von Auschwitz. Neue Erkenntnisse durch neue Archivfunde“ |Herausgeber=Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde |Sammelwerk=Osteuropa |Nummer=5 |Jahr=2002 |Band=Jg.&amp;amp;nbsp;52 |Seiten=631–641 |ISSN=0030-6428 |Online={{Webarchiv | url=http://en.auschwitz.org.pl/m/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=334&amp;amp;Itemid=8 | wayback=20111005220138 | text=Rezensionsbeitrag – 2.XII.2003}} online |Kommentar=Piper geht in seiner Auseinandersetzung mit Meyers Interpretationsmethoden auch auf einige der problematischen Deutungen ein, die Pressac zu den Dokumenten gegeben hat}}&lt;br /&gt;
* Christian Mentel: &amp;#039;&amp;#039;Pressac, Jean-Claude.&amp;#039;&amp;#039; In: Brigitte Mihok, [[Wolfgang Benz]] und [[Werner Bergmann (Soziologe)|Werner Bergmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039;  Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Personen (L–Z).&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter/Saur, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-24072-0, S. 653–654.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119044501}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119044501|LCCN=n85187558|VIAF=98130244}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pressac, JeanClaude}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaustforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2003]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pressac, Jean-Claude&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pressac, Jean-Claude André François (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Chemiker, Apotheker und Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. März 1944&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Villepinte (Seine-Saint-Denis)|Villepinte]], [[Département Seine-et-Oise]], [[Frankreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Juli 2003&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Le Kremlin-Bicêtre]], [[Département Val-de-Marne]], [[Frankreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yen Zotto</name></author>
	</entry>
</feed>