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	<title>Jean-Baptiste Boussingault - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T13:01:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jean-Baptiste_Boussingault&amp;diff=427209&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leyo: Komma vor DOI</title>
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		<updated>2025-04-01T08:29:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Komma vor DOI&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jean-Baptiste Boussingault.jpg|mini|Jean-Baptiste Boussingault]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jean-Baptiste (Joseph Dieudonné) Boussingault&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Februar]] [[1802]] in [[Paris]]; † [[11. Mai]] [[1887]] ebenda) war ein französischer [[Chemiker]] und Agrarwissenschaftler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Jean-Baptiste Boussingault, Sohn eines Kaufmanns, ging nach dem Studium als Bergbauingenieur 1821 im Auftrag einer englischen Firma nach Südamerika. Hier beschäftigte er sich vorrangig mit geologischen Untersuchungen. Auf Empfehlung [[Alexander von Humboldt]]s unternahm er ausgedehnte Forschungsreisen in Südamerika und erwarb sich hohes wissenschaftliches Ansehen. Sein Versuch, 1831 zusammen mit den englischen Colonel und Journalisten [[Francis Hall]] († 1833)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Schmuck |Titel=Tod in den Anden. Ein Brief Francis Halls an Humboldt 1831 und seine historischen und politischen Hintergründe |Sammelwerk=HiN – Internationale Zeitschrift für Humboldt-Studien |Band=14 |Nummer=27 |Datum=2013 |Sprache=de |Seiten=55–68 |DOI=10.18443/181 |Online=[https://www.hin-online.de/index.php/hin/article/view/181/334 hin-online.de] |Format=PDF |KBytes=86115 |Abruf=2024-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; den [[Chimborazo]] zu besteigen, scheiterte jedoch. 1832 kehrte er nach Frankreich zurück. 1834 wurde er Professor für Chemie in Lyon, 1839 erhielt er einen Lehrstuhl für landwirtschaftliche und analytische Chemie am Konservatorium in Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1836 hatte Boussingault ein Landgut bei [[Merkwiller-Pechelbronn|Pechelbronn]]/Elsass gekauft und dort eine landwirtschaftliche Versuchsstation eingerichtet. Hier beschäftigte er sich mit Problemen der Tierernährung und der Photosynthese, vor allem aber mit Fragen der [[Bodenfruchtbarkeit]], der Fruchtfolge und der Düngung. Sein besonderes Interesse galt dabei der Stickstoffernährung der Pflanzen. Das ehemalige [[Château du Liebfrauenberg|Kloster Liebfrauenberg]] bei [[Gœrsdorf]], das seine Frau 1842 geerbt hatte, baute er zur Familienresidenz und zum persönlichen [[Labor]] aus, wo er während der Sommermonate seinen Forschungen nachging. Die einstigen [[Klosterzelle|Mönchszellen]] wurden zu Wohn- und Schlafräumen umgebaut, aus der Kapelle wurde das Laboratorium und das Kirchenschiff diente als Warenlager.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 führte Boussingault Gefäßversuche mit [[Leguminosen]] durch. Ohne zusätzliche Stickstoffdüngung konnte er dabei in der geernteten Pflanzenmasse hohe Stickstoffgewinne nachweisen. Er folgerte daraus, dass die Pflanzen während ihres Wachstums Stickstoff aus der Luft aufnehmen. Obgleich er aufgrund von Ergebnissen anderer Experimente später von dieser Schlussfolgerung wieder abrückte, waren seine Versuche aus dem Jahre 1837 die Geburtsstunde der Idee von einer biologischen Fixierung elementaren Luftstickstoffs durch Pflanzen. Erst 1886 konnte [[Hermann Hellriegel]] die Richtigkeit dieser Idee überzeugend nachweisen. Ebenfalls 1837 prägte Boussingault, basierend auf Experimenten mit [[Schweröl (Geologie)|Schweröl]] aus den [[Pechelbronner Schichten]], die heute noch gebräuchliche Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Asphaltene|Asphalten]]&amp;#039;&amp;#039; für bestimmte nicht-flüchtige [[Erdöl]]&amp;amp;shy;komponenten.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Baptiste Boussingault: &amp;#039;&amp;#039;Ueber&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; die Zusammensetzung der Erdharze.&amp;#039;&amp;#039; Annalen der Pharmacie. Band&amp;amp;nbsp;23, Nr.&amp;amp;nbsp;3, 1837, S.&amp;amp;nbsp;261–269 ([[hdl:2027/mdp.39015026322324]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boussingault war aber nicht nur ein herausragender Chemiker, sondern auch ein praxiserfahrener Landwirt, der sein Gut nach wissenschaftlichen Grundsätzen bewirtschaftete. Mit seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Économie rurale&amp;#039;&amp;#039; (2 Bände, Paris 1844 und 1845), das in mehrere Sprachen übersetzt wurde –&amp;amp;nbsp;auch eine deutschsprachige Ausgabe ist erschienen&amp;amp;nbsp;– hat er die Entwicklung der Pflanzenernährung, der Bodenkunde und des Pflanzenbaus zu eigenständigen Agrardisziplinen nachhaltig beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 wurde Boussingault als gemäßigter Republikaner in die [[Nationalversammlung]] gewählt und drei Jahre später aufgrund seines politischen Engagement aus dem akademischen Lehrdienst entlassen, aber nach energischen Protesten seiner Kollegen wieder eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 wurde er mit Unterstützung Humboldts zum Mitglieder der [[Académie des sciences]] in Paris gewählt,&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Päßler: &amp;#039;&amp;#039;Ein „Diplomat aus den Wäldern des Orinoko“. Alexander von Humboldt als Mittler zwischen Preußen und Frankreich.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-515-09344-6, S.&amp;amp;nbsp;109.&amp;lt;/ref&amp;gt; ab 1856 war er korrespondierendes Mitglied der [[Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-jean-baptiste-joseph-dieudonne-boussingault-307 |titel=Historische Akademiemitglieder: Jean Baptiste Joseph Dieudonné Boussingault |hrsg=Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften |abruf=2015-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ab 1878 assoziiertes Mitglied der [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/jean-baptiste-joseph-dieudonne-boussingault/| titel=Académicien décédé: Jean-Baptiste Joseph Dieudonné Boussingault| hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique| zugriff=2023-08-17| sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ab 1883 Mitglied der [[National Academy of Sciences]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptwerk ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Landwirthschaft in ihren Beziehungen zur Chemie, Physik und Meteorologie.&amp;#039;&amp;#039; Deutschsprachige Ausgabe von &amp;#039;&amp;#039;Èconomie rurale&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von N. Graeger. 2 Bände. Halle 1844 u. 1845; 2. Auflage. ebd.; Band  3 1851 u. Band  4 = Supplement-Band auch unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Agrikulturchemie und Physiologie&amp;#039;&amp;#039;, ebd. 1856.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1878 wurde ihm für seine Verdienste um die Wissenschaft die &amp;#039;&amp;#039;[[Copley Medal]]&amp;#039;&amp;#039; verliehen&lt;br /&gt;
* Der [[Mondkrater]] [[Boussingault (Mondkrater)|Boussingault]] sowie das [[Mineral]] [[Boussingaultit]] sind nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marco E. Ciriotti, Lorenza Fascio, Marco Pasero |Titel=Italian Type Minerals |Auflage=1. |Verlag=Edizioni Plus – Università di Pisa |Ort=Pisa |Datum=2009 |ISBN=978-88-8492-592-3 |Seiten=54}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Pflanzengattung &amp;#039;&amp;#039;[[Boussingaultia]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Kunth}} aus der Familie der [[Basellgewächse]] (Basellaceae) ist nach ihm benannt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt_2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard P. Aulie: &amp;#039;&amp;#039;Boussingault and the nitrogen cycle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the American Philosophical Society&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;114, Nr.&amp;amp;nbsp;6, 1970, S.&amp;amp;nbsp;435–479 (m. Bild u. Bibliographie).&lt;br /&gt;
* F. W. J. McCosh: &amp;#039;&amp;#039;Boussingault. Chemist and Agriculturist.&amp;#039;&amp;#039; D. Reidel Publishing Company, Dordrecht 1984 (m. Abbildungen u. vollst. Bibliographie).&lt;br /&gt;
* Ulrich Päßler, Thomas Schmuck (Hrsg.), unter Mitarbeit von Eberhard Knobloch: &amp;#039;&amp;#039;Alexander von Humboldt – Jean-Baptiste Boussingault: Briefwechsel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;41. De Gruyter, Berlin 2015&lt;br /&gt;
* {{Britannica 1911 |Lemma=Boussingault, Jean Baptiste Joseph Dieudonné |Band=4 |Seite=334}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burkhardt_2018&amp;quot;&amp;gt;Lotte Burkhardt: &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition.&amp;#039;&amp;#039; Teil I und II. [[Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem|Botanic Garden and Botanical Museum Berlin]], [[Freie Universität Berlin]], Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, [[doi:10.3372/epolist2018]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=101165250|LCCN=n/82/214388|VIAF=76414227}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Boussingault, Jean-Baptiste Joseph Dieudonne}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrikulturchemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirt (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarwissenschaftler (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Lyon)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Copley-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Großoffizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Académie des sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1802]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Boussingault, Jean-Baptiste&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Boussingault, Jean-Baptiste Joseph Dieudonné&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Bergbauingenieur und Naturforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1802&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Mai 1887&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leyo</name></author>
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