<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jazzfl%C3%B6te</id>
	<title>Jazzflöte - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jazzfl%C3%B6te"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jazzfl%C3%B6te&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T16:57:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jazzfl%C3%B6te&amp;diff=1464330&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jazzfl%C3%B6te&amp;diff=1464330&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-16T20:59:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Yusef Lateef 2.jpg|miniatur|Yusef Lateef (2007)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jazzflöte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Rolle der [[Flöte]] und ihrer wichtigsten Instrumentalisten im [[Jazz]]. Obgleich die Flötenfamilie sehr groß ist, beschränkt sich der Einsatz im Jazz im Wesentlichen auf die [[Querflöte]]. Vor allem die Grundform der europäischen Konzert- oder [[Böhm-Flöte]] (in der Sopranlage) hat sich in den letzten Jahrzehnten durchgesetzt, daneben werden aber vereinzelt auch die [[Piccoloflöte]] und die Instrumente in Alt-, Tenor- und vor allem Basslage eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprünge der Verwendung der Flöte im Jazz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BarkerFuneralPiccolo.jpg|miniatur|Flötenspielerin auf der Beerdigung von [[Danny Barker]] in New Orleans (1994, vermutlich Anita Marge Bowers)]]&lt;br /&gt;
Jazzmusik wird im Vergleich zu klassischer [[Kammermusik]] relativ laut aufgeführt. Das liegt einerseits am fast immer begleitenden Schlagzeug, das eine gewisse Grundlautstärke mit sich bringt, andererseits aber auch daran, dass Jazzmusik anfangs kaum im kammermusikalischen Kontext, sondern in &amp;#039;&amp;#039;Dance Halls&amp;#039;&amp;#039; und ähnlichen Aufführungsorten dargeboten wurde, wo einfach laut musiziert werden musste, um den gesamten Saal zu erreichen. Da die europäische Konzertflöte ein Instrument mit dynamisch stark limitierten Möglichkeiten ist und einen weniger obertonreichen Klangcharakter hat als beispielsweise das Saxophon, konnte sie erst im Zuge der sich verbessernden Verstärkertechnik im Jazz effektiv eingesetzt werden. Aus diesem Grund wurden im frühen Jazz Flöten selten benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem der Begründer der Jazzflöte wird der in Kuba geborene Alberto Socarrás gezählt, als er in den 1920er Jahren auf dem Höhepunkt der &amp;#039;&amp;#039;[[Harlem Renaissance]]&amp;#039;&amp;#039; mit dem amerikanischen Pianisten [[Clarence Williams]] Aufnahmen für das [[Okeh Records|Okeh]]-Label machte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;band&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andy Thomas |url=https://daily.bandcamp.com/lists/jazz-flute-albums-guide |titel=A Guide to Jazz Flute Past and Present |werk=Daily bandcamp |datum=2024-10-23 |sprache=en |abruf=2024-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Flöten- und Piccoloflöten-Spezialist namens Flutes Morton spielte regelmäßig im &amp;#039;&amp;#039;Sunset Cafe&amp;#039;&amp;#039; in [[Chicago]] Mitte der 1920er Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Digby Fairweather, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erste Flötist, von dem Aufnahmen existieren, war der Kubaner [[Alberto Socarras]] („Shooting the Pistol“ mit dem Clarence Williams Orchestra, 1927&amp;lt;ref name=HUBERT&amp;gt;vgl. Hubert Böhm, &amp;#039;&amp;#039;Aspekte zur Entwicklung des Flötenspiels im Jazz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Lizzie Miles]]’ „You&amp;#039;re Such a Cruel Papa to Me“ 1928), von dem interessante Phrasierungen aus dem [[Charango]] übernommen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle|autor=Aleisha Ward|titel=Pioneers of Jazz Flute |url=http://flutejournal.com/pioneers-of-jazz-flute-by-aleisha-ward/ |werk=Flute Journal |abruf=2019-07-29 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tradition der Flöte im Jazz wird verankert durch [[Wayman Carver]] (1905–1967),&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Berendt, 1973, S. 228&amp;lt;/ref&amp;gt; der die Querflöte in einer Aufnahme von &amp;#039;&amp;#039;Loveless Love&amp;#039;&amp;#039; mit Dave Nelson (1931) und dann in [[Benny Carter]]s Oktett für die Einspielung &amp;#039;&amp;#039;Devil’s Holiday&amp;#039;&amp;#039; im Oktober 1933 verwendete. [[Chick Webb]] verwendete gelegentlich das Flötenspiel Carvers in seinem Orchester (1934–1940) als Klangfarbe. Auch [[Harry Klee]] setzte bereits in der [[Swing (Musikrichtung)|Swing]]-Ära ab 1944 gelegentlich die Flöte ein, so bei [[Ray Linn]] (1944) und [[Boyd Raeburn]] (1946).&amp;lt;ref name=BUDDY&amp;gt;Buddy Collette, Steven Louis Isoard &amp;#039;&amp;#039;Jazz Generations: A Life in American Music and Society&amp;#039;&amp;#039; London, New York 2000, S. 77&amp;lt;/ref&amp;gt; 1946 verwendete auch sein Nachfolger Ethmer Roden im Orchester von Boyd Raeburn das Instrument. [[Esy Morales]] setzt 1947 mit seinem [[Eklektizismus|eklektizistischen]] Solo in seiner &amp;#039;&amp;#039;Jungle Fantasy&amp;#039;&amp;#039; bereits zahlreiche Techniken ein, die später wiederentdeckt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Cary Ginnell &amp;#039;&amp;#039;The Evolution of Mann: Herbie Mann and the Flute in Jazz&amp;#039;&amp;#039; Milwaukee 2014, S. 9ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt erscheinen aber die damaligen Versuche, die Konzertflöte im Jazz einzusetzen, aus heutiger Perspektive seltsam; sie haben auch keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.&amp;lt;ref name=HUBERT/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Traditionslinien der Jazzflöte ==&lt;br /&gt;
[[Frank Wess]] (1922–2013) war wohl einer der ersten nennenswerten Flötisten, der schon in den 1940er Jahren, beeinflusst vom Tenorsaxophonisten [[Lester Young]], erste Versuche unternahm, die Flöte als Solo-Instrument zu verwenden,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Allmusic|Rubrik=artist|ID=mn0000138635|NurURL=ja}} allmusic&amp;lt;/ref&amp;gt; wie in der [[Count Basie|Basie-Band]] der 1950er Jahre und in ersten Aufnahmen unter eigenem Namen für [[Savoy Records]] mit [[Milt Jackson]], [[Hank Jones]] und [[Kenny Clarke]] (&amp;#039;&amp;#039;Opus de Jazz&amp;#039;&amp;#039;), die Berendt als seine interessantesten Flöten-Soli wertet.&amp;lt;ref&amp;gt;Berendt &amp;#039;&amp;#039;Das Jazzbuch&amp;#039;&amp;#039; 1973, S. 228&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei bezieht er sich immer deutlich auf den [[Blues]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 1947 erhielt [[Charlie Parker]] eine Querflöte geschenkt und beschäftigte sich auch mit dieser. Es sind aber keine Aufnahmen von ihm auf dem Instrument bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Collette/Isoard, &amp;#039;&amp;#039;Jazz Generations&amp;#039;&amp;#039;, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; 1949 spielte [[Jerome Richardson]] (1920–2000) als erster Musiker im [[Modern Jazz]] ein Solo auf der Flöte ein („Kingfish“, 1949). Mit seinem „unmittelbaren, vitalen [[Bebop|Bop]]-Feeling“&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach Berendt/Huesmann, 1994, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; trug er dazu bei, das Instrument durchzusetzen. Seine Stellung als Instrumentalist erlaubte auch den Einsatz der Klangfarbe in den Orchestern von [[Oliver Nelson]], [[Gil Evans]]/[[Miles Davis]], [[Quincy Jones]], [[Charles Mingus]] und später im [[Thad Jones/Mel Lewis Orchestra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1950er Jahre waren nicht nur mit verbesserten Mikrophonen, Verstärkern und Lautsprechern die Möglichkeiten vorhanden, um den Flötenklang besser hervortreten zu lassen. Gleichzeitig traten weitere Musiker in Erscheinung, die dazu beitrugen, die &amp;#039;&amp;#039;Jazzflöte&amp;#039;&amp;#039;, die vorher eher ein Kuriosum war, zu etablieren. An der Westküste ist hier zunächst [[Buddy Collette]] zu nennen, der auch als Studiomusiker arbeitete und sich dem Instrument bereits seit 1946 zugewendet hatte, weil er den Sound der Konzertflöte mochte.&amp;lt;ref name=BUDDY/&amp;gt; [[Duke Ellington]] bat ihn mehrfach, als Flötist mit seinem Orchester aufzutreten, was aber aus Termingründen scheiterte.&amp;lt;ref&amp;gt;Collette/Isoard, &amp;#039;&amp;#039;Jazz Generations&amp;#039;&amp;#039;, S. 106&amp;lt;/ref&amp;gt; Collette machte später im Ensemble von [[Chico Hamilton]] und mit der Bigband von [[Buddy Rich]] Aufnahmen. Er war der Erste, der die ganze Familie der Konzertflöte im Jazzkontext präsentierte. Auf dem Album &amp;#039;&amp;#039;Collette’s Swinging Shepherds&amp;#039;&amp;#039; (1959) stellte er zudem mit [[Bud Shank]] (1926–2009), Harry Klee und [[Paul Horn (Musiker)|Paul Horn]] (1930–2014) ein Quartett von Flötisten zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bud Shank gilt heute vielen als wichtigster Flötist des [[West Coast Jazz]]; er ging aus dem [[Stan Kenton|Stan-Kenton]]-Orchester hervor und hatte dort bereits 1950 in dem Titel „In Veradero“ ein – allerdings damals kaum beachtetes – Solo gespielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Berendt, 1973, S. 228. Shank war der einzige Saxophonist der Band, der überhaupt eine Flöte besaß, die er damals allerdings nach eigenen Angaben nicht gut beherrschte, vgl. {{Webarchiv|text=Interview mit Bud Shank |url=http://www.jazzreview.com/article/review-5864.html |wayback=20080708230807 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Konzertflöte verwendete [[Yusef Lateef]] (* 1921) auch weitere Flöten, etwa die im Jazz ungewöhnliche [[Nay]], die Korkflöte, die slowakische Hirtenflöte [[Fujara]] sowie viele Bambusflöten und verarbeitete schon früh arabische und orientalische Einflüsse. [[Sam Most]] und [[Sahib Shihab]] waren die ersten Jazzmusiker, die das Instrument „growling“ gespielt haben. Beim Growling entsteht durch gleichzeitiges Summen oder Singen desselben oder eines z.&amp;amp;nbsp;B. eine Terz höheren Tones [[Multiphonics|Mehrstimmigkeit]]. Dadurch gewinnt die Jazzflöte an Intensität, was einer der Gründe ist, dass sie mit den Saxophonen mithalten konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Berendt &amp;#039;&amp;#039;Das Jazzbuch&amp;#039;&amp;#039; 1973, S. 230&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Saxophonist [[James Moody (Saxophonist)|James Moody]] (1925–2010) nahm diese neue Technik in seinem Flötenspiel auf und änderte sie noch ab, indem er während des Spiels einzelne Silben sprach.&lt;br /&gt;
[[Datei:Herbie Mann 1975.jpg|mini|Herbie Mann (1975)]]&lt;br /&gt;
Im Dezember 1956 bekam die Flöte zum ersten Mal eine eigene Abteilung im &amp;#039;&amp;#039;Reader’s Poll&amp;#039;&amp;#039; der amerikanischen Jazzzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Down Beat]]&amp;#039;&amp;#039;. Vorher wurde die Flöte im Kapitel „Miscellaneous Instruments“ (sonstige Instrumente) mit allen anderen Holzblasinstrumenten, ausgenommen die [[Saxophon]]familie und die [[Klarinette]], geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ungefähr dieser Zeit gibt es auch Musiker, die sich auf die Flöte konzentrierten. Hier ist zunächst [[Herbie Mann]] (1930–2003) zu nennen, der 14-mal hintereinander von 1957 bis 1970 die Leserpolls des Magazins &amp;#039;&amp;#039;Down Beat&amp;#039;&amp;#039; anführte; auf den nächsten Plätzen folgten ihm zunächst Musiker wie James Moody und Yusef Lateef.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Leonard Feather]] wies darauf hin, dass die Pioniere des Instruments dabei vergessen wurde: „Wenn es Gerechtigkeit gibt, werden die Geschichtsbücher Sam Most als ersten kreativen Jazz-Flötisten nennen.“ Vgl. {{Webarchiv|url=http://www.fnp.de/nachrichten/kultur/Pionier-der-Jazzfloete-Sam-Most-ist-tot;art171,555452 |wayback=20160503163930 |text=Pionier der Jazzflöte: Sam Most ist tot }} [[Frankfurter Neue Presse]], 15. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Mann, der mit reichem Vibrato blies und dabei die Überblastechnik vermied, spielte auch Duette mit Buddy Collette (&amp;#039;&amp;#039;Flute Fraternity&amp;#039;&amp;#039;) ein und mit dem belgischen Flötisten und Saxophonisten [[Bobby Jaspar]] (&amp;#039;&amp;#039;Flute Souffle&amp;#039;&amp;#039;). In den 1960er Jahren nahm er häufig im [[Latin Jazz]], aber auch im [[Easy Listening|Easy-Listening]]-Kontext auf, bevor er 1969 mit seinem Album &amp;#039;&amp;#039;Memphis Underground&amp;#039;&amp;#039; (mit den Gitarristen [[Larry Coryell]] und [[Sonny Sharrock]]) den Anschluss an die zeitgenössische Rockjazz-Bewegung herstellte. Insbesondere Paul Horn, der – wie nach ihm noch [[Eric Dolphy]] (1928–1964) und [[Charles Lloyd]] (* 1938) – im Quintett von Chico Hamilton bekannt wurde, konzentrierte sich ähnlich wie Herbie Mann auf die Querflöte. Horn setzte die Konzertflöte erstmals ohne Begleitung durch andere Instrumentalisten bei seinen Aufsehen erregenden und als Album dokumentierten Konzerten im indischen [[Taj Mahal]] (1968) und in der [[Cheops-Pyramide]] (1976) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Saxophonisten des [[Modaler Jazz|modalen Jazz]] und [[Avantgarde Jazz]] nutzen die Konzertflöte: Eric Dolphy, [[Prince Lasha]], [[Sam Rivers (Saxophonist)|Sam Rivers]] und [[James Spaulding]] (der aber sein erstes Flötensolo auf einem Album des Soulsängers [[Jerry Butler (Musiker)|Jerry Butler]] spielte&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Interview mit Spaulding |url=http://www.jazzreview.com/article/review-5958.html |wayback=20090102020644 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Die Möglichkeiten des Instrumentes für den [[Free Jazz]] zeigte insbesondere der früh verstorbene Eric Dolphy (1928–1964) auf, der orientiert an den für Interpretationen [[Neue Musik|Neuer Musik]] (insbesondere von [[Severino Gazzelloni]]) entwickelten Instrumentaltechniken tonale Beiträge leistete.&amp;lt;ref&amp;gt;Ob Dolphy tatsächlich Unterricht bei Gazzelloni nahm, ist nicht nachweisbar. Vgl. {{Internetquelle|url=http://www.peterguidi.com/history.html |autor=Peter Guidi |titel=&amp;#039;&amp;#039;A Short History of the Jazz Flute&amp;#039;&amp;#039; |abruf=2019-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dolphy setzte außerdem, wie unter anderem auch an seinen Trillern zu erkennen ist, Sequenzen aus dem Vogelgesang in seinem Flötenspiel um. Ein Stück weit sind ihm auf dem Instrument Prince Lasha und sein Schüler [[Lloyd McNeill]] gefolgt. Dolphys Flöte wurde an [[John Coltrane]] vererbt, der sie auf seinem Album &amp;#039;&amp;#039;Expression&amp;#039;&amp;#039; verwendete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.peterguidi.com/history.html |autor=Peter Guidi |titel=&amp;#039;&amp;#039;A Short History of the Jazz Flute&amp;#039;&amp;#039; |abruf=2019-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Roland Kirk]] (1936–1977) probierte sehr exotische Instrumente aus der Flötenfamilie, bis hin zur [[Nasenflöte (traditionell)|Nasenflöte]], aus. Insbesondere aber stellte er auf der Konzertflöte die Überblastechnik ins Zentrum seines Spiels; Kirk sang nicht nur – wie seine Vorgänger – in sein Instrument hinein, sondern sprach auch hinein und schrie, zunächst auf dem Titel „You Did It, You Did It“ (auf &amp;#039;&amp;#039;We Free Kings&amp;#039;&amp;#039;, 1961). Teilweise verwendete er auch schon Klappengeräusche und spielte gleichzeitig die durch die Nase geblasene &amp;#039;&amp;#039;Nasenflöte&amp;#039;&amp;#039;. Berendt schrieb dazu: „Es schien manchmal, als ob die verschiedenen Sounds, die da simultan entstanden, in verschiedenen Richtungen explodierten.“&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach Berendt/Huesmann, 1994, 346. Musikalisches Beispiel: „Fly Town Nose Blues“ auf &amp;#039;&amp;#039;Bright Moments&amp;#039;&amp;#039;, 1973&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere die Überblastechnik popularisierte Kirk, indem er auch aktuelle afroamerikanische Hits in sein Repertoire aufnahm (z.&amp;amp;nbsp;B. „Ain’t No Sunshine“ oder „My Girl“ auf dem Album &amp;#039;&amp;#039;Blacknuss&amp;#039;&amp;#039;, 1971), und hatte einen großen Einfluss auf zahlreiche Flötisten auch im Rockbereich, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Ian Anderson]] (&amp;#039;&amp;#039;Jethro Tull&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Thijs van Leer]] (&amp;#039;&amp;#039;Focus&amp;#039;&amp;#039;), die das Instrument aufgrund der aus dem Jazzbereich stammenden Tongebung popularisierten. Kein anderes Blasinstrument wurde in der frühen Rockmusik so häufig verwendet wie die Querflöte.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim E. Berendt &amp;#039;&amp;#039;Das Jazzbuch&amp;#039;&amp;#039; 1973, S. 227&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Flötist dieser Zeit war [[Robin Kenyatta]]; 1970 spielte er für das [[Edition of Contemporary Music|ECM]]-Label das Album &amp;#039;&amp;#039;The Girl from Martinique&amp;#039;&amp;#039; ein, mit [[Wolfgang Dauner]], [[Arild Andersen]] und [[Fred Braceful]]. Ab den 1970er Jahren leistete der Saxophonist [[Lew Tabackin]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Toshiko Akiyoshi]] - Lew Tabackin Big Band&amp;#039;&amp;#039; wichtige Beiträge auf dem Instrument, setzte die Flöte aber zuvor schon im [[Jazz-Combo|Combo]]-Kontext ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hubert Laws]] (* 1939), der seit 1968 als Flötist in klassischen Symphonieorchestern wirkte, spielte ab 1971 mit [[McCoy Tyner]] und [[Chick Corea]], aber auch im Jazzrock-Bereich mit &amp;#039;&amp;#039;[[Weather Report]]&amp;#039;&amp;#039; und eigenen Gruppen (mit [[George Benson]]) mehrere Alben ein, die ihm hohe Aufmerksamkeit sicherten und dazu führten, dass er Herbie Mann im &amp;#039;&amp;#039;Down Beat-Poll&amp;#039;&amp;#039; ablöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Hubert Laws und Herbie Mann waren vor allem Jeremy Steig, [[Joe Farrell]] (1937–1986) in der ersten Ausgabe von [[Chick Corea]]s Formation &amp;#039;&amp;#039;[[Return to Forever]]&amp;#039;&amp;#039; 1972 sowie [[Ernie Watts]] und später [[Bobbi Humphrey]], Alexander Zonjic und [[Dave Valentin]] für [[Rockjazz]] und Fusion wichtige Flötisten. Wo Kirk in einer vitalisierenden Weise die gesamte Jazztradition durchforstete und erweiterte, beschränkte sich [[Jeremy Steig]] (1942–2016) zunächst bewusst häufig auf Blueslinien. Er hat aber mit dem Trio von [[Bill Evans (Pianist)|Bill Evans]] einige der schönsten Flötenaufnahmen eingespielt, die jemals im Jazz produziert wurden (&amp;#039;&amp;#039;What’s New&amp;#039;&amp;#039;, 1969)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Toter Link |datum=2025-08 |url=http://www.saxnews.de/page10.html |text=Dirko Juchem – jazz flute }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Steig, der erstmals elektronische Hilfsmittel wie Wah-Wah und Echo verwendete und wie Kirk das Instrument mit seiner 1960er-Band &amp;#039;&amp;#039;Jeremy and the Satyrs&amp;#039;&amp;#039; in der [[Fusion (Musik)|Fusion]]-Bewegung popularisierte, konzentrierte sich dann mehrere Jahrzehnte lang auf Kompositionen des Fusionjazz. Technisch erweiterte er die „Palette moderner Ausdrucksmittel: Flatter- und Tripelzunge, eruptives Überblasen, Summen und Singen durch das Instrument hindurch, Einbeziehung von Klappen- und Atemgeräuschen, Tonverfremdungen stehen bei ihm im Dienst einer emotional berstenden Musik.“&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach m. Kunzler, S. 1112.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Teil dieser Flötisten ist eher von Kirk beeinflusst, andere wie Humphrey, Zonjic oder Valentin eher von Herbie Mann und Hubert Laws.&amp;lt;ref name=&amp;quot;band&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Sabir Mateen on flute.jpg|miniatur|[[Sabir Mateen]] (mit [[Steve Noble]] 2008)]]&lt;br /&gt;
Dagegen sind Musiker des [[Modern Creative]] wie [[Marty Ehrlich]] (* 1955), [[Chico Freeman]] (* 1949), [[Roscoe Mitchell]] (* 1940), [[Julius Hemphill]] (1940–1995), [[Henry Threadgill]] (* 1944), [[Gary Thomas]] (* 1961), [[Oliver Lake]] (* 1944), [[John Purcell]], [[James Newton]] (* 1953), [[Jane Bunnett]] (* 1956), [[Adele Sebastian]] und [[Nicole Mitchell]] als Flötisten von Dolphy geprägt; Newton studierte wie bereits Dolphy und Lloyd beim [[Cool Jazz|Cool-Jazz]]-Flötisten [[Buddy Collette]] und war einer der wenigen, die die Flöte zum Hauptinstrument machten. „Viele Dinge, die ich spiele und bei denen ich meine Stimme einsetze, stehen in Beziehung zu der Art, wie die Blechbläser im [[Duke Ellington Orchestra|Ellington Orchester]] [[Growling|growlen]].“&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach Berendt/Huesmann, S. 347. Nach Berendts Ansicht nahm er seine wohl schönste Platte im „Echo Canyon“ in [[New Mexico]] auf, einem natürlichen [[Amphitheater]], mit den aus vielen verschiedenen Richtungen zurückgeworfenen Echoes spielend und die Laute der Natur, Kojoten, Vögel, herabfallende Steine in sein Spiel einbeziehend.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausragende europäische Flötisten der 1960er und 1970er Jahre waren [[Chris Hinze]], [[Jiří Stivín]], [[Emil Mangelsdorff]], [[Simeon Shterev]], [[Harold McNair]]&amp;lt;ref&amp;gt;der eigentlich aus der Karibik stammt&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Ronald Snijders]], [[Bob Downes]], [[Barbara Thompson (Musikerin)|Barbara Thompson]] oder [[Dieter Bihlmaier]]. Später folgten Musiker wie [[Peter Guidi]], [[Michael Heupel]], [[Krzysztof Popek]], der in Deutschland lebende [[Charles Davis (Flötist)|Charles Davis]] oder [[Tilmann Dehnhard]]. Davis hat nach dem Vorbild der Saxophonquartette ein Flötenquintett &amp;#039;&amp;#039;Four or More Flutes&amp;#039;&amp;#039; gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Theodosii Spasov.jpg|miniatur|[[Theodosii Spassov]] auf der Kavalflöte]]&lt;br /&gt;
Im Bereich des [[Ethno-Jazz]] führt Berendt den japanischen [[Shakuhachi]]-Spieler [[Hōzan Yamamoto]] an, der die klassische Bambusflöte mehrfach im Jazzkontext benutzte, etwa in seiner Zusammenarbeit mit [[Tony Scott (Musiker)|Tony Scott]] (&amp;#039;&amp;#039;Music for Zen Meditation&amp;#039;&amp;#039;) oder mit der Sängerin [[Helen Merrill]] und dem Perkussionisten [[Masahiko Togashi]]. [[Don Cherry (Musiker)|Don Cherry]] verwendete Flöten aus unterschiedlichen Kulturen. [[Jiří Stivín]] setzt neben der Böhmflöte in C ein ganzes Arsenal von Bambusflöten ein, aber auch Kugelschreiber mit Löchern und [[Blockflöte]]n. Auch der brasilianische Multiinstrumentalist [[Hermeto Pascoal]] verwendete die Flöte „mit geradezu besessener Intensität“&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach Berendt/Huesmann, S. 346&amp;lt;/ref&amp;gt; Chris Hinze hat sich zunehmend ethnisch geprägtem Jazz und auch der Begegnung mit Flötisten aus anderen Kulturen wie dem indischen [[Bansuri]]flötisten [[Raghunath Seth]] gewidmet. [[Steve Gorn]] setzt die Bansuri flüssig im Jazzkontext ein. Theodosii Spassov greift auf die [[Kaval]] seiner bulgarischen Heimat zurück. [[Max Cilla]] machte sich daran, die Bambusflöte als Teil der karibischen Musiktradition wiederzubeleben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;band&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtiger Flötist der [[Neue Improvisationsmusik|improvisierten Musik]] ist [[Robert Dick (Flötist)|Robert Dick]], der sich intensiv mit der Verwendung der [[Zirkularatmung]] auf dem Instrument beschäftigt hat; auch hat er ein spezielles Mundstück entwickelt, das es erlaubt, extreme [[Glissando]] und [[Wah-Wah (Effektgerät)|Wahwah]]-Effekte zu erzeugen. Er spielte im Trio &amp;#039;&amp;#039;New Winds&amp;#039;&amp;#039;, mit dem Altsaxophonisten [[Ned Rothenberg]] oder der Pianistin [[Ursel Schlicht]]; Dick benutzt auch die F-Kontrabass-Flöte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren wurde die Spieltechnik um das [[Beatboxing]] erweitert, das in Kombination zu Überblasen, Flatterzunge oder Multiphonics eingesetzt wird,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jazz-flute.com/?tag=Technique jazz-flute.com: &amp;#039;&amp;#039;Technique&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; etwa von [[Dirko Juchem]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-03 |url=http://www.blasmusik.de/fachartikel/details/?i=1735 |text=blasmusik.de: &amp;#039;&amp;#039;Dirko Juchem – Spielen, Druck machen, Spaß haben...&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Greg Pattillo&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2007/05/22/nyregion/22ink.html?_r=1 &amp;#039;&amp;#039;A Flute With a Beat, and You Might Dance to It&amp;#039;&amp;#039;] vom 22. Mai 2007 von David K. Randall, veröffentlicht auf der Website der Zeitung [[The New York Times]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Nathan „Flutebox“ Lee&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link|url=http://www.prsformusicfoundation.com/newmusicplus/southbankcentreandswarajmusicpresent.htm |date=2026-02 |text=&amp;#039;&amp;#039;Southbank Centre and Swaraj Music present...&amp;#039;&amp;#039; }}, veröffentlicht auf der Website der &amp;#039;&amp;#039;PRS for Music Foundation&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Ludivine Issambourg]]. [[Michele Gori]] hat seit 2012 in Solokonzerten mit Hilfe einer [[Loop (Musik)|Loop-Station]] Flöten in verschiedenen Lagen kombiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tongebung und aktuelle Stellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ronald Snijders.jpg|miniatur|Ronald Snijders mit Bassist [[Jaribu Shahid]] (2007)]]&lt;br /&gt;
Fast immer wird die Jazzflöte mit viel Luft geblasen. Das klassische Tonideal des möglichst nebengeräuschfreien, schlanken Tons wird hier aufgegeben zugunsten eines persönlichen &amp;#039;&amp;#039;Sounds&amp;#039;&amp;#039;, der sich im Jazz anscheinend besser als Träger musikalischen Ausdrucks eignet als ein glatter, sauberer Ton. Dabei kann man tonlich völlig verschiedene Konzeptionen feststellen; so hat Eric Dolphy einen harten, fast schrillen Ton verglichen mit James Moodys flauschiger, warmer und Jeremy Steigs sandig verrauschter Tongebung. Bei [[Kent Jordan]], dessen Ton am nächsten an das klassische Tonideal heranreicht, lässt sich vermuten, dass aus ebendiesen Gründen sein Solospiel etwas langweiliger, weil weniger ausdrucksvoll erscheint.&amp;lt;ref&amp;gt;Tilmann Dehnhardt: {{Webarchiv | url=http://www.dehnhard.com/german/learnsome%20einzelseiten/08learnflimjazz.htm | archive-is=20120910210124 | text=&amp;#039;&amp;#039;Die Flöte im Jazz – eine Einführung für Klassiker&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Rahsaan Kirks Spielweise dagegen wäre ohne seine „dreckige“ Tongebung völlig undenkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausschließlich Flöte spielen Jeremy Steig, Hubert Laws, James Newton, Chris Hinze, Kent Jordan, Roland Snijders, Dave Valentin, [[Andrea Brachfeld]], [[Bill McBirnie]], Michele Gori, [[Holly Hofmann]], Michael Heupel, [[Steve Kujala]], Nicole Mitchell, [[Néstor Torres]],&amp;lt;ref&amp;gt;Torres interpretiert nicht nur karibische Musik, sondern auf seinem Album &amp;#039;&amp;#039;Jazz Flute Traditions&amp;#039;&amp;#039; auch Coverversionen zentraler Titel aus dem Repertoire für Jazzflöte, wie Rahsaan Roland Kirks &amp;#039;&amp;#039;Serenade to a Cuckoo&amp;#039;&amp;#039;, Herbie Manns &amp;#039;&amp;#039;Memphis Underground&amp;#039;&amp;#039; oder Eric Dolphys &amp;#039;&amp;#039;Gazzelloni&amp;#039;&amp;#039;. Vgl. {{Internetquelle|url=https://www.allaboutjazz.com/jazz-flute-traditions-nestor-torres-alfi-review-by-roger-farbey.php|autor=Roger Farbey|titel=Nestor Torres: Jazz Flute Traditions |werk=[[All About Jazz]]|abruf=2019-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ali Ryerson]], [[Stephanie Wagner (Musikerin)|Stephanie Wagner]], [[Dieter Weberpals]], [[Mark Alban Lotz]], [[Daniel Manrique-Smith]], [[Ludivine Issambourg]], [[Isabelle Bodenseh]], [[Stefano Benini]], [[Linda Jozefowski]], [[Conni Trieder]], [[Vincent Bababoutilabo]], [[Anne Drumond]], [[Elena Pinderhughes]], [[Jorik Bergman]] und [[Ben Zahler]]. Zusätzlich zu bisher bereits genannten Saxophonisten, die Flöte als Nebeninstrument spielen, sind noch [[Don Burrows]], [[Jim Pepper]], [[Esa Pethman]], [[George Adams (Musiker)|George Adams]], [[Bennie Maupin]], [[David Liebman]], [[Dudu Pukwana]], [[Bruce Grant (Saxophonist)|Bruce Grant]], [[Jerry Dodgion]], [[Fred Selden]], [[Steve Slagle]], [[John Stubblefield]] und [[Stan Strickland]] zu erwähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im direkten Vergleich lässt sich zwischen den „hauptamtlichen“ Flötisten und denen, die auch andere Holzblasinstrumente spielen, kein relevantes Qualitätsgefälle ausmachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bud Shank weist jedoch darauf hin, dass aufgrund der unterschiedlichen Ansätze der Instrumente es schwierig sei, Flöte und Saxophon gleichberechtigt zu vervollkommnen. Er hat daher 1980 die Flöte zur Seite gelegt. Vgl. {{Webarchiv|text=Interview mit Bud Shank |url=http://www.jazzreview.com/article/review-5864.html |wayback=20080708230807 }}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar spielen James Newton, Hubert Laws und Kent Jordan tonlich sehr sauber, vom Standpunkt der Virtuosität betrachtet musizieren aber einige Musiker beider Gruppen auf gleich hohem Niveau. Unterschiede liegen vor allem im Ausnutzen einiger Besonderheiten des Instruments (z.&amp;amp;nbsp;B. im bewussten Einsatz von Klappengeräuschen oder Hilfsgriffen für das Erzeugen von [[Multiphonics|Spaltklängen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nicole Mitchell-68414.jpg|miniatur|Nicole Mitchell ([[Moers Festival]] 2022)]]&lt;br /&gt;
Im Bigband-Sound spielt die Konzertflöte in der Sopranlage immer noch für Koloratureffekte eine Rolle, so dass viele Saxophonisten wie etwa (in der [[WDR Big Band Köln|WDR-Big Band]]) [[Karolina Strassmayer]] dieses Instrument pflegen. Selten kommen hier auch die Alt- oder die Tenorflöte zum Einsatz. Im aktuellen Jazzgeschehen spielt die Flöte hingegen eine eher untergeordnete Rolle. Spielten in den 1960er und 1970er Jahren zahlreiche Saxophonisten noch Flöte als Nebeninstrument, so ist diese heute im Bereich des [[Modern Creative]] durch die Bassklarinette verdrängt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manuela Krause |url=https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/jazz/audio-floetentoene---die-floete-und-ihre-rollen-im-jazz-der-gegenwart-100.html |titel=Flötentöne – Die Flöte und ihre Rollen im Jazz der Gegenwart |werk=WDR 3 |datum=2025-01-03 |sprache=de |abruf=2025-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Jazzflöten-Alben ==&lt;br /&gt;
(Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;Die Auswahl der Alben erfolgte u.&amp;amp;nbsp;a. nach dem &amp;#039;&amp;#039;[[The Penguin Guide to Jazz]]&amp;#039;&amp;#039; von Cook/Morton bzw. dem &amp;#039;&amp;#039;Jazz – Rough Guide&amp;#039;&amp;#039; von [[Ian Carr]]&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Flute Force 4: &amp;#039;&amp;#039;Flutistry&amp;#039;&amp;#039; (Black Saint, 1978, mit Henry Threadgill, James Newton, Pedro Eustache, Melecio Magdaluyo)&lt;br /&gt;
* Jane Bunnett (mit Orlando „Maraca“ &amp;amp; Celine Valle, Richard Egues): &amp;#039;&amp;#039;Havana Flute Summitt&amp;#039;&amp;#039; (Naxos Jazz, 1998)&lt;br /&gt;
* Benny Carter (mit Wayman Carver): &amp;#039;&amp;#039;Benny Carter – The Complete Recordings 1930–1940&amp;#039;&amp;#039; (Charly/Affinity)&lt;br /&gt;
* Chick Corea (mit Steve Kujala): &amp;#039;&amp;#039;Again and Again. The Joburg Sessions&amp;#039;&amp;#039; (Elektra/Musician, 1982)&lt;br /&gt;
* Buddy Collette’s &amp;#039;&amp;#039;Swinging Shepherds&amp;#039;&amp;#039; (EmArCy 1958, mit Paul Horn, Harry Klee, Bud Shank)&lt;br /&gt;
* Buddy Collette feat. James Newton &amp;#039;&amp;#039;Flute Talk&amp;#039;&amp;#039; (Black Saint, 1988)&lt;br /&gt;
* Robert Dick/Ned Rothenberg: &amp;#039;&amp;#039;Worlds of If&amp;#039;&amp;#039; ([[Leo Records]], 1994)&lt;br /&gt;
* Marty Ehrlich: &amp;#039;&amp;#039;Pliant Plaint&amp;#039;&amp;#039; ([[Enja]], 1987)&lt;br /&gt;
* Flutology: &amp;#039;&amp;#039;First Date&amp;#039;&amp;#039; (mit Holly Hofmann, Frank Wess, Ali Ryerson) (Capri, 2003)&lt;br /&gt;
* Flute Summit: &amp;#039;&amp;#039;Jamming at Donaueschingen Music Festival&amp;#039;&amp;#039; (mit Jeremy Steig, James Moody, Sahib Shihab, Chris Hinze) (Atlantic, 1974)&lt;br /&gt;
* [[Dave Holland (Bassist)|Dave Holland]] (mit Sam Rivers): &amp;#039;&amp;#039;[[Conference of the Birds]]&amp;#039;&amp;#039; (ECM, 1972)&lt;br /&gt;
* Freddie Hubbard (mit James Spaulding): &amp;#039;&amp;#039;[[Hub-Tones]]&amp;#039;&amp;#039; (Blue Note, 1962)&lt;br /&gt;
* Roland Kirk: &amp;#039;&amp;#039;I Talk with the Spirits&amp;#039;&amp;#039; (Limelight/Mercury 1964)&lt;br /&gt;
* Oliver Lake: &amp;#039;&amp;#039;Expandable Language&amp;#039;&amp;#039; ([[Black Saint]], 1984)&lt;br /&gt;
* Yusef Lateef: &amp;#039;&amp;#039;Other Sounds&amp;#039;&amp;#039; (Ne Jazz/OJC, 1957)&lt;br /&gt;
* Yusef Lateef: &amp;#039;&amp;#039;The African American Epic Suite – Music for Quintet and Orchestra&amp;#039;&amp;#039; (ACT, 1993)&lt;br /&gt;
* Herbie Mann: &amp;#039;&amp;#039;Herbie Mann Plays&amp;#039;&amp;#039; ([[Bethlehem Records]], 1954/56)&lt;br /&gt;
* Emil Mangelsdorff: &amp;#039;&amp;#039;Meditation&amp;#039;&amp;#039; (L&amp;amp;R, 1986–1994)&lt;br /&gt;
* [[Nicole Mitchell]] Indigo Trio &amp;amp; [[Michel Edelin]]: &amp;#039;&amp;#039;[[The Ethiopian Princess Meets the Tantric Priest]]&amp;#039;&amp;#039; ([[RogueArt]], 2011)&lt;br /&gt;
* James Newton: &amp;#039;&amp;#039;Axum&amp;#039;&amp;#039; (ECM, 1981) solo&lt;br /&gt;
* Ali Ryerson JazzFluteBigBand: &amp;#039;&amp;#039;Game Changer&amp;#039;&amp;#039; (Capri 2013, mit Marc Adler, Jamie Baum, Fernando Brandao, Andrea Brachfield, Bob Chadwick, Holly Hofmann, Kris Keith, Hubert Laws, Paul Liebermann, Néstor Torres)&lt;br /&gt;
* Jeremy Steig &amp;amp; Eddie Gomez: &amp;#039;&amp;#039;Outlaws&amp;#039;&amp;#039; ([[Enja]], 1976)&lt;br /&gt;
* [[Billy Taylor]]: &amp;#039;&amp;#039;With Four Flutes&amp;#039;&amp;#039; (Riverside, 1959, mit Phil Bodner, Herbie Mann, Seldon Powell, Jerome Richardson, Jerry Sanfino, Bill Slapin oder Frank Wess)&lt;br /&gt;
* Barbara Thompson: &amp;#039;&amp;#039;Paraphernalia&amp;#039;&amp;#039; (MCA, 1977)&lt;br /&gt;
* Frank Wess: &amp;#039;&amp;#039;Trombones and Flute&amp;#039;&amp;#039; ([[Savoy Records]], 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joachim-Ernst Berendt: &amp;#039;&amp;#039;Das Jazzbuch.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 1953.&lt;br /&gt;
* Joachim-Ernst Berendt, [[Günther Huesmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Jazzbuch.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 1994.&lt;br /&gt;
* Hubert Böhm: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte zur Entwicklung des Flötenspiels im Jazz zwischen 1950 und 1980.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jazzforschung.&amp;#039;&amp;#039; 20, 1988, S. 9–54.&lt;br /&gt;
* Hubert Böhm: &amp;#039;&amp;#039;James Newton: Avantgardistischer Traditionalist.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Flöte aktuell.&amp;#039;&amp;#039; 2/1986, S. 18.&lt;br /&gt;
* [[Ian Carr]], [[Digby Fairweather]], [[Brian Priestley]]: &amp;#039;&amp;#039;Rough Guide Jazz. Der ultimative Führer zum Jazz. 1800 Bands und Künstler von den Anfängen bis heute.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte und aktualisierte Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2004, ISBN 3-476-01892-X.&lt;br /&gt;
* [[Richard Cook]], [[Brian Morton]]: &amp;#039;&amp;#039;[[The Penguin Guide to Jazz|The Penguin Guide to Jazz on CD]].&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Penguin, London 2002, ISBN 0-14-051521-6.&lt;br /&gt;
* Tilmann Dehnhard: &amp;#039;&amp;#039;Die Flöte im Jazz. Ein Überblick anhand von zwölf ausgewählten Solotranskriptionen.&amp;#039;&amp;#039; Examensarbeit. Berlin 1994.&lt;br /&gt;
* Peter Guidi: &amp;#039;&amp;#039;The Jazz Flute: A Comprehensive Jazz Improvisation Method for the Flute&amp;#039;&amp;#039;. Molenaar Edition: London 1999.&lt;br /&gt;
* [[Martin Kunzler]]: &amp;#039;&amp;#039;Jazzlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 2002.&lt;br /&gt;
* Peter Westbrook &amp;#039;&amp;#039;The Flute in Jazz: Window on World Music&amp;#039;&amp;#039; Harmonia Books, Rockville 2009; ISBN 978-0-615-31087-9 (Vorwort: James Newton)&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- *Peter Westbrook: &amp;#039;&amp;#039;The Jazz Flute&amp;#039;&amp;#039;, Berkeley Hills Books 2006 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.jazz-flute.com/ www.jazz-flute.com] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jazzflote}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flöte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arrangement und Instrumentation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
	</entry>
</feed>