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	<title>Jazzcore - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jazzcore&amp;diff=1823679&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-106917: /* Vorläufer */ Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2025-08-01T15:16:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vorläufer: &lt;/span&gt; Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Genre&lt;br /&gt;
|Name = &lt;br /&gt;
|Entstehungsphase = späte 1980er Jahre&lt;br /&gt;
|Herkunftsort = [[Vereinigte Staaten|USA]]&lt;br /&gt;
|Vorläufer = [[Progressive Rock]]· [[Hardcore Punk]]&lt;br /&gt;
|Nachfolger = [[Mathcore]]&lt;br /&gt;
|Instrumente = [[E-Gitarre]] · [[E-Bass]] · [[Schlagzeug]]&lt;br /&gt;
|Bands = &lt;br /&gt;
|Sonstiges1Titel = Wichtige Einflüsse&lt;br /&gt;
|Sonstiges1Inhalt = [[Avantgarde-Jazz]] · [[Zeuhl]] · [[Grindcore]] · [[Neue Musik]] &lt;br /&gt;
|Sonstiges2Titel = &lt;br /&gt;
|Sonstiges2Inhalt = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jazzcore&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch bekannt als Jazz Metal, ist ein Subgenre des [[Metal]] bzw. des [[Hardcore Punk]] mit unterschiedlich gewichteten Einflüssen aus den Bereichen [[Avantgarde-Jazz]], [[Noise (Musik)|Noise]], [[Hardcore Punk|Hardcore]] und [[Fusion (Musik)|Jazz Fusion]]. Der Stil gilt für den [[Mathcore|Math-]] oder Chaoscore als wegweisend und gemeinhin als Weiterentwicklung des gelegentlich als [[Frank Zappa|zappaesk]] bezeichneten Spektrums des [[Progressive Rock]].&amp;lt;ref name=heft10/&amp;gt; Durch das Extrem der Musik werden die Vertreter des Jazzcores oft der [[Avantgarde#Avantgarde in der Musik|Avantgarde]] oder dem Begriff der experimentellen Musik zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Review zum Moonchild Trio Debüt auf [http://www.progarchives.com/Review.asp?id=234931 Progarchives] (abgerufen am 13. Oktober 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorläufer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zornj.jpg|mini|rechts|John Zorn, Saxophonist, Komponist und wichtigster Initiator des Jazzcore.]]&lt;br /&gt;
Die 1977 gegründete Londoner [[Punk (Musik)|Punkband]] [[Cardiacs]] kann gemeinhin als wichtigster Vorläufer genannt werden. Sie kombinierten bereits früh [[Ska]], Punk und [[Progressive Rock]]. Lediglich das extreme Wechselspiel der Taktschemata und die Stilvielfalt späterer Bands konnten die Cardiacs noch nicht vorweisen. Des Weiteren generierten die späteren Jazzcore-Bands die hohen Anteile aus [[Free Jazz]] und [[Noise (Musik)|Noise]] erst selbst hinzu. Doch unter dem Einfluss der Cardiacs begannen [[No Means No]], [[Victims Family]] und [[Mr. Bungle]] damit, ihren eigenen Stil zu entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Bandhistorie der [http://www.cardiacs.com/history/ Cardiacs] (Abgerufen am 28. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Mitte der Achtziger traten zum ersten Mal Bands auf, die [[Punkrock]] mit [[Funk (Musik)|Funk]], Noise und jazzlastigem Progressive Rock kombinierten. Die frühen Hauptvertreter [[Minutemen (Band)|Minutemen]], No Means No und Victims Family erhielten von der Musikpresse den Titel Jazzcore&amp;lt;ref name=m&amp;amp;a&amp;gt;Christina Dittmer: Musik und Aggression, Grin Verlag München, 2008; S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bandhistorie der [http://victimsfamily.com/about-victims-family/biography/ Victim&amp;#039;s Family] (Abgerufen am 31. Dezember 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Martin Büsser|url=http://www.intro.de/popmusik/victims-family-shapes-forms|titel=Kontinuität und Neuanfang|titelerg=Victims Family / Shapes &amp;amp; Forms|werk=[[Intro (Zeitschrift)|Intro]]|datum=2001-10-31|sprache=de|offline=1|archiv-url=https://web.archive.org/web/20160425082646/http://www.intro.de/popmusik/victims-family-shapes-forms|archiv-datum=2016-04-25|abruf=2022-12-12|abruf-verborgen=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, obschon diese Vertreter weniger Jazz als Selbstzweck in ihre Musik einfließen ließen. Stattdessen arrangierten sie Hardcore und Punk neu und erweiterten das Spektrum des Punks.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Büs1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 gründete der von [[Thrash Metal]], [[Grindcore|Grind-]] und Hardcore begeisterte Jazzmusiker [[John Zorn]] das avantgardistische Bandprojekt [[Naked City (Band)|Naked City]], um in einem klassischen [[Rockmusik|Rock-]], Metal- und Punksetting das Musikschreiben zu erproben und veröffentlichte mit diesem Projekt im folgenden Jahr weitaus radikalere Musik als die noch deutlich im Punk verhangenen No Means No.&amp;lt;ref name=m&amp;amp;a/&amp;gt;&amp;lt;ref name=tri&amp;gt;Bandbeschreibung zu [http://jfgraves.tripod.com/Naked_City/nakedcity.html Naked City] (Abgerufen am 28. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zorn nahm die Attitüde und das Tempo des Grind- und Hardcores auf und ließ diese in seine Klangcollage etlicher Musikstile soweit einfließen, dass die Elemente des Hardcores den Klang der Band dominierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Büs1&amp;quot;/&amp;gt; Somit erlangte Zorn, der schon 1986 mit &amp;#039;&amp;#039;Spy vs. Spy&amp;#039;&amp;#039; Ähnliches versuchte, über die Band Beachtung bei einem bis dahin für ihn eher untypischen Publikum, denn seit Naked City ist der Name John Zorn auch international in Metal- und Punkkreisen bekannt und neue Platten werden seither auch von verschiedenen Teilen der Musikpresse, die sonst keinen Bezug zu den Bereichen [[Neue Musik]] oder Jazz haben, diskutiert.&amp;lt;ref name=tri/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Plattenkritik zu [http://www.metal.de/cdreviews.php4?was=review&amp;amp;id=8750 Naked City] (Abgerufen am 28. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=JOHN ZORN - &amp;quot;The Bribe&amp;quot;|Sammelwerk=Intro|Nummer=62|Datum=1999-03|Sprache=de|Seiten= |Online=https://web.archive.org/web/20100528152715/http://www.intro.de/platten/kritiken/23024437/john-zorn-the-bribe|Abruf=2022-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Relativ zeitnah ließen auch weitere Interpreten aus den Bereichen [[Avantgarde-Jazz]] und [[Neue Musik]] [[Hardcore Punk|Hardcore]] in ihren Klang einfließen. Der im Bereich der Neuen Musik populäre [[Japan]]er [[Otomo Yoshihide]] gründete 1990 die Band [[Ground Zero (Band)|Ground-0]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Büs1&amp;quot;/&amp;gt; Das [[Schweiz]]er Projekt [[Alboth!]] debütierte 1991 mit ähnlichen Arrangements&amp;lt;ref name=alboth&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.ox-fanzine.de/web/itv/16/interviews.212.html|titel=Alboth!|hrsg=[[Ox-Fanzine]]|zugriff=2010-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=Alboth!2&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Thomas Bohnet|url=http://www.inselmedia.de/leeson/nr4/alboth.htm|titel=&amp;quot;Mal sehen, was der Kraut in seiner Kiste hat..&amp;quot;|titelerg=Die Berner Alboth! mit ihrem neuen Album &amp;quot;Ali&amp;quot;|werk=Leeson|datum=1996-04|sprache=de|offline=1|archiv-url=https://web.archive.org/web/20160506092634/http://www.inselmedia.de/leeson/nr4/alboth.htm|archiv-datum=2016-05-06|abruf=2022-12-12|abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und auch die Jazzmusiker von Der blaue Hirsch orientierten sich an Rock- und Hardcorestrukturen hin zum Jazzcore.&amp;lt;ref name=hirsch1&amp;gt;[http://www.intaktrec.ch/luediinterview-a.htm Werner Lüdi im Interview] (Abgerufen am 13. Mai 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders Zorns Ideen beeinflussten einige Musiker und Bands, welche sich vornehmlich aus dem extremen Metalspielarten, Hardcore und [[Funk Metal]] rekrutierten&amp;lt;ref name=heft10&amp;gt;[[Roger Behrens]]: &amp;#039;&amp;#039;Popkulturkritik und Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerhard Schweppenhäuser]]: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für kritische Theorie: HEFT 10.&amp;#039;&amp;#039; Klampen Verlag, Lüneburg 2000, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; darunter [[Mr. Bungle]], [[Boredoms]] und insbesondere das Umfeld der [[Knitting Factory]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.sonic.net/~goblin/8zorn.html|titel=House Of Zorn|werk=The Goblin Magazine Archives|sprache=en|offline=1|archiv-url=https://web.archive.org/web/20101019024244/http://www.sonic.net/~goblin/8zorn.html|archiv-datum=2010-10-19|abruf=2022-12-12|abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Durch vornehmlich technisch orientierte Bands wie Botch oder [[Rorschach (Band)|Rorschach]] entwickelte sich schnell eine Abspaltung, die als Chaos- oder [[Mathcore]] bekannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Plattenkritik zu [http://www.metalnews.de/?metalid=05&amp;amp;action=show&amp;amp;cdid=4218 the Dillinger Escape Plan] (Abgerufen am 28. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die verstärkt im Metal verwurzelten Bands wie z. B. Fantômas etablierten auch den Begriff Jazz Metal, wobei der musikalische Unterschied zwischen Jazzcore und Jazz Metal eher marginal erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stilistische Einordnung und Wirkung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mike Patton with Fantômas Quart Festival Norway 2005.jpg|mini|[[Mike Patton]] bei einem Auftritt mit dem Jazzcore-Projekt Fantômas.]]&lt;br /&gt;
Für den Jazzcore üblich ist sowohl die Nutzung für Metal und Hardcore untypischer Instrumente, im Besonderen die des [[Saxophon]]s, als auch die stete Wiederkehr von Collage und Montage sowie häufiger abrupter Stil-, Tempo- und Dynamikwechsel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Büs1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Martin Büsser]]|Titel=If the kids are united. Von Punk zu Hardcore und zurück|Verlag=Ventil Verlag|Ort=Mainz|Auflage=8. und erweiterte|Jahr=2010 |ISBN=978-3-930559-48-0 |Seiten=105ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=Stil&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.metalstile.de/jazzcore.html|titel=Jazzcore-Bands - Jazz-Metal|titelerg=Entstehung und Merkmale des Jazzcore|werk=Metalstile|sprache=de|offline=1|archiv-url=https://web.archive.org/web/20100426080539/http://www.metalstile.de/jazzcore.html|archiv-datum=2010-04-26|abruf=2022-12-12|abruf-verborgen=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fantômas auf [http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,146789,00.html Spiegel.de] (Abgerufen am 28. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei werden im Jazzcore häufig Facetten aus anderen Musikrichtungen zitiert, miteinander vermengt und zu etwas Neuem konstruiert.&amp;lt;ref name=Stil/&amp;gt; Hier werden neben den gängigen Pop-, Rock- und Metalstilen auch [[Volksmusik#Traditionelle Volksmusik|folkloristische Musikrichtungen]] eingeflochten.&amp;lt;ref&amp;gt;Naked City auf [http://www.hjs-jazz.de/?p=00081 HJS Jazz] (Abgerufen am 28. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch diese Stilfülle, sowie die Tempo- und Dynamikwechsel wirkt die Musik oberflächlich betrachtet chaotisch und dissonant.&amp;lt;ref name=heft10/&amp;gt; Dem Hörer wird durch den steten und unvorausschaubaren Wechsel kein direktes Konsumieren der Musik ermöglicht und der Gesamtverlauf der Stücke ist somit nicht vorhersehbar und bleibt überraschend.&amp;lt;ref&amp;gt;Naked City auf {{Internetquelle|autor=Reinhard Kager|url=http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/50-Jahrhundertaufnahmen-des-Jazz/50-Jahrhundertaufnahmen-des-Jazz/1152486%2CCmC%3D1210274.html|titel=John Zorn : Naked City|hrsg=Arte|datum=2006-05-16|sprache=de|offline=1|archiv-url=https://web.archive.org/web/20090903100329/http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/50-Jahrhundertaufnahmen-des-Jazz/50-Jahrhundertaufnahmen-des-Jazz/1152486,CmC=1210274.html|archiv-datum=2009-09-03|abruf=2022-12-12|abruf-verborgen=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Musikstil wird hierdurch auch häufig als verspielt und komplex bezeichnet.&amp;lt;ref name=m&amp;amp;a/&amp;gt; Das für [[Popmusik|Pop-]] und Rockmusik übliche Songschema aus [[Bridge (Musik)|Bridge]], [[Refrain]] und [[Strophe]] findet im Jazzcore nur selten statt und auch ein, wie für den Jazz übliches melodisches Grundthema oder anhaltendes Rhythmusgerüst ist eher unüblich.&amp;lt;ref name=Stil/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Plattenkritik zu [http://www.friktionen.de/Friktionen200805.pdf Victims Family] (Abgerufen am 28. April 2010; PDF; 217&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige extreme Vertreter wie Fantômas versuchen sich stattdessen in [[Sinfonische Dichtung|sinfonischer Dichtung]].&amp;lt;ref&amp;gt;z. B. Fantômas - Fantômas (Fantômascomic Seite 1–30), Fantômas - Suspended Animation (Zeichentrickadaption).&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz der technischen Finesse und dem Anspruch stets reproduzierbare Musik zu schaffen, d. h. es wird nahezu vollständig auf Improvisation verzichtet, gehen die Musiker stets mit einem Maß an Selbstironie vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Plattenkritik zu [http://www.plattentests.de/rezi.php?show=621 Fantômas] (Abgerufen am 28. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Gesang]] ist nicht festgelegt; während einige Bands wie No Means No, Victims Family und Mr. Bungle viel klaren Gesang benutzten, tendieren andere Vertreter des Genres zum [[Gutturaler Gesang|gutturalem Gesang]].&amp;lt;ref name=Stil/&amp;gt; Das Extrem dieser Gesangsform kann dabei bis zur [[Zeitgenössische Vokalmusik|Lautmalerei]] gehen, so kommen einige Bands wie [[Alboth!]] oder [[The Moonchild Trio]], ein weiteres John-Zorn-Projekt, ohne Text aus und nutzen die Stimme des Sängers als reines Instrument.&amp;lt;ref&amp;gt;Plattenkritik zu [https://www.hdtracks.com/index.php?file=catalogdetail&amp;amp;valbum_code=702397735724 Moonchild] (Abgerufen am 28. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Unser Sänger Lieder legt sich für jedes Stück ein Reservoir an Wörtern und Silben zurecht, eine eigene Sprache, wenn du so willst, was rhythmisch mit der Musik verwoben wird. Bei uns ist die Stimme ein Instrument, die nicht mit Wörtern beladen werden soll, damit sie keine andere Bedeutung bekommt.|Quelle=Interview mit Christian Pauli von Alboth! im [[Ox-Fanzine]] #23 1996&amp;lt;ref name=&amp;quot;OX&amp;quot;&amp;gt;Interview im [http://www.ox-fanzine.de/web/itv/16/interviews.212.html OX Fanzine].&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die komplexe Spielweise und der Hang zu überspitztem [[Gore (Filmgenre)|Gore]] in vielen visuellen Gestaltungen&amp;lt;ref&amp;gt;im Besonderen Naked City&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert den Jazzcore auch als [[Subgenre]] des [[Extreme Metal]]. Bands wie [[Voivod]], die auf ähnliche Songstrukturen zurückgreifen und durchaus den Ideen des Genres entsprachen, sind Grenzgänger, werden jedoch gemeinhin dem [[Metal]] und seinen zahlreichen Subgenres zugeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Büs1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfluss ==&lt;br /&gt;
Der Stil beeinflusste nicht nur direkt den Mathcore, sondern eröffnete auch anderen Musikern aus Rock, Metal und Hardcore neue Ausdrucksmöglichkeiten. Die Musik nahm einige Extreme des [[Crossover (Musik)#Weitere Entwicklung|Crossoverbooms]] der frühen 90er Jahre vorweg. Besonders [[Funk Metal|Funk-Metal]]-Interpreten und spätere [[Nu Metal|Nu-Metal]]-Bands konnten auf dem Jazzcore in einer verminderten Form aufbauen. So sind z. B. die frühen [[Red Hot Chili Peppers]], [[Primus (Band)|Primus]], [[Living Colour]] sowie [[System of a Down]] und [[Korn (Band)|Korn]] deutlich hörbar vom Jazzcore beeinflusst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gesonderte Position in diesem Geflecht aus Einfluss und Gegeneinfluss muss hierbei der Crossover-Band [[Faith No More]], und im Besonderen deren Sänger [[Mike Patton]], zugesprochen werden. Patton wurde 1989 von [[Jim Martin (Musiker)|Jim Martin]] in die Band geholt; dieser hatte die bisher unbekannten Mr. Bungle kurz zuvor live erlebt. Patton brachte sodann seinen eigenen Stil mit in die Band ein und erhöhte die Popularität seiner weiteren Projekte wie z. B. Noiseexperimente mit [[Merzbow|Maldoror]], avantgardistische Soloalben und die 1999 gegründeten Fantômas. In den Arbeiten von Faith No More flossen in der folgenden Zeit deutlich verstärkt Elemente des Jazzcore ein. Patton wiederum arbeitete bereits während seiner Zeit bei Faith No More mehrfach mit John Zorn sowie 2002 mit [[The Dillinger Escape Plan]] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mike Patton auf [http://www.musikansich.de/artikel.php?id=288 Musik an sich] (Abgerufen am 28. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung und Überschneidungen ==&lt;br /&gt;
Gelegentlich werden auch Interpreten des [[Technical Death Metal]] als Jazz Metal bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Jazz Metal auf [http://www.urbandictionary.com/define.php?term=jazz%20metal Urban Direction] (Abgerufen am 28. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Musik von [[Death]], [[Cynic]] und [[Atheist (Band)|Atheist]] kombiniert jedoch lediglich Death Metal mit Elementen aus Progressive Rock und Jazz Fusion. Im Vergleich mit dem Jazzcore wechselt der Tech Death Metal weniger intensiv die Taktschemata und grundsätzlich nicht den vorherrschenden Musikstil, dazu haben Elemente aus Noise und Avantgarde-Jazz im Tech Death Metal keinen Einfluss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Dimitris &amp;quot;SLATAN&amp;quot; Petrakis, Melissa &amp;amp; Manolis Zafirakis|url=http://aom.dead-inside.org/inter/death/index.htm|titel=DEATH|werk=Altars of Metal|sprache=en|offline=1|archiv-url=https://web.archive.org/web/20121024212053/http://aom.dead-inside.org/inter/death/index.htm|archiv-datum=2012-10-24|abruf=2022-12-12|abruf-verborgen=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mathcore hingegen verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie der Jazzcore. Viele der populären Vertreter pendeln zwischen beiden Musikstilen. Im Mathcore werden oft Free Jazz und besonders Noise zugunsten einer höheren Takt- und Riffkomplexität reduziert. Die Übergänge zwischen den Stilen sind dabei fließend.&amp;lt;ref&amp;gt;Mathcore auf [http://www.laut.de/lautwerk/mathcore/index.htm Laut.de] (Abgerufen am 28. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Band [[Diablo Swing Orchestra]] wird gelegentlich als Jazz Metal bezeichnet,&amp;lt;ref name=Stil/&amp;gt; spielt jedoch einen eigenen [[Crossover (Musik)|Crossover]] aus eher traditionellem Jazz und Metal. Elemente des Free Jazz oder der neuen Musik bleiben gänzlich aus und auch abrupte Takt- und Stilwechsel gehören nicht zum Klang der Band.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.diabloswing.com/|titel=Pandora&amp;#039;s Piñata — Release date May 22nd|hrsg=Diablo Swing Orchestra|sprache=en|offline=1|archiv-url=https://web.archive.org/web/20120630212737/http://www.diabloswing.com/|archiv-datum=2012-06-30|abruf=2022-12-12|abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
[[Martin Büsser]] kritisierte in seinem 1997 zuerst erschienenen Buch &amp;#039;&amp;#039;If the Kids Are United&amp;#039;&amp;#039; den Jazzcore als schwammige Genrebezeichnung, die aus dem grundsätzlichen Schubladendenken jedweder Musikkonsumenten entspringt. Der Begriff würde in seiner Nutzung für viele Bands sowohl den Hardcore Punk als auch den Jazz entwerten, denn viel zu unkritisch würden auch Bands, die nur punkunübliche Instrumente benutzen, das Etikett „Jazzcore“ erhalten. Andererseits bezeichnet er die Musik als extreme Minderheitenmusik, welche unter der Vereinnahmung der [[Avantgarde]] die Wurzeln des Hardcore verlieren und zum virtuosen Selbstzweck verkommen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Büsser 1997, S. 105f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Folgt man dieser Argumentation, so ist das, was unter dem Begriff Jazzcore gehandelt wird, (...) der Gefahr ausgesetzt, sich in kompletter Kunstsinnigkeit aufzulösen, zum intellektualisierten Abfallprodukt jener ungebrochenen Wildheit zu werden, die Punk doch einmal gewesen ist. Der Grat ist sehr schmal (...) zwischen Bands, die es schaffen, auf hohem musikalischen Niveau immer noch Punk-Energie zu bewahren und jenen, die steife Konstruktion verquerer Riffs und Breaks mit Weiterentwicklung oder gar Radikalisierung verwechseln.|Quelle=Martin Büsser: &amp;#039;&amp;#039;If the kids are united … Von Punk zu Hardcore und zurück.&amp;#039;&amp;#039; 8. und erweiterte Auflage. Ventil Verlag, Mainz 2010, ISBN 978-3-930559-48-0, S. 105f.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Vertreter ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- alphabetische Reihenfolge beachten --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
 | valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[The Dillinger Escape Plan]]&lt;br /&gt;
*[[Fantômas (Band)|Fantômas]]&lt;br /&gt;
*[[Ground Zero (Band)|Ground Zero]]&lt;br /&gt;
*[[Naked City (Band)|Naked City]]&lt;br /&gt;
*[[No Means No]]&lt;br /&gt;
*[[Minutemen (Band)|Minutemen]]&lt;br /&gt;
*[[The Moonchild Trio]] &lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;50%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
*[[Mr. Bungle]]&lt;br /&gt;
*[[Painkiller (Band)|Painkiller]]&lt;br /&gt;
*[[Alboth!]]&lt;br /&gt;
*[[Panzerballett]]&lt;br /&gt;
*[[Psyopus]]&lt;br /&gt;
*[[16-17]]&lt;br /&gt;
*[[Victims Family]]&lt;br /&gt;
*[[Zu (Band)|Zu]]&lt;br /&gt;
 |}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hardcore Punk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stilrichtung des Progressive Metal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stilrichtung des Alternative Metal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stilrichtung des Noise]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stilrichtung des Extreme Metal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-106917</name></author>
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