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	<title>Java (Insel) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Auranofin: Noch ist Jakarta Hauptstadt</title>
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		<updated>2026-04-03T10:23:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Noch ist Jakarta Hauptstadt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Insel&lt;br /&gt;
|NAME=Java&lt;br /&gt;
|BILD1=Java Topography.png&lt;br /&gt;
|BILD1-TEXT=Topographische Karten von Java&lt;br /&gt;
|BILD2=Semeru Bromo Temple.JPG&lt;br /&gt;
|BILD2-TEXT=Mitte links der Vulkan [[Bromo]]. Im Hintergrund rechts der höchste Berg Javas, der Vulkan [[Semeru]]. Vorne rechts der Batok&lt;br /&gt;
|GEWAESSER=[[Indischer Ozean]], [[Javasee]], [[Balisee]]&lt;br /&gt;
|GRUPPE=[[Große Sundainseln]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=7/30//S&lt;br /&gt;
|LAENGENGRAD=111/15//E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=ID-JW&lt;br /&gt;
|KARTE=Java Locator.svg&lt;br /&gt;
|POSKARTE=keine&lt;br /&gt;
|LAENGE=1062&lt;br /&gt;
|BREITE=199&lt;br /&gt;
|FLAECHE=126700&lt;br /&gt;
|ERHEBUNG=[[Semeru]]&lt;br /&gt;
|HOEHE=3676&lt;br /&gt;
|HOEHE-BEZUG=&lt;br /&gt;
|HAUPTORT=[[Jakarta]]&lt;br /&gt;
|EINWOHNER=151591262 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Java&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{idS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jawa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}} (nach alter Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Djawa&amp;#039;&amp;#039;; Aussprache: [{{IPA|dʒawa}}], im Deutschen zumeist [{{IPA|ˈjaːva}}]) ist neben [[Sumatra]], [[Borneo]] und [[Sulawesi]] eine der vier [[Große Sundainseln|Großen Sundainseln]]. Die Insel gehört vollständig zur Republik [[Indonesien]], auf ihr liegt auch die größte Stadt und Hauptstadt Indonesiens, [[Jakarta]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Java map.png|mini|links|Java]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Java liegt im [[Tropen]]gürtel zwischen etwa 6° Süd/105° Ost und etwa 9° Süd/115° Ost südlich von Borneo und östlich von Sumatra im [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]]. Die Insel hat eine Fläche von [[Größenordnung (Fläche)|126.650 Quadratkilometern]]&amp;amp;nbsp;– mit kleineren vorgelagerten Inseln wie [[Madura (Insel)|Madura]] sind es 132.107 Quadratkilometer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Java hat etwa 152 Millionen Einwohner (Stand 2020)&amp;lt;ref name=&amp;quot;citypop&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=http://www.citypopulation.de/Indonesia-MU.html |title=Indonesia (Urban City Population): Provinces &amp;amp; Cities – Statistics &amp;amp; Maps on City Population |publisher=Citypopulation.de |date=2019-01-07 |accessdate=2019-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, mehr als jede andere Insel der Erde. Mit über 1100 Einwohnern je Quadratkilometer ist die [[Bevölkerungsdichte]] eine der höchsten der Welt. Auf Java befindet sich die ehemalige Hauptstadt der Inselrepublik Indonesien, Jakarta, mit (2019) 10,5 Millionen Einwohnern. Jakarta dehnt sich in der Fläche immer weiter aus und wächst mit den Nachbarstädten [[Bogor]], [[Depok]], [[Tangerang]] und [[Bekasi]] zusammen, wofür inzwischen der Kunstbegriff „[[Jabodetabek]]“, zusammengesetzt aus den Anfangssilben der Namen der fünf Städte, gebräuchlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wetter ist vom [[Monsun]] geprägt, der aus unterschiedlichen Richtungen kommt. Die Insel ist außerordentlich fruchtbar. Im Westen finden sich noch kleinere Dschungelflächen, während es nach Osten zu allmählich trockener wird. Freie Flächen sind weitgehend kultiviert, wobei von [[Kaffee (Pflanze)|Kaffee]] über [[Tabak]] und [[Mais]] zahlreiche Ackerbauprodukte gewonnen werden. Beherrschend aber ist der Reisanbau mit großen Feldern und [[Reis]]terrassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt mehrere Flusssysteme, die bei den teilweise über 3000 Meter hohen Vulkanen entspringen. Der [[Solo (Fluss)|Solo]] ist mit etwa 600 Kilometern der längste Fluss. Weitere größere Flüsse sind der [[Serayu (Fluss)|Serayu]] und der [[Progo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den zu beobachtenden unterschiedlichsten Erscheinungsformen der Natur ([[Dschungel]], [[Savanne]]n, [[Mangrove (Ökosystem)|Mangrovensümpfen]], einer Reihe teils aktiver [[Vulkan]]e und [[Kratersee]]n), zeugen zahlreiche [[Tempel]]anlagen auf Java von einer wechselvollen Kulturgeschichte vor der Kolonialzeit. Die bedeutendsten sind der [[Buddhismus|buddhistische]] Tempel von [[Borobudur]] sowie der [[Hinduismus|hinduistische]] Tempel von [[Prambanan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgelagerte Inseln ===&lt;br /&gt;
Neben Madura im Nordosten gibt es weitere, Java vorgelagerte Inseln. [[Bawean]], die [[Karimunjawa-Inseln]] und [[Kepulauan Seribu]] befinden sich nördlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sundastraße]] im Westen liegen [[Panaitan]], [[Sangiang]] und [[Krakatau]], eine Vulkaninsel. Die benachbarten [[Legundi]], [[Sebuku]] und [[Sebesi]] liegen näher an Sumatra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flora und Fauna ===&lt;br /&gt;
Auf der Insel lebte bis in die 1980er Jahre noch der [[Java-Tiger]] &amp;#039;&amp;#039;(Panthera tigris sondaica)&amp;#039;&amp;#039;. Das vom Aussterben bedrohte [[Java-Nashorn]] &amp;#039;&amp;#039;(Rhinoceros sondaicus)&amp;#039;&amp;#039; kommt noch im [[Ujung Kulon|Nationalpark Ujung Kulon]] im Südwesten der Insel vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgliederung ===&lt;br /&gt;
Administrativ ist Java in die Provinzen [[Banten]], [[Jawa Barat]] (Westjava), [[Jawa Tengah]] (Zentraljava), [[Jawa Timur]] (Ostjava) und das autonome Fürstentum [[Yogyakarta]] unterteilt. Die Stadt Jakarta untersteht unmittelbar der Zentralregierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Central Jakarta.JPG|mini|Zentrum von [[Jakarta]]]]&lt;br /&gt;
Auf der dichtbesiedelten Insel gibt es zahlreiche große Städte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jakarta]] mit etwa 11 Millionen Einwohnern (Hauptstadt Indonesiens)&lt;br /&gt;
* [[Surabaya]] mit etwa 2,8 Millionen Einwohnern&lt;br /&gt;
* [[Bandung]] mit etwa 2,3 Millionen Einwohnern&lt;br /&gt;
* [[Semarang]] mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern&lt;br /&gt;
* [[Depok]] mit etwa 1,3 Millionen Einwohnern&lt;br /&gt;
* [[Bogor]] mit etwa 950.000 Einwohnern&lt;br /&gt;
* [[Malang]] mit etwa 820.000 Einwohnern&lt;br /&gt;
* [[Surakarta]] mit etwa 500.000 Einwohnern&lt;br /&gt;
* [[Yogyakarta (Stadt)|Yogyakarta]] mit etwa 389.000 Einwohnern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Java befindet sich, zusammen mit der größeren nordwestlichen Nachbarinsel Sumatra und den kleineren östlich gelegenen Inseln, am [[Sundagraben]] (auch Sundarinne). Der Sundagraben wiederum stellt die [[Subduktionszone]] nördlich der [[Australische Platte|Australischen Platte]] dar. Während der letzten Eiszeit war Java mit dem Festland verbunden und Teil des [[Sunda (Geologie)|Sundalandes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Java, selbst fast zur Gänze vulkanischen Ursprungs, ist Teil des [[Sundabogen]]s, einem Vulkangürtel, der von vielen Geologen zum [[Pazifischer Feuerring|Pazifischen Feuerring]] gerechnet wird (siehe [[Pazifischer Feuerring#Begrenzung|Begrenzung des Pazifischen Feuerrings]]). Auf der Insel gibt es daher 38 teils erloschene, teils noch aktive Vulkane; in ganz Indonesien beläuft sich die Zahl der aktiven Vulkane auf etwa 130. Zu den bekanntesten Vulkanen zählen der [[Bromo]] (2329&amp;amp;nbsp;Meter) und der [[Merapi (Java)|Merapi]] (ca. 2985&amp;amp;nbsp;Meter), der als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt gilt. Südlich des Tengger-Gebirges mit dem Bromo erhebt sich der höchste Berg Javas, der 3676&amp;amp;nbsp;Meter hohe tätige Vulkan [[Semeru]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vom Krakatau bis zum Tambora.jpg|zentriert|mini|700px|Vom [[Krakatau]] bis zum [[Tambora]]. Vulkanismus auf Java, [[Bali]], [[Lombok]] und [[Sumbawa]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Vulkanismus kommt es auf Grund der geologischen Gegebenheiten auch häufig zu [[Erdbeben]]. Das letzte schwere Beben war [[Erdbeben von Yogyakarta 2006|jenes von Yogyakarta am 27. Mai 2006]] mit der Stärke 6,3 auf der [[Momenten-Magnituden-Skala]]. Das [[Hypozentrum]] lag nach Angaben des [[United States Geological Survey|USGS]] etwa 20 Kilometer südöstlich der Stadt [[Yogyakarta (Stadt)|Yogyakarta]] in einer Tiefe von circa zwölf Kilometern. Das Hauptbeben, gefolgt von mehr als 1000 Nachbeben bis zu einer Stärke von bis zu 5,2, kostete nach Angaben der [[Vereinte Nationen|UNO]] vom 5. Juni 2006 annähernd 5800 Menschen das Leben, bis zu 57.800 wurden verletzt, mehr als 130.000 Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt und bis zu 650.000 Menschen wurden obdachlos. Am schwersten betroffen war die Stadt [[Bantul]], wo allein etwa 2400 Menschen starben und vier Fünftel der Gebäude zerstört wurden. Schwer beschädigt wurde auch die Tempelanlage [[Prambanan]], die vorerst für Besucher geschlossen wurde. Der nahe gelegene Vulkan Merapi, der in den Wochen zuvor bereits verstärkt Aktivitäten gezeigt hatte, stieß kurz nach dem ersten Beben eine rund 3,5 Kilometer hohe Wolke aus Gasen und Asche aus. In den weiteren Tagen nach dem Beben verstärkte sich seine Aktivität noch weiter um mindestens das Doppelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Gefahr geht von Seebeben aus, die [[Tsunami]]s verursachen können. Das [[Erdbeben vor Java Juli 2006|Seebeben vor Java am 17. Juli 2006]] mit einer Stärke vom 7,7 auf der Richterskala, dessen Epizentrum rund 400&amp;amp;nbsp;Kilometer vor der Küste lag, verursachte eine Flutwelle, die nach Augenzeugenberichten eine Höhe von bis zu vier Metern erreichte. Ihr fielen auch durch einstürzende Gebäude mehr als 660 Menschen zum Opfer, etwa 300 werden vermisst. Zudem wurden rund 30.000 Menschen obdachlos. Besonders schwer betroffen war der Ort [[Pangandaran]], der vor allem bei Einheimischen als Urlaubsort beliebt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2006 bohrte die regionale Firma Lapindo im [[Kecamatan]] [[Distrikt Porong|Porong]] ein etwa drei Kilometer tiefes Loch, um auf vermutetes Öl zu stoßen. Jedoch entpuppte sich das Ölvorkommen als ein unterirdisches Wasservorkommen, das sich nun als Schlammvulkan, eine große, 140&amp;amp;nbsp;Grad Celsius heiße Schlammfontäne, bemerkbar macht. Der [[Schlammvulkan Sidoarjo]] überflutete bereits viele Dörfer und Städte im Osten Javas. Versuche, den fauligen Schlick in Flüsse zu leiten, schlugen bislang fehl. Geologen vermuten, dass es noch Jahre dauern könnte, bis sich das Wasservorkommen ausreichend geleert hat, sodass der Vulkan zum Versiegen kommt. Ob das überhaupt geschehen wird, ist außerdem umstritten. Der neueste Versuch besteht darin, die angebohrte Stelle des Wasservorkommens mit einer schweren Flüssigkeit namens [[Micromax]] zu verschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Prähistorische Zeit ===&lt;br /&gt;
Dass die Insel Java bereits in [[Urgeschichte|prähistorischer Zeit]] besiedelt war, beweist der Fund des „[[Java-Mensch]]en“, einer [[Unterart]] des &amp;#039;&amp;#039;[[Homo erectus]]&amp;#039;&amp;#039;, die vom niederländischen [[Anthropologie|Anthropologen]] [[Eugène Dubois|Eugene Dubois]] 1891 bei Trinil am [[Solo (Fluss)|Solo-Fluss]] in der Provinz [[Jawa Timur]] gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorkoloniale Zeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Borobudur-complete.jpg|mini|Buddhistische Tempelanlage [[Borobudur]]]]&lt;br /&gt;
Im 1. Jahrtausend n. Chr. fassten [[Buddhismus]] und [[Hinduismus]] auf der Insel Fuß und verschmolzen mit Glaubensvorstellungen der ursprünglichen Bauernkultur. Mehrere Reiche bildeten sich, von denen die mächtigsten [[Pajajaran]] und [[Majapahit]] waren. Letzteres wurde zwar 1304 vom Sultan von [[Ternate]] erobert, kam jedoch 1359 wieder in den Besitz des Monarchen [[Hayam Wuruk]], der in der Folge längere Zeit als Kaiser die ganze Insel beherrschte. Wirtschaftlich profitierte Java von seiner Lage an wichtigen Seehandelswegen nach [[Kaiserreich China|China]]. Kulturell blieben aber Übernahmen aus Indien entscheidend. Eine parallele Entwicklung vollzog sich auf der Nachbarinsel [[Sumatra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 15. Jahrhunderts kamen muslimische Händler aus dem vorderindischen [[Gujarat]] auf die Insel, und eine [[Konversion (Religion)|Konversion]] zum [[Islam]] begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolonialzeit ===&lt;br /&gt;
Zwar hatten die [[Portugal|Portugiesen]] bereits 1579 erste Handelsverbindungen geknüpft, sie wurden aber bald von den erstmals 1594 gelandeten [[Republik der Sieben Vereinigten Niederlande|Niederländern]] verdrängt. Am 1. Juni 1619 eroberten die Niederländer [[Jakarta]], das sie unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Batavia&amp;#039;&amp;#039; zum Zentrum ihres Kolonialreiches in Asien machten. Auf Java selbst beschränkten sie sich vorerst auf die Herrschaft über die Stadt. 1629 belagerte Sultan [[Sultan Agung von Mataram|Agung]] von [[Mataram (Staat)|Mataram]] die niederländische Kolonie, blieb aber erfolglos. Der javanische Adel fühlte sich durch Agum ebenfalls bedroht und griff auf Waffenhilfe der technisch überlegenen Niederländer zurück. Als Gegenleistung mussten sie der [[Niederländische Ostindien-Kompanie|Niederländischen Ostindien-Kompanie]] (VOC) Land abtreten. Dadurch übernahm die VOC im Verlauf des 17. Jahrhunderts die Kontrolle über die ganze Insel. Java lag im Knotenpunkt der asiatischen Seerouten und erlaubte den Niederländern dadurch eine weitgehende Kontrolle des Handels außerhalb des von England dominierten Indien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig mit der Durchsetzung der Kolonialherrschaft breitete sich auch der Islam auf Java aus. Popularität gewann er vor allem, weil er von vielen Einheimischen als Gegengewicht zur Kultur der Europäer verstanden wurde. Auf der anderen Seite unternahmen die Niederländer kaum christliche Missionierungsversuche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederländer setzten [[Auslandschinesen|Chinesen]] als Händler und Steuereintreiber ein, wodurch diese sich bei der einheimischen Bevölkerung unbeliebt machten. Auch zwischen Niederländern und Chinesen wuchsen die Spannungen, weil die Kolonialherren die unkontrollierte Zuwanderung aus China zunehmend als Gefahr betrachteten. 1740 wurden tausende Chinesen in einem [[Pogrom]] in Batavia umgebracht. An den Morden beteiligten sich sowohl die lokale moslemische Bevölkerung als auch die niederländischen Kolonialtruppen. Ein Jahr später gab die Kolonialverwaltung offiziell alle Chinesen auf Java zur Tötung frei, was weitere Pogrome zur Folge hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Java 1860.JPG|mini|Karte von Java 1860]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang des 19. Jahrhunderts übernahm der niederländische Staat die direkte Kontrolle über die Kolonie, nachdem die VOC am 31. Dezember 1799 für insolvent erklärt worden war, und verstärkte in Zusammenarbeit mit dem javanesischen Adel die wirtschaftliche Ausbeutung der Landbevölkerung. Nach dem [[Britisch-Niederländischer Krieg um Java|Britisch-Niederländischen Krieg um Java]] im Spätsommer 1811 fiel die Insel an die Briten, wurde jedoch nach Ende der [[Koalitionskriege|Napoleonische Kriege]] wieder an die Niederlande zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 bis 1830 kam es zu einem [[Volksaufstand]] gegen die Niederländer wegen einer neuen Abgabe, die die Einheimischen auf die Reisernte entrichten mussten. Den Kämpfen im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Javakrieg&amp;#039;&amp;#039; fielen über 200.000 [[Javaner]] und 8.000 Europäer zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830 wurde das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;cultuurstelsel&amp;#039;&amp;#039; eingeführt. Statt Pacht zu zahlen, sollten die Bauern nunmehr ein Fünftel ihres Bodens zur Verfügung stellen, um auf diesem Land von der Regierung bestimmte Gewächse anzubauen. Zu diesem System gehörte auch, dass sie ihre Arbeitskraft 66 Tage im Jahr zugunsten der Regierung einsetzten. In der Praxis gingen die Belastungen für die Bauern häufig weit über die offiziellen Vorgaben hinaus. Die Waren wurden nach Europa verschifft und dort gewinnbringend verkauft. Dieses System kritisierte der niederländische Schriftsteller und ehemalige Kolonialbeamte [[Eduard Douwes Dekker]] in seinem 1860 unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Multatuli&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichten Buch [[Max Havelaar (Buch)|Max Havelaar]].&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Serajoedal Stoomtram Maatschappij}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde die Insel im März 1942 [[Japanische Invasion Javas|von japanischen Truppen besetzt]] und blieb bis zur [[Kapitulation Japans]] okkupiert. Geschätzt 2,4 Millionen Bewohner starben während dieser Zeit, unter anderem aufgrund einer katastrophalen Hungersnot 1944/45.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre van der Eng: [https://mpra.ub.uni-muenchen.de/8852/ &amp;#039;&amp;#039;Food Supply in Java during War and Decolonisation, 1940–1950&amp;#039;&amp;#039;], Australian National University, 2008, S.&amp;amp;nbsp;38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit bis heute ===&lt;br /&gt;
Seit der Ausrufung der [[Indonesischer Unabhängigkeitskrieg|Unabhängigkeit]] ist Java mit der Landeshauptstadt Jakarta das Zentrum der Republik Indonesien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Sprache ===&lt;br /&gt;
Neben der Amtssprache [[Bahasa Indonesia]] wird im mittleren und östlichen Teil Javas die [[javanische Sprache]] gesprochen, im Nordosten außerdem die [[maduresische Sprache]]. Im westlichen Teil Javas ist die [[sundanesische Sprache]] vorherrschend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
In Java stellen [[Islam|Muslime]] die Bevölkerungsmehrheit. Java wurde im 15. und 16. Jahrhundert [[Islamisierung|islamisiert]], so dass heute rund 91&amp;amp;nbsp;Prozent der [[Javaner]] und 97&amp;amp;nbsp;Prozent der [[Sundanesen]] Muslime sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1815 schickten die Niederlande erstmals christliche [[Missionar]]e nach Java. In der Folge traten viele Chinesen zum [[Christentum]] über, ebenso einige wenige Javaner, die noch nicht den Islam angenommen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden von Zentraljava gibt es einige christliche Gemeinden, deren Mitglieder größtenteils zur [[Auslandschinesen|chinesischen Minderheit]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
58 Prozent der muslimischen Javaner bezeichnen sich als [[Abangan]], das heißt, sie betrachten die [[Schari’a]] nicht als unmittelbar gültiges Gesetz. Die übrigen sind [[Santri]], die eine eher orthodoxe Auslegung des Islams vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich war auf Java die reisorientierte Landwirtschaft verbreitet. Während der niederländischen Kolonialherrschaft wurde die Plantagenwirtschaft (Zuckerrohr, Kautschuk, Tee, Kaffee und Chinin) eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist Java die am meisten entwickelte Insel in Indonesien, mit mehreren Industrie- und Geschäftszentren und einem ausgebauten Straßensystem und einem Eisenbahnnetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert Hatley, Jim Schiller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Other Javas: Away from the Kraton.&amp;#039;&amp;#039; Monash University Press, Clayton 1984, ISBN 978-0-86746-334-7&lt;br /&gt;
* Norbert Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;Der islamische Festkalender in Java und Sumatra&amp;#039;&amp;#039;. (Dissertation) Bock und Herchen, Bad Honnef 1978, ISBN 3-88347-000-7&lt;br /&gt;
* Kieven, Lydia: &amp;#039;&amp;#039;Kaffee im Tempel: Ein Leben zwischen rheinischem Dorf und Java&amp;#039;&amp;#039;. BoD - Books on Demand, Hamburg 2025,  ISBN 978-3769350999&lt;br /&gt;
* [[Mochtar Lubis]]: &amp;#039;&amp;#039;Dämmerung in Jakarta&amp;#039;&amp;#039;. (Roman) Unionsverlag, Zürich 1997, ISBN 3-293-20098-2&lt;br /&gt;
* [[Thomas Stamford Raffles]]: &amp;#039;&amp;#039;The History of Java.&amp;#039;&amp;#039; Black, Parbury, and Allen, London 1817 ([http://archive.org/details/historyjava00unkngoog Online bei Internet Archive])&lt;br /&gt;
* M. C. Ricklefs: &amp;#039;&amp;#039;A History of Modern Indonesia Since c. 1200.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Stanford University Press, Palo Alto (CA) 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Java}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Java}}&lt;br /&gt;
* {{DDB-Suche|Insel Java|Insel Java}}&lt;br /&gt;
* Klaus Oepen: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.indonesia.uni-koeln.de/fileadmin/home/fjung/PROMOS_Zusammenfassung-_Klaus_Oepen.pdf Gemeindeorientierte Katastrophenvorsorge und Risikowahrnehmung der Bevölkerung am Merapi-Vulkan]&amp;#039;&amp;#039; 2011 (PDF-Datei; 416&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://home.pages.at/jung/indonesien/java.html Zentral-Java]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Große Sundainseln}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4028527-3|NDL=00628626|VIAF=152057336}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Java}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Java (Insel)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Asien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Indonesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Indischer Ozean)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Australasiatisches Mittelmeer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Große Sundainseln)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Auranofin</name></author>
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