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	<title>Jauntalbahn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:09:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jauntalbahn&amp;diff=390379&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lemzwerg: /* Bau der Koralmbahn */</title>
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		<updated>2025-12-21T20:05:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bau der Koralmbahn&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
{{BS-header|Jauntalbahn}}&lt;br /&gt;
{{BS-daten&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Jauntalbahn-Karte.png&lt;br /&gt;
| PIXEL_KARTE = &lt;br /&gt;
| TEXT_KARTE =&lt;br /&gt;
| STRECKENNR = [[Eisenbahnstrecken der Österreichischen Bundesbahnen|410 01]]&lt;br /&gt;
| AT-KBS = 620&lt;br /&gt;
| LÄNGE = 20&lt;br /&gt;
| SPURWEITE = 1435&lt;br /&gt;
| STRECKENKLASSE = &lt;br /&gt;
| STROMW = 15 kV 16,7 Hz&lt;br /&gt;
| NEIGUNG = 14,42&lt;br /&gt;
| RADIUS = 303&lt;br /&gt;
| V-MAX = 120&lt;br /&gt;
| ZSS = [[European Train Control System|ETCS Level 2]]&lt;br /&gt;
| ZWEIGLEISIG = –&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Land (Österreich)|Bundesland]]&lt;br /&gt;
| [[Kärnten]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
{{BS-table}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xSTR|||[[Lavanttalbahn]] von [[Zeltweg]]}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xBHF|67,264 |[[St. Paul im Lavanttal|St. Paul]]|(bis 11. Dezember 2022)|5={{Höhe|379|AT|link=true}}}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xABZgl|||[[Lavanttalbahn]] nach [[Dravograd|Dravograd-Meža]]/[[Unterdrauburg]]}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xTUNNEL2|||Johannesbergtunnel (480 m)}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xHST|69,442|St. Paul Bad|(bis 11. Dezember 2022)|5={{Höhe|390|AT}}}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xHST|72,058|[[Granitztal]]|(bis 11. Dezember 2022)|5={{Höhe|436|AT}}}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xTUNNEL2|72,834||Langenbergtunnel (1.443 m)}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xBHF|75,023|[[Ruden (Kärnten)|Eis-Ruden]]|(bis 21. Mai 2020)|5={{Höhe|446|AT}}}}&lt;br /&gt;
{{BS|xABZg+r|||[[Koralmbahn]] von [[Graz Hauptbahnhof|Graz Hbf]]}}&lt;br /&gt;
{{BS|hKRZWae|76,410||[[Jauntalbrücke]] (Länge 430 m, lichte Höhe 86 m)}}&lt;br /&gt;
{{BS|xABZgr|||Koralmbahn nach [[Klagenfurt Hauptbahnhof|Klagenfurt Hbf]]}}&lt;br /&gt;
{{BSe|xHST|78,671|[[Aich (Gemeinde Bleiburg)|Aich im Jauntal]]|(bis 11. Dezember 2022)|5={{Höhe|459|AT}}}}&lt;br /&gt;
{{BS|xABZg+r|81,703||Verbindungsgleis Koralmbahn von [[Graz Hauptbahnhof|Graz Hbf]]}}&lt;br /&gt;
{{BS|HST|83,433|Bleiburg Stadt||5={{Höhe|479|AT}}}}&lt;br /&gt;
{{BS|ABZg+l|||[[Kärntner Bahn]] von [[Maribor|Maribor/Marburg a. d. Drau]]}}&lt;br /&gt;
{{BS|BHF|86,334|[[Bleiburg]]||5={{Höhe|486|AT}}}}&lt;br /&gt;
{{BS|STR|||[[Kärntner Bahn]] nach [[Klagenfurt]]}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jauntalbahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[österreich]]ische Bahnstrecke in [[Kärnten]]. Die etwa 20&amp;amp;#x202F;km lange eingleisige Verbindung führte von [[Bleiburg]] ab der alten [[Österreichische Südbahn|Kärntner Bahn]] nach [[Sankt Paul im Lavanttal|St.&amp;amp;nbsp;Paul]] an der [[Lavanttalbahn]]. Die Jauntalbahn wurde als erste österreichische Neubaustrecke nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] errichtet, da nach dem Jahre 1919 die ursprüngliche Verbindung über [[Dravograd]] (Unterdrauburg) in [[Jugoslawien]] verlief. Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn im Abschnitt St. Paul – Klagenfurt am 10. Dezember 2023 wurde die Jauntalbahn abschnittsweise ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.railwaygazette.com/infrastructure/western-section-of-koralmbahn-opens-in-southern-austria/65511.article? |titel=Western section of Koralmbahn opens in southern Austria |werk=Railway Gazette International |datum=2023-12-11 |sprache=en |abruf=2023-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte und Bau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jauntal Brücke Kärnten Österreich.jpg|alternativtext=Jauntalbrücke in Kärnten/Österreich|mini|links|Jauntalbrücke in Kärnten/Österreich]]&lt;br /&gt;
Bereits im Mai 1920&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|spk|00|00|1919|2846|AUTOR=[[Ludwig Paul (Politiker)|Ludwig Paul]]|Hohes Haus! (…)|ZUSATZ=85. Sitzung am 19. Mai 1920|NAME=Stenographische Protokolle über die Sitzungen der Nationalversammlung der Republik Österreich|ALTSEITE=2838.|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärte die damalige [[Staatsregierung Renner III|Staatsregierung Renner]] in der [[Konstituierende Nationalversammlung|Konstituierenden Nationalversammlung]], ein Gesetz zum Bau einer „Kärntner Ostbahn“ von [[Völkermarkt]] über [[Griffen]] mit Anschluss an die [[Görtschitztalbahn]] bei [[Brückl (Gemeinde Brückl)|Brückl]] verfassen zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Archivquelle |bestand=Niederschriften der 41.–92: Sitzung (Abschriften) |dokument=Antrag des Abgeordneten Angerer und Genossen auf Bau der Kärntner Ostbahn in der 68. Sitzung der prov. Landesversammlung am 26.11.1920 |institution=Kärntner Landesarchiv |signatur=AT-KLA 145-C-2.3.10 Ak |link=https://landesarchiv.ktn.gv.at/klais/objekt.jsp?id=219908}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit sollte nach der Klärung der staatlichen Zugehörigkeit Südkärntens mit der [[Volksabstimmung 1920 in Kärnten]] jugoslawisches Staatsgebiet umfahren und die [[volkswirtschaft]]lich benachteiligte Region belebt werden. Zum Bau dieser Bahn kam es allerdings nicht, der Verkehr wurde weiter als [[privilegierter Eisenbahn-Durchgangsverkehr]] über [[Dravograd]] oder mit einem bedeutenden Umweg über [[Zeltweg]] abgewickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolf Ziermann, Walter Tschepper |Titel=Drei bedeutende Ingenieurbauwerke auf der Trasse der Jauntalbahn im Osten Kärntens |Sammelwerk=ETR–Eisenbahntechnische Rundschau |Band=12. Jahrgang |Nummer=Heft 7 |Verlag= |Datum=1963-07 |Seiten=321-338}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baubeginn erfolgte im 1959. Im Herbst 1959 wurde mit dem Bau der Jauntalbrücke und des Langenbergtunnels begonnen. Im November 1961 wurde mit dem Bau des Johannesbergtunnels begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dauerte bis zum 10. Oktober 1964, ehe die Strecke in Betrieb genommen werden konnte. Die Jauntalbahn brachte nicht nur eine große Zeitersparnis, sondern auch eine wirtschaftlichere Betriebsführung, da eine durchgehende Führung von Zügen von [[Zeltweg]] bis [[Klagenfurt]] über [[Bleiburg]] möglich wurde. Vor allem aber war die Eröffnung der Jauntalbahn durch [[Bundespräsident (Österreich)|Bundespräsident]] [[Adolf Schärf]] die Erfüllung einer lange gehegten Forderung der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jauntalbahn wurde mit großen Bogenradien und geringen Längsneigungen trassiert, womit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 120&amp;amp;#x202F;km/h ermöglicht wurden. Bis auf drei Eisenbahnkreuzungen wurden ausschließlich Über- und Unterführungen für den Straßenverkehr errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau der Koralmbahn ===&lt;br /&gt;
Die [[Koralmbahn]] als Verbindung der Zentralräume [[Graz]] und [[Klagenfurt am Wörthersee|Klagenfurt]] hat die Jauntalbahn im Dezember 2023 ersetzt. Lediglich einzelne Abschnitte blieben erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Bauarbeiten für die Koralmbahn wurde der Bahnhof &amp;#039;&amp;#039;Eis-Ruden&amp;#039;&amp;#039;, in Betrieb seit 10. Oktober 1964, in der Nacht vom 20./21. Mai 2020 aufgelassen. Die Koralmbahntrasse berührt die bisherigen Gleisanlagen auf der Bleiburger Seite des Bahnhofes, sodass der Bahnhof weichen musste. Eine provisorische Ausweiche war „zu teuer“. Die Strecke wurde über ein Streckenprovisorium umgeleitet. Seitdem gab es keine Möglichkeit mehr, dass Züge kreuzen konnten und es bestand ein etwa 20&amp;amp;#x202F;km langer eingleisiger Blockabschnitt, was Auswirkungen auf den Verkehr hatte. Ein REX-Zug nach Klagenfurt wurde ersatzlos gestrichen, außerdem fielen fast alle Güterzüge weg. Mit 11. Dezember 2022 wurde der Personenverkehr auf der Lavanttalbahn zwischen Bleiburg, Sankt Paul im Lavanttal, Wolfsberg und Bad St. Leonhard im Lavanttal eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=kaernten ORF at red |url=https://kaernten.orf.at/stories/3185736/ |titel=Letzter Zug passierte Bahnhof St. Paul |datum=2022-12-10 |sprache=de |abruf=2022-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der letzte [[Dieseltriebwagen]] verließ den Bahnhof Bleiburg am 2. April 2023.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://kaernten.orf.at/stories/3201339/ |titel=Aus für dieselbetriebene Personenzüge |werk=kaernten.ORF.at |datum=2023-04-02 |sprache=de |abruf=2023-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eröffnung der Neubaustrecke ermöglicht der südliche Abschnitt der Jauntalbahn nunmehr als Teil der „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bleiburger Schleife&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ den Anschluss der Stadt [[Bleiburg]] an die [[Koralmbahn]]. Dafür wurde zwischen den Haltestellen &amp;#039;&amp;#039;Bleiburg Stadt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Aich im Jauntal&amp;#039;&amp;#039; ein Verbindungsgleis zur Koralmbahn errichtet. Auch die Jauntalbrücke ist Teil der Koralmbahn und erhielt dafür ein neues zweigleisiges Tragwerk.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=kaernten ORF at red |url=https://kaernten.orf.at/stories/3182321/ |titel=Jauntalbrücke fit für Koralmbahnstrecke |datum=2022-11-15 |sprache=de |abruf=2022-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Abschnitte der Jauntalbahn wurden elektrifiziert, der restliche Teil der Strecke wurde stillgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://infrastruktur.oebb.at/de/projekte-fuer-oesterreich/bahnstrecken/regionales-streckennetz/bleiburger-schleife |titel=Bleiburger Schleife |sprache=de |abruf=2022-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verkehr wird seit 10. Dezember 2023 über die Koralmbahn geführt und mündet kurz vor dem Westportal des [[Koralmtunnel]]s beim neuen [[Bahnhof Lavanttal]] in die Lavanttalbahn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/AB/AB_01624/imfname_805236.pdf |titel=Parlamentarische Anfrage an Wolfgang Sobotka vom 22. April 2020 |hrsg=[[bmvit]] |abruf=2021-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streckenbeschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Streckenverlauf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jauntalbrücke.JPG|mini|links|Jauntalbrücke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 19,070&amp;amp;#x202F;km lange Jauntalbahn zweigte bei Kilometer 66,37 von der [[Lavanttalbahn]] im Bahnhof [[Sankt Paul im Lavanttal|St.&amp;amp;nbsp;Paul im Lavanttal]] ab. Die Kilometrierung wurde nicht neu begonnen, sondern von der [[Kärntner Bahn]] von [[Bleiburg]] aus (absteigend) übernommen. Südlich des Bahnhofes St.&amp;amp;nbsp;Paul bog die Jauntalbahn in einem weiten Bogen nach Westen und gelangte durch den Johannesbergtunnel in das Granitztal. Durch den Langenbergtunnel gelangte die Bahn bei [[Ruden (Kärnten)|Eis-Ruden]] in das [[Jauntal]]. Die Errichtung beider Tunnel erfolgte unter schwierigen [[Geologie|geologischen]] Bedingungen. Bei Bleiburg mündete die Jauntalbahn in die ehemalige Kärntner Bahn ([[Maribor|Maribor/Marburg a.&amp;amp;nbsp;d. Drau]] – [[Villach]]) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sicherungstechnik ===&lt;br /&gt;
Der einzige Bahnhof der Strecke Eis-Ruden wurde mit einem elektromechanischen Stellwerk der Bauform EM&amp;amp;#x202F;55 ausgestattet. Das Stellwerk war vom 10. Oktober 1964 bis 20. Mai 2020 in Betrieb und wurde anschließend zurückgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://stellwerke.info/stw/stw.php?id=17814 |titel=Eis-Ruden |werk=stellwerke.info |sprache=de |abruf=2023-11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunstbauwerke ===&lt;br /&gt;
Neben zahlreichen kleineren Kunstbauwerken mussten für den Bau der Jauntalbahn drei bedeutende Ingenieurbauwerke errichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Johannesbergtunnel ====&lt;br /&gt;
Der Johannesbergtunnel hat eine Länge von 480&amp;amp;#x202F;m und eine maximale [[Tunnel#Maßgrößen|Überdeckung]] von 25&amp;amp;#x202F;m, wobei die Überdeckung größtenteils nur 6 bis 8&amp;amp;#x202F;m und an einigen Stellen nur 3&amp;amp;#x202F;m beträgt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Querung des Johannesberges bei St. Paul war bei der Planung zunächst ein tiefer [[Einschnitt (Verkehrsweg)|Einschnitt]] vorgesehen, der jedoch aufgrund von Baugrunduntersuchungen und Kostenberechnungen verworfen wurde. Aufgrund der weichen Bodenverhältnisse, bestehend aus [[Lehm]] und [[Seeton]], erfolgte der Aushub und Vortrieb mit dem Bagger, die Förderung des Aushubmaterials mit Lastkraftwagen. Der Vortrieb wurde durch kohäsionslose Sandschichten erschwert. Zunächst wurde die [[Kalotte (Tunnelbau)|Kalotte]] vorgetrieben und die [[Firste|Tunnelfirste]] mit Verzugsblechen und Verbindungseisen gesichert. Zusätzlich erfolgte eine [[Spritzbeton]]auskleidung mit Schienenbögen und Baustahlgittern. In den ersten Tunnelringen setzte sich das Spritzbetonhilfsgewölbe aufgrund der Nachgiebigkeit der [[Tunnelsohle]] in Höhe der [[Kämpfer (Architektur)|Kämpfer]]. Anschließend erfolgte der Ausbruch der [[Widerlager (Bautechnik)|Widerlager]], die mit Spritzbeton, Bewehrungskörben und [[Ankerschiene|Steckschienen]] gesichert wurden. Nach dem Restaushub wurden das [[Sohle (Bergbau)|Sohlgewölbe]] und die Widerlager betoniert. Damit war der provisorische Betonring geschlossen. Es folgten das Mauern der Bögen für die Ringstoßfugen, das Aufbringen der Filterplatten auf den Spritzbeton zur Wasserableitung und schließlich das Einbringen des Mantelbetons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bau des Johannesbergtunnels wurden rund 40.000&amp;amp;#x202F;m³ Bodenmaterial abgetragen und 22.300&amp;amp;#x202F;m³ Beton eingebaut, wofür 9.000&amp;amp;#x202F;t Zement verbraucht wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der geologischen Verhältnisse galt der Tunnelbau damals als einer der schwierigsten in Österreich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Langenbergtunnel ====&lt;br /&gt;
Der 1443&amp;amp;#x202F;m lange Langenbergtunnel unterquert als geradliniger [[Basistunnel]] den gleichnamigen Bergrücken. Der Tunnel ist mit einer konstanten Steigung von 11 ‰ zum Südportal hin ausgeführt. Vom Südportal aus wurde zunächst ein [[Stollen (Tunnelbau)#Richtstollen|Richtstollen]] mit einem Querschnitt von 14&amp;amp;#x202F;m² in der Tunnelsohle vorgetrieben. Um die Gefahr eines [[Wassereinbruch]]s zu vermeiden, wurde der südliche Richtstollen eingestellt, dessen [[Ausbruch (Untertagebau)|Vollausbruch]] begonnen und stattdessen dem Vortrieb eines weiteren Richtstollens von Norden begonnen. Der Vortrieb erfolgte mit Druckluftwerkzeugen und Sprengungen, der Abtransport des Ausbruchmaterials mit [[Grubenbahn|Rollwagen]]. Das Ausbruchmaterial aus dem Südteil wurde für Dammschüttungen verwendet, jenes aus dem Nordteil in einer Deponie eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals bei den Österreichischen Bundesbahnen wurde nach dem Ausbruch ein Hilfsgewölbe aus Spritzbeton anstelle einer Holzzimmerung hergestellt. Aufgrund des gips- und anhydrithaltigen [[Bergwasser]]s wurde besonderes Augenmerk auf die Betonherstellung gelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bau des Langenbergtunnels wurden rund 104.000&amp;amp;#x202F;m³ Fels ausgebrochen und 52.000&amp;amp;#x202F;m³ Beton eingebaut, wofür 19.000&amp;amp;#x202F;t Zement verbraucht wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jauntalbrücke ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Jauntalbrücke}}&lt;br /&gt;
Das herausragende Bauwerk der Jauntalbahn ist die bei km&amp;amp;nbsp;76,41 situierte Jauntalbrücke. Diese ist 430&amp;amp;#x202F;m lang und mit einer Höhe von 96&amp;amp;#x202F;m über dem Wasserspiegel der [[Drau]] eine der höchsten Eisenbahnbrücken Österreichs. Sie wurde ursprünglich mit einem trapezförmigen Stahltragwerk auf vier Pfeilern errichtet. Gebaut wurde die Brücke in Gemeinschaftsarbeit von [[VOEST]] und [[Waagner-Biro]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Generaldirektion der Österreichischen Bundesbahnen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Almanach der Österreichischen Eisenbahnen 1966&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1966, Seite XIX&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge der Errichtung der Koralmbahn wurde das bestehende Tragwerk durch ein neues zweigleisiges ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jauntalbahn}}&lt;br /&gt;
* [https://www.eisenbahntunnel.at/inhalt/tunnelportale/41001.html Bilder der Tunnelportale]&lt;br /&gt;
* [https://www.dokumentationszentrum-eisenbahnforschung.org/jauntalbahn.htm Die Jauntalbahn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dietmar Rauter, Herwig Rainer: &amp;#039;&amp;#039;Abseits großer Schienenwege: Die Lavanttalbahn Zeltweg – Wolfsberg – Unterdrauburg – Wöllan – St. Paul – Bleiburg (Jauntalbahn)&amp;#039;&amp;#039;. Der Wolf Verlag, Wolfsberg 1999. ISBN 3-901551-39-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4621627-3|VIAF=248282808}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahnstrecke in Kärnten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lemzwerg</name></author>
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