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	<title>Jasmund - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jasmund&amp;diff=230445&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rudolphu: /* Wanderwegenetz */  ergänzt um UNESCO-Welterbezentrum</title>
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		<updated>2026-04-17T16:50:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wanderwegenetz: &lt;/span&gt;  ergänzt um UNESCO-Welterbezentrum&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Jasmund Rügen.PNG|mini|Lage der Halbinsel Jasmund auf Rügen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2019 - Nationalpark Jasmund - 01.jpg|mini|Die Kreideküste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jasmund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Halbinsel]] im Nordosten der Insel [[Rügen]]. Im Ostteil der Halbinsel wurde [[1990]] der etwa 30 Quadratkilometer große [[Nationalpark Jasmund]] angelegt. Bekannt ist die Halbinsel vor allem wegen ihrer [[Kreide (Gestein)|Kreidefelsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halbinsel Jasmund ist eng mit der aristokratischen Familie [[Jasmund (Adelsgeschlecht)|von Jasmund]] verknüpft, die ihren Ursprung auf der Insel hat und dort bis ins 19. Jahrhundert begütert war. Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] war die Halbinsel eine Zeit lang im Besitz des schwedischen Generals [[Carl Gustav Wrangel]], dann der Grafen [[De la Gardie (Adelsgeschlecht)|De la Gardie]], von denen sie Fürst [[Wilhelm Malte I.]] zu Putbus erwarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft ==&lt;br /&gt;
Das Bild der Landschaft prägen eiszeitliche Ablagerungen. Senken werden häufig von kleineren Seen eingenommen. Der markanteste Kreidefelsen ist der 118 Meter hohe &amp;#039;&amp;#039;[[Königsstuhl (Rügen)|Königsstuhl]]&amp;#039;&amp;#039;. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Wissower Klinken]]&amp;#039;&amp;#039;, eine weitere bekannte Kreideformation, rutschten am 24. Februar 2005 fast vollständig ins Meer ab, so dass von dieser Attraktion nur noch wenig übrig blieb. Zwei Drittel des Nationalparks Jasmund bedecken verschiedenste Waldformen mit ihren typischen Lebensräumen. Besonders beeindruckend ist der Wald an den Küstenhängen. Hier breiten sich unterschiedlichste Formen mit seltenen Gehölzen, wie Wildbirne, Wildapfel, Eibe und Efeu, aus. Im Rücken der &amp;#039;&amp;#039;Großen [[Stubbenkammer]]&amp;#039;&amp;#039; liegt die [[Stubnitz]], ein 7,5 Kilometer langer und bis zu 4 Kilometer breiter [[Buchenwald (Landschaft)|Buchenwald]], an dessen Südende die Stadt [[Sassnitz]] liegt. Die verbleibenden Flächen verteilen sich auf Moore, Strand, Wiesen, Weiden sowie Siedlungsbereiche. Ein anderer Einschnitt des Kreidegebirges, die &amp;#039;&amp;#039;Kleine Stubbenkammer&amp;#039;&amp;#039;, liegt ostwärts vom &amp;#039;&amp;#039;Königsstuhl&amp;#039;&amp;#039;, ist nicht so hoch, aber fast noch steiler und lässt von seinem mit Bäumen und Gebüsch bewachsenen Rand fast senkrecht in die Tiefe zum Meer blicken. In der Nähe des Königsstuhls liegt auch der &amp;#039;&amp;#039;[[Herthasee (Rügen)|Herthasee]]&amp;#039;&amp;#039; (Borg- oder Schwarzer See), der einen Durchmesser von etwa 150&amp;amp;nbsp;Metern hat und 11&amp;amp;nbsp;Meter tief ist. Westwärts stößt ein [[Wallburg|Burgwall]] an den See, der einen ovalen Platz einschließt und einen Umfang von 300&amp;amp;nbsp;Metern hat und westlich fast in einem Viertelkreis von einem zweiten, aber unregelmäßigen Wall eingefasst wird. Man hat diesen Wall, der {{Höhe|136|DE-NN|link=true}} liegt, für die Reste der &amp;#039;&amp;#039;[[Herthaburg]]&amp;#039;&amp;#039; gehalten und dahin den Schauplatz der Hertha- oder &amp;#039;&amp;#039;[[Nerthus]]&amp;#039;&amp;#039;-Sage verlegt, der Wall ist aber viel wahrscheinlicher ein Burg- und Tempelwall aus der Zeit der [[Slawen|slawischen]] Besiedlung Rügens ab dem 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, der vielleicht den Tempel des [[Czorneboh (Gottheit)|Czernoglowy]] umschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaftsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Bild:JasmundSteilkueste2.jpg|mini|Die Steilküste des Jasmund weicht immer weiter zurück]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Glazialdeformation.jpeg|mini|&lt;br /&gt;
Glazialdeformation der Kreidegesteine bei Sassnitz. Die Region geriet in der Weichsel-Kaltzeit zwischen den nördlichen Beltsee-Eisstrom und den östlichen Oder-Eisstrom. Hierdurch wurde die Region nach oben gedrückt, heute an deformierten Feuersteinlagen erkennbar.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jasmund wurde während der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeit]] von [[Gletscher|Inlandgletschern]] überprägt. Sie stauchten die im Untergrund anstehende [[Kreide (Geologie)|Kreide]] und ältere eiszeitliche Schichten zu einem Höhenrücken auf. Er ragt heute mit dem [[Piekberg]], der höchsten Erhebung Rügens, 161&amp;amp;nbsp;Meter über die Ostsee und besitzt ein stark gegliedertes Relief. Vor etwa 14.000 Jahren endete die Vergletscherung im Gebiet Rügens. Nachfolgend breiteten sich zunächst eine [[Steppe|Kältesteppe]], später Birken- und Kiefernwälder, dann Eichenmischwälder aus. Während der letzten tausend Jahre herrschten Buchenwälder im Gebiet vor. In abflusslosen Senken entstanden Seen, die verlandeten und zu Mooren wurden. Vor etwa 6000 Jahren stieg der Meeresspiegel auf sein heutiges Niveau an. Hochgebiete wie Jasmund wurden zu Inseln. Durch die abtragende Wirkung von Wellen und Strömungen entstanden Steilufer, die bis heute das Landschaftsbild prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutzgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jasmund1.jpg|mini|Sumpf im Nationalpark Jasmund]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Naturschutzes auf Jasmund reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Ziel war zunächst der rein wirtschaftlich begründete Schutz des Waldes als Rohstoffquelle. Vor diesem Hintergrund wurde 1586 eine erste Holzordnung erlassen. Sie steht am Anfang jahrhundertelanger Bemühungen um eine nachhaltige Waldnutzung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts drohte die Zerstörung der Steilufer durch den Kreideabbau. Dies rief Naturliebhaber auf den Plan und 1929 wurde das &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzgebiet Jasmund&amp;#039;&amp;#039; per Polizeiverordnung ausgewiesen. Diesem folgte 1986 das &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzgebiet Quoltitz&amp;#039;&amp;#039; im Westteil des heutigen Nationalparkes. Mit der politischen [[Wende (DDR)|Wende in der DDR]] drohte dem Gebiet die Gefahr der hemmungslosen touristischen Vermarktung. 1990, im Zuge des [[Nationalparkprogramm der DDR|Nationalparkprogramms der DDR]], konnte schließlich auch der &amp;#039;&amp;#039;Nationalpark Jasmund&amp;#039;&amp;#039; etabliert werden. Damit fand eine Idee ihre Umsetzung, die 1964 von [[Lebrecht Jeschke]] erstmals formuliert worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Ruegen Kreideabbruch 2007-06-28.jpg|mini|Abbruch des Steilufers im Jahr 2007 nahe dem Kieler Bach]]&lt;br /&gt;
Die aktiven Steilufer der Halbinsel Jasmund stellen den größten geologischen [[Aufschluss (Geologie)|Aufschluss]] [[Norddeutschland]]s dar. Auf Grund der sturmexponierten Lage Jasmunds sind die Steilufer bis in die Gegenwart aktiv, d.&amp;amp;nbsp;h., es finden immer wieder [[Abtragung]]sprozesse statt, die die Küstenlinie allmählich ins Hinterland verlagern, und verhindern, dass sich eine Pflanzendecke ausbreiten kann. So sind hier ständig [[Aufschluss (Geologie)| Gesteinsschichten aufgeschlossen]], die anderen Orts nicht oder nur punktuell und zeitlich begrenzt zugänglich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Strandwanderung trifft man nicht nur auf die weiße Kreide mit Schichten schwarzer [[Feuerstein]]knollen. Auch [[Geschiebemergel]], die von eiszeitlichen Gletschern abgelagert worden sind, sowie sandige Ablagerungen von [[Schmelzwasser|Schmelzwässern]] bauen den Untergrund auf. Mit den eiszeitlichen Geschieben, unter ihnen einige der größten [[Findlinge um und auf Rügen|Findlinge Rügens]], finden sich Dokumente für viele Epochen der erdgeschichtlichen Vergangenheit des [[Skandinavien|skandinavisch]]-[[Baltikum|baltischen]] Raumes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch kalkhaltiges Quellwasser bildete sich am Stubbenhörn eine [[Travertin]]kaskade, die einige Bekanntheit erlangte; nach Versiegen der Quellen Mitte des 20. Jahrhunderts kam die Travertinbildung jedoch zum Erliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Dieter Krienke, Hilmar Schnick: &amp;#039;&amp;#039;Aufgebaut aus kleinen Kalkschalen. Die Kreideküste von Jasmund auf Rügen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ernst-Rüdiger Look, Ludger Feldmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Faszination Geologie. Die bedeutendsten Geotope Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Schweizerbart, Stuttgart 2006, ISBN 3-510-65219-3, S.&amp;amp;nbsp;26 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Name der Halbinsel Jasmund ist germanischen Ursprungs und wurde 1249 erstmals als &amp;#039;&amp;#039;terra Jasmundia&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Die Bezeichnung wird vom skandinavischen Personennamen [[Asmund|Ásmundr]] hergeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Eichler, Onomastica Rugiana. Plädoyer für die Toponymie einer Insel, in: Namenwelten: Orts- und Personennamen in historischer Sicht (Berlin 2004), S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinden ==&lt;br /&gt;
Auf der Halbinsel liegen die Gemeinden [[Sassnitz]], [[Lietzow]], [[Sagard]], [[Lohme]] und [[Glowe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wanderwegenetz ==&lt;br /&gt;
Über die Halbinsel Jasmund führt ein markiertes Wegenetz für Wanderer. Der [[Themenweg Weißes Rügen]] macht mit den wichtigsten landschaftlichen Sehenswürdigkeiten bekannt, neben Königsstuhl und [[Viktoriasicht]] liegen auch der Kreidebruch &amp;#039;&amp;#039;Promoisel&amp;#039;&amp;#039;, der [[Kleiner Königsstuhl|Kleine Königsstuhl]] und das &amp;#039;&amp;#039;Kreidemuseum Rügen&amp;#039;&amp;#039; in Gummanz am Weg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goetz&amp;quot; /&amp;gt; Eine Anlaufstelle für Wanderer ist das [[UNESCO-Welterbeforum]], in dem es auch eine Einkehrmöglichkeit gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ostküste der Halbinsel verbindet der [[Hochuferweg Jasmund]] Sassnitz mit Lohme. Für die ausschließlich Wanderern vorbehaltene zwölf Kilometer lange Strecke  ist eine Gehzeit von dreieinhalb Stunden zu veranschlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goetz&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Rolf Goetz]]|Titel=Rother Wanderführer Rügen. |Auflage=7. |Verlag=Rother Bergverlag |Ort=München |Datum=2024 |Seiten=128–139|ISBN=978-3-7633-4678-3|Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stadtarchiv Sassnitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jasmunder Heimatheft Nummer 1.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Sassnitz 2018, ISBN 978-3-939680-18-5&lt;br /&gt;
* Heiko Hüneke, Michael Kenzler, Johannes Brumme, Anna Gehrmann, Tobias Beiche, Christoph Kettler, Julia Gallas, Babette Wegener: &amp;#039;&amp;#039;Methodische Ansätze für eine detailgetreue Rekonstruktion der weichselzeitlichen Sedimentation und Eisdynamik auf Jasmund (Rügen)&amp;#039;&amp;#039;, in: LUNG-Heft 1/2015 - 79. Tagung Norddeutscher Geologen, S. 76 f.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|252500202}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4096468-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Inselteile Rügen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=54/32//N |EW=13/35//E |region=DE-MV |type=isle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4096468-1|VIAF=240826259}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbinsel (Mecklenburg-Vorpommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbinsel (Ostsee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbinsel (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Rügen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rudolphu</name></author>
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