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	<title>Jascha Horenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Goesseln am 11. April 2026 um 15:00 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jascha Horenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* {{JULGREGDATUM|6|5|1898|Link=1}} in [[Kiew]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[2. April]] [[1973]] in [[London]]) war ein [[Juden in der Ukraine|ukrainisch-jüdischer]] [[Dirigent]]. Er gilt als niveauvoller [[Anton Bruckner|Bruckner]]- und [[Gustav Mahler|Mahler]]-Interpret.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Jascha Horenstein wurde als dreizehntes von sechzehn Kindern einer religiös und musikalisch gebildeten jüdischen Familie geboren. 1905 verließ diese Russland und siedelte sich in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] an, wo Horenstein seinen ersten [[Violine|Violinunterricht]] bekam. 1911 zog die Familie nach [[Wien]], wo die Vorfahren seiner Mutter gelebt hatten. Seine Nichte war [[Beate Sirota]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horenstein studierte bei [[Joseph Marx]] und [[Franz Schreker]], dem er 1920 nach [[Berlin]] folgte. Sein Debüt als Dirigent erfolgte 1922 in Wien. Zurück in Berlin wurde er von [[Wilhelm Furtwängler]] gefördert, der ihm bereits ab Mitte der 20er-Jahre Gastdirigate mit den [[Berliner Philharmoniker]]n einräumte. 1929 wurde er [[Musikdirektor]] der [[Düsseldorf]]er Oper, der heutigen [[Deutsche Oper am Rhein|Deutschen Oper am Rhein]], der Generalintendant war [[Walter Bruno Iltz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horenstein machte sich um die Aufführung zeitgenössischer Opern verdient, auf dem Spielplan der Oper standen [[Ernst Krenek]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Schwergewicht oder Die Ehre der Nation|Schwergewicht]]&amp;#039;&amp;#039;, die Uraufführung von [[Manfred Gurlitt]]s &amp;#039;&amp;#039;Die Soldaten&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ozeanflug|Der Lindberghflug]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Bertolt Brecht]] und [[Kurt Weill]] und [[Igor Stravinsky]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Histoire du Soldat|Die Geschichte vom Soldaten]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Hans Pfitzner]]s &amp;#039;&amp;#039;Das Herz&amp;#039;&amp;#039; (1932), [[Hermann Reutter]]s &amp;#039;&amp;#039;Der verlorene Sohn&amp;#039;&amp;#039; nach [[André Gide]] (1933) und [[Winfried Zillig]]s &amp;#039;&amp;#039;Der Rossknecht&amp;#039;&amp;#039; nach dem Drama von [[Richard Billinger]] (alle dirigiert von Horenstein).&amp;lt;ref&amp;gt;Jascha Horenstein  http://www.classical.net/music/performer/horenstein/index.php&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Walter Bruno Iltz]] inszenierte &amp;#039;&amp;#039;[[Ariadne auf Naxos]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Richard Strauss]] (1934, in den Bühnenbildern von [[Caspar Neher]]), &amp;#039;&amp;#039;[[Die Bürgschaft (Weill)|Die Bürgschaft]]&amp;#039;&amp;#039; von Kurt Weill (Text: Caspar Neher), &amp;#039;&amp;#039;[[Aus einem Totenhaus]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Leoš Janáček]] (1931) und eine spektakuläre Inszenierung von &amp;#039;&amp;#039;[[Wozzeck (Berg)|Wozzeck]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Alban Berg]] (1930, zu der Alban Berg an Iltz schrieb: „Diese Reprise freut mich mehr als manche Erstaufführungen, ja sie macht mich stolz“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horensteins auch international immer erfolgreichere Karriere erfuhr 1933 durch den Machtantritt der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialisten]] eine jähe Wende. Obwohl Propagandaminister [[Joseph Goebbels]] seine schützende Hand über Walter Bruno Iltz hielt,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oliver Rathkolb]]: &amp;#039;&amp;#039;Führertreu und Gottbegnadet.&amp;#039;&amp;#039; ÖBV, Wien 1991, ISBN 3-215-07490-7 (Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Volkstheater unter Walter Bruno Iltz&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; bekam er Schwierigkeiten mit den Nationalsozialisten, da er sich bereits 1932 den Forderungen der Düsseldorfer NSDAP-Leitung nach einem „deutschen Spielplan“ und einem „deutschen Ensemble“ entgegengestellt und sich jede Einflussnahme verbeten hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Hartkopf, Winrich Meiszies, Michael Matzigkeit: &amp;#039;&amp;#039;Bilanz Düsseldorf &amp;#039;45: Kultur und Gesellschaft von 1933 bis in die Nachkriegszeit.&amp;#039;&amp;#039; Grupello, 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933, anlässlich des 50. Todestages von [[Richard Wagner]], wurde Iltz und der Oper in einer [[Pressekampagne]] der jüdische Jascha Horenstein zum Vorwurf gemacht: „Leider hat Herr Horenstein die Weihestunde dirigiert. Wir müssen sagen ‚leider’, denn es ist unerhört, daß das deutsche Theater in Düsseldorf für eine Wagnerfeier keinen deutschen Dirigenten findet, daß man hierzu Herrn Sascha (!) Horenstein bemühen muß. […] Oberbürgermeister Lehr und Generalintendant Iltz werden sich noch umstellen müssen, sonst wird hier eines Tages auf irgend eine Weise doch dafür gesorgt werden müssen, daß im deutschen Düsseldorf wirklich deutscher Geist und deutsche Kultur in allen Zweigen zur Geltung kommt.“ ([[Volksparole]], 13. Februar 1933) Anfang März 1933 schließlich belagerte eine SA-Einheit die letzte Aufführung Horensteins, [[Ludwig van Beethoven]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Fidelio]]&amp;#039;&amp;#039; und verlangte die sofortige Absetzung des Dirigenten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Wirken des Dirigenten Jascha Horenstein in Düsseldorf (1928–1933) http://www.ns-gedenkstaetten.de/fileadmin/files/d_mug_Jahresbericht_2009.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horenstein wurde beurlaubt und musste Düsseldorf verlassen. Er ließ sich in [[Paris]] nieder und nahm Einladungen bis nach Australien an. 1939, kurz vor Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], zog er nach [[New York City|New York]], wo er neben anderen prominenten Exilgenossen (wie [[Thomas Mann]]) an der [[The New School for Social Research|New School for Social Research]] lehrte und zweitrangige Orchester leitete. Ab 1947 dirigierte er wieder in Europa, zunächst vorwiegend in Frankreich. In den 1950er Jahren trat er auch wieder in Deutschland auf. Später Höhepunkt seiner Karriere waren die Konzerte in seiner letzten Wahlheimat Großbritannien, wo er als Dirigent des [[London Symphony Orchestra]] für die österreichische [[Spätromantik]] etliche Lanzen brach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde Horenstein mit dem [[Deutscher Kritikerpreis|Deutschen Kritikerpreis]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MGG2|Verfasser=[[Christoph Schwandt]]|Lemma=Horenstein, Jascha|Band=P9|SpalteVon=347|SpalteBis=|ID=|Kommentar=}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Horenstein, Jascha&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,1. München: Saur, 1983, S. 539&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|129502499|TYP=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* [http://www.classical.net/~music/performer/horenstein/index.html Ausführliche Biografie] auf Classical Net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129502499|LCCN=n/82/111861|VIAF=116789872}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Horenstein, Jascha}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Horenstein, Jascha&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=ukrainisch-jüdischer Dirigent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Mai 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kiew]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. April 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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