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	<title>Jarmen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;85178abc: /* Bevölkerung */ Aktualisierung</title>
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		<updated>2026-04-06T08:49:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bevölkerung: &lt;/span&gt; Aktualisierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Stadt&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Jarmen COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 53.923852&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 13.337291&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Jarmen in VG.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Vorpommern-Greifswald&lt;br /&gt;
|Amt               = Jarmen-Tutow&lt;br /&gt;
|Höhe              = 7&lt;br /&gt;
|PLZ               = 17126&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 039997&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 13075054&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE JMN&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 8 [[Ortsteil]]e&lt;br /&gt;
|Straße            = Dr. Georg Kohnert Str. 5&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.jarmen.de www.jarmen.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = André Werner&lt;br /&gt;
|Partei            = FWG&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jarmen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Landstadt]] im [[Landkreis Vorpommern-Greifswald]] in [[Mecklenburg-Vorpommern]] und Verwaltungssitz des [[Amt Jarmen-Tutow|Amtes Jarmen-Tutow]], dem weitere sechs Gemeinden angehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Jarmen liegt direkt am Südufer der Peene und ist mit dem nördlichen Ufer durch die Autobahnbrücke der A&amp;amp;nbsp;20 und direkt am Ort durch die neue Peenebrücke der Landesstraße 35 verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich von Jarmen liegen [[Greifswald]] (19&amp;amp;nbsp;km) und [[Grimmen]] (33&amp;amp;nbsp;km), östlich [[Gützkow]] (6&amp;amp;nbsp;km) und [[Wolgast]] (34&amp;amp;nbsp;km), südlich [[Altentreptow]] (27&amp;amp;nbsp;km) und [[Neubrandenburg]] (43&amp;amp;nbsp;km), westlich [[Loitz]] (19&amp;amp;nbsp;km) und [[Demmin]] (21&amp;amp;nbsp;km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtgliederung ===&lt;br /&gt;
Jarmen besteht aus folgenden Ortsteilen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.jarmen.de/fileadmin/5.Unsere_Gemeinden_und_Ortsrecht/Jarmen/Hauptsatzung.pdf |wayback=20170824135217 |text=§ 12 der Hauptsatzung der Stadt Jarmen |archiv-bot=2025-08-01 21:27:24 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;250&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Jarmen Kernstadt&lt;br /&gt;
* Groß Toitin&lt;br /&gt;
* Klein Toitin&lt;br /&gt;
* Kronsberg&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;250&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Müssentin&lt;br /&gt;
* [[Neu Plötz]]&lt;br /&gt;
* Plötz&lt;br /&gt;
* [[Wilhelminenthal (Jarmen)|Wilhelminenthal]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Name ===&lt;br /&gt;
1269 wurde Jarmen als &amp;#039;&amp;#039;Germin&amp;#039;&amp;#039;, auch 1277 &amp;#039;&amp;#039;Germin&amp;#039;&amp;#039; und 1290 als &amp;#039;&amp;#039;Jermyn&amp;#039;&amp;#039; urkundlich genannt. Das könnte als &amp;#039;&amp;#039;eifrig&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;kühn&amp;#039;&amp;#039; übersetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]]: &amp;#039;&amp;#039;Städtenamenbuch der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1988, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst mit der Herzogsurkunde von 1340 hieß es niederdeutsch &amp;#039;&amp;#039;Jarmen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Geschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jarmen 1760.jpg|mini|Stadtplan von Jarmen von 1760]]&lt;br /&gt;
[[Steinzeit|Stein-]] und [[bronzezeit]]liche Funde wurden im Zuge des Baus der [[Bundesautobahn 20|Autobahn&amp;amp;nbsp;20]] gemacht. Darunter sind eine Siedlung und ein auf 830 v. Chr. datierter [[Feuerstellenplatz von Jarmen|Feuerstellenplatz]]. Ab 690 n. Chr. begann die slawische Besiedlung der Gegend. Im 8. Jahrhundert wurde die Umgebung von Jarmen erstmals urkundlich erwähnt. Von 1186 bis 1227 war Pommern mit Jarmen unter [[Dänemark|dänischer]] [[Lehnswesen|Lehnsherrschaft]]. Nach 1250 entstand eine planmäßige Stadtanlage am alten Peeneübergang. Am 13. August 1269 wurde die Stadt als &amp;#039;&amp;#039;Germin&amp;#039;&amp;#039; erstmals in einer Urkunde erwähnt. Um 1277 gehörten Ort und Land &amp;#039;&amp;#039;Germin&amp;#039;&amp;#039; mit den Gemarkungen [[Bentzin]], Zemmin, Müssentin, Zarrenthin und Toitin dem [[Bistum Cammin]]. Die in &amp;#039;&amp;#039;Germin&amp;#039;&amp;#039; ansässige bischöfliche Vertretung erhielt vom [[Kloster Eldena (Vorpommern)|Kloster Eldena]] eine Jahreslast von sieben Pfund Salz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salis&amp;quot;&amp;gt;[[Friedrich Salis]]: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur älteren Geschichte des Bistums Kammin.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Baltische Studien]].&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge Band 26, Léon Sauniers Buchhandlung, Stettin 1924, S. 148–149.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1290 wurde der Ort als &amp;#039;&amp;#039;[[oppidum]]&amp;#039;&amp;#039; genannt. 1305 erhielt Herzog [[Otto I. (Pommern)|Otto I.]] von Pommern Jarmen vom Bischof [[Heinrich von Wacholz|Heinrich von Cammin]] als [[Lehnswesen|Lehen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1631 wurde Jarmen Amtsstadt des pommerschen Amtes [[Ueckermünde]]. Jarmen entwickelte sich aufgrund seiner Lage an der Peenefähre zum Verkehrs- und Handelsknotenpunkt. Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] gehörte Jarmen von 1648 bis 1720 zu [[Schwedisch-Pommern]]. Mit Beendigung des [[Großer Nordischer Krieg|Großen Nordischen Krieges]] 1720 wurde Jarmen eine [[Preußen|preußische]] Grenzstadt. Erst 1815 gehörten dann auch die nördlich der Peene gelegenen Gebiete Vorpommerns zu Preußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1777 hatte Jarmen 532 Einwohner. Durch mehrere Stadtbrände, unter anderem 1742 und 1839, wurde ein Teil des historischen Häuserbestandes zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 1800 ===&lt;br /&gt;
1816 hatte Jarmen 615 Einwohner. Der preußische König [[Friedrich Wilhelm IV.]] besuchte 1856 Jarmen, wobei er 2000 Taler für den Neubau der Stadtkirche übergab. Eine Fähre über die Peene bei Jarmen wurde erstmals 1368 erwähnt. Der Fährbetrieb wurde 1863 nach der Errichtung einer hölzernen [[Peenebrücke Jarmen|Klappbrücke]] eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1862 hatte Jarmen 1695 Einwohner, eine Kirche, zwei Schulen, ein Armenhaus, ein [[Rathaus Jarmen|Rathaus]], 172 Wohnhäuser und 308 Wirtschaftsgebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 wurde der [[Hafen Jarmen|Hafen]] durch die [[Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn|Mecklenburg-Pommerschen Schmalspurbahn (MPSB)]] mit [[Friedland (Mecklenburg)|Friedland]] und [[Anklam]] verbunden. Von [[Schmarsow (Kruckow)|Schmarsow]] aus wurde Jarmen 1897 an die [[Demminer Bahnen|Demminer Kleinbahn Ost (DKBO)]] angeschlossen, deren Strecke von [[Demmin]] nach [[Altentreptow|Treptow (heute: Altentreptow)]] verlief. Die DKBO teilte sich in Jarmen mit der [[Greifswald–Jarmener Kleinbahn]] (GJK) Bahnhof und Werkstatt. Über die GJK, die eine eigene Eisenbahnbrücke über die Peene besaß, konnten [[Greifswald]] und [[Züssow]] erreicht werden. Die erste Betonbogenbrücke über die [[Peene]] wurde 1910 fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eisenbahnstrecken wurden 1945 stillgelegt und Gleisanlagen und rollendes Material als [[Reparationen|Reparationsleistungen]] an die [[Sowjetunion]] geliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jarmen gehörte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zum [[Landkreis Demmin]] in der [[Preußen|preußischen]] [[Provinz Pommern]], der dann in das [[Land Mecklenburg]] eingegliedert wurde. In der DDR gehörte der [[Kreis Demmin]] zum [[Bezirk Neubrandenburg]], seit 1990 zum Land Mecklenburg-Vorpommern. Seit der [[Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern 2011]] liegt Jarmen im [[Landkreis Vorpommern-Greifswald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Innenstadt wurde im Rahmen der [[Städtebauförderung]] seit 1991 grundlegend saniert. Die bisher durch die Stadt verlaufende [[Bundesstraße 110]] wurde über eine Ortsumgehung geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte der Ortsteile ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gut Plötz 2.jpg|mini|hochkant|Schloss Plötz von 1860]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Plötz-Erbbegräbnis-Heyden-0608n-43.jpg|mini|Erbbegräbnis der Familie Heyden in Plötz]]&lt;br /&gt;
; {{Anker|Plötz}}Plötz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genannt wurde Plötz urkundlich erstmals 1249.&amp;lt;ref&amp;gt;Pommersches Urkundenbuch, I. Band, 786 – 1253, Köln und Wien 1970, Nr. 519a&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort befand sich die &amp;#039;&amp;#039;Plossekenburg&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Plötzenburg&amp;#039;&amp;#039;, der Herrschaftssitz des Landes [[Plote]]. Bereits im 13. und 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hatten (vgl. Kneschke und auch Ledebur) Henning [[Winterfeld (Adelsgeschlecht)|von Winterfeld]] und danach Martin von Winterfeld die Burg inne. Zeitweise gehörte die Provinz mit der Plötzenburg zur [[Kastellan]]ei Gützkow. Die Plötzenburg wurde auch als Sitz der [[Schwertbrüderorden|Schwertritter]] von Appeldorn genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plötz wurde ein Lehn-Rittergut und gehörte in den ersten Nachweisen in Teilen den Familien von Speckin und von [[Maltzahn]], dann folgten die [[Mardefeld (Adelsgeschlecht)|von Mardefeld]]. Regierungsrat [[Gustav von Mardefeld]] verkaufte das Gut 1701 an Hans Gotthilf von Kirchbach. 1719 ging der Besitz dann an Friedrich Ehrenreich von [[Ramin (Adelsgeschlecht)|Ramin]] über, dieser vererbte es seinen drei Söhnen, die es nacheinander an den jüngsten Bruder abgaben. Der hatte als Nachkommen drei Töchter. Zwei verzichteten später mit Abfindungen, es blieb Charlotte Elisabeth Christine von Ramin, die mit Oberst Hans Friedrich Wilhelm von Trebra verheiratet war. Deren Kinder erhielten 1793 das Lehn auf Plötz, gaben es dann aber auch ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1793 war dann die Familie von [[Heyden (pommersches Adelsgeschlecht)|Heyden]] mit [[Wichard Wilhelm von Heyden]] im Besitz der Güter. Ihm folgte der jüngste Sohn Carl Ludwig Wilhelm Wichert von Heyden (* 16.&amp;amp;nbsp;November 1823), der noch 1865 laut Heinrich Berghaus Besitzer war. Plötz hatte 1865 142 Einwohner mit fünf Feuerstellen und einer Windmühle. Insgesamt hatte Gut Plötz mit Vorwerken neben dem Besitzer drei Verwalter, 52 Gesindeleute sowie 41 Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gutshaus im Tudorstil wurde 1866 erbaut, eine Besonderheit ist der quadratische Turm. Bauherr&amp;lt;ref&amp;gt;Hubertus Neuschäffer: &amp;#039;&amp;#039;Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser&amp;#039;&amp;#039;. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, ISBN 3-88042-636-8, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt; war Carl Ludwig Wilhelm Wichard von Heyden (1823–1882).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1942. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel) Teil A, Adelige Häuser des spätestens um 1400 nachgewiesenen ritterbürtigen deutschen Landadels und ihm gleichartiger Geschlechter (Deutscher Uradel) |Sammelwerk=Genealogisches Hauptstandardwerk bis 1942 |Auflage=41 |Verlag=Justus Perthes |Ort=Gotha |Datum=1942 |Seiten=224 |Online=http://d-nb.info/01078103X |Abruf=2021-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nachfolge treten die anverwandten Hans von Heyden (1852–1893) und seine Frau Marie, geborene von Graevenitz an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Harald von Heyden |Titel=Beständig im Wandel. Berichte aus sechs Generationen der Familie von Heyden/von Heyden-Linden von 1800 bis 1989 |Sammelwerk=Familienchronik |Nummer=Tafel. von Heyden Generation IV. |Verlag=Breklumer Druckerei Manfred Siegel KG |Ort=Borgwedel |Datum=1989 |Seiten=293–297 |Online=https://kvk.bibliothek.kit.edu/view-title/index.php?katalog=NRW&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fnrw.digibib.net%2Fsearch%2Fhbzfix%2Frecord%2F%28DE-364%290067020&amp;amp;signature=Pv78ZQvrSDQLvDN_1OpcCD1lqsrBGK_9EN_NGQVmjXM&amp;amp;showCoverImg=1 |Abruf=2021-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939, nach dem letztmals amtlich publizierten Güteradressbuch für Pommern umfasste das Gut Plötz mit Neuplötz, Wilhelmsthal und Hof Völschow 976 ha, davon 63 ha Wald.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=H. Seeliger |Titel=Landwirtschaftliches Adreßbuch der Provinz Pommern 1939. Verzeichnis von ca. 20000 landwirtschaftlichen Betrieben von 20 ha aufwärts mit Angabe der Besitzer, Pächter und Verwalter, der Gesamtgröße des Betriebes und Flächeninhalt der einzelnen Kulturen; nach amtlichen Quellen |Sammelwerk=Letzte Ausgabe Niekammer |Auflage=9 |Verlag=Verlag von Niekammer’s Adreßbüchern G.m.b.H. |Ort=Leipzig |Datum=1939 |Seiten=18 |Online=http://d-nb.info/579071448 |Abruf=2021-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der selbigen Quelle wurde bereits so genannte Dampfpflanzer, Lanz-Raupen und die bekannten Lanz-Bulldog eingesetzt. Im wirtschaftlichen Mittelpunkt stand die Rindviehhaltung und eine große Schafswirtschaft. Die Verwaltung des Rittergutes und der Vorwerke führte damals Bürgermeister W. Metscher. Letzter Besitzer des rund 1000&amp;amp;nbsp;ha großen Gutes Plötz mit Gut Ückeritz war bis 1945 Detloff von Heyden (1881–1946).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter v. Hueck, Friedrich Wilhelm Freiherr v. Lyncker und Ehrenkrook, Erik Amburger |Titel=Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser / A&lt;br /&gt;
(Uradel/bis 1400 nobilitiert) 1975 |Hrsg=Deutsches Adelsarchiv e. V. |Sammelwerk=GHdA Gesamtreihe von 1951 bis 2015; Vorgänger des GGH |Band=XIII |Nummer=60 |Verlag=C. A. Starke |Ort=Limburg an der Lahn |Datum=1975 |ISSN=0435-2408 |Seiten=242–243 |Online=http://d-nb.info/750440643 |Abruf=2021-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde wie fast alle Gutsherren nach 1945 durch die [[Bodenreform in Deutschland#Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945|Bodenreform]] enteignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde das Gutshaus als Wohnhaus für [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Aussiedler]] genutzt, später war es Lehrlingswohnheim. 1990 leergezogen, war es wie viele der Gutshäuser dem Verfall preisgegeben. Erst viele Jahre später wurde es privatisiert und seitdem restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Neu Plötz und Wilhelminenthal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Orte wurden als Vorwerke zum Gut Plötz um 1800 angelegt. Die Vorwerke wurde aus sechs [[Bauernlegen (Geschichte)|gelegten]] Bauernwirtschaften gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neu Plötz liegt südlich von Plötz und hatte 1865 78 Einwohner mit vier Feuerstellen. In Wilhelminenthal (nördlich vom Gut) gab es 70 Einwohner mit ebenfalls vier Feuerstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Groß Toitin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wurde 1305 als „Deutsch-Toyemtin“ genannt. Besiedelt wurde der Ort wohl zu frühdeutscher Zeit, darauf verweist eine Turmhügelburg knapp westlich des Ortes. Das Gut Groß Toitin hatte dort in älteren Zeiten auch einige Wirtschaftsgebäude, die dann aber östlich des Dorfes zum Hauptgut verlegt wurden. Das Anwesen gehörte der Familie von Heyden-Linden auf Tützpatz, wechselte aber 1846 innerhalb der Familie zum Zweig Heyden auf [[Kartlow (Kruckow)|Kartlow]]. Kartlow mit der [[Pertinenz]] Groß Toitin hatte 4500&amp;amp;nbsp;ha und gehörte damit zu den größten Gütern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf hatte 1865 73 Einwohner und fünf Feuerstellen, eine Kirche, eine Schule und eine Peene-Fischerei. Das Gut gehörte zu der Zeit Generallandschaftsrat Woldemar von Heyden auf Kartlow. Es wurde vor Ort durch einen Inspektor bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1897 erhielt Groß Toitin einen Anschluss an die Kleinbahn, die leicht westlich des Ortes von Jarmen kommend verlief. Die Strecke wurde wie alle in der Region 1945 demontiert und als [[Reparationen|Reparationsleistung]] an die [[Sowjetunion]] geliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 ging dann Groß Toitin an eine Erbengemeinschaft mit dem Pächter Meiering.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubertus Neuschäffer, Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser, Verlag Husum, 1993, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er Jahren wurde eine Umgehungsstraße für die B&amp;amp;nbsp;110 gebaut, damit wurde der Ort entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 wurde gemeinsam von den Städten Jarmen und Gützkow nordwestlich des Ortes ein größeres Abwasserklärwerk errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Klein Toitin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klein Toitin wurde als slawisches oder wendisches Toitin ebenfalls um 1305 bezeichnet. 1515 gehörte „Lütken Toitin“ Henning [[Parsenow (Adelsgeschlecht)|von Parsenow]], der auch auf [[Bentzin]] saß. Nach dem Aussterben der Familie fiel das ritterschaftliche Lehngut an den Staat, aber der verzichtete und verkaufte an die von Heyden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klein Toitin hatte 1865 93 Einwohner mit fünf Feuerstellen. Zwischen 1835 und 1880 wurde Klein Toitin abgerissen und zwischen 1843 und 1846 ca. 1000 Meter weiter westlich auf der [[Feldmark]] neu erbaut. Es entstand eine vollkommen neue moderne Gutsanlage mit 357&amp;amp;nbsp;ha Nutzfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gut gehörte, wie Groß Toitin, 1865 Woldemar von Heyden auf Kartlow, wurde aber vor Ort von einem Inspektor bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kronsberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort war Vorwerk zum Gut Kartlow und gehörte der Familie von Heyden. Kronsberg war 1835 nur eine Schäferei mit einem Stallgebäude und wurde erst bis 1865 als vollständiges Vorwerk mit Gutshof einschließlich Herrenhaus und kleinem Park ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 hatte der Ort dann schon 96 Einwohner in fünf Wohngebäuden, darunter der Verwalter mit Familie und 14 Tagelöhnerfamilien. Besitzer war zu der Zeit Generallandschaftsrat Wichert Wilhelm Woldemar von Heyden auf Kartlow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Müssentin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kneschke und Ledebur befand sich der Ort schon Anfang des 14. Jahrhunderts und wahrscheinlich bereits früher im Besitz der Herren von Winterfeld, die möglicherweise den Ortsnamen von ihrem Besitz Müssenthin in der [[Altmark]] nach Pommern mitbrachten, deshalb wurde der Ort auch in den älteren Urkunden als Müssenthin geführt. Müssentin war später ein Lehn-Rittergut. Dann wurde ein Hasse von Schulenburg als Besitzer geführt, es folgte um 1515 Henning von Parsenow. 1523 war es dann die Familie von Horn und danach die von Mardefeld. Bis 1793 war dann wieder die Familie von Parsenow Besitzer. In diesem Jahr kaufte Familie von Heyden das Gut, die dann auch die Feldmark beim späteren Kronsberg 1836 erwarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 bestand Müssentin aus dem adligen Hof, fünf Bauern, einem Schulmeister und einer Schäferei auf der Feldmark (Kronsberg). Es hatte eine Schule, 12 Wohn- und 10 Wirtschaftsgebäude sowie eine Windmühle. Dort wohnten 142 Einwohner in 28 Familien, darunter 12 Tagelöhner mit ihren Familien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des Dorfes gab es später am sogenannten Heyden-Holz ein Forsthaus, das zum Ort gehörte. Das Mühlengehöft bestand noch bis 1945, die Mühle verschwand aber schon vor dem Ersten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1990 wurde ein großes Kiesvorkommen knapp nordwestlich des Dorfes durch das Kieswerk Zarrentin genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Um 1900 wurde das südöstlich der Stadt gelegene Dorf [[Klinkenberg (Jarmen)|Klinkenberg]] nach Jarmen eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?pommern/demmin.htm |titel=Landkreis Demmin |titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-02-28 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20250225163724if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?pommern/demmin.htm |archiv-datum=2025-02-25 |abruf=2026-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Müssentin gehört seit dem 23.&amp;amp;nbsp;März 1970 zu Jarmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Metzler-Poeschel&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt&amp;lt;/ref&amp;gt; Groß Toitin kam am 1. Juli 1973 hinzu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Metzler-Poeschel&amp;quot; /&amp;gt; Am 13. Juni 2004 wurde Plötz eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2004.html StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990 || 3510&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1995 || 3234&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000 || 3180&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 || 3457&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || 3202&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 || 3015&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 || 2941&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021 || 2922&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022 || 2865&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2023 || 2796&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024 || 2787&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.laiv-mv.de/Statistik/Ver%C3%B6ffentlichungen/Statistische-Berichte/A Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern: Statistischer Bericht. Bevölkerungsstand. Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden]&amp;lt;/ref&amp;gt;, ab 2022 auf Basis des [[Volkszählung in Deutschland 2022|Zensus 2022]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anstieg der Einwohnerzahl zwischen 2000 und 2005 ist auf die Eingemeindung von Plötz im Jahr 2004 zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jarmen-Wappen-1850.jpg|mini|Historisches Wappen von Jarmen 1850]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Peenetalbrücke-Jarmen-A20-0206-s12.jpg|mini|Luftbild Jarmen um 2002]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jarmen-1900-Zuckerfabrik.jpg|mini|Zuckerfabrik Jarmen 1900]]&lt;br /&gt;
=== Stadtvertretung ===&lt;br /&gt;
Die [[Gemeinderat (Deutschland)|Stadtvertretung]] von Jarmen besteht aus 13 Mitgliedern. Die [[Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern 2024|Kommunalwahl am 9. Juni 2024]] führte bei einer Wahlbeteiligung von 54,2 % zu folgendem Ergebnis:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/wahlenmv2024/ergebnis372_wahlid-6181.html Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Partei / Wählergruppe || Stimmenanteil&amp;lt;br /&amp;gt;2019&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/wahlenmv2024/ergebnis372_wahlid-6181.html Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019]&amp;lt;/ref&amp;gt; || Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2019 || || Stimmenanteil&amp;lt;br /&amp;gt;2024 || Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2024&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Freie Wählergemeinschaft (FWG) || 44,4 % || 6 || || 62,3 % || 8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] || 29,6 % || 4 || || 24,1 % || 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] || 11,7 % || 1 || || {{0}}8,6 % || 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Einzelbewerber René Wardius || – || – || || {{0}}5,0 % || 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Die Linke]] || 12,5 % || 2 || || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Einzelbewerber Sebastian Kadow || {{0}}1,7 % || – || || – ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Insgesamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;100 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;13&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;100 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;13&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
* 1990–2021: Arno Karp (CDU)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nordkurier.de/demmin/jarmens-suche-nach-dem-neuen-buergermeister-2140769309.html |titel=Jarmens Suche nach dem neuen Bürgermeister |werk=[[Nordkurier]] |datum=2020-09-21 |abruf=2021-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* seit 2021: André Werner (Freie Wählergemeinschaft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werner wurde in der Bürgermeisterwahl am 7. März 2021 mit 73,5 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://daten.verwaltungsportal.de/dateien/legalframework/4/7/2/5/6/Hauptsatzung_2020.pdf |titel=Hauptsatzung der Stadt Jarmen |titelerg=§ 7 |werk=daten.verwaltungsportal.de |abruf=2024-08-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nordkurier.de/demmin/haushoher-sieg-bei-buergermeister-wahl-in-jarmen-0742690203.html |titel=Haushoher Sieg bei Bürgermeister-Wahl in Jarmen |werk=Nordkurier |datum=2021-03-07 |abruf=2021-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Titel          =&lt;br /&gt;
|Wappenbild     = DEU Jarmen COA.svg&lt;br /&gt;
|Größe          = 150&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung= Wappen von Jarmen&lt;br /&gt;
|Blasonierung   = In Silber eine rote Burg mit geschlossenem goldenen Tor im blau bedachten, mit drei Dachfenstern versehenen Mittelbau und zwei äußeren blau bedachten, mit je einem Rundbogenfenster versehenen Kuppeltürmen, der rechte Kuppelturm besteckt mit einem goldenen Patriarchenkreuz und einer goldenen Wetterfahne darunter, der linke besteckt mit einem goldenen lateinischen Kreuz und einer goldenen Wetterfahne darunter; zwischen den Kuppeltürmen ein aufgerichteter, golden bewehrter roter Greif.&lt;br /&gt;
|Zusatz         = Das Wappen wurde 2001 von dem [[Schwerin]]er Heraldiker [[Heinz Kippnick]] neu gezeichnet und unter der Nr.&amp;amp;nbsp;130 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.&lt;br /&gt;
|Quelle         = {{Literatur |Autor=Hans-Heinz Schütt |Hrsg=produktionsbüro TINUS; Schwerin |Titel=Auf Schild und Flagge - Die Wappen und Flaggen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und seiner Kommunen |Auflage= |Ort= |Datum=2011 |ISBN=978-3-9814380-0-0 |Seiten=285/286}}&lt;br /&gt;
|ref            = Wappenbuch&lt;br /&gt;
|Begründung     = Das nach dem Siegelbild eines Ratssiegels von 1842 gestaltete Wappen verbindet ein städtisches Symbol, eine Burg, mit einem Herrschaftszeichen, dem Wappenbild der Herzöge von Pommern. Letzteres soll die Zugehörigkeit der Stadt zum einstigen Herzogtum Pommern verdeutlichen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flagge ===&lt;br /&gt;
Die Stadt verfügt über keine amtlich genehmigte [[Flagge]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;[https://daten.verwaltungsportal.de/dateien/legalframework/4/7/2/5/6/Hauptsatzung_2020.pdf Hauptsatzung §&amp;amp;nbsp;1] (PDF; 10&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstsiegel ===&lt;br /&gt;
Das [[Dienstsiegel]] zeigt das Wappen der Stadt mit der Umschrift {{Inschrift|Text=STADT JARMEN}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Seit 1997 ist [[Susz]] in der [[Woiwodschaft Ermland-Masuren]] im [[Powiat Iławski]] in [[Polen]] Partnergemeinde von Jarmen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rosenberg – Geschichte der Stadt&amp;#039;&amp;#039;, Kulturzentrum Ostpreußen, Ellingen 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten und Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jarmen DM Kirche Nordseite.jpg|mini|St.-Marien-Kirche Jarmen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:rathaus jarmen.jpg|mini|[[Rathaus Jarmen]]]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmale in Jarmen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Neogotik|Neogotische]] [[St.-Marien-Kirche (Jarmen)|St.-Marien-Kirche]], 1863 eingeweiht, ihr Bau wurde durch eine Spende [[Friedrich Wilhelm IV.]] von Preußen unterstützt. [[Friedrich August Stüler]] soll die Baupläne überarbeitet haben. Der Chor besitzt drei Fenster mit bemerkenswerten Glasmalereien.&lt;br /&gt;
* Rathaus mit Stadtchronik am Giebel, Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut und um 1966 saniert&lt;br /&gt;
* Dreieckiger Alter Markt nahe der Kirche, stellt ein beschauliches kleinstädtisches Ensemble dar. Über ihn lief bis 1967 der gesamte Verkehr der damaligen F 96 von der Peenebrücke.&lt;br /&gt;
* Denkmal für die Gefallenen der Kriege [[Deutscher Krieg|1866]] und [[Deutsch-Französischer Krieg|1870/71]] in der Mitte des ebenfalls dreieckigen Neuen Markts&lt;br /&gt;
* [[Neuer Markt 5 (Jarmen)|Haus Waterstraat am Neuen Markt 5]] von 1912 mit unverkennbaren [[Jugendstil]]elementen. Hier war einmal das [[Handelsorganisation|HO-Kaufhaus]], heute ist im Gebäude die Volksbank untergebracht.&lt;br /&gt;
* Altes Pfarrhaus mit viersäuligem [[Portikus]] am Neuen Markt, inzwischen verändert&lt;br /&gt;
* Seniorenpflegeheim [[Annastift Jarmen]] im ehemaligen Landambulatorium, 1923 als Hauptsitz des Landwirtschaftlichen Ein- und Verkaufs-Vereins (LEVV) errichtet.&lt;br /&gt;
* Ältester Brunnen der Stadt, heute im Speisesaal des Hotels zum Brunnen&lt;br /&gt;
* Stadtpark mit dem Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie Motoball-Stadion am westlichen Ortsausgang in Richtung Demmin&lt;br /&gt;
* [[Kirche Plötz]], rechteckiger [[Saalkirche|Saalbau]] aus Feldstein mit Backsteineinschlüssen. Die Ausstattung stammt von 1841.&lt;br /&gt;
* [[Kapelle Groß Toitin]], Feldsteinbau in [[Neoromanik|neoromanischen]] Formen, 1860 anstelle eines älteren Gebäudes errichtet&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jarmen Alter Markt.jpg|Alter Markt&lt;br /&gt;
Jarmen Neuer Markt.JPG|Neuer Markt&lt;br /&gt;
Jarmen Haus Waterstraat.jpg|Haus Waterstraat&lt;br /&gt;
Jarmen-Amulanz-100417-12.JPG|Ambulanz jetzt Altenheim&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultur ===&lt;br /&gt;
Seit 2016 findet regelmäßig im September das „Wasted in Jarmen“-Musikfestival mit regionalen und überregionalen Künstlern statt.&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Unternehmen ===&lt;br /&gt;
Die [[Kunstmühle Jarmen]] am Hafen, erbaut 1907, war bis September 2020 die letzte in Betrieb befindliche Großmühle Mecklenburg-Vorpommerns.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://goodmills.de/standorte/nordland-muehlen-jarmen |titel=Nordland Mühlen Jarmen |zugriff=2017-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben liegen am Peenekai die alten Hafenspeicher und die neueren Getreidesilos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der wichtigsten Betriebe war die Zuckerfabrik, die über 100 Jahre größter Arbeitgeber der Stadt war. Sie wurde nach 1990 geschlossen und seitdem fast vollständig abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1897 bis 1945 befanden sich hier auch die Zentralwerkstatt und der Lokschuppen für die drei Kleinbahngesellschaften der Kreise Anklam, Greifswald und Demmin. Jetzt sind nur noch Relikte erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Discounter]] [[Aldi Nord]] betreibt im Gewerbegebiet Jarmen-Ost ein großflächiges Zentrallager und daneben ein weiteres Logistikzentrum. Beide nutzen hierbei die günstige Verkehrslage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jarmen-Peenebrücke-121003-001.JPG|mini|Peenebrücke Jarmen]]&lt;br /&gt;
Jarmen liegt an der [[Bundesstraße 110]] zwischen [[Demmin]] und [[Anklam]] und an der Landesstraße [[Liste der Landesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern|L&amp;amp;nbsp;35]] zwischen [[Greifswald]] und [[Altentreptow]] (bis 2006: [[Bundesstraße 96|B&amp;amp;nbsp;96]]), die sich bei Jarmen kreuzen. Die Autobahnanschlussstelle &amp;#039;&amp;#039;Jarmen&amp;#039;&amp;#039; an der [[Bundesautobahn&amp;amp;nbsp;20]] ([[Rostock]]–[[Neubrandenburg]]) liegt etwa zwei km vom Stadtzentrum entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die L&amp;amp;nbsp;35 und die parallel verlaufende A&amp;amp;nbsp;20 ([[Peenetalbrücke]]) überqueren dabei die [[Peene]]. Hier ist die schmalste Stelle des [[Peenetal]]es. Deshalb wurde für die Querung des Flusses durch die A&amp;amp;nbsp;20 diese Stelle ausgewählt. 1967 war eine Stahlbrücke über die Peene errichtet und gleichzeitig die Straßenführung der damaligen [[Straßen in der DDR#Fernverkehrsstraßen|F 96]] aus der Stadt nach Osten verlegt worden. Die Brücke musste mehrmals saniert werden, weil die Fundamentgründung im Torf nicht tief genug war. Deshalb wurde die Peenebrücke Jarmen der L&amp;amp;nbsp;35 im Jahr 2011 gänzlich abgerissen, abgetragen und 2012 als Stahlbogenbrücke neu aufgebaut sowie mit Betonrampen an die alte Straßenführung von 1967 angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jarmen verfügt über keinen Eisenbahnanschluss. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind &amp;#039;&amp;#039;[[Bahnhof Greifswald|Greifswald]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Bahnhof Züssow|Züssow]]&amp;#039;&amp;#039; an der [[Angermünde-Stralsunder Eisenbahn|Bahnstrecke Angermünde-Stralsund]]. Sie werden von den [[Regional-Express]]-Linien RE&amp;amp;nbsp;3 ([[Hauptbahnhof Stralsund|Stralsund]]–Berlin–[[Bahnhof Falkenberg (Elster)|Falkenberg (Elster)]]) und RE&amp;amp;nbsp;10 (Stralsund–Züssow) bedient. Auch [[Intercity-Express|ICE]]- und [[Intercity|IC]]-Züge halten auf beiden Bahnhöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1996 aufwändig sanierte Jarmener [[Hafen Jarmen|Hafen]] dient vorrangig als Umschlagplatz für Getreide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der [[Motoball]]sportclub [[MSC Jarmen]] war mehrfacher [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Meister. Er spielt in der Motoball-Bundesliga Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der SV Blau-Weiß 21 Jarmen spielt seit der Saison 2020/21 in der Fußball-Landesklasse II Mecklenburg-Vorpommerns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* [[August Wiebker]] (1804–1849), Jurist, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Krauel]] (1876–1952), Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Walter Volgmann]] (1893–1945), Politiker (NSDAP), Oberbürgermeister von Rostock&lt;br /&gt;
* [[Dieter Kmietczyk]] (* 1949), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen)&lt;br /&gt;
* [[Hans-Dieter Brüchert]] (* 1952), Ringer&lt;br /&gt;
* [[Karina Albrecht]] (* 1959), Schriftstellerin, geboren in Plötz&lt;br /&gt;
* [[Petra Nadolny]] (* 1960), Schauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit Jarmen verbundene Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
* [[Michael Sack]] (* 1973), Politiker (CDU), in Groß Toitin aufgewachsen&lt;br /&gt;
* [[Jan Gorkow|Jan „Monchi“ Gorkow]] (* 1987), Musiker und Sänger der Band [[Feine Sahne Fischfilet]], in Jarmen aufgewachsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gustav Kratz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Städte der Provinz Pommern – Abriß ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1865, S. 237–239 [http://books.google.de/books?id=g2sRAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA237 (Volltext)]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Berghaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen&amp;#039;&amp;#039;, II. Teils – Band I., Die Kreise Demmin, Anklam, Usedom-Wollin und Ückermünde, Anklam 1868, S. 36 ff., 102 f.&lt;br /&gt;
* [[Karina Albrecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Plötz 1249–1999. Geschichte(n) einer vorpommerschen Gemeinde.&amp;#039;&amp;#039; Plötz 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik ==&lt;br /&gt;
* [[Feine Sahne Fischfilet]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichten aus Jarmen&amp;#039;&amp;#039; (Song aus dem Album „Scheitern und Verstehen“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Feine Sahne Fischfilet |url=https://www.youtube.com/watch?v=m9e1Jpyplnw |titel=Geschichten aus Jarmen (Official Video) |abruf=2020-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|232204136}}&lt;br /&gt;
* [https://www.jarmen.de/gemeinden/stadt-jarmen.html Website des Amtes Jarmen-Tutow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Vorpommern-Greifswald}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4388745-4|LCCN=no/2012/114800|VIAF=251959788}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Vorpommern-Greifswald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Pommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1269]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;85178abc</name></author>
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