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	<title>Jarg Pataki - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T05:44:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jarg_Pataki&amp;diff=862286&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2023-07-16T18:15:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jarg Kalman Pataki&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Dezember]] [[1962]] in [[Basel]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/zuercher_kultur/romantische_liebe_ist_einsam_1.747191.html &amp;#039;&amp;#039;Romantische Liebe ist einsam&amp;#039;&amp;#039;], [[Neue Zürcher Zeitung]], 31. Mai 2008, abgerufen am 25. Oktober 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[20. Mai]] [[2021]] in [[München]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Badische Zeitung |url=https://www.badische-zeitung.de/ein-kuenstler-fuer-das-grosse-format-zum-tod-des-theaterregisseurs-jarg-pataki |titel=Ein Künstler für das große Format: Zum Tod des Theaterregisseurs Jarg Pataki - Theater - Badische Zeitung |sprache=de |abruf=2021-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=nachtkritik |url=https://nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=19615:regisseur-jarg-pataki-gestorben&amp;amp;catid=126&amp;amp;Itemid=100089 |titel= Regisseur Jarg Pataki gestorben. Mit der Macht der Bilder - nachtkritik |sprache=de |abruf=2021-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein Schweizer Opern- und Schauspielregisseur auch mit Schwerpunkt auf [[Avantgarde]]-[[Puppentheater|Puppen-]] und [[Theater für Kinder|Objekttheater]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Pataki wurde als Sohn eines jüdisch-ungarischen Vaters und einer deutschen Mutter in Basel geboren und ist dort aufgewachsen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz&amp;quot; /&amp;gt; Er studierte Chorleitung an den Konservatorien von Basel und Genf, gründete noch während des Studiums das „Ensemble Vocal Contrastes“, Konzerte und Radioauftritte in der Schweiz, Frankreich und Deutschland, danach Schauspielstudium an der École Supérieur d’Art Dramatique Genève und direkt im Anschluss Schauspielregie an der [[Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin]]. Er lebte in [[Genf]] und [[München]] und arbeitete am Freiburger Theater, Stuttgarter Staatstheater, Deutsches Theater Berlin, Staatsschauspiel Hannover, [[Das Meininger Theater|Meininger Theater]], [[Residenztheater (München)|Residenztheater]] München, [[Theater Freiburg]], Luzerner Theater und am [[Schauspielhaus Hamburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen ersten Jahren konzentrierte sich Patakis Regiearbeit vor allem auf das experimentelle Zusammenspiel von Schauspielern und lebensgroßen Puppen. Inspiriert vom japanischen No-Theater und vom Bunraku entwickelte er eine eigenständige zeitgenössische europäische Theaterform. Sprache, Bewegung und Raum werden hochgradig stilisiert, Schauspieler und Puppen stehen sich in einem bildstarken Kontext gleichwertig und kaum unterscheidbar gegenüber. Dies führte nicht zu einer Entmündigung des Schauspielers, sondern zu einer vertiefenden Archaisierung, die den Urgründen des Menschseins nachspürt. Besonders bemerkenswerte Beispiele dieses Stils waren &amp;#039;&amp;#039;Das Totenhaus&amp;#039;&amp;#039; (Luzern 2000) und &amp;#039;&amp;#039;Kurzdramen&amp;#039;&amp;#039; (München 2001), beides Stücke des französischen Avantgarde-Autors Philippe Minyana. Diese Phase seiner Arbeit hat Pataki auch in seinem Text &amp;#039;&amp;#039;Die Puppe als Model der Schauspielkunst&amp;#039;&amp;#039; theoretisch ausgeführt: Der Schauspieler soll sich von der aktuell vorherrschenden voyeuristischen Perspektive entfernen. Die Vorstellung muss im Kopf des Zuschauers entstehen. Die Puppe als Objekt ähnelt dem Musikinstrument, das präzise zum Klingen gebracht werden muss. Die Arbeit mit Puppen ist auch Modell für die Arbeit mit lebenden Akteuren: „Der Schauspieler muss lernen, sich selber als Instrument zu spielen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer zweiten Phase experimentierte Pataki mit dem surrealen Potential des Objekttheaters. Er versuchte nicht mehr das menschliche Subjekt als Zentrum des Universums zu verstehen, sondern zeigte, dass alle Teile dieser Welt in gleichem Maße beseelt und in ständiger Interaktion sind. Dazu verwandelte er den Raum und alle in ihm befindlichen Objekte einschließlich des Menschen in von Puppenspielern geführte Komplexe. So erzeugte er ein Gefühl der Undurchschaubarkeit und stellte die Frage, welche Kräfte steuern eigentlich unser menschliches Dasein. Besonders eindrücklich und innovativ war die Erfindung von menschlichen Doppel- und Vielfachwesen bestehend aus Schauspielern und Puppenspielern. Gleichzeitig experimentierte Pataki weiter mit formalen Sprechweisen. Er arbeitete vorrangig mit Romantexten, die er in ihrer originalen Mischung aus Prosa und Dialog beließ und in chorische Partituren verwandelte. Herausragende Arbeiten dieser Zeit waren &amp;#039;&amp;#039;Amerika&amp;#039;&amp;#039; nach dem Roman von Franz Kafka (Luzern 2002), &amp;#039;&amp;#039;Jakob von Gunten&amp;#039;&amp;#039; nach dem Roman von Robert Walser (Luzern 2003) und &amp;#039;&amp;#039;Dantons Tod&amp;#039;&amp;#039; von Georg Büchner (Meiningen 2004).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner dritten Phase begann Pataki, der auch schon zuvor mehrfach Oper inszeniert hatte, musiktheatralische Elemente in seine Arbeit einzubauen. Orchester, Opernchor, Sänger, Schauspieler und Puppenspieler bildeten ein Gesamtkunstwerk, etwas volkstümlicher als in seinen früheren Arbeiten, aber immer noch unverkennbar in ihrer stilistischen Eigenheit. Wichtige Arbeiten dieser Zeit waren &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Meisters Lehrjahre&amp;#039;&amp;#039; nach dem Roman von Johann Wolfgang Goethe (Hannover 2005), &amp;#039;&amp;#039;Der Process&amp;#039;&amp;#039; nach dem Roman von Franz Kafka mit Musik von Krzysztof Penderecki (Freiburg 2006), &amp;#039;&amp;#039;Peer Gynt&amp;#039;&amp;#039; von Henrik Ibsen mit der Musik von Edward Grieg (Freiburg 2007) und &amp;#039;&amp;#039;Der Sturm&amp;#039;&amp;#039; von William Shakespeare mit der Musik von Jean Sibelius (Freiburg 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt orientierte sich Patakis Arbeit an zwei Strängen. Einerseits reine Schauspielarbeiten, die sich mit wesentlichen politischen Themen beschäftigten – hier besonders seine Inszenierungen der &amp;#039;&amp;#039;[[Buddenbrooks]]&amp;#039;&amp;#039; nach dem Roman von [[Thomas Mann]] (Freiburg 2009) – anderseits das Hinterfragen der Konventionen des Musiktheaters – in seiner Inszenierung der &amp;#039;&amp;#039;[[Dreigroschenoper]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Bertolt Brecht]] und [[Kurt Weill]] (Hamburg 2010) dekonstruierte er teilweise die musikalische Textur, operierte mit aus der Avantgarde und dem Free Jazz kommenden Klangflächen und erzeugte dadurch völlig neue Klangeindrücke. Daneben inszenierte er auch vermehrt klassische Oper. Im Wintersemester 2010/11 hatte er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inszenierungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Bayerisches Staatsschauspiel: &amp;#039;&amp;#039;Kurzdramen I&amp;#039;&amp;#039; von [[Philippe Minyana]]&lt;br /&gt;
* Deutsches Theater Berlin: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit und das Zimmer&amp;#039;&amp;#039; von [[Botho Strauß]]&lt;br /&gt;
* Théâtre du Grutli Genève: &amp;#039;&amp;#039;Le bon Dieu de Manhattan&amp;#039;&amp;#039; von [[Ingeborg Bachmann]]&lt;br /&gt;
* Luzerner Theater: &amp;#039;&amp;#039;Das Totenhaus&amp;#039;&amp;#039; von Philippe Minyana&lt;br /&gt;
* Luzerner Theater: &amp;#039;&amp;#039;[[La traviata]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Francesco Maria Piave]] und [[Giuseppe Verdi]]&lt;br /&gt;
* Luzerner Theater: &amp;#039;&amp;#039;[[Jakob von Gunten]]&amp;#039;&amp;#039; nach dem Roman von [[Robert Walser]]&lt;br /&gt;
* Luzerner Theater: &amp;#039;&amp;#039;[[Der fliegende Holländer]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Richard Wagner]]&lt;br /&gt;
* Luzerner Theater: &amp;#039;&amp;#039;[[Amerika (Roman)|Amerika]]&amp;#039;&amp;#039; nach dem Romanfragment von [[Franz Kafka]]&lt;br /&gt;
* Südthüringisches Staatstheater Meiningen: &amp;#039;&amp;#039;[[Dantons Tod]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Georg Büchner]]&lt;br /&gt;
* Staatstheater Hannover: &amp;#039;&amp;#039;[[Berlin Alexanderplatz (Roman)|Berlin Alexanderplatz]]&amp;#039;&amp;#039; nach dem Roman von [[Alfred Döblin]]&lt;br /&gt;
* Staatstheater Hannover: &amp;#039;&amp;#039;[[Wilhelm Meisters Lehrjahre]]&amp;#039;&amp;#039; nach dem Roman von [[Johann Wolfgang Goethe]]&lt;br /&gt;
* Staatstheater Stuttgart: &amp;#039;&amp;#039;Das Opfer&amp;#039;&amp;#039; nach dem Film von [[Andrei Tarkowski]]&lt;br /&gt;
* Theater am Neumarkt Zürich: &amp;#039;&amp;#039;Fragmente einer Sprache der Liebe anstatt Dunkel lockende Welt&amp;#039;&amp;#039; nach dem Text von [[Roland Barthes]] im Bühnenbild des Stücks von [[Händl Klaus]]&lt;br /&gt;
* Theater Freiburg: &amp;#039;&amp;#039;Die Möglichkeit einer Insel&amp;#039;&amp;#039; nach dem Roman von [[Michel Houellebecq]]&lt;br /&gt;
* Theater Freiburg: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Process]]&amp;#039;&amp;#039; nach dem Romanfragment von Franz Kafka&lt;br /&gt;
* Theater Freiburg: &amp;#039;&amp;#039;[[Peer Gynt (Schauspielmusik)|Peer Gynt]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Henrik Ibsen]] und [[Edvard Grieg]]&lt;br /&gt;
* Theater Freiburg: &amp;#039;&amp;#039;[[Madama Butterfly|Madame Butterfly]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Giuseppe Giacosa]], [[Luigi Illica]] und [[Giacomo Puccini]]&lt;br /&gt;
* Theater Freiburg: &amp;#039;&amp;#039;Fremdwerden I–III&amp;#039;&amp;#039; nach Texten von [[Petra Kelly]], [[Albert Camus]] und [[Aharon Appelfeld]]&lt;br /&gt;
* Theater Freiburg: &amp;#039;&amp;#039;Der Sturm&amp;#039;&amp;#039; von [[William Shakespeare]] und [[Jean Sibelius]]&lt;br /&gt;
* Theater Freiburg: &amp;#039;&amp;#039;[[Buddenbrooks|Die Buddenbrooks]]&amp;#039;&amp;#039; nach dem Roman von [[Thomas Mann]]&lt;br /&gt;
* Theater Freiburg: &amp;#039;&amp;#039;[[Tosca]]&amp;#039;&amp;#039; von Giuseppe Giacosa, Luigi Illica und Giacomo Puccini&lt;br /&gt;
* Theater Freiburg: &amp;#039;&amp;#039;Die Grünen. Eine Erfolgsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; von Jarg Pataki und Viola Hasselberg&lt;br /&gt;
* Schauspielhaus Hamburg: &amp;#039;&amp;#039;[[Ein Volksfeind]]&amp;#039;&amp;#039; von Henrik Ibsen&lt;br /&gt;
* Schauspielhaus Hamburg: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Dreigroschenoper]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Bertolt Brecht]] und [[Kurt Weill]]&lt;br /&gt;
* Opernfestspiele Schwetzingen/Theater Freiburg: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zauberflöte]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Emanuel Schikaneder]] und [[Wolfgang Amadeus Mozart]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.schauspielhaus.de/haus/detail.php?user=43241&amp;amp;id_language=1 | wayback=20110106201133 | text=Biographie auf der Website des Schauspielhauses Hamburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1062363388|VIAF=231144647711499173333}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pataki, Jarg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opernregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2021]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pataki, Jarg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pataki, Jarg Kalman (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Opern- und Schauspielregisseur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Dezember 1962&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Basel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Mai 2021&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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