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	<title>Jan T. Gross - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Crazy1880: Vorlagen-fix (Online), Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-03-18T16:27:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagen-fix (Online), Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jan Tomasz Gross.png|mini|Jan T. Gross (2019)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jan Tomasz Gross&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. August]] [[1947]] in [[Warschau]]) ist ein [[Polen|polnisch]]-[[Vereinigte Staaten|amerikanischer]] [[Historiker]] und [[Soziologe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;jan-t-gross-bei-princeton&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gross wuchs in einer [[Säkularismus|säkularen]] und politisch [[Politische Linke|linksorientierten]] [[Katholizismus|katholisch]]-[[Judentum|jüdischen]] Familie auf. Er ist der Sohn von Hanna Gross geb. Szumańska (1919–1973), einer ehemaligen Angehörigen der [[Polnische Heimatarmee|Polnischen Heimatarmee]], und Zygmunt Gross (1903–1995), einem ehemaligen Mitglied der [[Polnische Sozialistische Partei|Polnischen Sozialistischen Partei]] und Überlebenden des [[Holocaust]], der von [[Polen (Ethnie)|Polen]] versteckt und so gerettet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rp.pl/artykul/87277.html &amp;#039;&amp;#039;Oko w oko z tłuszczą&amp;#039;&amp;#039;], [[Rzeczpospolita (Zeitung)|Rzeczpospolita]], (polnisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Abitur studierte Gross zunächst [[Physik]] an der [[Universität Warschau]] und wurde infolge der [[März-Unruhen 1968 in Polen]] der Hochschule verwiesen sowie fünf Monate inhaftiert. Währenddessen kam es vor allem im Zuge des [[Sechstagekrieg]]es zu einer, von der [[Polska Zjednoczona Partia Robotnicza|Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei]] motivierten, antisemitischen Kampagne. Dies führte dazu, dass in den folgenden Jahren ein Großteil der in [[Volksrepublik Polen|Polen]] noch lebenden Juden das Land verließ. Aufgrund der jüdischen Abstammung väterlicherseits durfte auch Gross ausreisen und siedelte 1969 in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] über, deren Staatsbürgerschaft er später annahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jan-t-gross-bei-princeton&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://history.princeton.edu/people/jan-tomasz-gross |titel=Seite zu Jan T. Gross bei der Princeton University |werk=history.princeton.edu |hrsg=[[Princeton University]] |sprache=en |abruf=2020-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1975 erwarb Gross den [[PhD]] in Soziologie an der [[Yale University]] in [[New Haven (Connecticut)|New Haven]], wo er anschließend bis 1984 als Assistenzprofessor für &amp;#039;&amp;#039;Social Studies and Soviet Studies&amp;#039;&amp;#039; lehrte. Von 1984 bis 1992 war er Professor für &amp;#039;&amp;#039;Social Science&amp;#039;&amp;#039; an der [[Emory University]] bei [[Atlanta]] sowie 1992 bis 2003 Professor für &amp;#039;&amp;#039;Political Science and European Studies&amp;#039;&amp;#039; an der [[New York University]]. Seit 2003 ist er Professor für Geschichte an der [[Princeton University]], wo er sich auf die Geschichte der Weltkriege spezialisierte. Sein offizieller Titel ist &amp;#039;&amp;#039;Norman B. Tomlinson ’16 and ’48 Professor of War and Society and Professor of History of Princeton University&amp;#039;&amp;#039;. Seit 2017 ist er Professor Emeritus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus war Gross unter anderem Gastprofessor an der [[Harvard University]], [[Stanford University]], [[University of California, Berkeley|University of California in Berkeley]] und [[Columbia University]] sowie in [[Paris]], [[Wien]], [[Krakau]] und [[Tel-Aviv]].&amp;lt;ref&amp;gt;Andrzej Kaczyński: „{{Webarchiv |url=http://www.culture.pl/web/english/resources-literature-full-page/-/eo_event_asset_publisher/eAN5/content/jan-tomasz-gross |text=Jan Tomasz Gross |wayback=20130929013526}}“, [[Adam-Mickiewicz-Institut|culture.pl]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 bis 1998 war Gross Chefredakteur der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;East European Politics and Societies&amp;#039;&amp;#039;, später Mitbegründer der Vierteljahresschrift &amp;#039;&amp;#039;Aneks&amp;#039;&amp;#039;. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen vor allem Arbeiten zur Geschichte Polens im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Verdienste um die Verständigung zwischen Polen und anderen Nationen wurde ihm 1996 der [[Verdienstorden der Republik Polen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://bucerius.haifa.ac.il/gross.html |text=Bucerius Institute for Research of Contemporary German History and Society, University of Haifa, Israel |wayback=20131001092242}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verliehen. Er war außerdem &amp;#039;&amp;#039;Senior Research Fellow&amp;#039;&amp;#039; im [[Fulbright-Programm]] sowie &amp;#039;&amp;#039;Fellow&amp;#039;&amp;#039; der [[John Simon Guggenheim Memorial Foundation]] und der [[Rockefeller|Rockefeller Foundation]] und Recipient der Courage in Public Scholarship Award der New School of Social Research in New York. Er bekam auch den Howard T. Behrman Award für Distinguished Achievement in the Humanities von der Princeton-Universität und den Distinguished Achievement Award for Holocaust Studies and Research der Holocaust Educational Foundation, National Book Critics Circle Award Nominee in USA (für Nachbarn). Er war auch National Book Award Nominee in den USA. In Polen wurde er für sein Werk &amp;#039;&amp;#039;Nachbarn&amp;#039;&amp;#039; für den NIKE Literaturpreis nominiert. Im August 2023 war Gross einer der Unterzeichner der Petition „The Elephant in the Room“, die Israels Besetzung der Palästinensergebiete als ein [[Apartheid (Recht)|Apartheid]]-Regime verurteilte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Shira Klein |Titel=The Growing Rift between Holocaust Scholars over Israel/Palestine |Sammelwerk=Journal of Genocide Research |Datum= |ISSN=1462-3528 |Seiten=1–21 |Online=[https://www.academicsforpeace.org/petition-august-2023 Petition] |Abruf=2025-02-16 |DOI=10.1080/14623528.2024.2448061}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
International bekannt wurde Gross durch das Buch &amp;#039;&amp;#039;Nachbarn&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 2001, in dem er erstmals die Ermordung der jüdischen Einwohner der Stadt [[Jedwabne]] durch ein [[Pogrom]] ihrer polnischen Mitbürger im Jahr 1941 beschreibt. Vor allem in Polen löste das Buch hitzige Debatten aus und führte zu einer teilweisen Veränderung des weitverbreiteten Geschichtsbildes, Polen seien während der [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg]] nur Opfer gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsch-polnische Historiker [[Bogdan Musiał]] warf Gross überhöhte Opferzahlen, falsche oder aus dem Kontext gerissene Zitate jüdischer Augenzeugen, selektive und manipulative Auswertung von Quellen, viele schwerwiegende Mängel und Fehler, Fehlinterpretationen und ahistorische Spekulationen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Bogdan Musiał: {{Webarchiv |url=http://www.naszawitryna.pl/jedwabne_de_12.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Thesen zum Pogrom in Jedwabne. Kritische Anmerkungen zu der Darstellung „Nachbarn“ von Jan Tomasz Gross.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20071108203027}} In: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, 50/2002, S. 381–411&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Vorwürfe Musiałs ist Gross im Aufsatz „Critical Remarks Indeed“ umfangreich eingegangen. Gross hat seine hohen wissenschaftlichen Maßstäbe dargelegt und die Kritik von Musiał als gegenstandslos zurückgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;The Neighbours Respond, the Controversy over the Jedwabne Massacre in Poland, edited by Antony Polonsky and Joanna B. Michlic, Princeton University Press, Princeton and Oxford 2004, S. 344–370, ISBN 0-691-11306-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch &amp;#039;&amp;#039;Nachbarn&amp;#039;&amp;#039; führte zu einer umfangreichen Untersuchung der Ereignisse in Jedwabne durch das IPN (&amp;#039;&amp;#039;Instytut Pamięci Narodowej&amp;#039;&amp;#039;, polnisch für &amp;#039;&amp;#039;Institut für Nationales Gedenken&amp;#039;&amp;#039;), in der auch ähnliche Massenmorde in ca. 20 weiteren Ortschaften der Region um Białystok dokumentiert wurden. Die Untersuchungen resultierten in einer zweibändigen Ausgabe der Studien (Band 1) und Dokumente (Band 2) über den Massenmord an Juden durch ihre polnisch-katholischen Nachbarn direkt nach dem Angriff der Wehrmacht auf die damalige Sowjetunion.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wokół Jedwabnego.&amp;#039;&amp;#039; Instytut Pamięci Narodowej, Warszawa 2002, Herausgeber (Editors) Paweł Machcewicz und Krzysztof Persak, ISBN 83-89078-08-2 (Band 1-2)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ergebnis der Untersuchung hat der Staatsanwalt Radoslav J. Ignatiew festgestellt, dass mindestens 340 Juden am 10. Juli 1941 in Jedwabne ermordet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ipn.gov.pl/ftp/pdf/jedwabne_postanowienie.pdf Beschluss des Staatsanwalts - Radoslaw J. Ignatiew]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die unabhängigen Aussagen mehrerer Zeugen weisen die Zahl der ermordeten Juden als zwischen 1000 und 1500 aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Band 2 von „Wokół Jedwabnego“ findet man mehrere Zeugenaussagen zu der Zahl der ermordeten Juden in Jedwabne:&lt;br /&gt;
„ca. 1000 Juden“ – Seite 461 (Stanisław Zejer)&lt;br /&gt;
„ca. 1500“ – Seite 463 (Julia Sokołowska)&lt;br /&gt;
„mehr als 1000“ – Seite 480 (Jerzy Laudański)&lt;br /&gt;
„ca. 1500“ – Seite 481 (Zygmunt Laudański)&lt;br /&gt;
„ca. 1500“ – Seite 502 (Stanisław Kozłowski)&lt;br /&gt;
„ca. 1500“ – Seite 504 (Stanisław Sielawa)&lt;br /&gt;
„ca. 1200 Personen“ – Seite 557 (Anklage des Staatsanwalts)&lt;br /&gt;
„ca. 1500 Personen“ – Seite 590 (Prozessurteil)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten von Jan T. Gross motivierten eine Reihe namhafter polnischer Historiker (Barbara Engelking, Jan Grabowski, Jacek Leociak, Dariusz Libionka, Joanna Tokarska-Bakir und viele andere), die Beziehungen zwischen Polen und Juden während des Zweiten Weltkrieges zu untersuchen. Die Studien zeigen, dass Morde an Juden durch polnische Nachbarn auf allen von Deutschen besetzten polnischen Gebieten stattgefunden haben, nicht nur in der Region Białystok. Aus dem Forschungsverbund resultierte 2003 die Gründung des Polnischen Zentrum für Holocaust-Forschung an der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Das Zentrum hat bis zum Jahr 2020 15 umfangreiche Jahreshefte (Zagłada Żydów) und viele Monografien über das Thema veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.holocaustresearch.pl/ Webpage des Zentrums]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;#039;&amp;#039;Fear: Anti-Semitism in Poland after Auschwitz&amp;#039;&amp;#039; beschreibt Jan T. Gross des Weiteren den polnischen [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|Antisemitismus]] in den Jahren 1945 bis 1946. Er konzentriert sich auf das [[Pogrom von Kielce]] vom 4. Juli 1946, in dem 42 Personen ermordet wurden, beschreibt jedoch auch weitere Pogrome, bei denen Juden in den Wirren der unmittelbaren Nachkriegszeit getötet wurden, zum Beispiel beim [[Pogrom von Krakau]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marta Kijowska]]: [https://web.archive.org/web/20080131230825/http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/schocktherapie_statt_rekonvaleszenz_1.659794.html?printview=true Schocktherapie statt Rekonvaleszenz]. In [[Neue Zürcher Zeitung]] vom 26. Januar 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagblatt.ch/tagblatt-alt/tagblattheute/hb/kultur/tb-ku/art855,192944 Kollaboration durch Nichtstun.] [[St. Galler Tagblatt]], 25. Jan. 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise unterscheiden sich die Titel und Inhalte der englischen Originalveröffentlichungen von den polnischen Übersetzungen. In Letzteren ließ Gross Inhalte aus, weil er von einem anderen Wissensstand der polnischen Leserschaft ausging. Am 8. Mai 2008 bedauerte Gross dies in einem Gespräch mit [[Deborah Lipstadt]] beim [[YIVO|Yiddish Scientific Institute]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 reagierte der [[Sejm]], das Unterhaus des polnischen Parlaments, damals angeführt von der national-konservativen Partei [[Recht und Gerechtigkeit]] als stärkster Fraktion, mit der Verabschiedung der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Lex Gross&amp;#039;&amp;#039;. In dem erweiterten §&amp;amp;nbsp;132a des Strafgesetzbuches wurden jedem bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe angedroht, der „öffentlich die polnische Nation der Teilnahme, Organisation oder Verantwortung für [[Zbrodnia komunistyczna|kommunistische]] oder nationalsozialistische Verbrechen bezichtigt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alice Bota]]: [https://www.zeit.de/2008/05/Buch-Jan-Gross &amp;#039;&amp;#039;Ganz ohne Scham. Ein Buch wirft Polen vor, nach Kriegsende 1500 Juden getötet zu haben.&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Die Zeit]], Ausgabe Nr. 5 vom 24. Januar 2008, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. September 2008 erklärte das [[Verfassungsgerichtshof (Polen)|polnische Verfassungsgericht]] das Gesetz jedoch für unvereinbar mit der [[Polnische Verfassung|polnischen Verfassung]] und hob es auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://osteuropablog.blogspot.com/2008/09/polen-strafe-fr-bezichtigung-des-volkes.html &amp;#039;&amp;#039;Polen: Strafe für Bezichtigung des Volkes der Verbrechen verfassungswidrig.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein 2011 in Polen erschienenes Buch &amp;#039;&amp;#039;Golden Harvest&amp;#039;&amp;#039; (poln. &amp;#039;&amp;#039;Złote żniwa&amp;#039;&amp;#039;) löste erneut heftige Kontroversen aus. Am Beispiel der Bauern, die vor den deutschen Besatzern geflohene Juden ermordeten, um sie auszurauben, oder nach dem Krieg das Gelände von [[Vernichtungslager Treblinka|Treblinka]] nach Goldzähnen und Schmuck durchwühlten, stellte er die These auf, viele Polen hätten vom Holocaust profitiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web | last = Gnauck | first = Gerhard | title = Zweiter Weltkrieg: Schnäppchenjagd in den Ruinen von Treblinka | url = https://www.welt.de/kultur/history/article12635998/Schnaeppchenjagd-in-den-Ruinen-von-Treblinka.html | publisher = Welt Online | date = 25. Februar 2011 | accessdate = 2012-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Jüdisches Historisches Institut (Warschau)|Jüdische Historische Institut]] in Warschau warf ihm [[Polemik]] und die Manipulation seiner Leser durch unverhältnismäßige Darstellungen auf Basis reiner Schätzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.se.pl/wiadomosci/opinie/jednostronnosc-grossa_165723.html |titel=August Grabski: Jednostronność Grossa |abruf=2015-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der polnische Botschafter in Deutschland, [[Jerzy Margański]], warf Gross negative Stimmungsmache vor, nachdem dieser im September 2015 in einem Beitrag für &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039; unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Osteuropäer haben kein Schamgefühl&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/debatte/kommentare/article146355392/Die-Osteuropaeer-haben-kein-Schamgefuehl.html &amp;#039;&amp;#039;Die Osteuropäer haben kein Schamgefühl&amp;#039;&amp;#039;], [[Die Welt]] vom 13. September 2015, abgerufen am 18. Februar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergleiche zwischen der von ihm beschriebenen dortigen Angst vor Flüchtlingen aus dem Nahen Osten und einem ihm zufolge weit verbreiteten Antisemitismus in [[Ostmitteleuropa]] gezogen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.berlin.msz.gov.pl/de/nachrichten/brief_von_herrn_botschafter_jerzy_marganski_and_der_chefredakteur__die_welt__zu_dem_artikel_von_j_t__gross_am_14__september_2015 |titel=Brief von Herrn Botschafter Jerzy Margański an den Chefredakteur der „Welt“ |werk=www.berlin.msz.gov.pl |abruf=2015-09-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Folge leitete der Warschauer Bezirksstaatsanwalt eine Untersuchung ein wegen Verdachts des Verstoßes gegen §&amp;amp;nbsp;133 des polnischen Strafgesetz-Kodexes, der besagt, dass mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu rechnen hat, wer &amp;#039;&amp;#039;… öffentlich das polnische Volk oder die polnische Republik herabwürdigt / Kto publicznie znieważa Naród lub Rzeczpospolitą Polską, podlega karze pozbawienia wolności do lat 3&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wiadomosci.onet.pl/kraj/jan-tomasz-gross-i-sledztwo-ws-jego-slow/8pc16e &amp;#039;&amp;#039;Jest śledztwo ws. słów Jana T. Grossa&amp;#039;&amp;#039;], onet.pl vom 15. Oktober 2015, abgerufen am 18. Februar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kanzlei des Präsidenten [[Andrzej Duda]] richtete ein Ersuchen an das Außenministerium, die Möglichkeit einer Aberkennung des Verdienstordens der Republik Polen zu prüfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wprost.pl/ar/531316/Gross-straci-panstwowe-odznaczenie-Prezydent-poprosil-MSZ-o-opinie/ &amp;#039;&amp;#039;Gross straci państwowe odznaczenie? Prezydent poprosił MSZ o opini&amp;#039;&amp;#039;], [[Wprost]] vom 9. Februar 2016, abgerufen am 18. Februar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem [[Deutschlandfunk]] gegenüber erklärte Gross in einem Interview am 18. Februar, er sei zu einer Ordensrückgabe bereit und würde sich eine entsprechende Aufforderung rahmen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunk.de/die-polen-und-ihre-geschichte-es-geht-richtung.694.de.html?dram:article_id=345939 &amp;#039;&amp;#039;Die Polen und ihre Geschichte – &amp;quot;Es geht Richtung Autoritarismus&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;], [[Deutschlandfunk]] vom 18. Februar 2016, abgerufen am 18. Februar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Polish Society Under German Occupation – Generalgouvernement, 1939-1944 |Verlag=Princeton University Press |Ort=Princeton, NJ |Datum=1979 |ISBN=0-691-09381-4 |Sprache=en |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross, Irena Grudzińska-Gross |Titel=&amp;#039;W czterdziestym nas matko na Sybir zesłali _&amp;#039; : Polska a Rosja, 1939-42 |Verlag=Aneks |Ort=London |Datum=1983 |ISBN=0-906601-10-X |Sprache=pl |Kommentar=gemeinsam mit Irena Grudzińska-Gross |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Revolution from Abroad. The Soviet Conquest of Poland’s Western Ukraine and Western Belorussia |Verlag=Princeton University Press |Ort=Princeton, NJ |Datum=1988 |ISBN=0-691-09433-0 |Sprache=en |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
** dt.: {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Und wehe, du hoffst…: Die Sowjetisierung Ostpolens nach dem Hitler-Stalin-Pakt; 1939-1941 |Verlag=Herder |Ort=Freiburg im Breisgau |Datum=1988 |ISBN=3-451-08404-X |Sprache=de |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Upiorna dekada, 1939–1948. Trzy eseje o stereotypach na temat Żydów, Polaków, Niemców i komunistów |Verlag=Universitas |Ort=Kraków |Datum=1998 |ISBN=83-7052-870-8 |Sprache=pl |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Studium zniewolenia |Verlag=Universitas |Ort=Kraków |Datum=1999 |Sprache=pl |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Hrsg=Krzysztof Jasiewicz |Titel=Lato 1941 w Jedwabnem. Przyczynek do badań nad udziałem społeczności lokalnych w eksterminacji narodu żydowskiego w latach II wojny światowej |Sammelwerk=Europa nie prowincjonalna : przemiany na ziemiach wschodnich dawnej Rzeczypospolitej (Białorus, Litwa, Łotwa, Ukraina, wschodnie pogranicze III Rzeczypospolitej Polskiej) w latach 1772- 1999 |Verlag=Instytut Studiów Politycznych PAN |Ort=Warszawa/London |Datum=1999 |ISBN=83-86759-92-5 |Seiten=1097-1103 |Sprache=pl |Kommentar=Englischer Titel: &amp;#039;&amp;#039;Non-provincial Europe&amp;#039;&amp;#039; |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=The Politics of Retribution in Europe: World War II and Its Aftermath |Verlag=Princeton University Press |Ort=Princeton, NJ |Datum=2000 |ISBN=0-691-00953-8 |Sprache=en |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Neighbors: The Destruction of the Jewish Community in Jedwabne, Poland |Verlag=Princeton University Press |Ort=Princeton, NJ |Datum=2001 |ISBN=0-691-08667-2 |Sprache=en |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
** dt.: {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Nachbarn: der Mord an den Juden von Jedwabne |Verlag=Beck |Ort=München |Datum=2001 |ISBN=3-406-48233-3 |Sprache=de |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
** poln.: [http://biblioteka.kijowski.pl/gross%20jan/sasiedzi.pdf online]&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Wokół Sąsiadów. Polemiki i wyjaśnienia |Verlag=Pogranicze |Ort=Sejny |Datum=2003 |ISBN=83-86872-48-9 |Sprache=pl |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Angst – Antisemitismus nach Auschwitz in Polen |TitelErg=Aus dem Poln. von Friedrich Griese unter Mitarb. von Ulrich Heiße |Verlag=Suhrkamp |Ort=Berlin |Datum=2012 |ISBN=978-3-518-42303-5 |Sprache=de|Typ=wl}}&lt;br /&gt;
** engl.: {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Fear: Anti-Semitism in Poland After Auschwitz |Verlag=Random House |Ort=New York |Datum=2006 |ISBN=0-375-50924-0 |Sprache=en |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
** poln.: {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Strach: Antysemityzm w Polsce tuż po wojnie. Historia moralnej zapaści |Verlag=Wydawn |Ort=Kraków |Datum=2008 |ISBN=978-83-240-0876-6 |Sprache=pl |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Golden Harvest |Verlag=Oxford University Press |Ort=Oxford |Datum=2012 |ISBN=978-0-19-973167-1 |Sprache=en |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
** poln.: {{Literatur |Autor=Jan Tomasz Gross |Titel=Złote żniwa: Rzecz o tym, co się działo na obrzeżach zagłady Żydów |Verlag=Wydawn |Ort=Kraków |Datum=2011 |ISBN=978-83-240-1523-8 |Sprache=pl |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jan Tomasz Gross|Jan T. Gross}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123212308}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.princeton.edu/history/people/display_person.xml?netid=jtgross&amp;amp;interview=yes |text=Interview mit Jan T. Gross |wayback=20141202081136}}&lt;br /&gt;
* Knut Krohn: [http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1610498 Das schwierigste Kapitel. Polen diskutiert über ein Buch zum Antisemitismus im Land.] In: [[Stuttgarter Zeitung]] vom 15. Jan. 2008&lt;br /&gt;
* Interview mit Jan T. Gross von 2011: [http://phase-zwei.org/hefte/artikel/die-geschichte-des-holocaust-wird-mittlerweile-in-polen-geschrieben-113/ „Die Geschichte des Holocaust wird mittlerweile in Polen geschrieben“.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123212308|LCCN=n78067477|NDL=01126280|VIAF=44317114}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gross, Jan T}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaustforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osteuropahistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Yale University]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Yale University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Emory University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (New York University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Princeton University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Republik Polen (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gross, Jan T.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gross, Jan Tomasz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnisch-amerikanischer Soziologe und Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. August 1947&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Warschau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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