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	<title>Jan Spieker - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jan_Spieker&amp;diff=1380186&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silewe: +Normdaten</title>
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		<updated>2024-08-19T17:43:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jan Spiekers Jacket.jpg|miniatur|350px|Reste der ursprünglich grünen Wolljacke, einige Knöpfe und Münzen Jan Spiekers in der Ausstellung im Moortunnel des NIZ Goldenstedt (Leihgaben des [[Landesmuseum für Natur und Mensch]])]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jan Spieker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Johann Spieker&amp;#039;&amp;#039;; * [[1782]] in [[Rahden]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hayen_1978&amp;quot;&amp;gt;{{ Literatur | Autor = [[Hajo Hayen]] | Titel = Untersuchung einer &amp;quot;Moorleiche&amp;quot; | Sammelwerk = Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland | Band = 1 | Jahr = 1978 | Seiten = 14–16 | ISSN = 0170-5776 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[August]] oder [[September]] [[1828]] im [[Goldenstedter Moor]]) war ein umherziehender Händler, der auf seinem Weg durch das [[Großes Moor (Vechta)|Große Moor]] starb, dort vor Ort [[Bestattung|bestattet]] wurde und dessen Überreste im Jahre 1978 als [[Moorleiche]] wieder [[Ausgrabung|ausgegraben]] wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hayen_1978&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Ableben ==&lt;br /&gt;
Jan Spieker war verheiratet und ein umherziehender Händler, ein so genannter [[Kiepenkerl]], der die ländliche Bevölkerung mit allerlei Kleinwaren versorgte, welche er in einer [[Kiepe]] auf dem Rücken transportierte. Am 14. August 1828, als er zuletzt lebend gesehen wurde, war er auf dem Weg durch das Goldenstedter Moor von [[Lutten]] nach [[Drebber]] zu seiner Kundschaft. Am 24. September wurde seine Leiche zwischen den Dörfern Lutten und Barnstorf aufgefunden. Am 26. September wurde sie vor Ort gerichtlich untersucht. Da eine Überführung auf einen Friedhof nicht möglich war, wurde er an Ort und Stelle in einer im Moor ausgehobenen Grube beigesetzt. Ein Eintrag in seinem katholischen [[Gebetbuch]] ermöglichte eine sichere Identifizierung. Seine Habseligkeiten, darunter auch das Gebetbuch, wurden ihm, in ein Tuch eingeschlagen, ins Grab beigegeben. Seine Grabstelle wurde mit einem Zaun umgeben und einem Kreuz aus Eichenholz gekennzeichnet. Die [[Gemarkung]] trägt den Namen &amp;#039;&amp;#039;bi Jan Spieker in’n Moore&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hayen_1987&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Hajo Hayen]] | Titel=Die Moorleichen im Museum am Damm | Sammelwerk=Veröffentlichungen des Staatlichen Museums für Naturkunde und Vorgeschichte Oldenburg | Band=6 | Verlag=Isensee | Ort=Oldenburg | Jahr=1987 | Seiten=69–73| ISBN=3-920557-73-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Both&amp;quot;&amp;gt;{{ Literatur | Herausgeber = Frank Both, [[Mamoun Fansa]] | Titel = Faszination Moorleichen: 220 Jahre Moorarchäologie | Jahr = 2011 | Verlag = Zabern, Philipp von | Ort = Darmstadt | ISBN = 978-3-8053-4360-2 | Seiten = 109–114 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundgeschichte ==&lt;br /&gt;
In den 1950er Jahren begann der Abbau von [[Weißtorf]] im Goldenstedter Moor, lediglich die Grabstelle Jan Spiekers wurde als freistehende Torfsäule im Abbaugebiet stehen gelassen. 1978 bedrohte schließlich der weitere Nasstorfabbau die Grabstelle, bei dem der restlich verbliebene Torf bis auf den anstehenden Sandgrund abgebaut werden sollte. Um das Grab vor der endgültigen Zerstörung zu bewahren, wurde es von [[Archäologie|Archäologen]] um [[Hajo Hayen]] ausgegraben. Die seit den 1950er Jahren exponiert stehende Grabstelle in der Torfsäule wurde von oben und seitlich in Schichten bis auf die Grabgrube abgetragen, schließlich wurde das Grab freigelegt. Aufgrund der Austrocknung der Grabstelle war von seiner Leiche nur noch ein Büschel Haare erhalten. Zahlreiche [[Fliegen]]puppen und [[Käfer]]reste zeigten an, dass die Leiche durch eindringende Luft und Insekten zerstört wurde. Bei der Leiche wurden eine grüne, gut [[Erhaltungsbedingungen für organisches Material|erhaltene]] Wolljacke, einige Münzen, drei Sorten Knöpfe und die Reste seines Gebetbuches gefunden. Entsprechend den historischen Gerichtsakten und dem Goldenstedter [[Sterberegister]] ermöglichte dieses Gebetbuch die sichere Identifizierung und somit ist Jan Spieker eine der wenigen Moorleichen, deren wirklicher Name bekannt ist. Seine Jacke wurde im [[Blockbergung|Block]] mit dem sie umgebenden [[Torf]] geborgen, im [[Textilmuseum Neumünster]] freipräpariert und untersucht. Westlich der Grabstelle wurde noch das Loch des Grabkreuzes gefunden, jedoch waren Kreuz und Zaun bei der Ausgrabung nicht mehr vorhanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hayen_1987&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Both&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2004 wurden an der [[Universität Groningen]], im Rahmen einer [[Radiokohlenstoffdatierung|&amp;lt;sup&amp;gt;14&amp;lt;/sup&amp;gt;C-Datierungsreihe]] an zahlreichen europäischen Moorleichen, auch Proben von Jan Spiekers Haaren und Kleidung analysiert. Das Ergebnis dieser Untersuchung bestätigte die historischen Daten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibDOI|10.1016/j.jas.2003.09.012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schicksal des Jan Spieker wird in einer kleinen Ausstellung im „Moortunnel“ des [[Naturschutz- und Informationszentrum Goldenstedt|Naturschutz- und Informationszentrums Goldenstedt]] dargestellt. Dort werden seine Jacke, einige Knöpfe und Münzen als Leihgaben des [[Landesmuseum für Natur und Mensch|Landesmuseums für Natur und Mensch]] in  [[Oldenburg (Oldenburg)]] und viele weitere Informationen zur Ökologie und Nutzung von Mooren präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkungen ==&lt;br /&gt;
Die einsam gelegene Grabstelle Jan Spiekers inspirierte den [[Vechta]]er [[Dekan (Kirche)|Dechant]] Ludwig Averdam zu seinem Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Bei Jan Spieker im Moor&amp;#039;&amp;#039;, das er 1930 veröffentlichte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.barnstorf.de/tourismus/jan-spieker-bahn/gedicht.html | titel=Bei Jan Spieker im Moor (Gedicht) | titelerg= | autor=Ludwig Averdam | hrsg=Samtgemeinde Barnstorf | werk= | seiten= | datum= | archiv-url=https://web.archive.org/web/20101018073903/http://www.barnstorf.de/tourismus/jan-spieker-bahn/gedicht.html | archiv-datum=2010-10-18 | zugriff=2011-12-01 | sprache= | format= | kommentar=Gedicht von 1930 | zitat= | offline=ja | archiv-bot=2019-09-12 17:45:43 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um das Gedenken an Jan Spieker wachzuhalten, verkehrt seit 2008 zwischen dem „Haus im Moor“ in Arkeburg (Gemeinde [[Goldenstedt]]) und dem „[[Barnstorf]]er Umwelt-Erlebnis-Zentrum (BUEZ)“ in der warmen Jahreszeit eine &amp;#039;&amp;#039;Jan Spieker&amp;#039;&amp;#039; genannte [[Wegebahn]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://transfer-21.nibis.de/jsb/03jan_spieker/03.html | titel=Kiepenkerl gab Bahn den Namen | titelerg= | autor= | hrsg=Naturschutz- und Informationszentrum Goldenstedt | werk= | seiten= | datum= | archiv-url=https://web.archive.org/web/20100915150819/http://transfer-21.nibis.de/jsb/03jan_spieker/03.html | archiv-datum=2010-09-15 | zugriff=2011-12-01 | sprache= | format= | kommentar= | zitat= | offline=ja | archiv-bot=2022-11-20 06:38:33 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ Literatur | Herausgeber = Frank Both, [[Mamoun Fansa]] | Titel = Faszination Moorleichen: 220 Jahre Moorarchäologie | Jahr = 2011 | Verlag = Zabern, Philipp von | Ort = Darmstadt | ISBN = 978-3-8053-4360-2 | Seiten = 109–114 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=[[Hajo Hayen]] | Titel=Die Moorleichen im Museum am Damm | Sammelwerk=Veröffentlichungen des Staatlichen Museums für Naturkunde und Vorgeschichte Oldenburg | Band=6 | Verlag=Isensee | Ort=Oldenburg | Jahr=1987 | Seiten=69–73| ISBN=3-920557-73-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor = [[Hajo Hayen]], Klaus Tidow | Titel = Die Wolljacke des Jan Spieker | Sammelwerk = Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland | Band = 5 | Jahr = 1982 | Seiten = 69–73 | ISSN = 0170-5776}}&lt;br /&gt;
* {{ Literatur | Autor = [[Hajo Hayen]] | Titel = Untersuchung einer &amp;quot;Moorleiche&amp;quot; | Sammelwerk = Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland | Band = 1 | Jahr = 1978 | Seiten = 14–16 | ISSN = 0170-5776 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=https://geogreif.uni-greifswald.de/geogreif-content/upload/mtbl/3216Goldenstedt1898Kopie.jpg | titel=TK25 Blatt 3216 Goldenstedt (1898) | titelerg= | autor= | hrsg= | werk=GeoGREIF Geographische Sammlungen der [[Universität Greifswald]] | seiten= | datum= | archiv-url= | archiv-datum= | zugriff=2011-12-01 | sprache= | format= | kommentar=Lage der Wege im Moor vor dem Einsetzen des industriellen Torfabbaus | zitat= | offline= }}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://transfer-21.nibis.de/jsb/03jan_spieker/03.html | titel=Kiepenkerl gab Bahn den Namen | titelerg= | autor= | hrsg=Naturschutz- und Informationszentrum Goldenstedt | werk= | seiten= | datum= | archiv-url= | archiv-datum= | zugriff=2011-12-01 | sprache= | format= | kommentar= | zitat= | offline= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Bitte Koordinaten im Museum erfragen, der Fundort ist mangels topografischer Hinweise nicht zweifelsfrei bestimmbar {{Coordinate|type=landmark|region=DE-NI}} Fundstelle im Moor --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1298275474|VIAF=6619169181076269050001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Spieker, Jan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moorleiche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1782]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1828]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Spieker, Jan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Spieker, Johann&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher umherziehender Händler (Kiepenkerl), dessen Leiche 1978 als Moorleiche wiederentdeckt wurde&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1782&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rahden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=August 1828 oder September 1828&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Goldenstedter Moor]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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