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	<title>Jan Malecki - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T06:32:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jan_Malecki&amp;diff=990214&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-31678-08: Das Lemma sollte schon fett da stehen</title>
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		<updated>2025-12-20T08:10:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Das Lemma sollte schon fett da stehen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johannes Maletius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Namensvarianten: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jan Malecki&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Johann Maletius, Johannes Maletzki, Jan z Sącza, Ioannes Sandecensis, Jan Malecki-Sandecki, Hans von Sandaz; *&amp;amp;nbsp;um 1482 in [[Nowy Sącz]] im [[Königreich Polen]]; † Sommer oder Herbst [[1567]] in [[Ełk|Lyck]], [[Herzogtum Preußen]]) war ein Drucker, lutherischer Geistlicher und Übersetzer der Reformationszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
In den Jahren 1522 bis 1528 war Maletius Drucker in [[Krakau]]. Er richtete dann auf Veranlassung des Bischofs von [[Płock]] in [[Pułtusk]] eine Druckerei ein. Im September 1536 siedelte er zuerst nach [[Preußen Königlichen Anteils|Königlich-Preußen]], dann ins [[Herzogtum Preußen]] über (er hielt sich zuerst in [[Malbork|Marienburg]] auf), wo er zum evangelischen Glauben übertrat, gefördert von Bischof [[Paul Speratus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bischof Speratus schlug daraufhin dem Herzog [[Albrecht (Preußen)|Albrecht von Preußen]] vor, ihn zum polnisch-evangelischen Erzpriester von Lyck im Herzogtum Preußen nahe der Grenze zum polnischen Königreich zu machen. Der Herzog war zunächst abgeneigt, da er ja ein Buchdrucker, kein Priester sei (Brief vom 21. März 1537). Er war damals bereits tätig als „des Fürsten Buchdrucker“ (Herstellung seiner polnischen, evangelischen Schriften meist in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]). Jedoch wurde er schon im Mai 1537 aus [[Kwidzyn|Marienwerder]] im Herzogtum Preußen, wo er sich nun aufhielt, abgeholt und durch den Herzog zum Pfarrer und Erzpriester von Lyck ernannt, wofür er 60 Mark jährlich erhalten sollte – aber „völlige Sicherheit in den neuen Glaubenslehren hat er sich nicht erworben“. Bald nach Beginn seiner Tätigkeit wurde er ermahnt, er solle in Zukunft von den bei einer Taufe gebrauchten „ungewöhnlichen Worten“ absehen; er hatte erklärt, „daß die Kirchentaufe wenig zur Seligkeit helfe“ und auch etwas Unrechtes über die [[Prädestination]] gesagt (Brief des Herzogs an Bischof Speratus, 24. Dezember 1537).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maletius erhielt von Herzog Albrecht ein Gut bei Lyck (nach ihm „Maleczewo“ genannt, später Malleszewen, 6 km südwestlich von Lyck), auf dem er sich ein [[Offizin]] (Druckereiwerkstatt) errichten konnte. Von seinen Lycker Drucken ist bis jetzt kein einziger bekannt; „vielleicht befinden sich auf polnischen Bibliotheken noch irgendwo einige derselben“ (Urkundenbuch 1890). Am 16. Oktober 1544 erhielt er Land am See Rygiel (5 [[Hufe]]n, 20 Mzg. [altruss. Maßeinheit], später Adl. Gut Regelnitzen genannt, sieben Kilometer südöstlich von Lyck).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1550 erhielt Johann Maletius für drei Jahre Urlaub, um in die Dienste des Herzogs in [[Alytus|Olita]] und [[Njaswisch|Nieśwież]] bei Wilna im polnischen Litauen, Herrn [[Mikołaj Radziwiłł Czarny|Nicolaus Radziwill]], zu treten „zu Verfertigung etzlicher Druckerei“. Er behielt dabei die Pfarrstelle in Lyck, stellte aber einen Stellvertreter. 1552 begann Maletius in seiner Druckerei in Regelnitzen bei Lyck den Druck seiner polnischen Übersetzung des [[Neues Testament|Neuen Testaments]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht lange vor seinem Tod, am 28. Mai 1567, unterschrieb er noch die &amp;#039;&amp;#039;[[Repetitio corporis doctrinae prutensiae]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Maletius sprach Deutsch, Polnisch, Lateinisch, Tschechisch und [[Ruthenische Sprache|Ruthenisch]]. Er war zunächst als Drucker in Krakau und Pułtusk in Polen aktiv, später in Lyck und [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] im Herzogtum Preußen und bei [[Vilnius|Wilna]] in [[Litauen]]. In Preußen waren Polen seiner Stellung sehr gesucht, da viele der preußischen Kirchenführer kein Polnisch sprachen, obwohl ein großer Teil der Bevölkerung aus [[Masowien]] eingewandert war; der Bischof [[Paul Speratus]] von [[Pomesanien]] war z.&amp;amp;nbsp;B. zuständig für das südliche Teil Preußens (seit dem 18. Jahrhundert auch inoffiziell als [[Masuren]] bezeichnet); ohne Maletius hätte er dieses Amt gar nicht verwalten können. So wurde Maletius in Preußen bedeutender Förderer der [[Reformation]] der polnischsprachigen Bevölkerung aus der Umgegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1546 druckte er den [[Der Kleine Katechismus|kleinen Katechismus]] Luthers in polnischer Sprache. Um 1546 schrieb er an den Königsberger Universitätsrektor [[Georg Sabinus]] seinen berühmt gewordenen Brief über das Religionswesen der alten Baltenvölker [[Liven]] und [[Prußen]] und steht so am Anfang der wissenschaftlichen Erforschung des alten Volkes der Prußen oder Pruzzen, das damals auf dem preußischen Land noch alten Gebräuchen nachging und noch ihre danach ausgestorbene Sprache pflegte. Er war einer der letzten Zeugen der Kultur dieses Volkes, das später ganz in der dominierenden deutschen Kultur aufging und die deutsche Sprache (bzw. auch masurische Dialekte) übernahm. Sein Sohn [[Hieronymus Maletius]] hatte ihm damals eine Elegie des Königsberger Universitätsrektors Sabinus an Kardinal Bembo zu lesen gegeben, in der dieser von der bei den „sarmatischen Völkern“ (Prußen, Samogitiern, [[Litauer]]n, [[Ruthenen]] etc.) vorkommenden Opferung von Böcken und Schlangen redet. Maletius schilderte ihm in seinem Brief daraufhin detailliert die Opfer und Riten bei Hochzeiten, Begräbnissen, Totenfeiern etc., die er zum Teil aus eigenem Erleben kannte. Bereits 1551 erschien der Brief in einem [[Raubdruck]] durch Thomas Horner bei Luft in Königsberg und wurde 1562 vom selben Drucker (Luft) in zweiter Auflage in Wittenberg aufgelegt. Da diese Ausgabe fehlerbehaftet war, gab der Sohn Hieronymus im Jahr darauf, 1563, eine authentische Ausgabe des Briefes heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Er stammte aus dem polnischen Adelsgeschlecht Malecki-Sandecki. Sein Sohn [[Hieronymus Maletius]] folgte ihm als Erzpriester nach und war wie er als Drucker und Übersetzer tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drucke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Catechismus (luterański)... przez Jana Maleczkiego S[andeckiego].&amp;#039;&amp;#039; Królewiec 1546. Vorhanden in Toruń – Biblioteka Uniwersytetu im. Mikołaja Kopernika (Luthers Katechismus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Epistula de sacrificiis et idolatria veterum Borussorum ...&amp;#039;&amp;#039; Königsberg 1551&lt;br /&gt;
Dieses Werk erlebte folgende Auflagen:&lt;br /&gt;
* Thomas Horner: &amp;#039;&amp;#039;Livoniae historia ... De sacrificiis et idolatria veterum Livonum et Borussorum libellus Ioannis Menecii&amp;#039;&amp;#039; [sic!], in Academia Regii montis: Ioannes Lufft 1551, 4°, sign.: Ha 3048o adl. 8; Nebentitel: &amp;#039;&amp;#039;De sacrificiis et idolatria veterum Borussorum et Livonum aliarumque vicinarum gentium, ad clarissimum virum doctorem Georgium Sabinum illustrissimi ducis Prussiae etc. consiliarium&amp;#039;&amp;#039;. Ioannes Meletius [sic!]. [http://diglib.hab.de/drucke/217-5-quod-6/start.htm  Digitalisat der WDB]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Libellus de sacrificiis et idolatria Borussorum, Livonum aliarumque vicinarum gentium, ad clarissimum virum doctorem Georgium Sabinum illustrissimi principis Prussiae etc. consiliarium scriptus per Joannem Maletium.&amp;#039;&amp;#039; [Regimonti 1563] 4 °, sign.: Oa 7678o adl.3; Nl 818o adl. 1 b&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Libellus de religione et sacrificiis idolatricis veterum Borussorum, Livonum, Litauorum, aliarumque gentium vicinarum&amp;#039;&amp;#039;. Nebentitel: &amp;#039;&amp;#039;De religione et sacrificiis veterum Borussorum, libellus Ioanni Meletii olim viro clarissimo Georgio Sabino exhibitus&amp;#039;&amp;#039;, s.&amp;amp;nbsp;l. 1573. [http://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht/?PPN=PPN770900615 Digitalisat der SBB]&lt;br /&gt;
* [[Paul Oderborn|Paulus Oderborn]]: &amp;#039;&amp;#039;De Russorum religione ... ad Davidem Chytraeum recens scripta, alia eiusdem argumenti de sacrificiis, nuptiis et funeribus veterum Borussorum [Joh. Meletii] ad ... Georgium Sabinum olim missa&amp;#039;&amp;#039;. Excusae anno 1582 8°, sign.: Uph. o. 5089 adl. 5; Hf 162508o adl. 4; Hf 427752 8o adl. 3; Nc 3228o adl. 2 („vermehrt und verbessert von seinem Sohne Hieron. Pfarrer zu Bialla“, so [[Christian Gottlieb Jöcher]]);&lt;br /&gt;
* idem, Rostochii 1582 4°, sign.: Ab 258o adl. 2; Nl 438o adl. 4;&lt;br /&gt;
* Neudruck in: &amp;#039;&amp;#039;Acta borussica&amp;#039;&amp;#039;. Band 2, 1731, S. 401–412.&lt;br /&gt;
* Frankfurter &amp;#039;&amp;#039;collectione script. Polon.&amp;#039;&amp;#039; Band II, S. 417 (so zitiert von [[Christian Gottlieb Jöcher]])&lt;br /&gt;
* deutsche Übersetzung in: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Litterarischen Gesellschaft Masovia&amp;#039;&amp;#039;. Band 8, 1902, S. 177–196.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Gottlieb Jöcher]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Gelehrten-Lexicon.&amp;#039;&amp;#039; Fortsetzungen und Ergänzungen von [[Johann Christoph Adelung]]. Band 4, 1813&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Altpreußische Biographie]]&amp;#039;&amp;#039;. Band I, 1939, S. 416&lt;br /&gt;
* Polska Akademia Nauk Institut Historii (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Polski Słownik Biograficzny&amp;#039;&amp;#039;. Band XIX, Polska Akademia Nauk, Wrocław [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1974, S. 297ff.&lt;br /&gt;
* Johannes Sembrzycki: &amp;#039;&amp;#039;Die Lycker Erzpriester Johannes und Hieronymus Maletius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Altpreußische Monatsschrift&amp;#039;&amp;#039;. Band 25, S. 629–51; Band 26, S. 668; Band 40, S. 481&lt;br /&gt;
* Hermann Gollub: &amp;#039;&amp;#039;Die beiden Buchdrucker und Erzpriester Maletius&amp;#039;&amp;#039;. Königsberger Beiträge 1929, S. 159–180 (dort umfangreiche Literaturangaben)&lt;br /&gt;
* [[Paul Tschackert]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Urkundenbuch zur Reformationsgeschichte des Herzogthums Preußen&amp;#039;&amp;#039;. 1. Band, Hirzel, Leipzig 1890, S. 234ff; 2. Band.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12941686X|LCCN=n2021019898|VIAF=239403540}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Malecki, Jan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Altgriechischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Latein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Polnische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchdrucker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Reformation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Ostpreußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1567]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Malecki, Jan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Maletius, Johannes; Maletius, Johann; Sącza, Jan z; Sandecensis, Ioannes; Malecki-Sandecki, Jan; Sandaz, Hans von &lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Drucker, lutherischer Geistlicher und Übersetzer der Reformationszeit&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1482&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nowy Sącz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1567&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ełk|Lyck]]&lt;br /&gt;
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