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	<title>James Franck - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dmicha: /* Leben */ WL</title>
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		<updated>2025-10-30T07:40:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; WL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:James Franck.jpg|mini|James Franck]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;James Franck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. August]] [[1882]] in [[Hamburg]]; † [[21. Mai]] [[1964]] in [[Göttingen]]) war ein [[Deutsche|deutscher]] Experimentalphysiker, der später als jüdischer Flüchtling vor den Nationalsozialisten in die USA emigrierte und die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. Er erhielt 1925 zusammen mit [[Gustav Hertz]] den Nobelpreis. Franck ist vor allem wegen des [[Franck-Hertz-Versuch]]s zur Bestätigung der [[Quantentheorie]] und des [[Franck-Report]]s bekannt. In letzterem versuchte er den Präsidenten der USA, [[Harry S. Truman]], vom Einsatz der Atombombe im Krieg gegen Japan abzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Franckfeier 1923 Die Bonzen.jpg|mini|Feier zu Ehren von Franck 1923 in Göttingen: [[Max Reich (Physiker)|Max Reich]], [[Max Born]], James Franck und [[Robert Wichard Pohl]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Franck,James Autogramm 1952..jpg|mini|James Franck (1952) und Autogramm aus einem Dankschreiben an Friedrich Hund]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DBP 1982 1147 James Franck und Max Born.jpg|mini|100. Geburtstag von James Franck und [[Max Born]]: [[Briefmarken-Jahrgang 1982 der Deutschen Bundespost|Sonderbriefmarke der Deutschen Bundespost von 1982]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Göttinger Gedenktafel - Franck, James.jpg|mini|Göttinger Gedenktafel für James Franck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Göttingen-Weende, road sign James-Franck-Ring.jpg|mini|James-Franck-Ring in Göttingen]]&lt;br /&gt;
James Franck war der älteste Sohn des jüdischen [[Bankier]]s Jacob Franck und seiner Ehefrau Rebecka geb. Drucker.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Geburtsregistereintrag beim Standesamt Hamburg 02 Nr. 4103/1882. Für den Heiratsregistereintrag der Eltern siehe Standesamt Hamburg 02 Nr. 919/1880.&amp;lt;/ref&amp;gt; Franck wuchs in Hamburg auf, wo er das [[Wilhelm-Gymnasium (Hamburg)|Wilhelm-Gymnasium]] besuchte und zu Ostern 1902 die [[Abitur|Reifeprüfung]] ablegte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis sämtlicher Abiturienten des Wilhelm-Gymnasiums von 1881 bis 1931&amp;#039;&amp;#039;. In: Lehrerkollegium des Wilhelm-Gymnasiums (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum 50jährigen Jubiläum des Wilhelm-Gymnasiums zu Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. Christians, Hamburg 1931, PPN [https://kxp.k10plus.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=301222665 301222665], S. 161–187. (Abiturienten-Nr. 367, [https://ehemalige-wg.de/wp-content/uploads/Wilhelm_Gymnasium_1881-1931-kleiner.pdf Festschrift Online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend studierte er kurzzeitig Chemie an der [[Universität Heidelberg]], dann in [[Berlin]] unter anderem bei [[Paul Drude]] und [[Emil Warburg]] Physik, wo er 1906 bei Warburg seinen [[Doktorgrad]] erlangte. Er war danach Assistent im [[Physikalischer Verein|Physikalischen Verein]] in [[Frankfurt am Main]] und kurz danach in Berlin bei [[Heinrich Rubens]] ab 1911 [[Privatdozent]] und ab 1916 außerordentlicher Professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Francks Bekanntheit als Physiker beruht vor allem auf dem in den Jahren 1912–1914 gemeinsam mit [[Gustav Hertz]] durchgeführten [[Franck-Hertz-Versuch]], der das [[Bohrsche Atommodell]] bestätigte. Hierfür erhielten die beiden Physiker den [[Nobelpreis]] von 1925, der ihnen am 11. November 1926 verliehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] diente Franck freiwillig in der [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|deutschen Armee]] (unter anderem im [[Pionierregiment 35]]) und erhielt nach einem [[Gaskrieg während des Ersten Weltkrieges|Gasangriff]] 1917, bei dem er schwer verletzt wurde, das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] Erster Klasse. Wie auch [[Otto Hahn]] und [[Gustav Hertz]] gehörte er zu den Offizieren, die unter [[Fritz Haber]] an der Front während des [[Gaskrieg während des Ersten Weltkrieges|Gaskrieges]] den Einsatz von Giftgas überwachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1918 war er Leiter der Abteilung Physik am Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie in Berlin-Dahlem unter Fritz Haber. Als Professor für Experimentelle Physik wurde Franck 1920 an die [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] berufen, wo er mit [[Max Born]] sowie seinen Schülern [[Patrick Maynard Stuart Blackett]], [[Edward Condon]], [[Friedrich Georg Houtermans]], [[Friedrich Hund]], [[Hans Kopfermann]], [[Werner Kroebel]], [[Heinz Maier-Leibnitz]], [[Robert Oppenheimer]], [[Charlotte Houtermans|Charlotte Riefenstahl]] und [[Eugene Rabinowitch]] arbeitete. Eine seiner Mitarbeiterinnen war die Physikerin [[Hertha Sponer]]. Franck war in Göttingen Direktor des Zweiten Instituts für Experimentalphysik, mit Condon etablierte er dort das [[Franck-Condon-Prinzip]]. 1929 wurde er in die [[American Academy of Arts and Sciences]] und zum Korrespondierenden Mitglied der [[Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&amp;lt;ref&amp;gt;Alle Angaben zum Thema &amp;quot;Akademie der Wissenschaften&amp;quot; aus Matthias Judt (Hrsg.): DDR-Geschichte in Dokumenten, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1998, S. 276 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus und danach ==&lt;br /&gt;
Als die [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] an die Macht kamen, erregte Franck am 17. April 1933 Aufsehen, als er aus Protest gegen die „[[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums|Entfernung aller Juden aus Staatsstellungen]]“ sein Professorenamt an der Universität Göttingen niederlegte, obwohl er wegen einer anfänglichen Ausnahmeregel dieses Unrechtsgesetzes als „Frontkämpfer“ von diesem Gesetz zunächst verschont geblieben wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Jews in Germany |Sammelwerk=Nature |Band=131 |Nummer=3313 |Datum=1933-04 |ISSN=0028-0836 |Seiten=612–612 |Online=https://rdcu.be/bl5xi |Abruf=2019-02-10 |DOI=10.1038/131612b0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Franck bemängelte in einem Schreiben an den Rektor der Universität und auch an den Kultusminister Bernhard Rust (datiert vom 17. April 1933), dessen Inhalt er auch dem [[Göttinger Tageblatt]] und anderen Zeitungen zur Kenntnis brachte, dass die Deutschen jüdischer Abstammung als Fremde und Feinde des Vaterlandes behandelt würden und zu erwarten wäre, dass ihren in Deutschland aufwachsenden Kinder niemals erlaubt würde, sich als verdienstvolle Deutsche zu beweisen. Er schloss mit den Worten, dass es ihm eine innere Notwendigkeit verbiete, Staatsbeamter zu bleiben, da er sich unehrenhaft behandelt fühlte, und forderte seine Entlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;James Franck an den Rektor der Universität Göttingen vom 1. April 1933, online publiziert auf der Homepage der Universität Göttingen [https://www.uni-goettingen.de/de/brief-von-james-franck-an-den-rektor-der-georg-august-universitaet-vom-17-april-1933/85743.html hier], abgerufen am 9. März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anonymus: &amp;#039;&amp;#039;Freiwilliger Amtsverzicht Prof. James Francks&amp;#039;&amp;#039;, Göttinger Zeitung, Band 71, Nr. 23, Dienstag, 18. April 1933. Englische Übersetzung in: Klaus Hentschel, &amp;#039;&amp;#039;Physics and National Socialism&amp;#039;&amp;#039;, Birkhäuser 1996, Dokument 9, S. 26ff. Darin wird auch aus dem Brief von Franck vom 17. April 1933 an den preußischen Kultusminister Bernhard Rust und den Rektor der Universität zitiert. Der Brief an den Minister ist insgesamt relativ kurz und in Alan Beyerchen, Scientists under Hitler, Yale University Press, 1977, S. 17, abgedruckt. Das Original des (längeren) Briefes an den Rektor der Universität Göttingen ist nach Hentschel nicht erhalten, eine kürzere Version an den Minister Rust ist aber unter anderem in der Akte zu Franck an der Universität Göttingen. Ähnliche Meldungen wie in der Göttinger Zeitung erschienen u.&amp;amp;nbsp;a. im Berliner Tageblatt, im Göttinger Tageblatt und in der Vossischen Zeitung und waren von Franck sorgfältig mit dem Brief abgestimmt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wisse zwar, dass er wegen seines Wehrdienstes im Ersten Weltkrieg ausgenommen bleibe, und könne auch Kollegen verstehen, die dies in Anspruch nähmen, verzichte aber auf dieses Privileg. Franck würde aber weiter experimentell in Deutschland forschen, so weit es ihm finanziell möglich wäre. Das Ministerium antwortete mit einer Weigerung, ihn offiziell zu entlassen, er könne aber von sich aus um Entlassung aus dem Staatsdienst bitten, was Franck am 1. Januar 1934 tat (das war später eine beträchtliche Hürde in seinen Verhandlungen nach dem Krieg um Rekompensation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das veranlasste eine Gruppe von 42 Hochschullehrern aus Göttingen zu einer Stellungnahme am 24. April 1933 in der Göttinger Zeitung, in der sie Franck vorwarfen, der neuen (nationalsozialistischen) Regierung in Deutschland damit innen- und außenpolitisch zu schaden, zumal sich die ausländische Presse in ihrer „Propaganda“ dessen schon angenommen hätte. Er käme einem „Sabotageakt“ gleich, der „eine erhebliche Erschwerung der Arbeit der nationalen Regierung bedeuten“ könne. Daher forderten sie die Regierung zu einer zügigen Anwendung der antijüdischen „Säuberungsmaßnahmen“ auf. Unterschrieben war er von den Dozenten bzw. Professoren in Göttingen Baß, Behm, Blanck, Blume, Fick, Fuchs, Giesecke, von Grimm, R. Hartmann, Hauberrisser, Hesse, Hilka, Hofmann, Hübner, Jander, Jessen, Kecs, Lauprecht, Fr. Lehmann, Lucke, Manegold, Konrad Meyer, Nachtigall, Plüchke, Rebel, Rippeck, Salfeld, Saller, Schäfer, J. Schmidt, Schole, Schüz, Stadtmüller, Tobeck, Tornau, Hermann Vogel, Voß, Walther, W. Weber, Wehefritz, Zenck, Ziebe, wobei sie anmerkten, dass wegen der Ferien andere, die mit Sicherheit zustimmen würden, nicht erreicht werden konnten. In seinem [[Entnazifizierung]]sprozess 1950 versuchte einer der Unterzeichner, Konrad Meyer, den offenen Brief so darzustellen, als würde lediglich dem Minister zur Kenntnis gebracht, dass keinesfalls die ganze Göttinger Universität hinter Franck stehen würde und dass er keineswegs einen Angriff gegen jüdische Professoren darstellen würde oder auch nur eine Stellungnahme zum „jüdischen Problem“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Rücktritt Professor Francks. Francks Rücktrittserklärung ein Sabotageakt der innen- und außenpolitischen Arbeit der nationalen Regierung - Eine Kundgebung Göttinger Dozenten&amp;#039;&amp;#039;, Göttinger Tageblatt, Band 45, Nr. 95, Montag, 24. April 1933. Englische Übersetzung in: Klaus Hentschel, Physics and National Socialism, Dokument 11, S. 32ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Sabrow]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Universität im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. In Christoph Cornelißen; Carsten Mish Hrsg.:&amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft an der Grenze. Die Universität Kiel im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2009, ISBN 978-3-8375-0240-4, Seite 384. (&amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 86).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die (nach Klaus Hentschel) einzige positive damals veröffentlichte Reaktion in Deutschland auf den Brief von Franck kam vom Professor für Psychologie in Berlin [[Wolfgang Köhler (Psychologe)|Wolfgang Köhler]] (&amp;#039;&amp;#039;Gespräche in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Allgemeine Zeitung, 28. April 1933), der 1935 ebenfalls in die USA emigrierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Englische Übersetzung in Hentschel, Physics and National Socialism, Dokument 13, S. 36ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr emigrierte Franck mit seiner Familie nach [[Baltimore]], wo er sofort Professor an der [[Johns Hopkins University]] wurde. Nach einem Jahr als Gastprofessor 1934/35 in [[Kopenhagen]] ging er 1935 als Professor zurück nach Baltimore an die Johns Hopkins University und 1938 an die [[University of Chicago]] als Professor für Physikalische Chemie. 1947 wurde er dort emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Chicago kam Franck ab 1942 als Direktor der Chemie-Abteilung des [[Metallurgie]]-Labors mit dem [[Manhattan-Projekt]] in Berührung: Nach Annahme der [[Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten|US-amerikanischen Staatsbürgerschaft]] im Juli 1941 arbeitete er an der Plutoniumgewinnung mit, hatte jedoch nach der Kapitulation Deutschlands moralische Bedenken gegen den Einsatz von Atomwaffen, die er schließlich zusammen mit anderen Wissenschaftlern in dem nach ihm benannten &amp;#039;&amp;#039;[[Franck-Report]]&amp;#039;&amp;#039; niederlegte und persönlich am 11. Juni 1945 dem amerikanischen Kriegsminister übergab, um einen Abwurf der Atombombe über Japan zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 erkannte die Preußische Akademie der Wissenschaften ihm seine Mitgliedschaft ab, diese Entscheidung wurde 1946 rückgängig gemacht. Seit 1937 war er gewähltes Mitglied der [[American Philosophical Society]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://search.amphilsoc.org/memhist/search?creator=James+Franck&amp;amp;title=&amp;amp;subject=&amp;amp;subdiv=&amp;amp;mem=&amp;amp;year=&amp;amp;year-max=&amp;amp;dead=&amp;amp;keyword=&amp;amp;smode=advanced |titel=Member History: James Franck |hrsg=American Philosophical Society |abruf=2018-08-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1944 wurde Franck in die [[National Academy of Sciences]] gewählt. 1951 erklärte er selbst den Austritt aus der in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] beheimateten [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Akademie der Wissenschaften]] unter Protest gegen ein Glückwunsch-Telegramm, das der Akademie-Präsident [[Johannes Stroux]] an [[Stalin]] gesandt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 wurde ihm die [[Max-Planck-Medaille]] verliehen. Anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Göttingen kehrte Franck erstmals 1953 nach Deutschland zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Chicago arbeitete er nach dem Zweiten Weltkrieg vornehmlich auf dem Gebiet der [[Photosynthese]] und erhielt hierfür 1955 den [[Rumford-Preis]] der [[American Academy of Arts and Sciences]]. Im Jahr 1958 wurde Franck Mitglied und [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina#Ehrenmitglieder|Ehrenmitglied]] der [[Leopoldina]], im Jahr 1964 Mitglied der [[Royal Society|Royal Society London]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verstarb am 21. Mai 1964 während eines Besuches in Göttingen an einem Herzanfall.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Sterberegistereintrag beim Standesamt Göttingen Nr. 844/1964.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Nachruf Franck 1964 Göttingen.jpg|Nachruf]] auf James Franck, veröffentlicht am 10. Juni 1964 von [[Walther Zimmerli]], Rektor der Georg-August-Universität Göttingen&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor hatte er sich noch mit [[Otto Hahn]] getroffen. Sein Grab befindet sich in Chicago neben dem seiner ersten Ehefrau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lemmerich2011&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|author=Jost Lemmerich|title=Science and Conscience: The Life of James Franck|url=https://books.google.com/books?id=tCoY5WAjHPQC&amp;amp;pg=PT386|date=10. August 2011|publisher=Stanford University Press|isbn=978-0-8047-7909-8|pages=386 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm ist der Mondkrater [[Franck (Mondkrater)|Franck]] benannt. 2007 wurde der [[Asteroid]] [[(160512) Franck-Hertz]] nach ihm und [[Gustav Hertz]] benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.minorplanetcenter.net/iau/ECS/MPCArchive/2007/MPC_20070926.pdf |titel=The Minor Planet Circulars/Minor Planets and Comets |hrsg=Minor Planet Center, Smithsonian Astrophysical Observatory |seiten=118 |datum=2007-09-26 |format=PDF |sprache=en |abruf=2020-05-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
1906 heiratete Franck die Schwedin Ingrid Josephson. Sie wurde 1882 in [[Göteborg]] geboren und studierte Musik. Das Ehepaar hatte zwei Töchter, Dagmar und Lisa. Ingrid Franck starb 1942 in Chicago.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ingrid Franck, geb. Josephson&amp;#039;&amp;#039;, in: Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: &amp;#039;&amp;#039;Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen 1933 - 1945&amp;#039;&amp;#039;, Wallstein-Verlag, 2. Auflage, Göttingen 1993, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zweite Ehe ging Franck 1946 mit seiner früheren Göttinger Assistentin [[Hertha Sponer]] ein, die inzwischen Professorin der Physik an der [[Duke University]] in [[North Carolina]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenswertes ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1896 begab sich der knapp 14-jährige Franck zum Physikalischen [[Eichamt]] in Hamburg. Dort erkundigte er sich nach der neuen [[Röntgen]]apparatur. Er habe von den „[[x-Strahlen]]“ gehört, die vor einigen Monaten entdeckt worden seien, sich seinen Arm gebrochen und wolle sehen, ob seine Knochen wieder richtig zusammenwachsen würden. Die Apparatur wurde aufgebaut und er durfte sich den Arm mit der soeben eingetroffenen Röntgenapparatur durchleuchten lassen. Dies war das erste in der Hansestadt aufgenommene Röntgenbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als während des Zweiten Weltkriegs deutsche Truppen die dänische Hauptstadt Kopenhagen im April 1940 besetzten, löste der im Labor von [[Niels Bohr]] arbeitende ungarische Chemiker [[George de Hevesy]] die goldenen Nobelpreis-Medaillen der deutschen Physiker [[Max von Laue]] und James Franck in [[Königswasser]] auf, um sie so vor dem Zugriff durch die deutschen Besatzer zu schützen. Von Laue und Franck waren ab 1933 in Opposition zum Nationalsozialismus in Deutschland und hatten deshalb ihre Medaillen Niels Bohr anvertraut, um so eine Konfiszierung in Deutschland zu verhindern. Nach Kriegsende [[Extraktion (Verfahrenstechnik)|extrahierte]] de Hevesy das im Königswasser gelöste Gold und übergab es der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften, die daraus neue Medaillen herstellte und wieder an von Laue und Franck übergab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Physiker [[Frank von Hippel]] (* 1937) und der Ökonom und Professor an der [[MIT Sloan School of Management]] [[Eric von Hippel]]&amp;lt;ref&amp;gt;Frank von Hippel &amp;#039;&amp;#039;James Franck. Science and Conscience&amp;#039;&amp;#039;, Physics Today, Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; (* 1941) sind Enkel von James Franck.&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;James Franck und [[Max Born]] in Göttingen.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen (= &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Universitätsreden.&amp;#039;&amp;#039; Hedt 69).&lt;br /&gt;
* [[Markus Wegner]], &amp;#039;&amp;#039;Eine Erinnerung an James Franck …es muß auch Menschen meiner Art geben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm-Gymnasium Hamburg 1881–2006. Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum 2006&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 2006.&lt;br /&gt;
* [[Jost Lemmerich]], &amp;#039;&amp;#039;Aufrecht im Sturm der Zeit. Der Physiker James Franck, 1882–1964&amp;#039;&amp;#039;. GNT-Verlag, Diepholz/Stuttgart/Berlin 2007, ISBN 978-3-928186-83-4. (Englische Übersetzung Science and Conscience. The Life of James Franck, Stanford University Press 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{nobel-ph|1925|James Franck}}&lt;br /&gt;
* {{Leopoldina|3296|IDName=james-franck|Name=James Franck|Kommentar=mit Bild und CV|Datum=17. April 2019}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118534653}}&lt;br /&gt;
* [https://www.aip.org/history-programs/niels-bohr-library/oral-histories/4609-1 Oral History Interview 1962 mit Maria Goeppert-Mayer und Thomas Kuhn], APS&lt;br /&gt;
* [https://www.nasonline.org/publications/biographical-memoirs/memoir-pdfs/franck-james.pdf Stuart Rice, Joshua Jortner: James Franck, Biographical Memoirs Nat. Acad. Science, pdf]&lt;br /&gt;
* [https://www.lib.uchicago.edu/e/scrc/findingaids/view.php?eadid=ICU.SPCL.FRANCK James Franck Papers, University of Chicago Library]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Nobelpreises in Physik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118534653|LCCN=n/83/146477|VIAF=113222021}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Franck, James}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Chicago)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Johns Hopkins University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erfinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Manhattan-Projekt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auswärtiges Wissenschaftliches Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobelpreisträger für Physik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Max-Planck-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Franck, James&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-amerikanischer Physiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. August 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Mai 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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