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	<title>Jamal Karsli - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T04:05:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Tohma: Kat nach Text</title>
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		<updated>2025-10-27T12:34:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat nach Text&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jamal Karsli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. September]] [[1956]] in [[Manbidsch|Manboj]], [[Syrien]]) ist ein ehemaliger [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Jamal Karsli#FAKT|FAKT]], zuvor [[Freie Demokratische Partei|FDP]], [[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]). Er erregte mit Äußerungen, die als [[Judenfeindlichkeit|judenfeindlich]] kritisiert und verurteilt wurden, zeitweilig bundesweites Aufsehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/antisemitismus-debatte-karsli-aus-fdp-fraktion-ausgetreten-moellemann-entschuldigt-sich-a-199550.html Antisemitismus-Debatte Karsli aus FDP-Fraktion ausgetreten - Möllemann entschuldigt sich], Der Spiegel vom 6. Juni 2002&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/antisemitismus-streit-karsli-kann-s-nicht-lassen-a-201961.html Antisemitismus-Streit Karsli kann&amp;#039;s nicht lassen] Der Spiegel, 21. Juni 2002&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-239823.html Jamal Karsli &amp;quot;Damit kriegen sie jeden mundtot&amp;quot;], [[Manager Magazin]] 12. März 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hagalil.com/archiv/2004/02/karsli.htm Jamal Karsli: Ein latenter Antisemit schrieb ein Buch], von Max Brym, [[HaGalil]] 25. Februar 2004&amp;lt;/ref&amp;gt; Er steht auch im Zusammenhang mit der „[[Jürgen Möllemann#Die Möllemann-Affäre 2002/2003|Möllemann-Affäre]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Karsli hatte Industriechemie in [[Damaskus]] studiert, bevor er 1980 nach Deutschland kam. Von 1982 bis 1985 studierte er in [[Bochum]] Bauingenieurwesen und schloss das Studium als Diplomingenieur ab. Bis 1992 ließ er sich an der [[Technische Universität Dortmund|Universität Dortmund]] in Raumplanung ausbilden. Danach machte sich Karsli als Dolmetscher und Übersetzer selbständig. Er lebt in [[Recklinghausen]] und ist in zweiter Ehe mit einer italienischen Lehrerin verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karsli bei den Grünen ===&lt;br /&gt;
Von 1993 bis 2002 war Karsli Mitglied der [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]]. Für diese Partei zog er am 10. Oktober 1995 in den 13. [[Landtag Nordrhein-Westfalen|Landtag]] von [[Nordrhein-Westfalen]] ein, dem er bis zum 1. Juni 2000 und vom 25. Oktober 2000 bis 7. Juni 2005 angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2002 griff Karsli die [[israel]]ische Regierung scharf an, indem er ihre Vorgehensweise gegenüber den Palästinensern als „Nazimethoden“ bezeichnete, was auf heftige Kritik bei seinen damaligen Partei- und Fraktionskollegen stieß. Mit der Begründung, dass die Nahostpolitik der Grünen nicht mehr seinen Vorstellungen entspreche, verließ er Partei und Fraktion am 23. April 2002 und kam damit einem [[Parteiausschluss|Ausschluss]] zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischenspiel bei der FDP ===&lt;br /&gt;
Nach Gesprächen mit [[Jürgen Möllemann]], der mit Karsli zum Thema Nahost einer Meinung war, wollte Karsli der nordrhein-westfälischen Landtagsfraktion der FDP beitreten. Er wurde am 15. Mai 2002 in [[Recklinghausen]] in die [[Freie Demokratische Partei|FDP]] aufgenommen,&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias N. Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Jürgen Möllemanns Israel-Flugblatt&amp;#039;&amp;#039;. In: Torben Fischer, [[Matthias N. Lorenz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der „Vergangenheitsbewältigung“ in Deutschland. Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld : Transcript, 2007, ISBN 978-3-89942-773-8, S. 308–310, hier S. 309&amp;lt;/ref&amp;gt; was bei mehreren führenden und prominenten FDP-Politikern auf Ablehnung stieß. Zudem war bekannt geworden, dass Karsli in einem Interview mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Freiheit|Jungen Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039; den Einfluss einer „[[Zionismus|zionistischen]] [[Lobbyismus|Lobby]]“ beklagt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jf-archiv.de/archiv02/192yy11.html &amp;quot;Fischer hat die Ideale der Grünen verraten&amp;quot;] Junge Freiheit, 3. Mai 2002&amp;lt;/ref&amp;gt; Er habe dabei nicht gewusst, dass es sich um eine rechte Wochenzeitung handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möllemann kritisierte Karsli daraufhin und sagte: „Im Übrigen rate ich Herrn Karsli auch, als jetzt bei uns lebender Araber deutscher Staatsangehörigkeit zu bedenken, dass Begriffe wie ‚zionistische Lobby‘ in Deutschland leicht antisemitisch missdeutet werden“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Antisemitischer-Einstand/!1111467/ Antisemitischer Einstand] Die Tageszeitung, 7. Mai 2002&amp;lt;/ref&amp;gt; Möllemann schlug den Kompromiss vor, dass Karsli zwar nicht Partei-, aber Fraktionsmitglied bleiben sollte. Doch auch dies wurde von der Bundes-FDP abgelehnt, und so trat Karsli am 5. Juni 2002 aus der FDP-Fraktion wieder aus, um einem Ausschluss zuvorzukommen. Er gehörte dem Landtag bis 2005 noch als [[fraktionsloser Abgeordneter]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://home.landtag.nrw.de/mdl/jamal.karsli/p27.htm | wayback=20060303155947 | text=Chronologie des Falls Karsli}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klage gegen Michel Friedman und Paul Spiegel ===&lt;br /&gt;
Im Zuge des Streits um seine Aufnahme bei der FDP hatten zwei Vorstandsmitglieder des [[Zentralrat der Juden in Deutschland|Zentralrats der Juden in Deutschland]], [[Michel Friedman]] und [[Paul Spiegel]], Karsli als „[[Antisemitismus|Antisemiten]]“ bezeichnet. Eine hiergegen gerichtete [[Unterlassungsklage]] Karslis vom März 2003 blieb erfolglos, weil nach Ansicht des Gerichts „die äußerste Grenze der Diffamierung“ mit dieser Bezeichnung noch nicht überschritten sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FAKT ===&lt;br /&gt;
Am 29. Juni 2003 gründete er die Partei &amp;#039;&amp;#039;Frieden, Arbeit, Kultur und Transparenz&amp;#039;&amp;#039;, Kurzbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;FAKT&amp;#039;&amp;#039;, und wurde deren Vorsitzender. Die Partei verstand sich als [[Linksliberalismus|sozialliberal]] und trat für Möllemanns Positionen ein, insbesondere den [[Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Europäischen Union|EU-Beitritt der Türkei]]. Unter den rund 200&amp;amp;nbsp;Mitgliedern gab es einen hohen Anteil an [[Einwanderer]]n. Die Partei war nur auf nordrhein-westfälischer Landesebene präsent, dort konstituierten sich auch einige Kreisverbände. Im Jahr&amp;amp;nbsp;2004 wollte Karsli mit FAKT bei der [[Europawahl 2004|Europawahl]] antreten, die Partei wurde allerdings wegen zu wenig [[Unterstützungsunterschrift]]en nicht zugelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.election.de/cgi-bin/news1.pl Bei der Europawahl treten 24 Parteien an]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 26. September 2004 trat sie erfolglos bei den nordrhein-westfälischen Kommunalwahlen in [[Remscheid]] und [[Recklinghausen]] an. Karsli und FAKT verfehlten mangels Unterstützerunterschriften die Zulassung zur [[Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2005]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer&amp;amp;nbsp;2005 sorgte Karsli erneut für Schlagzeilen, als er dem syrischen Fernsehsender [[Syrian TV]] ein Interview gab, in dem er erneut von der „zionistischen Lobby in Deutschland“ sprach. Seit Karslis Ausscheiden aus dem Landtag zeigte die Partei keine Aktivitäten mehr. Sie hat nie die Voraussetzungen für Mittel aus der staatlichen [[Parteienfinanzierung|Parteifinanzierung]] erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/012/1601252.pdf BT-Drs. 16/1252 – Unterrichtung] (PDF; 5,6&amp;amp;nbsp;MB), 19. April 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemäß §&amp;amp;nbsp;2 Abs.&amp;amp;nbsp;2 PartG&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesetze-im-internet.de/partg/__2.html §&amp;amp;nbsp;2 Abs.&amp;amp;nbsp;2 PartG]&amp;lt;/ref&amp;gt; hat FAKT im September&amp;amp;nbsp;2009 die Rechtsstellung als [[Politische Parteien in Deutschland|Partei]] verloren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Ausgewählte Daten politischer Vereinigungen |url=http://www.bundeswahlleiter.de/de/parteien/downloads/Ausgewaehlte_Daten_politischer_Vereinigungen.pdf |wayback=20150924001457 }} Informationen des Bundeswahlleiters, S. 16, Stand: 31. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Maulkorb für Deutschland. Fakten, Analyse, Aufklärung zur Antisemitismusdebatte&amp;#039;&amp;#039;, 2003, ISBN 3-00-012488-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Karsli: eine Antisemitismusdebatte&amp;#039;&amp;#039;, 2003, ISBN 3-89738-306-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124857299}}&lt;br /&gt;
* {{NRW Landtag|ID=01329}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124857299|LCCN=nr/2004/7050|VIAF=119174605}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Karsli, Jamal}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Antizionismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Syrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Karsli, Jamal&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen, FDP, FAKT), MdL und Dolmetscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. September 1956&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Manboj]], [[Syrien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tohma</name></author>
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