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	<title>Jakobusklauseln - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T15:10:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jakobusklauseln&amp;diff=889248&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;W. Edlmeier: Abschnittsüberschrift im Wikilink aktualisiert</title>
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		<updated>2026-01-29T07:50:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittsüberschrift im Wikilink aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt neutestamentliche ethische Forderungen. Zum „jakobäischen Vorbehalt“ siehe [[conditio Jacobaea]].}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jakobusklauseln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aposteldekret&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden in der [[Neues Testament|neutestamentlichen]] Wissenschaft die an [[Heidenchristen]] gerichteten rituellen und ethischen Forderungen bezeichnet, die in der [[Apostelgeschichte]] des [[Evangelist Lukas|Lukas]] überliefert werden {{Bibel|Apg|15|22–29}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte und Apostelkonzil ==&lt;br /&gt;
In der Apostelgeschichte ist die Einmütigkeit der Protagonisten ein wichtiges Motiv. Innerhalb dieser werden auch theologische Streitigkeiten entschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Dietrich Rusam: Die Apostelgeschichte, in: [[Martin Ebner (Theologe)|Martin Ebner]], [[Stefan Schreiber (Theologe)|Stefan Schreiber]] (Hrsg.): Einleitung in das Neue Testament, 229–249, 241.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem [[Apostelkonzil]] wird die Streitfrage behandelt, ob auch die Heiden – also Nichtjuden –  sich [[Beschneidung (Judentum)|beschneiden]] lassen müssen. Insbesondere [[Paulus von Tarsus|Paulus]] wehrte sich gegen diese Auffassung.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. {{LThK|[[Alfons Weiser]]|Apostelkonzil|3|1|866}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Apostelkonzil wurde die Missionstätigkeit unter Nichtjuden anerkannt. Auf die Forderung der Beschneidung durfte Paulus weiterhin verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Saint James the Just.jpg|mini|[[Ikone]]ndarstellung des Jakobus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut der Apostelgeschichte sollten die Heidenchristen jedoch rituelle Minimalforderungen erfüllen, welche dann auch brieflich an die Gemeinde in Antiochia gesendet wurden {{Bibel|Apg|15|22–29}}, in der das Problem akut geworden war. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Forderungen, die vom Herrenbruder [[Jakobus (Bruder Jesu)|Jakobus]] aufgestellt wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Meidung des Verzehrs von Götzenopferfleisch,&lt;br /&gt;
* die Meidung von [[Unzucht]],&lt;br /&gt;
* die Meidung des Verzehrs von Ersticktem (das heißt von nicht durch Ausbluten getöteten Tieren),&lt;br /&gt;
* die Meidung des Verzehrs von [[Blut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise stellt diese Zusammenstellung eine Referenz auf bestimmte Gebote der Tora dar, das sogenannte Fremdenrecht. Diese im Buch Levitikus ({{B|Lev|17|8–16}} und {{B|Lev|18|6-18.26}})  angeführten Grundregeln schreiben ein Minimum an ritueller Reinheit für Nichtjuden vor, die im Lande Israel leben.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Rudolf Pesch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Apostelgeschichte. Teilband 2: Apg 13–28&amp;#039;&amp;#039; (Evangelisch-Katholischer Kommentar 5/1), 2., durchges. Aufl., Zürich/Neukirchen-Vluyn 2003 (1. Aufl. 1986; 2., durchges. Aufl. 1995). ISBN 978-3-545-23112-2, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Dietrich Rusam: Die Apostelgeschichte, in: Martin Ebner, Stefan Schreiber (Hrsg.): Einleitung in das Neue Testament, 229–249, 242.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch diesen Kompromiss sollte verhindert werden, dass Juden, die mit Fremden in Kontakt standen, sich rituell verunreinigen. Für die Situation der Urgemeinde hätten diese Regeln bedeutet, dass Heiden- und Judenchristen gemeinsame Tischgemeinschaft eingehen können.&lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob sich die Klauseln auf die sogenannten noachitischen Geboten fußen (vgl. [[Noach]]-Bund {{Bibel|Gen|9|1–17}}). Der Hinweis auf Ersticktes fehlt jedoch hier, weshalb eher nicht davon ausgegangen werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Wilfried Eisele]]: Die Apostelgeschichte, in: Stuttgarter Neues Testament, hg. von Michael Theobald, 436–538, 492.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
Lukas überliefert die Jakobusklauseln im Rahmen seiner Darstellung vom Apostelkonzil. Da [[Paulus von Tarsus|Paulus]] in seinem [[Galaterbrief|Brief an die Galater]] jedoch angibt, beim Apostelkonzil keine Auflagen für seine Heidenmission erhalten zu haben {{Bibel|Gal|2|1–10}}, ist diese Zuordnung umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. {{LThK|Alfons Weiser|Aposteldekret|3|1|858}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Dietrich Rusam: Die Apostelgeschichte, in: Martin Ebner, Stefan Schreiber (Hrsg.): Einleitung in das Neue Testament, 229–249, 242.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wilfried Eisele: Die Apostelgeschichte, in: Stuttgarter Neues Testament, hg. von Michael Theobald, 436–538, 490.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Erklärung der Unterschiede beider Schilderungen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen ist zu erwähnen, dass beide Texte in zeitlicher Distanz entstanden sind – je nach Datierung der [[Apostelgeschichte des Lukas#Entstehungszeit und -ort|Apostelgeschichte]] etwa 14&amp;amp;nbsp;Jahre oder über 40&amp;amp;nbsp;Jahre. Paulus war Augenzeuge der Ereignisse auf dem Apostelkonzil (etwa 48 n. Chr.). Die Abfassung der Apostelgeschichte in die Jahre nach 70 n.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Wilfried Eisele: Die Apostelgeschichte, in: Stuttgarter Neues Testament, hg. von Michael Theobald, 436–538, 436.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder zwischen 80 und 90 n. Chr. datiert&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Stefan Schreiber: Begleiter durch das Neue Testament, Düsseldorf 2006,49.&amp;lt;/ref&amp;gt; und beschreibt die Geschichte der ersten Christen stärker aus einer Perspektive des Rückblicks. Darüber hinaus verfolgen beide Autoren ihr eigenes theologisches Konzept. Daher wird man annehmen können, dass die Berichte durchaus subjektive Momente aufweisen. Besonders deutlich wird das daran, dass die Apostelgeschichte eher Petrus und Jakobus ins Zentrum des Geschehens rückt, während in der Darstellung des Paulus er selbst und seine Verkündigung im Mittelpunkt stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch halten es viele für kaum vorstellbar, dass Paulus in seinem Brief schreibt, die Jerusalemer Apostel [[Simon Petrus|Petrus]], Jakobus und [[Apostel|Johannes]] hätten ihm nichts auferlegt, wenn es auf dem Konzil ein derartiges, möglicherweise sogar schriftlich verfasstes Dekret gegeben hätte; versichert er doch ausdrücklich, die Wahrheit zu sagen {{Bibel|Gal|1|20}}. Ein so offensichtlicher Widerspruch zu den Beschlüssen des Konzils hätte seine Argumentation untergraben. Außerdem bereitet die Annahme Schwierigkeiten, Paulus hätte einen solchen Beschluss gebilligt. Auch berichtet die Apostelgeschichte in den anschließenden Predigten des Paulus nicht erneut von diesen Beschlüssen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Dietrich Rusam: Die Apostelgeschichte, in: Martin Ebner, Stefan Schreiber (Hrsg.): Einleitung in das Neue Testament, 229–249, 242.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Gründen wird in der gegenwärtigen Forschung erwogen, ob Lukas in seinem Bericht das Aposteldekret dem Apostelkonzil fälschlicherweise zuordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. {{LThK|[[Alfons Weiser]]|Apostelkonzil|3|1|866}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies wird zum einen mit der zeitlichen Distanz begründet, aus der heraus Lukas sein Geschichtsbild entwickelt, zum anderen mit seinem Interesse, die Konflikte dieser Zeit zu harmonisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Dietrich Rusam: Die Apostelgeschichte, in: Martin Ebner, Stefan Schreiber (Hrsg.): Einleitung in das Neue Testament, 229–249, 242f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demzufolge wären die Jakobusklauseln das Ergebnis späterer Konflikte, die der konsequenten Anerkennung der gesetzesfreien Heidenmission, wie sie auf dem Konzil anerkannt worden ist, erst folgten. Ein solcher Konflikt spiegelt sich beispielsweise im sog. [[Antiochenischer Zwischenfall|Antiochenischen Zwischenfall]] wider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostelgeschichte des Lukas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alte Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;W. Edlmeier</name></author>
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