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	<title>Jakobsbrunnen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jakobsbrunnen&amp;diff=821246&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Miediwo am 7. März 2026 um 01:16 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Für andere Brunnen dieses Namens siehe [[Jakobsbrunnen (Bauwerksname)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Jacob&amp;#039;s Well 20th century.jpg|mini|Jakobsbrunnen, zwischen 1934 und 1939]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jakobsbrunnen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Brunnen in [[Samarien]] am Fuß des Berges [[Garizim]] in der Nähe von [[Sichem]] (heute [[Nablus]]). Die Ortstradition geht auf Angaben aus der Bibel {{Bibel|Gen|33|18–19}} zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biblische Tradition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tanach (Altes Testament) ===&lt;br /&gt;
Der [[Israeliten|israelitische]] Stammvater [[Jakob]] kaufte laut {{B|Gen|33|19}} ein Grundstück bei Sichem am Fuß des [[Garizim]]. Dieses Grundstück übertrug er seinem Lieblingssohn [[Josef (Sohn Jakobs)|Josef]] und dessen Nachkommen, namentlich [[Efraim]] {{Bibel|Gen|48|21–22}}. Auf dem gleichen Grundstück fand Josef später seine letzte Ruhestätte {{Bibel|Jos|24|32}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Berg Garizim ist theologisch darüber hinaus bedeutsam, weil nach {{B|Dtn|27}} und {{B|Jos|8|33}} von der Berglehne des Garizim Segensworte über die Versammlung der Stämme Israels ausgesprochen wurden. Aus diesem Grund ist er ein Heiligtum der [[Samaritaner]]. Vom Abhang des gegenüberliegenden [[Ebal]] hingegen wurden Gerichtsworte angedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neues Testament ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hortus Deliciarum, Jesus und die Samariterin am Jakobsbrunnen.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;Jesus und die Samariterin am Jakobsbrunnen&amp;#039;&amp;#039; – Darstellung aus dem &amp;#039;&amp;#039;[[Hortus Deliciarum]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Herrad von Landsberg]] (um 1180)]]&lt;br /&gt;
Nach dem [[Evangelium nach Johannes|Johannesevangelium]] {{Bibel|Joh|4|5–6}} soll Jakob auf diesem Grundstück einen Brunnen gegraben haben. Dieser Brunnen wird sonst in der Bibel nicht erwähnt, lediglich in {{B|Dtn|33|28}} wird Israel als „Quelle Jakobs“ bezeichnet. Auch außerbiblisch gibt es für seine Existenz keine Belege.&amp;lt;ref&amp;gt;Birger Olsson: &amp;#039;&amp;#039;Structure and Meaning in the Fourth Gospel&amp;#039;&amp;#039;; Seite 140&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:Angelika_Kauffmann_-_Christus_und_die_Samariterin_am_Brunnen_-1796.jpeg|mini|Jesus und die Samariterin (Gemälde von [[Angelika Kauffmann]] 1741–1807)]]&lt;br /&gt;
In {{B|Joh|4|5–26}} wird erzählt, wie Jesus von [[Jerusalem]] nach [[Galiläa]] unterwegs ist. Er ruht sich dabei am Jakobsbrunnen bei [[Sychar]] aus. Dort kommt es zur Begegnung mit einer samaritanischen Frau, die in ein theologisches Gespräch mündet, wobei die Frau als Repräsentantin ihres Volkes, der Religionsgruppe der [[Samaritaner]], erscheint. Im Gespräch wird neben der Bedeutung Jesu als dem Geber von „lebendigem Wasser“ auch das Verhältnis zwischen [[Juden]] und Samaritanern erörtert. Das [[Juda (Reich)|Südreich Juda]] und das [[Nordreich Israel]], für das auch der Name „Josef“ als Synonym steht, waren nach der Spaltung des Volkes Israel seit der Regentschaft [[Rehabeam]]s, einem Sohn [[Salomo]]s, verfeindet. Den Juden in neutestamentlicher Zeit galten die Samaritaner wegen der Vermischung mit anderen Religionen als quasi-heidnisch (vgl. auch {{B|Lk|10|30–37}}). Oft wird die von Jesus bei Johannes aufgedeckte Beziehung der Frau zu &amp;#039;&amp;#039;fünf Ehemännern&amp;#039;&amp;#039; {{Bibel|Joh|4|16–19}} als symbolischer Ausdruck dieses religiös ausschweifenden Lebens gedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hartwig Thyen, &amp;#039;&amp;#039;Das Johannesevangelium,&amp;#039;&amp;#039; Seite 254–255.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insofern kann auch dem Ort des Geschehens symbolische Qualität beigemessen werden, da der Jakobsbrunnen im Stammvater Jakob (= Israel) die gemeinsame Vergangenheit des ganzen Volkes Israel repräsentiert und Jesus sich der Frau dort als [[Messias]] sowohl der Juden als auch der Samaritaner offenbart {{Bibel|Joh|4|23–26}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedhelm Wessel, &amp;#039;&amp;#039;Die fünf Männer der Samaritanerin,&amp;#039;&amp;#039; Seite 26f. – Weitere, ältere Deutungen der „fünf Männer“ referiert [[Theodor Zahn]], &amp;#039;&amp;#039;Das Evangelium des Johannes. Kommentar zum Neuen Testament. Bd. 04&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig, S. 243f. Anm. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ikonographie ===&lt;br /&gt;
Das „Wasser des Lebens“ wurde in der biblischen Exegese schon seit frühchristlicher Zeit auf die Taufe bezogen. Vor diesem Hintergrund fand es Eingang in die Bilderzyklen der kirchlichen Wandmalereien und Miniaturen liturgischer Handschriften, z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Evangeliar]]en, da es am Freitag nach dem 3. Fastensonntag als Evangelium verlesen wurde. Christus ist meist in lehrhaftem Gestus neben dem Schöpfbrunnen stehend oder auf seinem Rand sitzend gegeben, die Samariterin oft mit einem Krug charakterisiert, bis zum Ende des Mittelalters auch häufig mit den bereits hinzugetretenen Jüngern. Seit der Renaissance konzentriert sich das künstlerische Interesse in der Malerei auf das dialogische Gegenüber der beiden Hauptakteure. Bis ins 17. Jahrhundert bleibt es ein wichtiges Thema. Im 19./20. Jahrhundert wird es seltener und wenn, dann im Sinne der mittelalterlichen Tradition verbildlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Engelbert Kirschbaum: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Christlichen Ikonographie&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, Freiburg 1972 (Nachdruck 1994), S. 26–30, Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Samariterin am Jakobsbrunnen&amp;#039;&amp;#039;, dort auch zahlreiche Einzelwerke genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchliche Tradition ===&lt;br /&gt;
In der Tradition der [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen Kirchen]] ist die in der Bibel namenlose Frau vom Jakobsbrunnen als [[Photina]] bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:West Bank-67.jpg|mini|Blick zum fünften Bau der &amp;#039;&amp;#039;St.-Photina-Kirche&amp;#039;&amp;#039; der [[Griechisches Patriarchat von Jerusalem|griechischen Orthodoxie]] über dem Jakobsbrunnen]]&lt;br /&gt;
Seit dem 4. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde der Brunnen – mit Unterbrechungen – in fünf christliche Kirchengebäude integriert. Eine frühbyzantinische Kirche wurde vermutlich in den Samaritaner-Aufständen des 5. Jahrhunderts zerstört. Im 6. Jahrhundert wurde unter [[Justinian I.]] eine neue Kirche errichtet und stand wohl mindestens bis ins 9. Jahrhundert, ihr genaues Schicksal ist unbekannt. Eine dritte Kirche im westlichen Baustil wurde wohl 1175 von den Kreuzfahrern errichtet und bereits zwölf Jahre später von den islamischen Eroberern wieder zerstört. 1860 kaufte das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem das Gelände und errichtete wieder eine Kirche, die 1927 einem Erdbeben zum Opfer fiel. Nach einem Wiederaufbauprojekt unter Leitung des örtlichen Priesters Abuna Justinus steht heute eine fünfte, wiederum griechisch-orthodoxe Kirche an der Stelle. Der Brunnen ist über die Jahrhunderte abgesunken und befindet sich in der Krypta der Kirche, einige Meter unter dem Bodenniveau.&amp;lt;ref&amp;gt;Denys Pringle; Peter E. Leach: &amp;#039;&amp;#039;Churches of the Crusader Kingdom of Jerusalem: A Corpus,&amp;#039;&amp;#039; Band 1; Cambridge 1993; S. 258–262&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Max Küchler]]: Art. &amp;#039;&amp;#039;Jakobsbrunnen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Bibellexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 2. Benziger, Zürich und Düsseldorf 1995, Sp. 274, ISBN 3-545-23075-9.&lt;br /&gt;
* Birger Olsson: &amp;#039;&amp;#039;Structure and Meaning in the Fourth Gospel. A Text-Linguistic Analysis of 2:11 and 4:1–42&amp;#039;&amp;#039; (= Coniectanea biblica NT 5). Gleerup, Lund 1974, ISBN 9-140-03344-9.&lt;br /&gt;
* [[Denys Pringle]], Peter E. Leach: &amp;#039;&amp;#039;Churches of the Crusader Kingdom of Jerusalem: A Corpus&amp;#039;&amp;#039;, Band 1. Cambridge University Press, Cambridge 1993, ISBN 0-521-39036-2.&lt;br /&gt;
* [[Benedikt Schwank]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum 3. Fastensonntag. Am Jakobsbrunnen verheißt Jesus lebendiges Wasser&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders: &amp;#039;&amp;#039;Am Anfang - das Wort. Beuroner Einführungen zu den Sonntagslesungen des Lesejahrs A&amp;#039;&amp;#039;. Unter Mitarbeit von Anne Thillosen. Beuroner Kunstverlag, Beuron 2016, ISBN 978-3-87071-342-3, S. 44–46.&lt;br /&gt;
* [[Hartwig Thyen]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Johannesevangelium&amp;#039;&amp;#039; (= Handbuch zum Neuen Testament 6). Mohr Siebeck, Tübingen 2005, ISBN 3-16-148485-1; 2., durchgesehene und korrigierte Auflage 2025, ISBN 978-3-16-152874-3.&lt;br /&gt;
* Friedhelm Wessel: &amp;#039;&amp;#039;Die fünf Männer der Samaritanerin. Jesus und die Tora nach Joh 4,16–19&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Biblische Notizen&amp;#039;&amp;#039; 68 (1993), S. 26–34. {{ISSN|0178-2967}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Online-Fassung (&amp;#039;&amp;#039;leicht überarbeitet und ergänzt&amp;#039;&amp;#039;) findet sich unter [http://www.arjeh.de/bibel/NT/5mann.html], abgerufen am 8. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Samaritan woman at the well|Jesus und die Samariterin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Bibel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jakobsbrunnen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Samaritaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Nablus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brunnen im Westjordanland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Miediwo</name></author>
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