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	<title>Jakob Tuggener - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Spyridon am 9. April 2026 um 10:28 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jakob Tuggener &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Februar]] [[1904]] in [[Zürich]]; † [[29. April]] [[1988]] ebenda) war ein [[Schweiz]]er [[Fotograf]], [[Malerei|Maler]] und [[Filmemacher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jakob Tuggener machte eine Lehre als Maschinenzeichner bei [[Maag Zahnräder|Maag]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Schweizer Fotobücher 1927 bis heute – Eine andere Geschichte der Fotografie |Hrsg=[[Peter Pfrunder]], [[Martin Gasser (Kunsthistoriker)|Martin Gasser]], Sabine Münzenmaier |Verlag=Fotostiftung Schweiz/Lars Müller Publishers |Ort=Winterthur/Baden |Datum=2012 |ISBN=978-3-03778-274-3 |Seiten=136}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Zürich. In der [[Weltwirtschaftskrise]] wurde er entlassen. Von August 1930 bis Mai 1931 studierte er in [[Berlin]] an der [[Reimann-Schule]], der damals grössten privaten Kunst- und Kunstgewerbeschule Deutschlands, Grafik, Typografie, Zeichnen, Schaufenstergestaltung und Film.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Kuhfuss-Wickenheiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Reimann-Schule in Berlin und London 1902–1943. Ein jüdisches Unternehmen zur Kunst und Designausbildung internationaler Prägung bis zur Vernichtung durch das Hitlerregime.&amp;#039;&amp;#039; Aachen 2009, ISBN 978-3-86858-475-2, S. 305 f., 574.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine damaligen Arbeiten wurden in der Schulzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Farbe und Form&amp;#039;&amp;#039; publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Farbe und Form&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1931, S. 185.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Rückkehr in die Schweiz arbeitete er ab 1932 als freier Industriefotograf bei der [[Maschinenfabrik Oerlikon]] und deren Hauszeitung &amp;#039;&amp;#039;Der Gleichrichter&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 kaufte sich Tuggener eine [[Leica Camera|Leica]] und fotografierte erstmals beim &amp;#039;&amp;#039;Grand Bal russe&amp;#039;&amp;#039; in Zürich. Das Thema [[Tanzball]] liess ihn während zwei Jahrzehnten nicht mehr los. Er fotografierte Schweizer Nobelbälle im Zürcher [[The Dolder Grand|Grand Hotel Dolder]], im &amp;#039;&amp;#039;[[Baur au Lac]]&amp;#039;&amp;#039;, im [[Badrutt’s Palace|Palace Hotel]] in St. Moritz und den [[Wiener Opernball]]. Daneben widmete er sich Themen wie dem Landleben und der Technik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 schaffte Tuggener mit seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Fabrik&amp;#039;&amp;#039;, einem fotografischen Essay über die Beziehung zwischen Mensch und Maschine, den Durchbruch zur Avantgarde der Schweizer Fotografie. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er mit Fotografien in Ausstellungen im New Yorker [[Museum of Modern Art]] vertreten. Einzelne Fotografien wurden unter anderem in der Illustrierte &amp;#039;&amp;#039;Leica-Fotografie&amp;#039;&amp;#039; und der Kulturzeitschrift [[Du (Zeitschrift)|&amp;quot;Du&amp;quot;]] veröffentlicht. Eine erste grosse Ausstellung seiner &amp;quot;Ballnächte&amp;quot;-Bilder fand 1969 in München statt, eine umfassende Werkschau wurde 2000 im [[Kunsthaus Zürich]] präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 gründete Tuggener mit [[Werner Bischof]], Walter Läubli, [[Gotthard Schuh]] und [[Paul Senn]] das &amp;#039;&amp;#039;Kollegium Schweizerischer Photographen&amp;#039;&amp;#039; mit dem Ziel, die persönlich gefärbte Autorenfotografie und Wahrnehmung der Fotografie als eigenständige Kunstform zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
=== Fotografien ===&lt;br /&gt;
Tuggener gilt als Vertreter einer poetisch interpretierten [[Dokumentarfotografie]]. Für den «Bilderdichter» stand weniger die Einzelfotografie im Vordergrund, sondern Zentrum seines Schaffens war die Suche nach einer Wahrheit hinter sorgfältig angeordneten Aufnahmen, deren Nebeneinanderstellung und Abfolge einen poetisch-philosophischen Essay ergeben sollte. Sein Werk zeichnet sich durch das Zusammenspiel der künstlerischen Medien [[Malerei]], [[Fotografie]] und [[Film]] mit den drei Themenschwerpunkten &amp;#039;&amp;#039;Arbeit in der Fabrik&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Leben auf dem Lande&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;glanzvolle Bälle in prachtvollen Hotels&amp;#039;&amp;#039; aus. Er schuf [[Expressionismus|expressionistische]] Fotografie und verstand es, radikale Ausschnitte und dynamische Perspektiven zu filmähnlichen Bildserien zu montieren. Wie bei einer fahrenden Kamera hielt er den „Puls des Lebens“ fest und verdichtete flüchtige Momente zu einer poetischen Gesamtschau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 schrieb Tuggener: «Der Photograph als Expressionist existiert nicht im Handelsregister. Er ist der Freieste und Freie. Losgebunden von allem Zweck, photographiert er nur die Lust seines Erlebnisses.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzfilme ===&lt;br /&gt;
Inspiriert vom expressionistischen Film der 1920er Jahre, schuf Tuggener zwischen 1937 und 1970 mehr als 20 unvertonte [[Kurzfilm]]e im Schwarzweiss. Zu den bekanntesten filmischen Werken zählen &amp;#039;&amp;#039;Die Seemühle&amp;#039;&amp;#039;, ein Drama um Tod und Vergänglichkeit aus dem Jahr 1944 und &amp;#039;&amp;#039;Die Maschninenzeit&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachlass ===&lt;br /&gt;
Tuggeners dritte Ehefrau, die Heilpädagogin Maria Euphemia Tuggener, die er 1971 heiratete und die, wie schon seine zweite Frau, seinen Lebensunterhalt finanzierte und ihm damit seine künstlerische Tätigkeit ermöglichte, gründete 1993 die Jakob Tuggener-Stiftung mit Sitz in Uster.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://stiftungen.stiftungschweiz.ch/organisation/jakob-tuggener-stiftung |titel=Jakob Tuggener-Stfitung |werk=StiftungSchweiz |abruf=2025-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Nachlass wird derzeit als Depositum von der [[Fotostiftung Schweiz]] betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
* [[Strauhof]], Zürich. 1954&lt;br /&gt;
* Staatliches Museum für angewandte Kunst, München: &amp;#039;&amp;#039;Feine Feste&amp;#039;&amp;#039;. 1969&lt;br /&gt;
* Helmhaus, Zürich: &amp;#039;&amp;#039;Photographien 1930 bis heute&amp;#039;&amp;#039;. 1974&lt;br /&gt;
* [[Kunsthaus Zürich]]: &amp;#039;&amp;#039;Fotografien&amp;#039;&amp;#039;. 4.&amp;amp;nbsp;Februar – 9.&amp;amp;nbsp;April 2000&lt;br /&gt;
* Laurence Miller Gallery, New York, USA: &amp;#039;&amp;#039;Important Photographs from a Private Swiss Collection.&amp;#039;&amp;#039; 4.&amp;amp;nbsp;November – 24.&amp;amp;nbsp;Dezember 2004&lt;br /&gt;
* [[Museum Folkwang]], Essen im Fotografischen Kabinett: &amp;#039;&amp;#039;Ballnächte.&amp;#039;&amp;#039; 16. April – 19.&amp;amp;nbsp;Juni 2005&lt;br /&gt;
* Fotostiftung Schweiz, Winterthur/Schweiz: &amp;#039;&amp;#039;Ballnächte.&amp;#039;&amp;#039; 27.&amp;amp;nbsp;November – 20.&amp;amp;nbsp;Februar 2005&lt;br /&gt;
* Museum [[Hermesvilla]], Wien: &amp;#039;&amp;#039;Ballnächte.&amp;#039;&amp;#039; 8.&amp;amp;nbsp;Dezember – 12.&amp;amp;nbsp;März 2006&lt;br /&gt;
* [[Pavillon Populaire]], Montpellier: &amp;#039;&amp;#039;Fabrik: une épopée industrielle 1933–1953.&amp;#039;&amp;#039; 1.&amp;amp;nbsp;Juli – 18.&amp;amp;nbsp;Oktober 2015&lt;br /&gt;
* Fondazione MAST, Bologna: &amp;#039;&amp;#039;Fabrik 1933–1953 / Nuits de Bal 1934–1950&amp;#039;&amp;#039;. 27. Januar – 17. April 2016&lt;br /&gt;
* Fotostiftung Schweiz, Winterthur/Schweiz: &amp;#039;&amp;#039;Maschinenzeit&amp;#039;&amp;#039;. 21. Oktober 2017 – 28. Januar 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fabrik.&amp;#039;&amp;#039; Ein Bildepos der Technik von Jak Tuggener, Erlenbach, Rotapfel-Verlag, 1943.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Fabrik.&amp;#039;&amp;#039; Reprint der Originalausgabe von 1943. Steidl, Göttingen 2011, ISBN 978-3-86521-493-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zürcher Oberland.&amp;#039;&amp;#039; Ein Photobuch von Jakob Tuggener mit Einführungstext von Professor Dr. Emil Egli. Verlag Wetzikon, Wetzikon und Rüti 1956.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;postum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fotografien.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthaus Zürich. Jakob-Tuggener-Stiftung, 2000.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ballnächte/Ballnights 1934–1950.&amp;#039;&amp;#039; Scalo Verlag, 2005.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fotoreportagen: Jakob Tuggener&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Lebendige Industrie. Blicke in das Konzernarchiv der Georg Fischer AG&amp;#039;&amp;#039;, Hier und Jetzt, Baden 2018, ISBN 978-3-03919-427-8, Seite&amp;amp;nbsp;158–185&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1957: Goldmedaille, Biennale di Fotografia, Venedig&lt;br /&gt;
* 1982: Auszeichnung für kulturelle Verdienste, [[Zürich|Stadt Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* 2000: &amp;#039;&amp;#039;Jakob Tuggener. Fotograf. Von der Fabrik in die Ballnacht.&amp;#039;&amp;#039; Ein Film von Maja B. Broda, Jakob Tuggener Stiftung, SRF, 3Sat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Helveticat-GND|gnd=119500795}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|27235|Autor=Georg Sütterlin}}&lt;br /&gt;
* [https://swisscovery.slsp.ch/discovery/search?query=creator,contains,Jakob%20Tuggener,OR&amp;amp;query=any,contains,Jakob%20Tuggener,AND&amp;amp;tab=41SLSP_NETWORK&amp;amp;search_scope=DN_and_CI&amp;amp;sortby=rank&amp;amp;vid=41SLSP_NETWORK:VU1_UNION&amp;amp;mode=advanced&amp;amp;offset=0 Jakob Tuggener] in [[Swisscovery]], dem schweizerischen Suchportal der wissenschaftlichen Bibliotheken&lt;br /&gt;
* [[Anton Holzer]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.fotogeschichte.info/bisher-erschienen/hefte-126-149/149/anton-holzer-rezension-jakob-tuggener/ Ein großer Wurf. Jakob Tuggeners Fotobücher und Filme]&amp;#039;&amp;#039; in [[Fotogeschichte (Zeitschrift)|Fotogeschichte]]&lt;br /&gt;
* [https://fotostiftung.ch/de/?id=4&amp;amp;autor=489 Jakob Tuggener in der Fotostiftung Schweiz]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.wienmuseum.at/de/ansicht/ausstellung/ballnaechtefotografien-von-jakob-tuggener.html | wayback=20141112010210 | text=Wien Museum: &amp;#039;&amp;#039;Ballnächte. Fotografien von Jakob Tuggener.&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* {{SIKART|4001820|Tuggener, Jakob}}&lt;br /&gt;
* [https://www.fotostiftung.ch/de/ausstellungen/ausstellungsarchiv/jakob-tuggener-ballnaechte/ Jakob Tuggener, Ballnächte] Ausstellung 2004, [[Fotostiftung Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [https://www.fotostiftung.ch/de/ausstellungen/jakob-tuggener/ Jakob Tuggener, Maschinenzeit]. Ausstellung 2017, [[Fotostiftung Schweiz]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lexikon und Repertorium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://foto-ch.ch/persons/detail/1607 Jakob Tuggener] in [[fotoCH]], dem Online-Werk zur Fotografie in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, aktualisiert am 15. Oktober 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119500795|LCCN=nr/96/43705|VIAF=72205462}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tuggener, Jakob}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tuggener, Jakob&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Fotograf&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Februar 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. April 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Spyridon</name></author>
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