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	<title>Jakob Reumann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:JakobReumann18531925L1110246 (2).jpg|mini|Jakob Reumann (1853–1925), Bürgermeistergalerie des [[Wiener Rathaus]]es]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadt Wien 1921-10000 Kr.jpg|mini|Anleihe der Stadt Wien vom 1. März 1921, signiert von Bürgermeister Jakob Reumann]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien - Denkmal der Republik, Jakob-Reumann-Büste.JPG|mini|Büste von Jakob Reumann, geschaffen von [[Franz Seifert (Bildhauer)|Franz Seifert]] als Teil des [[Republikdenkmal]]s]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerhalle Simmering - Arkadenhof - Jakob Reumann.jpg|mini|Urnengrab Reumanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jakob Reumann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Dezember]] [[1853]] in [[Wien]]; † [[29. Juli]] [[1925]] in [[Klagenfurt]]) war ein [[sozialdemokrat]]ischer [[Politiker]], 1919–1923 [[Liste der Bürgermeister von Wien|Bürgermeister von Wien]] und 1920–1923 erster [[Landeshauptmann]] des neuen Bundeslandes Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der uneheliche Sohn eines Arztes und einer Arbeiterin wurde zunächst Bildhauerlehrling, dann [[Drechsler]] in einer [[Meerschaumpfeife]]nfabrik und gründete hier die erste Gewerkschaft dieser Sparte. Nach Gründung der [[Sozialdemokratische Partei Österreichs#Entstehung|österreichischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei]] auf dem [[Hainfelder Parteitag]] 1888/89 wurde er erster Sekretär der Partei und Redakteur des neuen Parteiorgans, der vom 12. Juli 1889 an mehr als hundert Jahre erscheinenden &amp;#039;&amp;#039;[[Arbeiter-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Verbandstag der &amp;#039;&amp;#039;Arbeiter-Erwerbs und Wirtschaftsgenossenschaft&amp;#039;&amp;#039; am 3. September 1904 nahm er als Redakteur der Verbandszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Arbeiter-Genossenschaft&amp;#039;&amp;#039; teil. Er stellte den Antrag, eine Kommission einzusetzen, die die Gründung der Großeinkaufsgesellschaft der Konsumvereine Österreichs vorbereiten sollte. Dies geschah, und 1905 wurde die [[GöC]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1900 Mitglied des damals christlichsozial dominierten [[Wiener Gemeinderat]]s, wurde er nach der (nur auf [[Cisleithanien|gesamtstaatlicher österreichischer Ebene]] erfolgten) Einführung des allgemeinen und gleichen Männerwahlrechts ab 1907 [[Abgeordneter]] zum österreichischen [[Reichsrat (Österreich)|Reichsrat]], ab 1917 auch [[Stadtrat#Österreich|Stadtrat]] von [[Wien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Ausrufung der Republik Deutschösterreich]], als den Sozialdemokraten in der Wiener Stadtverwaltung erstmals politische Mitbestimmung etwa entsprechend ihrer Stärke in der Wählerschaft eingeräumt wurde, übertrug man Reumann 1918 den Vorsitz im provisorischen Gemeinderat&amp;lt;ref&amp;gt;[[Liste der Abgeordneten zum provisorischen Gemeinderat der Stadt Wien (1918–1919)]]&amp;lt;/ref&amp;gt; von Wien und wählte ihn zunächst zum Vizebürgermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als gewesener Reichsratsabgeordneter war Reumann wie alle anderen Abgeordneten aus den deutsch besiedelten Teilen Altösterreichs von 22. Oktober 1918 bis 16. Februar 1919 Mitglied der [[Provisorische Nationalversammlung|Provisorischen Nationalversammlung]] für [[Deutschösterreich]]. Diese versuchte, das Land an Deutschland anzuschließen, wurde aber von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs daran gehindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Gemeinderatswahl in Wien 1919]], die am 4. Mai stattfand, wurde Reumann am 21. Mai 1919 erster sozialdemokratischer [[Bürgermeister]] von Wien. Im Herbst 1919 unterstützte er den Landeshauptmann von [[Niederösterreich]], den Wiener Sozialdemokraten [[Albert Sever]], dabei, den weiteren Aufenthalt von (vor allem jüdischen) [[Albert Sever#Severs Haltung zu Flüchtlingen aus Galizien|Flüchtlingen aus dem altösterreichischen Kronland Galizien]] in [[Deutschösterreich]] zu erschweren bzw. zu beenden. Das Vorhaben blieb vor allem aus außenpolitischen Gründen unausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 1. Juni 1920 übernahm Reumann den Vorsitz im neu geschaffenen Stadtsenat, der seit 10. November 1920 auch als [[Landesregierung und Stadtsenat Reumann|Wiener Landesregierung]] amtierte. Durch das am 10. November 1920 in Kraft getretene [[Bundes-Verfassungsgesetz]] wurde Wien neben seiner Funktion als Stadtgemeinde zum [[Land (Österreich)|Bundesland]] erklärt; Reumann war nun auch Landeshauptmann (der Gemeinderat auch Landtag). Er wurde vom Wiener Landtag in den [[Bundesrat (Österreich)|Bundesrat]] entsandt und wurde dessen erster Vorsitzender (bis 1921).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Niederösterreich|&amp;#039;&amp;#039;Niederösterreich-Land&amp;#039;&amp;#039;]], wie das Wien umgebende Bundesland ohne die Stadt Wien vorübergehend bezeichnet wurde, verhandelte er das so genannte [[Trennungsgesetz]], in dem es hauptsächlich um die Aufteilung von Gebäuden und Liegenschaften auf die beiden neuen Länder ging. Es trat am 1. Jänner 1922 in Kraft, womit Wien von Niederösterreich auch wirtschaftlich unabhängig wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reumann war als Bürgermeister wesentlich verantwortlich für die sozialreformerische Gemeindepolitik der mit deutlicher absoluter Mehrheit regierenden Wiener Sozialdemokraten. Die Reformen im „[[Rotes Wien|Roten Wien]]“ betrafen vor allem den städtischen Wohnbau und den Mieterschutz, das Gesundheits- und Fürsorgesystem sowie das Bildungs- und Freizeitangebot. Unter seiner Amtsführung wurde 1923 das erste große Wohnbauprogramm beschlossen, das den Bau von 25.000 Gemeindewohnungen innerhalb von fünf Jahren vorsah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach geriet der Sozialdemokrat Reumann in Konflikt mit den bürgerlichen Bundesregierungen jener Zeit. So insbesondere bei der Uraufführung des skandalträchtigen Dramas &amp;#039;&amp;#039;[[Reigen (Drama)|Reigen]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Arthur Schnitzler]] im Deutschen [[Volkstheater (Wien)|Volkstheater]] in Wien am 1. Februar 1921. Der christlichsoziale Innenminister [[Egon Glanz]] „ersuchte“ Reumann, die bereits erteilte Aufführungsbewilligung nochmals zu überprüfen, und als Reumann an seinem Entschluss festhielt, wurde er von der Bundesregierung beim [[Verfassungsgerichtshof (Österreich)|Verfassungsgerichtshof]] unter Anklage gestellt, jedoch freigesprochen, weil das „Ersuchen“ keine rechtlich verbindliche Weisung dargestellt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Verfahren vor dem Verfassungsgerichtshof gegen Reumann fand ein Jahr später statt, als er entgegen einer Weisung des Ministers [[Richard Schmitz (Politiker, 1885)|Richard Schmitz]] die Errichtung eines [[Krematorium]]s in Wien, der [[Feuerhalle Simmering]], genehmigt hatte. Erneut erfolgte ein Freispruch: Zwar war die an Reumann ergangene Weisung diesmal korrekt gewesen, doch sei der Landeshauptmann einem „entschuldbaren Rechtsirrtum“ unterlegen, da er aufgrund der reichlich komplizierten Rechtslage davon ausgegangen war, dass es sich beim Bestattungswesen um eine autonome Landesangelegenheit handle, in der der Bundesminister keine Weisungen erteilen dürfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. November 1923 trat Reumann als Wiener Bürgermeister zurück und wurde zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Im Bundesrat, dem er seit 1920 angehörte, wurde er 1924 erneut Vorsitzender und hatte dieses Amt bis zu seinem Tod inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reumann starb 1925 in Klagenfurt. Seine Urne wurde in einem [[Liste gewidmeter Gräber der Stadt Wien|ehrenhalber gewidmeten Grab]] auf dem Vorplatz der im Dezember 1922 von ihm eröffneten Feuerhalle Simmering beigesetzt. Wenige Wochen nach seinem Tod wurde der Bürgerplatz im Wiener Arbeiterbezirk [[Favoriten]] (10. Bezirk, Reumanns engere Heimat) in &amp;#039;&amp;#039;[[Reumannplatz]]&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Auch der 1926 fertiggestellte Gemeindebau [[Reumannhof]] am [[Margaretengürtel]] (5. Bezirk) wurde nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Andreas P. Pittler]]: Jakob Reumann. Gerold, Wien 2011&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|9|96||Reumann Jakob|K. Gladt}}&lt;br /&gt;
* Biographische Daten von &amp;#039;&amp;#039;Jakob Reumann&amp;#039;&amp;#039;. In: Niederösterreichische Landtagsdirektion (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des NÖ Landtages: 1861–1921.&amp;#039;&amp;#039; NÖ Landtagsdirektion, St.&amp;amp;nbsp;Pölten, Druck: ISBN 3-85006-166-3 (Stand 1.&amp;amp;nbsp;Jänner 2005). Online-Version: [http://www.landtag-noe.at/images/personen_ausschuesse/1861-1921.pdf PDF, 843&amp;amp;nbsp;kB]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jakob Reumann}}&lt;br /&gt;
* {{Parlament-at|1673}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Reumann,_Jakob}}&lt;br /&gt;
* {{Rwien|reumann-jakob}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der Bürgermeister von Wien|Bürgermeister von Wien]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Richard Weiskirchner]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=[[1919]]–[[1923]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Karl Seitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1014062276|LCCN=no/2012/56905|VIAF=185648642}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reumann, Jakob}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister und Landeshauptmann (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundesratspräsident (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des österreichischen Bundesrates aus Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Niederösterreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Konsumgenossenschaftswesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Arbeiter-Zeitung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Favoriten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPÖ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1853]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1925]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reumann, Jakob&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Reichsratsabgeordneter, Wiener Bürgermeister, Landtagsabgeordneter, Mitglied des Bundesrates&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Dezember 1853&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Juli 1925&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Klagenfurt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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