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	<title>Jakob Pinhas - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T22:36:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jakob_Pinhas&amp;diff=2149330&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jeb: Titelblatt der &#039;&#039;Kasselschen Allgemeinen Zeitung&#039;&#039; vom 24. Oktober 1849</title>
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		<updated>2025-10-20T14:13:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Titelblatt der &amp;#039;&amp;#039;Kasselschen Allgemeinen Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Oktober 1849&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jakob Pinhas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[August]] [[1788]]; † [[8. Dezember]] [[1861]] in [[Kassel]]) war ein deutscher [[Publizist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kasselsche Allgemeine Zeitung.jpg|mini|Titelblatt der &amp;#039;&amp;#039;Kasselschen Allgemeinen Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Oktober 1849]]&lt;br /&gt;
Jakob Pinhas war ein Sohn des Miniaturmalers [[Salomon Pinhas]] und sollte zunächst ebenfalls Maler werden, doch führten die Umbrüche der [[Franzosenzeit|napoleonischen Zeit]] zu einer Änderung seines Lebenswegs. Er wurde leitender Redakteur des &amp;#039;&amp;#039;[[Westphälischer Moniteur|Westphälischen Moniteurs]]&amp;#039;&amp;#039; und ab November 1813 der &amp;#039;&amp;#039;[[Kasselsche Allgemeine Zeitung|Allgemeinen Kasselschen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, war im Landrabbinat und ab 1821 im Vorsteheramt für Niederhessen tätig und setzte sich in zahlreichen Veröffentlichungen für die Gleichberechtigung der [[Juden]] in [[Kurfürstentum Hessen|Kurhessen]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietfrid Krause-Vilmar |Hrsg=[[Jens Flemming]], [[Dietfrid Krause-Vilmar]], [[Wolfdietrich Schmied-Kowarzik]] |Titel=Streiflichter zur neueren Geschichte der Jüdischen Gemeinde Kassel |Sammelwerk=Juden in Deutschland – Streiflichter aus Geschichte und Gegenwart |Verlag=kassel university press |Ort=Kassel |Datum=2007 |ISBN=978-3-89958-265-9 |Seiten=14 |Online=[https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2006112815968/1/streiflichter.PDF PDF; 199&amp;amp;nbsp;kB]; [http://www.uni-kassel.de/fb1/KVilmar/veroeffentlichungen/andere_themen/streiflichter.htm Neuveröffentlichung 2000] |Abruf=2014-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Konkurrent um Pinhas’ Redakteursstelle in Kassel war 1813 [[Wilhelm Grimm]]. Er argumentierte, nach dem Abzug der Franzosen müsse der Inhaber der Stelle unbedingt wechseln, und reagierte auf die Ablehnung mit [[Frankophobie|franzosenfeindlichen]] und schließlich auch leicht [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitischen]] Kommentaren, ebenso sein Unterstützer [[Ludwig Hassenpflug]] und sein Bruder [[Jacob Grimm]]. Hassenpflug unterstellte Pinhas Bestechlichkeit, indem er schrieb: „[…] vorher Anhänger dieses Gouvernements, ist er nach dessen Umsturz alsbald auf die andere Seite getreten und hat mit eben der Wärme für die Angelegenheit der verbündeten Mächte gesprochen, als vorhin seine Feder der Despotie Frankreichs feil war.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrike Haß-Zumkehr |Titel=Daniel Sanders – Aufgeklärte Germanistik Im 19. Jahrhundert |Reihe=Studia Linguistica Germanica |BandReihe=35 |Verlag=de Gruyter |Ort=Berlin, New York |Datum=1995 |ISBN=978-3-11-014331-7 |Seiten=541 und 452 f. |Kommentar=Das Zitat stammt von Seite 453 |Online={{Google Buch |BuchID=N6CV82DzRHYC |Seite=453}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1817 wurde Jakob Pinhas wegen seiner literarischen Verdienste von der Universität Marburg zum Dr. phil. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Da er innerhalb des gegebenen politischen Systems tätig gewesen war, ging die [[Deutsche Revolution 1848/1849|Revolution von 1848]] nicht spurlos an ihm vorbei, doch mussten auch seine Widersacher sein weitblickendes Wesen anerkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.jewishencyclopedia.com/articles/12166-pinhas-jacob |titel=Pinhas, Jacob |werk=[[Jewish Encyclopedia]] |zugriff=2014-09-19 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Hintergründe ==&lt;br /&gt;
Den Anfang der [[Jüdische Emanzipation|Emanzipation des Judentums]] bildete ein Dekret des Königs [[Jérôme Bonaparte|Jérôme]] vom 27.&amp;amp;nbsp;Januar 1808, in dem den Juden dieselben Rechte zugebilligt wurden wie allen anderen Bewohnern des Landes. Wenig später herrschte auch Gewerbefreiheit. Als Kurfürst Wilhelm&amp;amp;nbsp;I. von Kassel, der Arbeitgeber von Jakob Pinhas’ Vater, 1813 nach Kassel zurückkehrte, trat wieder ein Rückschritt ein. Man glaubte, die Juden erst „erziehen“ zu müssen, ehe man ihnen gleiche Rechte wie anderen Landesbewohnern zubilligen könne. Erst das [[Norddeutscher Bund|norddeutsche]] [[s:Gesetz, betreffend die Gleichberechtigung der Konfessionen in bürgerlicher und staatsbürgerlicher Beziehung|Bundesgesetz]] von 3.&amp;amp;nbsp;Juli 1869 machte der Ungleichbehandlung formell ein Ende. Dennoch nahm die Zahl der Juden in Kassel im frühen 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert stark zu. Es wurden Schulen, soziale Einrichtungen und ein Krankenhaus gegründet, und 1839 war der [[Synagoge (Kassel)#Neubau 1839|Bau der Großen Synagoge]] abgeschlossen. Neben Israel Jacobson und Lucius Liffmann gehörte Jakob Pinhas zu den wichtigsten Vertretern der jungen Gemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietfrid Krause-Vilmar |Hrsg=Jens Flemming, Dietfrid Krause-Vilmar, Wolfdietrich Schmied-Kowarzik |Titel=Streiflichter zur neueren Geschichte der Jüdischen Gemeinde Kassel |Sammelwerk=Juden in Deutschland – Streiflichter aus Geschichte und Gegenwart |Verlag=kassel university press |Ort=Kassel |Datum=2007 |ISBN=978-3-89958-265-9 |Seiten=12–15 |Online=[http://www.uni-kassel.de/upress/online/frei/978-3-89958-265-9.volltext.frei.pdf PDF; 551&amp;amp;nbsp;kB]; [http://www.uni-kassel.de/fb1/KVilmar/veroeffentlichungen/andere_themen/streiflichter.htm Neuveröffentlichung 2000] |Abruf=2014-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war zeitweise Direktor der 1802 gegründeten „Gesellschaft der Humanität“, die Notleidende unterstützte und Kindern zu einer Ausbildung verhalf.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Brocke u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Visionen der gerechten Gesellschaft. Der Diskurs der deutsch-jüdischen Publizistik im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Köln/Wien 2009, ISBN 978-3-412-20315-3, S. 112&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Jakob Pinhas gehörte einer Malerfamilie an. Sein Großvater [[Levi Pinhas]], 1727 in [[Lehrberg]] bei [[Ansbach]] geboren, zeigte früh künstlerisches Talent und konnte auf Reisen gehen, nachdem ihm der Markgraf von Ansbach eine Auftragsarbeit, eine [[Haggada]], mit 150 [[Gulden]] gut honoriert hatte. Nach einer Lehrzeit bei den Hofmalern in [[Schwerin]] wurde er Ansbacher Hofmaler, ging aber später, ebenfalls als Hofmaler, nach [[Bayreuth]], weil er eine Misshandlung an zweien seiner Glaubensgenossen beobachtet hatte. Levi Pinhas erhielt Aufträge von hochstehenden Persönlichkeiten und nutzte deren Gunst, um für die Israeliten in Deutschland einzutreten. Er starb 1793. Ob Bilder von ihm erhalten geblieben sind, scheint nicht bekannt zu sein. Sein ältester Sohn Salomon Pinhas ließ sich im Alter von 24 Jahren in [[Kassel]] nieder und wurde ebenfalls Hofmaler, ohne jedoch von der [[Kunsthochschule Kassel|Akademie]] aufgenommen zu werden. Er schuf mehrere Bilderserien, so Abbildungen der Rosensammlung auf der [[Bergpark Wilhelmshöhe|Wilhelmshöhe]], der westphälischen Uniformen und des westphälischen Adels. Über dreißig Bilder aus der Uniformenreihe sind in der [[Landesbibliothek Kassel|Kasseler Landesbibliothek]] dokumentiert, gelten aber als Kriegsverlust. Von den Rosenbildern blieben, obwohl der Landesherr 1806 vor den Franzosen floh und [[Jérôme Bonaparte]] sich für mehrere Jahre in Kassel einquartierte, 133 erhalten und wurden 1815 in einem gebundenen Band zusammengefasst. Publiziert wurden diese Werke allerdings erst im 21. Jahrhundert. Mit seiner Frau Bella Hirsch hatte er die Söhne [[Hermann Pinhas|Hermann]] und Jakob. Hermann wurde Kupferstecher, diente aber auch als Soldat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.alemannia-judaica.de/lehrberg_synagoge.htm |titel=Lehrberg (Marktgemeinde, Kreis Ansbach): Jüdische Geschichte / Synagoge |zugriff=2014-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reden am Stiftungstage der von Israelitischen Mitgliedern errichteten Gesellschaft der Humanität zu Kassel&amp;#039;&amp;#039;, Kassel 1815.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fragmente aus einer ältern Denkschrift über die Organisation der israelitischen Gemeinden in den deutschen Bundesstaaten, namentlich in Kurhessen&amp;#039;&amp;#039;, Kassel 1832.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Sache der bürgerlichen Verhältnisse der Israeliten in Kurhessen&amp;#039;&amp;#039;, Kassel 1832.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ludwig Horwitz: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Jakob Pinhas&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Wochenzeitung für Cassel, Hessen und Waldeck&amp;#039;&amp;#039; 1, 1924, Nr. 11 vom 18. Juli 1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=1202480004|titel=Pinhas, Jakob|datum=2023-11-10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1202480004|VIAF=61924871}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pinhas, Jakob}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Kassel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1788]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1861]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pinhas, Jakob&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pinhas, Jacob&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=August 1788&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Dezember 1861&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kassel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jeb</name></author>
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