<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jakob_Knoblauch</id>
	<title>Jakob Knoblauch - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jakob_Knoblauch"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jakob_Knoblauch&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T23:34:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jakob_Knoblauch&amp;diff=1054526&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Miriquidus0980: /* Literatur */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jakob_Knoblauch&amp;diff=1054526&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-01-12T19:47:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Bürgermeister von Frankfurt am Main. Zum Schauspieler siehe [[Jakob Knoblauch (Schauspieler)]].}}&lt;br /&gt;
[[Bild:Knobloch-Ffm-Wappen.gif|180px|right|Wappen der adelichen Frankfurter Patrizierfamilie Knobloch (Knoblauch)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jakob Knoblauch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, genannt &amp;#039;&amp;#039;der Reiche&amp;#039;&amp;#039;, (* nicht bekannt; † [[1. Oktober]] [[1357]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein [[Patrizier]] und [[Bürgermeister]] in Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Die Familie Knoblauch gehörte zu den ältesten Patriziergeschlechtern Frankfurts. 1223 wird sie mit &amp;#039;&amp;#039;Konrad Knoblauch&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Alleum&amp;#039;&amp;#039;), dem Sohn eines aus Wetzlar zugezogenen, aber wohl aus Frankfurter Familie stammenden &amp;#039;&amp;#039;Heinricus Alleum&amp;#039;&amp;#039;, erstmals in Frankfurt erwähnt, nur wenige Jahre nachdem [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]] der Stadt die ersten Privilegien zur Selbstverwaltung eingeräumt hatte. Die Knoblauch waren eine der fünf eng miteinander verwandten Familien, die im 14. Jahrhundert in der [[Stubengesellschaft]] [[Alten Limpurg]] zusammengeschlossen waren und gemeinsam etwa die Hälfte aller Stadträte stellten. Von 1351 bis 1400 bekleideten zwölf Mitglieder der Familie Knoblauch das Frankfurter Bürgermeisteramt. 1693 starb das Geschlecht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Jakob Knoblauch, ein Sohn des Frankfurter Schöffen &amp;#039;&amp;#039;Konrad II. Knoblauch&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Jutta de Wedera&amp;#039;&amp;#039;, wird erstmals 1315 urkundlich erwähnt und seit 1320 als Schöffe und Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;ersten Bank&amp;#039;&amp;#039; des nach [[Anciennität]] organisierten Rates der Stadt genannt. 1323 wurde er erstmals zum [[Liste der Stadtoberhäupter von Frankfurt am Main|Älteren Bürgermeister]] gewählt, einem Amt, das erst seit 1311 bestand.&lt;br /&gt;
[[Bild:Knoblauch Wappen.png|mini|280px|Künstlerische Darstellung des Wappens der &amp;lt;br /&amp;gt;Familie &amp;#039;&amp;#039;Knoblauch&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1578]]&lt;br /&gt;
Jakob war ein politischer Vertrauter [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwigs des Bayern]], dem die Stadt Frankfurt in seiner Auseinandersetzung mit dem Papst die Treue hielt. Im Gegenzug erwirkte die Stadt von ihm wichtige Privilegien, die ihre Selbständigkeit und ihre Position als Messe- und Handelszentrum sicherten. Knoblauch war Mitglied der Frankfurter Gesandtschaften, die 1329 in [[Pavia]] und 1330 in [[München]] mit Ludwig verhandelten und von ihm das Recht erhielten, alle in fremde Hand verpfändeten [[Reichsgut|Reichsgüter]] in und um Frankfurt einzulösen. Außerdem bekam die Stadtgemeinde am 25. April 1330 das &amp;#039;&amp;#039;Geleitsrecht&amp;#039;&amp;#039; übertragen, welches den zur [[Frankfurter Messe]] reisenden Kaufleuten Zollfreiheit garantierte; im Gegenzug standen alle Messebesucher jeweils acht Tage vor und nach der Messe, also bei An- und Abreise, unter dem Schutz des Reiches, den die Stadt gewährleisten musste. Zusätzlich zur bisherigen Herbstmesse durfte nun auch im Frühjahr zur Fastenzeit eine 14 Tage dauernde Messe abgehalten werden, die hauptsächlich für den Handel mit Wintererzeugnissen wie [[Wolle]] oder [[Wein]] gedacht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1323 erwarb Knoblauch von &amp;#039;&amp;#039;Mechthild von Breuberg&amp;#039;&amp;#039;, der Witwe des letzten [[Breuberg (Adelsgeschlecht)|Breubergers]] &amp;#039;&amp;#039;Eberhard&amp;#039;&amp;#039;, ihre Hofstätte „die da stoſzent uf den Dypewek“ (= die auf den Diebsweg führt, den heutigen &amp;#039;&amp;#039;[[Marbachweg]]&amp;#039;&amp;#039; im Stadtteil [[Frankfurt-Dornbusch|Dornbusch]]). Knoblauch arrondierte das auf [[Lehnswesen|reichslehnbarem]] Gebiet gelegene Gut und erbaute dort einen durch Mauer und Graben geschützten wehrhaften [[Gutshof]], den &amp;#039;&amp;#039;Knoblauchshof&amp;#039;&amp;#039;. Sein Sohn Jakob verkaufte den Hof 1396 für 800 Gulden an die Stadt. Von dem später als [[Kühhornshof]] bezeichneten Anwesen existiert heute noch ein Wehrturm auf dem Gelände des [[Hessischer Rundfunk|Hessischen Rundfunks]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Töchtern Eberhard von Breubergs erwarb Knoblauch 1333 den [[Saalhof]], die frühere staufische [[Königspfalz|Reichsburg]] am [[Main]]ufer, die seit 1267 an wechselnde Adelsgeschlechter aus der Umgebung Frankfurts verpfändet war. Die Einlösung des Pfandes durch einen Frankfurter Bürger war ein weiterer wichtiger Schritt zur städtischen Autonomie, da sich nunmehr kein auswärtiger Adelsherr mehr auf Dauer in einer burgartigen Residenz in der Stadt niederlassen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knoblauch und seine Frau &amp;#039;&amp;#039;Drude&amp;#039;&amp;#039; erwarben den Saalhof mit den zugehörigen Gütern, darunter [[Frankfurt-Oberrad|Oberrad]], für 1800 Pfund Heller und ließen die ehemalige Burg in ein Handelskontor umbauen, das zu Messezeiten als Herberge für auswärtige Kaufleute und als Stapelplatz diente. 1334 ernannte ihn Kaiser Ludwig zum &amp;#039;&amp;#039;besundern Hofgesind&amp;#039;&amp;#039; und verlieh ihm 1339 zusammen mit dem [[Nürnberg]]er Schultheißen [[Konrad Groß]] das [[Münzrecht]]. Knoblauch durfte [[Heller (Münze)|Heller]], ab 1340 [[Gulden]] und ab 1345 auch [[Turnose]]n prägen lassen und Wechselgeschäfte tätigen. 1346 ging die Kleingeldmünze an die Stadt über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl des [[Haus Luxemburg|Luxemburgers]] [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] zum Gegenkönig 1346 übernahm Knoblauch nochmals wichtige diplomatische Aufgaben im Dienst der Stadt. Er wurde 1347 erneut &amp;#039;&amp;#039;Älterer Bürgermeister&amp;#039;&amp;#039;, nahm an den Verhandlungen teil, die zum Thronverzicht des Gegenkönigs [[Günther XXI. (Schwarzburg-Blankenburg)|Günther von Schwarzburg]] führten, und sicherte der Stadt, die bis zuletzt auf Seiten der [[Wittelsbach]]er Partei gestanden hatte, die Verständigung mit dem neuen Kaiser. Bereits 1349 nahm auch Karl IV. Knoblauch in sein Hofgesinde auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakob Knoblauch gehörte zusammen mit [[Siegfried zum Paradies]], der 1349 seine Tochter &amp;#039;&amp;#039;Katharina&amp;#039;&amp;#039; geheiratet hatte, zu den bedeutendsten Frankfurter Politikern des 14. Jahrhunderts. Mit seiner ersten Frau, &amp;#039;&amp;#039;Elisabeth Frosch&amp;#039;&amp;#039;, hatte er zwei Söhne, &amp;#039;&amp;#039;Jakob d. Ä.&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Heilmann&amp;#039;&amp;#039;, sowie drei Töchter, &amp;#039;&amp;#039;Clara&amp;#039;&amp;#039; (1354 verheiratet mit &amp;#039;&amp;#039;Hertwin von Stralenberg&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Jutta&amp;#039;&amp;#039; (1355 verheiratet mit &amp;#039;&amp;#039;Salmann von Mainz&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;Greta&amp;#039;&amp;#039;. Mit seiner zweiten Frau &amp;#039;&amp;#039;Drude Junge&amp;#039;&amp;#039; hatte er drei Söhne, &amp;#039;&amp;#039;Konrad&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Adolf&amp;#039;&amp;#039; (verheiratet 1. mit &amp;#039;&amp;#039;Elisabeth [[Hartrad (Familie)|Hartrad zu Waldeck von Dieburg]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. mit &amp;#039;&amp;#039;Katharina Apotheker&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;Jakob d. J.&amp;#039;&amp;#039; (verheiratet mit &amp;#039;&amp;#039;Hille [[Hartrad (Familie)|Hartrad von Dieburg]]&amp;#039;&amp;#039;), sowie vier Töchter, &amp;#039;&amp;#039;Meckel&amp;#039;&amp;#039; (verheiratet mit &amp;#039;&amp;#039;Konrad zum Gießübel&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Jutta&amp;#039;&amp;#039; (verheiratet mit &amp;#039;&amp;#039;Gipel von Ovenbach&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Trude&amp;#039;&amp;#039; (1371 Nonne zu St. Katharinen in Frankfurt) und die schon erwähnte &amp;#039;&amp;#039;Katharina&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Stadtoberhäupter von Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|12|194||Knoblauch, Jakob|Dietrich Andernacht|13617602X}}&lt;br /&gt;
* Heinz F. Friederichs, &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Knoblauch&amp;#039;&amp;#039;. In: Frankfurter Patrizier im 12.–14. Jahrhundert, Heft 2, S. 21–31 (= Forschungen zur hessischen Familien- und Heimatkunde 36). Frankfurt am Main 1958&lt;br /&gt;
* {{ADB|51|255|256|Knoblauch, Jakob|Rudolf Jung|ADB:Knoblauch, Jakob}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3782904443}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=13617602X|titel=Knoblauch, Jakob gen. der Reiche|datum=2023-11-28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13617602X|VIAF=80565186}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Knoblauch, Jakob}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 13. oder 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1357]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ratsherr (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Knoblauch, Jakob&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ratsherr und Bürgermeister von Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Jahrhundert oder 14. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Oktober 1357&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miriquidus0980</name></author>
	</entry>
</feed>