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	<title>Jakob Gapp - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Thomas Hummel am 6. Oktober 2025 um 19:58 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jakob Gapp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Marianisten|SM]] (* [[26. Juli]] [[1897]] in [[Wattens]], [[Tirol]]; † [[13. August]] [[1943]] in [[Berlin-Plötzensee]], [[Deutsches Reich]]) war ein [[österreich]]ischer [[Priester (Christentum)|Priester]] im [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]] gegen den [[Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jakob-Gapp Wattens.jpg|mini|hochkant|Gedenktafel in Wattens]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jakob-Gapp Marien-Pfarrkirche Wattens.JPG|mini|Jakob-Gapp-Bild in der Marien-Pfarrkirche seiner Heimatgemeinde Wattens (im Juni 2011)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rochuskapelle (Reutte) 013.jpg|mini|Rochuskapelle Reutte, Gedächtnisstätte für Pater Jakob Gapp]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jakob Gapp stammte aus einer Fabrikarbeiterfamilie. In [[Hall in Tirol]] besuchte er das [[Franziskanergymnasium Hall in Tirol|Franziskanergymnasium]]. Er meldete sich freiwillig zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] bei den Tiroler [[k.k. Standschützen|Standschützen]]. 1916 wurde er verwundet; am 6. November 1918 kam er in [[Kriegsgefangenschaft]], aus der er am 14. August 1919 heimkehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. August 1920 trat er in den Orden der [[Marianisten]] ein. Sein [[Noviziat]] machte er auf dem [[Greisinghof]], Tragwein. 1930 wurde er [[Priesterweihe|zum Priester geweiht]]. Danach war er Lehrer und Präfekt im [[Marianum (Freistadt)|Marianum Freistadt]], in Lanzenkirchen und im Marieninstitut in Graz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lehnte den Nationalsozialismus entschieden ab und machte daraus keinen Hehl.&lt;br /&gt;
Im März 1938 (kurz nach dem [[Anschluss Österreichs]]) verweigerte er im Privatrealgymnasium des Marieninstituts in Graz die Ableistung des [[Hitler-Gruß]]es und trug kein Hakenkreuzabzeichen. Die Ordensleitung empfand solche demonstrativen Handlungen als Gefahr für die Ordensgemeinschaft und die Schule, man bemühte sich um ein Auskommen mit den neuen Machthabern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gapp kam im September 1938 als Kooperator und Katechet nach [[Breitenwang]] (Tirol). In [[Reutte]] erteilte er in der Volks- und Hauptschule Religionsunterricht. Nachdem er dort das Gebot der [[Nächstenliebe]] ohne Rücksicht auf Nationalität und Religion propagierte und sich laut späterer Anklageschrift als „Judenfreund und Gegner des Führers“ zu erkennen gegeben hatte, erhielt er ein allgemeines Unterrichtsverbot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1938 verurteilte er in einer Predigt in der Pfarrkirche [[Wattens]] das nationalsozialistische Weltbild scharf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin musste er [[Tirol (Bundesland)|Tirol]] im Januar 1939 fluchtartig verlassen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wattens&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.pfarre-wattens.at/glaube/gapp_biographie.html |titel=Biographie des Tiroler Märtyrers Jakob Gapp |hrsg=Pfarre Wattens |abruf=2021-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem kurzen Aufenthalt im Gründungshaus seines Ordens in [[Bordeaux]] floh er im Mai 1939 nach Spanien. Auch dort predigte er gegen den Nationalsozialismus und verteilte Broschüren mit englischen Rundfunknachrichten über die Kriegsereignisse.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yumpu.com/de/document/read/10719825/das-befreiungsdenkmal-und-die-erinnerung-pepperweb Das Befreiungsdenkmal und die Erinnerung.] o.&amp;amp;nbsp;J., pdf, Seite 74&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsche Agenten entführten Gapp am 9. November 1942 in das von der Wehrmacht besetzte Frankreich&amp;lt;ref&amp;gt;im [[Unternehmen Anton]] wurde die [[Zone libre]] am 11. November 1942 von Wehrmacht-Truppen besetzt&amp;lt;/ref&amp;gt; und dann weiter nach Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Juli 1943 wurde Jakob Gapp in Berlin wegen „[[Landesverrat]]s“ zum Tode verurteilt. &lt;br /&gt;
Am 13. August 1943 wurde er in Berlin-[[Gedenkstätte Plötzensee|Plötzensee]] [[Enthauptung|enthauptet]]. Sein Leichnam wurde, wie zu dieser Zeit bei vielen Hingerichteten, dem Anatomischen Institut der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rehabilitation und Würdigung ==&lt;br /&gt;
Am 26. Juni 1987 wurde der Seligsprechungsprozess für Pater Gapp in Wien eröffnet. 37 Zeugen wurden einvernommen. 1987 wurden die Akten an die vatikanische [[Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse|Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen]] übergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 wurde das Todesurteil gegen Gapp in Berlin aufgehoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. November 1996 wurde er in Rom zusammen mit seinem Landsmann, dem Pfarrer und Märtyrer [[Otto Neururer]] (hingerichtet 1940) von [[Papst]] [[Johannes Paul II.]] [[Seligsprechung|seliggesprochen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.causesanti.va/it/santi-e-beati/jakob-gapp.html |titel=Jakob Gapp (1897–1943) |hrsg=Dicastero delle Cause dei Santi |sprache=it |abruf=2025-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://marianist.org/elementor-761/society-of-mary-sm/sm-about/sm_marianist_causes/ |titel=Marianist Causes |hrsg=International Marianist Family |sprache=en |abruf=2025-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gapps Gedenktag ist sein Todestag, der [[13. August]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Greisinghof wurde ein von Prof. Herbert Friedl entworfener Gedenkstein errichtet, dieser Stein ist nach Berlin ausgerichtet. In der Kirche Greisinghof zeigt ein Wandgemälde von Teresa Stanciewicz den Märtyrer. Sein Professring und der Abschiedsbrief sind besonders wertvolle Gedenkstücke.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Wattens&amp;quot; /&amp;gt; Eine Skulptur von Jakob Gapp gibt es im Marianum Fulda. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1996 gibt es den „Pater-Jakob-Gapp-Kreuzweg“ zwischen den Gemeinden Wattens und [[Wattenberg]]. Weitere Gedenkorte in Wattens sind die Büste und Gedenktafel in der Laurentiuskirche und die Gedenktafel an seinem Geburtshaus. Das &amp;#039;&amp;#039;Haus der Jugend&amp;#039;&amp;#039;, das der Pfarre Wattens gehört, wurde in Wattens wurde in „Jakob-Gapp-Jugendhaus“ umbenannt. In [[Franziskanergymnasium Hall in Tirol|Hall im Franziskanergymnasium]] erinnert eine Gedenktafel an den Seligen. Das Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Kreuz und Quer&amp;#039;&amp;#039; ist dem Leben, Sterben und Umgang mit der Erinnerung an Jakob Gapp in Wattens gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Erinnerung an Gapp bildet die 1996 eingeweihte Dorfkapelle zum Heiligen Bernhard in Penzendorf bei [[Greinbach]], in deren Wand Gapps Name als einer von vier Heiligen bzw. Seligen verewigt ist.&amp;lt;ref&amp;gt; Vgl. dazu die Dissertation über diese Kapelle von Eva Hofer, https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/download/pdf/242404?originalFilename=true&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es findet jährlich am 25. Juli eine Gedenkwallfahrt von Wattens auf den Umlberg (Gemeinde [[Terfens]]) statt.&lt;br /&gt;
Der Pater-Jakob-Gapp-Preis ist ein von der [[Diözese Innsbruck]] vergebener, ideeller (= finanziell nicht dotierter) Preis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tirv1.orf.at/stories/227617/ ORF Tirol: Adlerwerke erhalten Jakob-Gapp-Preis]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reliquien des Seligen befinden sich in der Kapelle des Hauses der Begegnung in Innsbruck und mit 2002 auch im Altartisch der neuen [[Pfarrkirche Telfs-Schlichtling]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gapp ist einer der Patrone der [[Katholische Arbeiterbewegung|Katholischen Arbeiterbewegung]] Tirols.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pater-Jakob-Gapp-Preis ==&lt;br /&gt;
Von Bischof [[Manfred Scheuer]] wurde der &amp;#039;&amp;#039;Pater-Jakob-Gapp-Preis&amp;#039;&amp;#039; ins Leben gerufen, um Gapp zu würdigen. Verliehen wird der Preis an Unternehmen, die sich gemäß den Grundsätzen der [[Katholische Soziallehre|Katholischen Soziallehre]] um Nachhaltigkeit und um ein gutes Betriebsklima bemühen und deren Leitung soziale Verantwortung wahrnimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20160815154821/https://www.kathpress.at/goto/meldung/1408350/ooe-gedenken-an-seligen-ns-maertyrer-p.-jakob-gapp Gedenken an seligen NS-Märtyrer P. Jakob Gapp] auf Kathpress vom 14. August 2016, abgerufen am 18. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Josef Levit: &amp;#039;&amp;#039;P. Jakob Gapp SM. Seliger, Ordenspriester (1987–1943)&amp;#039;&amp;#039;. In: Jan Mikrut (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Blutzeugen des Glaubens. Martyrologium des 20. Jahrhunderts, Bd. 1: Diözesen Wien, Eisenstadt, St. Pölten&amp;#039;&amp;#039;, Wien &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1999, S. 73–87.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Moll]]: Art. &amp;#039;&amp;#039;Gapp, Jakob&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;LThK 11 (2001), Sp. 86.&lt;br /&gt;
* Stefan Wirth: &amp;#039;&amp;#039;Seliger Jakob Gapp SM&amp;#039;&amp;#039;. In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Die neuen Heiligen der katholischen Kirche. Bd. 5: Von Papst Johannes Paul II. in den Jahren 1996–1999 kanonisierte Selige und Heilige&amp;#039;&amp;#039;, Stein am Rhein 2006, S. 56–59.&lt;br /&gt;
* [[Martin Kolozs]]: &amp;#039;&amp;#039;Für Christus zu leiden ist eine Ehre – Lebensbild des seligen Paters Jakob Gapp&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Erzbischof emeritus [[Alois Kothgasser]] SDB. Kyrene, Wien 2022, ISBN 978-3-902873-98-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Aufhebung von NS-Unrechtsurteilen]]&lt;br /&gt;
* [[Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege]]&lt;br /&gt;
* [[Ungesühnte Nazijustiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Jakob Gapp}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118833057}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118833057|LCCN=n92092802|VIAF=809272}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gapp, Jakob}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marianist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seliger|Jakob, Gapp]] &amp;lt;!-- Hl. und Sel. nach Vornamen sortiert --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Österreich ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Widerstandskämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gapp, Jakob&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Priester im Widerstand gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Juli 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wattens]], Tirol&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. August 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Hummel</name></author>
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