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	<title>Jakob Friedrich Reiff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T09:16:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jakob_Friedrich_Reiff&amp;diff=114675&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-02T08:26:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Jakob-Friedrich-Reiff.jpg|mini|hochkant|Jakob Friedrich Reiff]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jakob Friedrich Reiff Stadtfriedhof Tübingen.jpg|mini|hochkant|Grab]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jakob Friedrich von Reiff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Dezember]] [[1810]] in [[Vaihingen an der Enz]]; † [[6. Juli]] [[1879]] in [[Tübingen]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Philosoph]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Reiff besuchte 1828–33 das [[Evangelisches Stift Tübingen|evangelische Tübinger Stift]] und studierte [[Theologie]] (u.&amp;amp;nbsp;a. beim Haupt der [[Tübinger Schule]], [[Ferdinand Christian Baur]]) und [[Philosophie]]. Er begann, ähnlich wie vor ihm [[David Friedrich Strauss]], bereits als [[Repetent]] am Tübinger Stift seine philosophischen Vorlesungen und setzte diese seit 1840 als Privatdozent an der [[Universität Tübingen]] fort. In Tübingen wurde er 1844 zum außerordentlichen, 1855 zum ordentlichen Professor ernannt. 1863 bis 1864 fungierte er als Rektor der Universität Tübingen; die Emeritierung erfolgte 1877. Sein Grab befindet sich auf dem [[Stadtfriedhof Tübingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakob Friedrich Reiff ist der Vater des Mathematikers und Physikers [[Richard Reiff]] sowie zweifacher Schwiegervater des Lindauer Arztes und Ehrenbürgers [[Karl Bever]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie ==&lt;br /&gt;
Reiff ging zunächst von der damals dominierenden Philosophie [[Hegel]]s aus, gelangte aber bald über eine Kritik an Hegels [[Absoluter Idealismus|absoluten Idealismus]] zu seinem eigenen philosophischen Standpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hegel’schen System bemängelte er einerseits den Logizismus, mit dem sich keine genuin praktische Philosophie verbinden ließe, andererseits den absoluten Standpunkt, der die Grenzen des endlichen Ichs missachtete. Er näherte er sich dabei dem transzendental-kritischen Standpunkt der Wissenschaftslehre [[Johann Gottlieb Fichte]]s und gab wieder der praktischen Vernunft über die theoretische und den Willensbestimmungen über die logischen Kategorien den Primat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich sah Reiff in Hegels System einen Dualismus, den er als Ursache für den Zerfall der Hegelschule in Links- und Rechtshegelianismus diagnostizierte. So fasste Reiff es als seine Aufgabe auf, mit diesem Dualismus auch beide Zerfallstendenzen in einer letzten Synthese (der letzten, zu welcher der [[Deutscher Idealismus|deutsche Idealismus]] gelangte) zu versöhnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Synthese unternahm Reiff, auf dem genannten ethisch-kritischen Standpunkt, den er mit den logischen Errungenschaften Hegels verband, in seinem Hauptwerk, dem &amp;#039;System der Willensbestimmungen&amp;#039; (1842).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Reiffs Schülern zählen [[Hans Vaihinger]] (Philosophie des Als Ob), [[Christoph von Sigwart]] (Logik), [[Albert Schwegler]], [[Karl Christian Planck]] (&amp;#039;Die Weltalter&amp;#039;), [[Ludwig Noack (Philosoph)|Ludwig Noack]] (1846–48 Herausgeber der &amp;#039;Spekulativen Jahrbücher&amp;#039;), [[Karl Theodor Bayrhoffer]], [[Julius Friedrich August Bahnsen|Julius Bahnsen]] und der finnische &amp;#039;Nationalphilosoph&amp;#039; [[Johan Vilhelm Snellman]]. In zeitgenössischen Urteilen wurde die Bedeutung der Philosophie Reiffs hoch eingeschätzt; Planck etwa bezeichnet sie als eine „zweite kantische Kritik in höherer Instanz“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Christian Planck]]: Zur Kritik des Reiff’schen Systems. In: Jahrbücher der Gegenwart. Tübingen: Fues, 1844, S. 911–944, hier S. 941.&amp;lt;/ref&amp;gt;, nach Heinrich Schwarz ist sie „wie das Walten titanischer Kräfte aufgetreten und hat den Morgen einer neuen Epoche des geistigen Lebens verkündet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Speculative Jahrbücher, 1846, S. 16 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die kurze Wirkungszeit bis zur [[Märzrevolution]] von 1848, mit der das Interesse der Öffentlichkeit am Idealismus erlosch, hat allerdings eine breitere Wirkung der Reiff’schen Philosophie verhindert. Sein zweibändiges &amp;#039;Neues System der Philosophie&amp;#039; (1850) zog Reiff von der Publikation zurück; es gilt als verschollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlagsvertrag, [[Staatsbibliothek zu Berlin]], Sammlung Preußischer Kulturbesitz, Nachl. 488, B1, 12, M.3; 374.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit die Früh- und Spätphase des Deutschen Idealismus vermehrt ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt ist, wird auch Reiffs Philosophie wieder stärker rezipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nobilitierung ==&lt;br /&gt;
1874 wurde ihm das [[Ritterkreuz]] 1. Klasse des [[Orden der Württembergischen Krone| Ordens der Württembergischen Krone]] verliehen,&amp;lt;ref&amp;gt;Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1877, Seite 30&amp;lt;/ref&amp;gt; womit der persönliche Adelstitel verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über das Verhältnis von Philosophie und Religion, mit der Beurtheilung der hauptsächlichsten gegenwärtigen Formen desselben&amp;#039;&amp;#039; (1839)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Anfang der Philosophie, mit einer Grundlegung der Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039; (Stuttgart 1840)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das System der Willensbestimmungen&amp;#039;&amp;#039; (Tübingen 1842)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über einige wichtige Punkte in der Philosophie&amp;#039;&amp;#039; (Tübingen 1843)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über das Prinzip der Philosophie und die Idee des Systems der Willensbestimmungen&amp;#039;&amp;#039; (1846)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Spinozismus in der Kantischen Philosophie&amp;#039;&amp;#039; (1856)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Hegel’sche Dialektik&amp;#039;&amp;#039; (Tübingen 1866)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{ADB|27|686|687|Reiff, Jakob Friedrich|[[Karl von Prantl]]|ADB:Reiff, Jakob Friedrich}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613155943/http://www.bautz.de/bbkl/r/reiff_j_f.shtml |band=24|spalten=1168-1172|autor=[[Dirk Fetzer]]|artikel=Reiff, Jakob Friedrich}}&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Feuerbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Einige Bemerkungen über den ‚Anfang der Philosophie’ von J. F. Reiff.&amp;#039;&amp;#039; In: Werke in sechs Bänden, hrsg. von Erich Thies, Bd. 3: Kritiken und Abhandlungen II (1839–1843), Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1975, S. 130–140.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.philosophiebuch.de/reiff.htm &amp;#039;&amp;#039;Über die Hegelsche Dialektik&amp;#039;&amp;#039;] in: Archiv deutschsprachiger Philosophietexte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116403861|VIAF=77066320}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reiff, Jakob Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertreter des Idealismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Württembergischen Krone (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Vaihingen an der Enz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1810]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reiff, Jakob Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reiff, Jakob Friedrich von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph; Rektor in Tübingen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Dezember 1810&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Vaihingen an der Enz]], Württemberg&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Juli 1879&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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