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	<title>Jakob Bamberger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jakob_Bamberger&amp;diff=2112701&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernd Rohlfs am 13. Januar 2026 um 15:12 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-13T15:12:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jakob „Johnny“ Bamberger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1913]]; † [[1989]]) war ein deutscher [[Sinti|Sinto]], [[Boxen|Boxer]], [[KZ-Häftling]] und Aktivist der [[Bürgerrechtsbewegungen|Bürgerrechtsbewegung]] der deutschen [[Sinti und Roma]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jakob Bamberger wurde 1913 als Sohn eines Pferdehändlers und Inhabers eines [[Wanderkino]]s in [[Ostpreußen]] geboren. 1935 war die Familie aufgrund von behördlichen Repressionen gezwungen, den Betrieb des Kinos einzustellen. Von 1935 bis 1939 arbeitete er bei der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Reichsbahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1933 war er als Boxer tätig. 1934 wurde er in die [[Olympische Spiele|Olympiakernmannschaft]] berufen. [[Olympische Sommerspiele 1936|1936]] gehörte er zum deutschen Olympiakader, bevor daraus die „Nicht-[[Arier]]“ ausgeschlossen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/?id=archivseite&amp;amp;dig=2006/05/06/a0221 Pflichtschuldige Aufarbeitung] in: taz vom 6. Mai 2006, Michael Kuttner: [http://www.berlingske.dk/kultur/alle-tiders-stadion Alle tiders stadion]. In: /www.berlingske.dk vom 12. Mai 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 15. April 1938 unterlag er im Meisterschaftskampf gegen [[Nikolaus Obermauer]] und wurde damit deutscher Vizemeister im [[Fliegengewicht]]. Auch 1939 blieb er Vizemeister.&amp;lt;ref&amp;gt;Bamberger Interview&amp;lt;/ref&amp;gt; 1940 war er Dritter in seiner Klasse bei den Meisterschaften in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Michail Krausnick 1981&amp;quot;&amp;gt;[[Michail Krausnick]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Zigeuner sind da. Roma und Sinti zwischen Gestern und heute.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 1981, S. 156.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 wurde seine Familie bei der [[Völkermord an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus#Die „Maideportation“, die erste Massendeportation nach dem Überfall auf Polen|„Maideportation“]] [[Deportation|deportiert]]. Bamberger versuchte, in die [[Tschechoslowakei]] zu fliehen, wurde an der Grenze festgenommen und im [[KZ Flossenbürg]] inhaftiert. 1943 kam er ins [[KZ Dachau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Krausnick: &amp;#039;&amp;#039;Wo sind sie hingekommen? Der unterschlagene Völkermord an den Sinti und Roma.&amp;#039;&amp;#039; Bleicher Verlag, Gerlingen, 1995, S. 80, 81&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort wurde er eine der Versuchspersonen für die als NS-Medizinverbrechen klassifizierten [[Nürnberger Ärzteprozess#Unterdruck-, Unterkühlungs- und Meerwasserversuche|Meerwasserversuche]] von [[Wilhelm Beiglböck]].&amp;lt;ref&amp;gt;Nevipe - Rundbrief des Rom e.&amp;amp;nbsp;V. Nr. 42 (Jan. 2010) S. 4f.; Krausnick: &amp;#039;&amp;#039;Wo sind sie hingekommen? Der unterschlagene Völkermord an den Sinti und Roma.&amp;#039;&amp;#039; Bleicher Verlag, Gerlingen, 1995, S. 80, 81&amp;lt;/ref&amp;gt; Bamberger überlebte die Versuche und wurde anschließend in einem Dachauer Außenkommando in der Rüstungsproduktion eingesetzt. 1945 wurde er in das [[KZ Buchenwald]] verlegt. Im April 1945 wurde er auf einem Transport von Buchenwald nach Flossenbürg von US-Truppen befreit. Jakob Bamberger verlor in den Lagern seine Mutter und zwei Geschwister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine 1946 aufgenommenen Bemühungen um „Wiedergutmachung“ waren erst 1969 erfolgreich. Ihm wurde eine verfolgungsbedingte Beeinträchtigung von 25 % zugestanden, so dass er die Mindestrente erhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Michail Krausnick 1981&amp;quot;/&amp;gt; Die bei den Meerwasserversuchen entstandene Nierenschädigung war ihm als Sportverletzung ausgelegt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;http:// suite101.de/article/holocaust-die-schicksale-verfolgter-kzboxer-a65732&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Gerichtsakten des [[Nürnberger Ärzteprozess|Ärzteprozess]], der in Nürnberg vom 9. Dezember 1946 bis zum 20. August 1947 stattfand, finden sich zahlreiche Einträge zu Aussagen von anderen Zeugen über Bamberger.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=6U5mYY9DivoC&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;lpg=PA62&amp;amp;dq=meerwasserversuche+im+kz+dachau&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=-oHemkEJA6&amp;amp;sig=6qFUNsn6TzbHFW0q8yQ_zcVgWBo&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=PzOGUdGlOczDswamp4D4Bg&amp;amp;ved=0CFYQ6AEwBg#v=snippet&amp;amp;q=Bamberger&amp;amp;f=false Der Nürnberger Ärzteprozess 1946/47. Erschließungsband zur Mikrofiche-Edition. Walter de Gruyter, 2000. S. 313.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bamberger engagierte sich in der Bürgerrechtsbewegung. Er schloss sich dem [[Verband Deutscher Sinti und Roma]] an und beteiligte sich 1980 als einer von zwölf Sinti am [[Dachauer Hungerstreik]] in der [[KZ-Gedenkstätte Dachau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Völklein: [http://www.zeit.de/1980/17/was-damalsrechtens-war Hungerstreik der Sinti. Was damals Rechtens war… Demonstration nicht ohne Erfolg.] In: Die Zeit vom 18. April 1980&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://kz-gedenkstaette-dachau.de/zeitleiste/1945-gegenwart.html | titel=Zeitleiste: 1945 - Gegenwart | zugriff=2014-11-15| archiv-url=https://web.archive.org/web/20101126024044/http://kz-gedenkstaette-dachau.de/zeitleiste/1945-gegenwart.html&lt;br /&gt;
| archiv-datum=2010-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* „Ich habe sie alle geboxt“. Interview mit Jakob Bamberger. In: Jörg Boström, Uschi Dresing, Jürgen Escher, Axel Grünewald (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Das Buch der Sinti&amp;#039;&amp;#039;, West-Berlin: Elefanten Press 1981, ISBN 3-88520-062-7, S. 156–158&lt;br /&gt;
* „… und mir wollten sie den Hungerstreik verbieten“. In: &amp;#039;&amp;#039;pogrom – Zeitschrift für bedrohte Völker&amp;#039;&amp;#039;, Sonderausgabe zum III. Welt-Roma-Kongreß, o. O. 1981, S. 144–146&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.br.de/themen/bayern/inhalt/geschichte/sinti-roma-flossenbuerg100~_image-3_-7f14f0c36170bc3100407e2bbd606c6af0d868fb.html Fotos und Dokumente zu Bamberger auf www.br.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.dgim-history.de/biografie/Bamberger;Jacob%20%28Jakob%29%20%E2%80%9EJohnny%E2%80%9D;1026 Gedenken &amp;amp; Erinnern der DGIM]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1255051981|VIAF=221164963981924300000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bamberger, Jakob}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Flossenbürg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Boxer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des NS-Völkermords an den Sinti und Roma]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roma (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bamberger, Jakob&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bamberger, Johnny (Spitzname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Boxer und später Aktivist der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernd Rohlfs</name></author>
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