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	<title>Jacques Benveniste - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T05:33:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jacques_Benveniste&amp;diff=259251&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wassermaus: Überflüssiges „allerdings“ weg</title>
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		<updated>2025-09-19T13:14:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Überflüssiges „allerdings“ weg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jacques Benveniste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. März]] [[1935]] in [[Paris]]; † [[3. Oktober]] [[2004]] ebenda) war ein französischer [[Mediziner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jacques Benveniste arbeitete bei dem [[Institut national de la santé et de la recherche médicale]] (INSERM), dem französischen Gesundheits- und Forschungsinstitut, und wurde 1984 zum Direktor der Forschungsabteilung dieses Instituts ernannt. 1970 entdeckte er den [[Plättchenaktivierender Faktor|„Plättchenaktivierenden Faktor“ (PAF)]], einen Wachstumsfaktor im Zusammenhang mit [[Angiogenese]].&lt;br /&gt;
Am 3. Oktober 2004 verstarb er im Alter von 69 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parawissenschaft ===&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Benveniste vor allem durch seine Behauptung, hochgradig verdünnte Antikörper&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://histoire.inserm.fr/les-femmes-et-les-hommes/jacques-benveniste |titel=Jacques Benveniste / Histoire de l&amp;#039;Inserm |abruf=2021-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; könnten über einen „Gedächtniseffekt“ des Wassers weiße Blutzellen ([[Leukozyt]]en) beeinflussen. Ein Bericht über diese besonders für die [[Homöopathie]] bahnbrechend erscheinende Neuigkeit wurde 1988 sogar im renommierten Wissenschaftsmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht&amp;lt;ref&amp;gt;E. Davenas, F. Beauvais, J. Amara, M. Oberbaum, B. Robinzon u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Human basophil degranulation triggered by very dilute antiserum against IgE.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; Band 333, S. 816–818. PMID 2455231&amp;lt;/ref&amp;gt; und zog einen jahrelangen Streit nach sich.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Drösser, Ulrich Schnabel: [https://www.zeit.de/2003/49/N-Wasser &amp;#039;&amp;#039;Kann Wasser denken? Forscher und Esoteriker wollen die Geheimnisse des Wassers ergründen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 49, 27. November 2003 und Ulrich Schnabel: [https://www.zeit.de/2003/49/N-Wasser_Ged_8achtnis &amp;#039;&amp;#039;Verdünnte Wahrheit - Hat Wasser ein Gedächtnis? Der Streit darum tobt seit Jahren. Es winkt eine Million Dollar.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 49, 27. November 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anderen Forschern gelang es nicht, den Effekt im Experiment zu bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;S. J. Hirst, N. A. Hayes, J. Burridge, F. L. Pearce, J. C. Foreman: &amp;#039;&amp;#039;Human basophil degranulation is &amp;#039;&amp;#039;not&amp;#039;&amp;#039; triggered by very dilute antiserum against human IgE.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; Band 366, S. 525–527. PMID 8255290&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J. H. Ovelgonne, A. W. Bol, W. C. Hop, R. van Wijk: &amp;#039;&amp;#039;Mechanical agitation of very dilute antiserum against IgE has no effect on basophil staining properties.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Experientia.&amp;#039;&amp;#039; Band 48(5), S. 504–508. PMID 1376282&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehr noch: Unter der Aufsicht des &amp;#039;&amp;#039;Nature&amp;#039;&amp;#039;-Chefredakteurs [[John Maddox]] und des amerikanischen [[Pseudowissenschaft]]en-Gegners [[James Randi]] gelang es Benveniste selbst nicht, seine eigenen Ergebnisse zu wiederholen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Maddox, J. Randi, W. W. Stewart: &amp;#039;&amp;#039;„High-dilution“ experiments a delusion&amp;#039;&amp;#039; (etwa: „Hoch-Verdünnungs“-Experimente (sind) eine Täuschung). In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; Band 334, S. 287–291. PMID 2455869&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Aus für Benvenistes These vom „Gedächtnis des Wassers“ (&amp;#039;&amp;#039;siehe hierzu auch&amp;#039;&amp;#039;: [[Wassercluster]]) kam in Gestalt von [[Georges Charpak]]: Dieser schlug Benveniste eine Serie von Experimenten vor, die dann unter seiner Aufsicht durchgeführt wurden. Das Ergebnis dieser Versuche war für Benveniste niederschmetternd: allenfalls zufällige Wirkungen konnten nachgewiesen werden. 1995 konstatierte Charpak abschließend, dass Benvenistes „Wassermanipulationen“ keinerlei nachweisbaren Effekt hätten. Ungeachtet dessen erweiterte Benveniste später seine Position noch, indem er behauptete, die Informationen des Wassers könnten auch via [[Telefon]] oder [[Internet]] übertragen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Benveniste, P. Jurgens, W. Hsueh, J. Aissa: &amp;#039;&amp;#039;Transatlantic Transfer of Digitized Antigen Signal by Telephone Link.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Allergy and Clinical Immunology - Program and abstracts of papers to be presented during scientific sessions AAAAI/AAI.CIS Joint Meeting February 21-26, 1997.&amp;#039;&amp;#039; [http://www.digibio.com/doc/lbn97_01.rtf Poster]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 stellte [[Luc Montagnier]] auf einer Konferenz eine neue Methode zum Nachweis von Virusinfektionen vor. Er behauptete, Benveniste habe mit seiner Behauptung recht gehabt und dass Lösungen, die die DNA krankheitsauslösender Bakterien und Viren wie HIV enthielten, in der Lage seien, niederfrequente Radiowellen auszusenden, die die umgebenden Wassermoleküle veranlassten, sich in Nanostrukturen zu ordnen. Diese Wassermoleküle könnten auch ihrerseits wiederum Radiowellen aussenden. Wasser behalte diese Eigenschaften auch dann, wenn keine Virus- oder Bakterien-DNA mehr nachweisbar sei. Man könne die Radiowellen verwenden, um Krankheiten zu erkennen und diese sogar als Frequenz verschlüsselt über das Internet übertragen und an einem anderen Ort in mit diesen Radiowellen behandeltem Wasser mit Hilfe von [[Polymerase-Kettenreaktion|PCR]] die ursprüngliche DNA klonieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacques Benveniste erhielt zweimal den [[Satire|satirischen]] [[Ig-Nobelpreis]] für Chemie: 1991 und 1998. Das Magazin &amp;#039;&amp;#039;Nature&amp;#039;&amp;#039; hat den umstrittenen Bericht nie zurückgezogen, beschreibt jedoch im Oktober 2004 in einem Nachruf, dass der Bericht von Wissenschaftlern weitgehend nicht ernst genommen wurde, nirgends reproduziert werden konnte und dass Benveniste seine Forschungen hauptsächlich in dem privat von ihm finanzierten „Digital Biology Laboratory“ in Clamart und nicht am INSERM fortsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Ball: &amp;#039;&amp;#039;‚Memory of water‘ biologist dies after heart surgery.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; 431(7010), 14. Okt 2004, S. 729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verwandte Theorien ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Belebtes Wasser}}&lt;br /&gt;
Die These zum Gedächtnisseffekt von Benveniste bildet zusammen mit weiteren als [[Parawissenschaft|para-]] bzw. [[pseudowissenschaft]]lich bezeichneten Ansätzen von [[Masaru Emoto]], [[Viktor Schauberger]], [[Johann Grander]] u.&amp;amp;nbsp;a. die Ausgangslage für die Behandlung, Herstellung und Vermarktung von sogenanntem [[Belebtes Wasser|„belebtem“ Wasser]] und Geräten zur Wasserbelebung. Auch die &amp;#039;&amp;#039;Grander-Technologie&amp;#039;&amp;#039; zur „Belebung von Leitungswasser“ ist erwiesenermaßen wirkungslos&amp;lt;ref&amp;gt;[http://homepage.univie.ac.at/erich.eder/wasser/ &amp;#039;&amp;#039;Was ist dran am Granderwasser?&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;homepage.univie.ac.at&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; und darf laut einem Gerichtsurteil als „esoterischer Unfug“ bezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://tirv1.orf.at/stories/134842 &amp;#039;&amp;#039;Grander Wasser: Bezeichnung &amp;quot;esoterischer Unfug&amp;quot; erlaubt.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;tirv1.orf.at&amp;#039;&amp;#039;, 7. September 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bbc.co.uk/science/horizon/2002/homeopathytrans.shtml &amp;#039;&amp;#039;Homeopathy: The Test.&amp;#039;&amp;#039;] Transkript. der [[BBC]]-Sendung über den misslungenen Benveniste-Versuch.&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2003/49/N-Wasser_Ged_8achtnis?page=all &amp;#039;&amp;#039;Verdünnte Wahrheit.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 49/2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122969189|LCCN=n/82/234912|NDL=01098419|VIAF=73849899}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Benveniste, Jacques}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Benveniste, Jacques&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Mediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. März 1935&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Oktober 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wassermaus</name></author>
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