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	<title>Jacquardwebstuhl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T02:10:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jacquardwebstuhl&amp;diff=318576&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Upany: Bild Jacquardwebstuhl hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-05-28T06:45:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild Jacquardwebstuhl hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jacquardwebstuhl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man den von [[Joseph-Marie Jacquard]] weiterentwickelten [[Webstuhl]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Jacquard02.jpg|miniatur|Jacquard-Webstuhl]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Métier Falcon CNAM-IMG 0527.jpg|miniatur|Modell eines Jacquard-Webstuhls, für jeden unabhängig steuerbaren Kettensatz gibt es eine Lochreihe auf der Karte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Telaio Jacquard 1849.jpg|mini|Jacquardwebstuhl, 1849]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in prähistorischer Zeit gab es in vielen Teilen der Welt einfache Webstühle. Doch erst 1785 erfand der Engländer [[Edmund Cartwright]] den ersten mechanischen Webstuhl. Eine erhebliche Verbesserung brachte schließlich am 19. April 1805 die Webmaschine des französischen [[Seidenweber]]s Joseph-Marie Jacquard (1752–1834). Gesteuert durch je eine Lochkarte pro [[Schussfaden|Schuss]] werden mit ihm [[Kettfaden|Kettfäden]] einzeln hochgezogen und so das Weben groß gemusterter [[Gewebe (Textil)|Gewebe]] ermöglicht ([[Jacquardmusterung]]). Der Unterschied zu [[Damast]]webstühlen, mit deren Hilfe ähnliche Gewebe hergestellt werden, besteht darin, dass dort Kettfäden nur in Gruppen ausgehoben werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem jacquardschen Prinzip wurden einige Jahrzehnte später auch Musterungsvorrichtungen für [[Strickmaschine|Strick-]] und [[Wirkmaschine]]n konstruiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise der Webmaschine mit Jacquardeinrichtung ==&lt;br /&gt;
Einzelne [[Litze (Weberei)|Litzen]] sind an Hebeschnüren &amp;#039;&amp;#039;(Harnischen)&amp;#039;&amp;#039; befestigt, die an speziellen Haken ([[Platine (Textilmaschinen)|Platinen]]) hängen. Durch die vertikale Bewegung der Platinen werden bei jeder Maschinenumdrehung einzelne [[Kettfaden|Kettfäden]] in den oberen oder unteren Teil des Webfaches geleitet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Jaquard-Bandwebstuhl Textilmuseum Groß-Siegharts.jpg|mini|Jacquard-Bandwebstuhl im Textilmuseum Groß-Siegharts]]&lt;br /&gt;
Beim ursprünglichen Jacquardwebstuhl wurden die Platinenbewegungen durch [[Lochkarte]]n gesteuert, wobei je Schuss eine Lochkarte benötigt wird. Dies war eine der ersten bekannten Anwendungen der Lochkartentechnik überhaupt. Aufgrund der zahlreich benötigten Lochkarten etablierte sich für die Herstellung der Karten das Berufsbild der [[Kartenschlägerin]]. Die meisten neueren Einrichtungen arbeiten mit elektromagnetischer Übertragung der vom Computer gegebenen Steuerungsimpulse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderne Jacquardmaschinen arbeiten mit bis zu 24.000 Platinen. Das bedeutet, dass das gewebte Muster die Größe einer ganzen Webmaschinenbreite erreichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2007 sollte eine Jacquardmaschine auf den Markt kommen, bei der die Litzen ohne das komplizierte System der Harnische gesteuert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsfähige Jacquard-Webstühle ==&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Schauweberei Braunsdorf|Historischen Schauweberei Braunsdorf]]&amp;#039;&amp;#039; sind mehrere voll funktionsfähige Webstühle mit Jaquard-Steuerung in Betrieb, ebenso im &amp;#039;&amp;#039;[[Textil- und Rennsportmuseum|Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal]],&amp;#039;&amp;#039; in der ehemaligen Paramentenweberei Hubert Gotzes (heute: [[Haus der Seidenkultur]]) in [[Krefeld]] sowie im &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Damast- und Frottiermuseum|Deutschen Damast- und Frottiermuseum Großschönau]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein alter Jacquard-Webstuhl mit Lochkartensteuerung wird im Betrieb vorgeführt u.&amp;amp;nbsp;a. im [[Tuchmacher-Museum Bramsche|Tuchmachermuseum]] in [[Bramsche]] bei Osnabrück. Ein voll funktionsfähiger Jacquard-Webstuhl mit Lochkartensteuerung befindet sich im „Technischen Museum der Bandweberei“ in [[Großröhrsdorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://grossroehrsdorf.de/web/kultur-tourismus/technisches-museum/index.php Technisches Museum der Bandweberei Großröhrsdorf]; abgerufen am 8. Mai 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Alte Jacquard-Webstühle waren auch noch bei der „Mechanischen Weberei H. Egelkraut“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.egelkraut-stoffe.de/geschichte.html |wayback=20160604013438 |text=Historische Weberei}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Trutzhain]] im Einsatz und wurden vorrangig zur Produktion von Kleinmengen an Stoffen für Kirchen, Theater, Film, Musikinstrumente oder Trachten verwendet. Auch im Textilmuseum von [[Roubaix]] und in der [[Bandweberei Kafka]] in [[Langerfeld|Wuppertal-Langerfeld]] gibt es funktionsfähige Maschinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem sind mehrere dieser Lochkarten-Jaquard-Webstühle im Maison de Canuts in Lyon, der Geburtsstadt von Jacquard zu sehen und teilweise für Vorführungen in Betrieb&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://maisondescanuts.fr/ |titel=Maison des Canuts • Musée privé de la soie de Lyon • Croix-Rousse |sprache=fr |abruf=2022-09-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch heute werden in der früheren [[Möbelstoff-Weberei Cammann &amp;amp; Co.]], heute &amp;#039;&amp;#039;Cammann Gobelin Manufaktur&amp;#039;&amp;#039; in [[Braunsdorf (Niederwiesa)|Braunsdorf]] bei [[Chemnitz]], hochwertige Möbelbezugs- und Dekorationsstoffe auf 60&amp;amp;nbsp;Jahre alten Chemnitzer [[Louis Schönherr|Schönherr-Webstühlen]] mit Lochkarten nach dem Prinzip von Joseph-Marie Jacquard hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich zeigt das [[Textilmuseum Groß-Siegharts]] einen funktionierenden Jacquard-Bandwebstuhl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://textilmuseum.at/ |titel=Homepage Textilmuseum Groß-Siegharts |hrsg=Forum lebendige Textilgeschichte |abruf=2025-05-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fabia Denninger, Elke Giese: &amp;#039;&amp;#039;Textil- und Modelexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Deutscher Fachverlag Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-848-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mon Tricot &amp;amp; Plus.&amp;#039;&amp;#039; Ediclair, Paris 1980, {{ISSN|0247-2708}}.&lt;br /&gt;
* Birgit Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Textiles Prozessieren. Eine Mediengeschichte der Lochkartenweberei.&amp;#039;&amp;#039; Diaphanes Verlag Berlin/Zürich 2007, ISBN 978-3-03734-007-3.&lt;br /&gt;
* Almut Bohnsack: &amp;#039;&amp;#039;Der Jacquard-Webstuhl.&amp;#039;&amp;#039; Deutsches Museum, München 1993.&lt;br /&gt;
* Friedrich Kohl: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Jacquard-Maschine und der sich ihr anschließenden Abänderungen und Verbesserungen&amp;#039;&amp;#039; (nebst der Biographie Jacquards), Nikolaische Verlags-Buchhandlung, Berlin 1873&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jacquard looms|Jacquardwebstühle|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/1007887/ |wayback=20090810053250 |text=Vom Webstuhl zum Computer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsmittel (Weberei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Informatik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilmaschine]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Upany</name></author>
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