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	<title>Jacob Volhard - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T20:36:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-10-11T16:59:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:3|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jacob Volhard.jpg|miniatur|Jacob Volhard]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jakob Volhard.jpg|mini|Jacob Volhard als Student]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baeyer-Volhard LMU 1877.jpg|miniatur|Volhard 1877 an der LMU München]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jacob Volhard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Juni]] [[1834]] in [[Darmstadt]]; † [[14. Januar]] [[1910]] in [[Halle (Saale)]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Chemiker]].&lt;br /&gt;
[[Datei:D. Vorländer Nachruf 1912 auf J. Volhard.pdf|miniatur|Nachruf Jacob Volhard]]&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jacob Volhards Vater war der Hofgerichtsadvokat [[Carl Volhard|Karl Ferdinand Volhard]] in Darmstadt. Seine Mutter Cornelie Volhard (geborene Leisler) entstammte einer Hanauer Kaufmannsfamilie. Jacob Volhard studierte zunächst Philologie und Geschichte an der [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Universität Gießen]], bevor er zur Chemie bei seinem Onkel [[Justus von Liebig]] wechselte. Während seiner Studienzeit bekam er Kontakt zu einem christlichen Freundeskreis, aus dem am 15. August 1852 die [[Christliche Studentenverbindung|christliche]] [[Studentenverbindung]] [[Gießener Wingolf]] entstand. So wurde Volhard zu einem der Stifter des Gießener Wingolf und ab 1854 der erste [[Fuxmajor]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/ange.19100230801&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Jacob Volhard zum Gedächtnis |Sammelwerk=Angewandte Chemie |Band=23 |Nummer=8 |Verlag= |Datum=1910 |Seiten=337–340 |DOI=10.1002/ange.19100230801}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/cber.19120450261&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Vorländer |Titel=Jacob Volhard |Sammelwerk=Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft |Band=45 |Nummer=2 |Verlag= |Datum=1912 |Seiten=1855–1902 |DOI=10.1002/cber.19120450261}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Weggang Liebigs aus Gießen nach [[München]] im Wintersemester 1852/53 studierte Volhard bei dessen Nachfolger [[Heinrich Will (Chemiker)|Heinrich Will]]. 1855 promovierte er zum Dr. phil. und wechselte nach [[Heidelberg]] in das Labor von [[Robert Bunsen]]. Volhard nahm die Chemie zunächst noch nicht ganz ernst, er widmete sich in Heidelberg weiterhin der Philologie und Geschichte. Er trat dem [[Heidelberger Wingolf]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/cber.19120450261&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Justus von Liebig nahm den sehr begabten Volhard 1856 als Assistent in sein Münchner Institut auf,&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/cber.19120450261&amp;quot; /&amp;gt; aber auch hier war Volhard nicht ständig im Labor, er hielt sich oft bei der geselligen sog. „[[Künstlergesellschaft Allotria|Allotria]]“ um den Maler [[Franz von Lenbach]] und den Bildhauer [[Lorenz Gedon]] auf und pflegte Umgang mit [[Moritz von Schwind]] und [[Paul Heyse]].&amp;lt;ref&amp;gt;Remane, Horst, &amp;quot;Volhard, Jacob&amp;quot; in: Neue Deutsche Biographie 27 (2020), S. 87–89 [https://www.deutsche-biographie.de/pnd117488941.html#ndbcontent Online-Version]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine eigentliche Karriere als Forscher begann Volhard durch seinen Aufenthalt bei [[August Wilhelm von Hofmann]] in London 1860 und 1862 bei [[Adolph Wilhelm Hermann Kolbe|Adolph Kolbe]] in [[Marburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/cber.19120450261&amp;quot; /&amp;gt; 1869 wurde er als außerordentlicher Professor nach München berufen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/cber.19120450261&amp;quot; /&amp;gt; wo er 1875–1879 die anorganische Abteilung leitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/ange.19100230801&amp;quot; /&amp;gt; Nach kurzer Zeit als Ordinarius in [[Universität Erlangen|Erlangen]] wurde er 1882 an die [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]] berufen, wo er ein neues mustergültiges Institutsgebäude aufbaute und von 1882 bis 1908 Direktor des Chemischen Instituts und 1897 Rektor der Universität Halle war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/cber.19120450261&amp;quot; /&amp;gt; 1900 wurde er Präsident der [[Deutsche Chemische Gesellschaft|Deutschen Chemischen Gesellschaft]] und 1901 Ehrenmitglied des Vereins Deutscher Chemiker.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Müller: &amp;#039;&amp;#039;Das Liebig-Laboratorium von seinen Anfängen bis in die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; [[Festschrift]] zum 100-jährigen Jubiläum des Liebig-Museums, Band 10 der Berichte  der Justus-Liebig-Gesellschaft zu Gießen, ISSN 0940-3426, 1. Auflage, Gießen 2020, 180 Seiten. – Diese Biographie findet sich fast wörtlich als Fußnote Nummer 76 in dieser Festschrift. Vermutlich hat Franziska Müller sie von Wikipedia [[Plagiat|plagiiert]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/cber.19120450261&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volhard widmete seinem Lehrer Justus von Liebig 1909 dessen erste Biografie, die heute für die Liebig-Forschung unerlässlich ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/cber.19120450261&amp;quot; /&amp;gt; Er war langjähriger Schriftleiter der berühmten „[[Justus Liebigs Annalen der Chemie|Annalen der Chemie]]“ (von 1871–1910) und Vizepräsident der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Leopoldina]], der er ab 1883 angehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|5349|IDName=jakob-volhard|Name=Jakob Volhard|Kommentar=|Datum=11. März 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/cber.19120450261&amp;quot; /&amp;gt; Seit 1879 war er korrespondierendes Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]. 1900 wurde er für ein Jahr zum Vorstand der Deutschen Chemischen Gesellschaft gewählt&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/ange.19100230801&amp;quot; /&amp;gt;. Volhard war ein großer Didaktiker und sein Manuskript zur Anleitung der qualitativen Analytik wurde in ganz Deutschland für Jahrzehnte zu einem weitergereichten Standardwerk des Chemiestudiums und schließlich 1875 herausgegeben (genannt „Der kleine Volhard“). Bekannt war Volhard besonders für seinen Humor und seinen Darmstädter Dialekt, den er ungetrübt bis ins hohe Alter pflegte; schon als Student waren seine gezeichneten Karikaturen beliebt und gefürchtet. Ein noch heute (in Chemikerkreisen) geläufiger Aphorismus stammt von Volhard: „Das Indigoblau zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der [[Organische Chemie|Organischen Chemie]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volhard starb hochgeehrt 1910&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/cber.19120450261&amp;quot; /&amp;gt; und wurde auf dem [[St. Laurentius (Halle)|Laurentiusfriedhof]] beerdigt; seine Büste ziert noch heute das alte Chemische Institut in Halle.&lt;br /&gt;
Justus v. Liebig sagte über Volhard: „Ich habe nie einen Assistenten gehabt, der so fein gebildet war wie er.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Schülern Volhards zählen [[Johannes Thiele (Chemiker)|Johannes Thiele]], [[Rudolf Schenck]], [[Daniel Vorländer]] (1867–1941) und [[Hermann Staudinger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volhard war ab 1867 verheiratet mit Josephine geborene [[Franz Backofen|Backofen]] (1842–1935).&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1002/cber.19120450261&amp;quot; /&amp;gt; Sie hatten gemeinsam sieben Kinder. Der Sohn [[Franz Volhard]] wurde ein bedeutender Internist und [[Nephrologe]], die Nobelpreisträgerin [[Christiane Nüsslein-Volhard]] ist eine Urenkelin, der [[Nobelpreis für Chemie|Nobelpreisträger für Chemie]] [[Benjamin List]] ist ein Ururenkel. Eine Krankenstation im Universitätsklinikum Gießen trägt noch heute seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Entdeckungen ==&lt;br /&gt;
* Synthese des [[Sarkosin]]s 1862&lt;br /&gt;
* Synthese des [[Kreatin]]s und Darstellung des [[Guanidin]]s und [[Cyanamid]]s 1868&lt;br /&gt;
* Synthese der [[Pulvinsäure]] und [[Vulpinsäure]]&lt;br /&gt;
* Bestimmung von [[Mangan]] 1879&lt;br /&gt;
* [[Bromierung]] von [[Carbonsäuren]] ([[Hell-Volhard-Zelinsky-Reaktion]]) 1881–1887&lt;br /&gt;
* [[Thiophen]]synthese (Volhard-Erdmann-[[Zyklisierung]]) 1885&lt;br /&gt;
* Volumetrische Bestimmung des [[Silber]]s, der [[Cyanide]], der [[Halogenide]] und des [[Thiocyanat]]s (sog. [[Titration nach Volhard]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über mehratomige Harnstoffe (On the ureas of the diamines)&amp;#039;&amp;#039;, London 1861.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die chemische Theorie&amp;#039;&amp;#039;, [[Habilitationsschrift]] München 1863, gedruckt Braunschweig 1863 ({{Google Buch| BuchID   = Qbs5AAAAcAAJ}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Begründung der Chemie durch Lavoisier&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1870.&lt;br /&gt;
* [[Datei:Jakob Volhard im Hoersaal in Halle 1899.jpg|mini|Jakob Volhard im Hörsaal in Halle 1899]]&amp;#039;&amp;#039;Volhards Anleitung zur qualitativen Analyse&amp;#039;&amp;#039; (ed. Clemens Zimmermann) München 1875.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Experiments in General Chemistry and Introduction to Chemical Analysis&amp;#039;&amp;#039; (zusammen mit C. Zimmermann), Baltimore 1887.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;August Wilhelm von Hofmann – Ein Lebensbild&amp;#039;&amp;#039; (zusammen mit [[Emil Fischer]]) 1902.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Justus von Liebig – Sein Leben und Wirken&amp;#039;&amp;#039;, 2. Bd., Leipzig 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Langenbeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Jacob Volhard, ein Altmeister der Chemie&amp;#039;&amp;#039;. In: 450 Jahre Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle 1952.&lt;br /&gt;
* [[Datei:Familie Jakob und Josefine Volhard in Halle 1905 (Franz Volhard ganz links).jpg|mini|Familie Jakob und Josefine Volhard in Halle 1905 ([[Franz Volhard]] ganz links)]][[Daniel Vorländer]]: &amp;#039;&amp;#039;Jacob Volhard zum Gedächtnis&amp;#039;&amp;#039;, Leopoldina 46 (1910).&lt;br /&gt;
* Daniel Vorländer: &amp;#039;&amp;#039;Jacob Volhard,&amp;#039;&amp;#039; Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Band 45, 1912, S. 1855–1902&lt;br /&gt;
* [[Emil Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Jacob Volhard als Historiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Der Deutsche Chemiker 2 (1936), S. 67 f.&lt;br /&gt;
* R. Pummerer: &amp;#039;&amp;#039;Chemie&amp;#039;&amp;#039;. In: Geist und Gestalt, Band 2, München 1959, S. 133–218.&lt;br /&gt;
* Frank Kuschel: Mühlpforte Nr. 1 und die Physikalische Chemie an der Universität Halle. Die Geschichte eines universitären Refugiums. Diepholz/Berlin: GNT-Verlag 2017, S. 25–32, ISBN 978-3-86225-108-7. [https://www.gnt-verlag.de/1108 Website].&lt;br /&gt;
* {{NDB|27|87|89|Volhard, Jacob|[[Horst Remane]]|117488941}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* [https://litten.de/fulltext/volhard.htm Kurzbiographie von Freddy Litten]&lt;br /&gt;
* {{Academictree|chemistry|46963}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117488941|LCCN=n86867716|VIAF=5710081}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Volhard, Jacob}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Standort Erlangen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Justus-Liebig-Universität Gießen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Wingolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1834]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Volhard, Jacob&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Juni 1834&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Darmstadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Januar 1910&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DocHorst1705</name></author>
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