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	<title>Jütisches Recht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=J%C3%BCtisches_Recht&amp;diff=780799&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ShuaiXuesheng: Rechtschreibung korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=J%C3%BCtisches_Recht&amp;diff=780799&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-19T18:35:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibung korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;jütische Recht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Gerichtsterminus: &amp;#039;&amp;#039;Jütisches Low&amp;#039;&amp;#039;, dänisch &amp;#039;&amp;#039;Jyske Lov&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--Die Buchstabierung &amp;quot;Jydske Lov&amp;quot; wurde vor die Rechtschreibreform von 1875 benutzt--&amp;gt;, niederdeutsch &amp;#039;&amp;#039;Jütsche Low&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Gesetzesordnung von 1241, die unter [[Waldemar II. (Dänemark)|Waldemar II.]] in Kraft trat. Das Jütische Recht galt auf der Halbinsel [[Jütland]] bis an die [[Eider]] (also einschließlich [[Herzogtum Schleswig|Schleswigs]] bzw. [[Sønderjylland]]s), auf diversen angrenzenden kleineren Inseln (wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Rømø]]) sowie auf den Inseln [[Fünen]], [[Fehmarn]] und [[Helgoland]] und ist eine der ältesten schriftlich fixierten Rechtsgrundlagen in [[Dänemark]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Codex Holmiensis CE 1350.jpg|mini|Aus dem Codex Holmiensis 37, der ältesten erhaltenen Handschrift]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gültigkeitszeitraum ==&lt;br /&gt;
Im Königreich Dänemark blieb das Jütische Recht bis 1683 gültig. Der dänische König [[Christian V. (Dänemark und Norwegen)|Christian V.]] ersetzte es durch das [[Rechtsgeschichte Dänemarks|Dänische Recht]]. Im Herzogtum Schleswig hingegen wurde es weiterhin angewendet und blieb teilweise sogar noch bis zur im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] erfolgten Einführung des [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerlichen Gesetzbuchs]] am 1.&amp;amp;nbsp;Januar&amp;amp;nbsp;1900 gültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In gegenwärtiger juristischer Literatur und Rechtsprechung wird allerdings davon ausgegangen, dass einzelne Normen des &amp;#039;&amp;#039;Jütischen Low&amp;#039;&amp;#039; weiterhin im Geltungsgebiet in Kraft seien. Sie können sogar in Einzelfällen innerhalb von Gesetzeskonkurrenzen Vorrang gegenüber aktuellen Gesetzen (wie dem BGB) haben. Eine der Ursachen für das Fortbestehen der Gültigkeit ist darin zu finden, dass einige preußische Gesetze – wie das &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten|Preußische Allgemeine Landrecht]]&amp;#039;&amp;#039; von 1794 – in Schleswig-Holstein nie in Kraft traten, so dass zum Beispiel nach Art. 55 ff. [[EGBGB]] die weiterhin gültigen landesrechtlichen Normen des &amp;#039;&amp;#039;Jütischen Low&amp;#039;&amp;#039; gelten könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorläufer ==&lt;br /&gt;
Zu den noch etwas älteren, ebenfalls unter König [[Waldemar II. (Dänemark)|Waldemar II.]] verfassten Landschaftsrechten gehörte weiter das [[Seeländisches Recht|Seeländische Recht]] (für [[Seeland (Dänemark)|Seeland]] und die südlichen Inseln) und das [[Schonisches Recht|Schonische Recht]] (für [[Schonen]] einschließlich [[Bornholm]], [[Halland]] und [[Blekinge]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der mittelalterliche dänische Chronist [[Saxo Grammaticus]] berichtet in seinem um 1200 entstandenen Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Gesta Danorum]]&amp;#039;&amp;#039; über die Versuche der dänischen Könige, übergreifende Gesetze durchzusetzen. Wie bereits in der Antike verbreitet, ging man im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in vielen Teilen des christlichen Europa dazu über, geltende Gewohnheitsrechte zu [[Kodex|kodifizieren]]. Unter Waldemar II. (König 1202–1241, Herzog von Schleswig 1182–1202) nahmen die ersten Landschaftsrechte Gestalt an. Das Jütische Recht ist als einziges datiert und erschien kurz vor dem Tode des Königs 1241. Dem Inhalt nach müssen Schonisches und Seeländisches Recht jedoch noch einige Jahre älter sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hauptverfasser des Werks gilt Bischof [[Gunner (Viborg)|Gunner]] von [[Viborg]], dem politischen Zentrum Jütlands. Aus der Vorrede geht hervor, dass der König gemeinsam mit seinen Söhnen [[Erik IV. (Dänemark)|Erik Plovpenning]], [[Abel (Dänemark)|Abel]], [[Christoph I. (Dänemark)|Christoffer]] und [[Uffe Thrugotsen]], seinerzeit als [[Erzbischof]] von [[Lund]] höchster geistlicher Würdenträger im Reich, sämtlichen dänischen Bischöfen und „den besten Männern im Reich“ den Rechtscodex anerkannt habe. Wahrscheinlich ist der Gesetzestext auch am jütischen Landesthing in Viborg beschlossen worden, denn im Vorwort wird erwähnt, dass niemand gegen das Recht verstoßen und richten dürfe, das der König gegeben und das Land beschlossen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Med lov skal man land bygge 2004 ubt.jpeg|mini|350px|Über dem Porticus des Kopenhagener Stadtgerichts steht der Einleitungssatz: MED LOV SKAL MAN LAND BYGGE.]]&lt;br /&gt;
Das Jütische Recht war für seine Zeit sehr detailliert, was der [[Kasuistik#Rechtswissenschaft|kasuistischen Rechtsauffassung]] durchaus entsprach. In erster Linie trug der Codex  ältere Gewohnheitsrechte für viele alltägliche Angelegenheiten zusammen, bei denen es zum Interessenkonflikt zwischen zwei Parteien kommen konnte. Neu war jedoch, dass Prozessführung mit Beweisaufnahme, Zeugenverhör und Schwüren festgeschrieben wurde, um Blutrache und das Recht des Stärkeren endgültig zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den beiden anderen dänischen Landschaftsrechten hat das Jütische Recht eine Vorrede, aus der nicht nur wie erwähnt die Initiatoren kenntlich werden, sondern auch Sinn und Zweck des Rechtscodex’ ausgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung lautet in der Übersetzung:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Mit dem Gesetz soll das Land gebaut werden. Doch würde jedermann sich mit seinem eigenen begnügen und Männern dasselbe Recht zugestehen, dann hätte man für kein Gesetz Bedürfnis. Aber kein Gesetz ist gleich gut zu folgen wie Wahrheit; wo man um die Wahrheit zweifelt, da soll das Gesetz herausfinden, was recht ist.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren wird betont, dass vor Gott und Gesetz alle gleich seien, dass der Schwache vor dem Recht des Stärkeren geschützt werden sollte, dass jeder friedliche Mensch seinen Frieden gewahrt sehen sollte, und dass die Ungerechten für ihre Taten nach dem Gesetz verurteilt und bestraft werden sollen. Somit wird bereits in der Vorrede ein bemerkenswertes Idealbild von Recht und Gerechtigkeit gezeichnet – das der Rechtslage im Staat wohl kaum entsprochen haben dürfte, wenn man allein an den bald nach dem Tod des Königs ausbrechenden Krieg zwischen seinen Söhnen Erik und Abel denkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Original wurde 1241 auf Mittelalter[[Dänische Sprache|dänisch]] abgefasst. Das älteste erhaltene Exemplar (Ende 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert) liegt heute in der [[Kungliga Biblioteket|Königlichen Bibliothek]] in [[Stockholm]]. Um 1700 gehörte diese Handschrift noch dem Bischof von [[Ribe|Ripen]], Christian Muus, aber sie könnte als Kriegsbeute nach Schweden geführt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Mittelalter entstand eine [[Niederdeutsche Sprache|niederdeutsche Übersetzung]], 1486 wurde zum ersten Mal eine niederdeutsche Übersetzung gedruckt, 1593 erschien eine amtliche niederdeutsche Übersetzung (nach der neuen dänischen Ausgabe 1590). 1717 wurde eine mit hochdeutschen Vorbemerkungen und in der mittelalterlich-juristischen Tradition „[[Glossator#Glossatoren des weltlichen Rechts|Glossa]]“ genannten Kommentierungen versehene Ausgabe gedruckt, &amp;#039;&amp;#039;Das Jütische Low-Buch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Jütische Low-Buch, So in diesen Landen, Vornehmlich im Hertzogthum Schleßwig gebräuchlich ist. Vor diesen 2. mahl von B. Eichenberger in Hollsteinischer Sprache heraus gegeben, Anitzo aber zum Dritten mahl wiiederumb in selbiger Sprache sampt einem vermehrt- und verbesserten Repertorio oder Register, benebst des Herrn Blütings Glossa oder Erklährung über obgedachtes Low-Buch zum Druck befördert durch E. W(ölffel).&amp;#039;&amp;#039; Bossek, Flensburg 1717.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1819 gab N. Falck die niederdeutsche Übersetzung des Jahres 1593 mit einer hochdeutschen Übersetzung heraus. Der niederdeutsche Text von 1593 findet sich, hg. v. P. G. Thorsen, auch in einer amtlichen dänischen Ausgabe für das Herzogtum Schleswig aus dem Jahr 1853.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Satz &amp;#039;&amp;#039;Med Lov skal Land bygges&amp;#039;&amp;#039; ist noch heute in ganz Dänemark allgemein bekannt. Er ziert in der Variante &amp;#039;&amp;#039;Med Lov skal man Land bygge&amp;#039;&amp;#039; unter anderem den [[Porticus]] des 1815 erbauten Kopenhagener Stadtgerichts. In Zeiten der [[Nationalromantik]] erfuhr gerade das in der Vorrede gezeichnete Idealbild eines auf Recht basierten Staates eine Hervorhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geltungsbereich ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landskabslove.png|mini|Räumliche Geltungsbereiche der dänischen Landschaftsrechte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DR Fields of Law.png|mini|Räumlicher Geltungsbereich zum Ende des 19. Jh. im ehemaligen Herzogtum Schleswig]]&lt;br /&gt;
Das Jütische Recht war die einzige übergeordnete Rechtsordnung in Jütland (mit Schleswig) und auf Fünen. Teilweise wurde es auch im östlichen Dänemark miteinbezogen, da es ausführlicher war als das Schonische und Seeländische Recht. Laut einigen Rechtshistorikern könnte das Jütische Recht für eine Anwendung im ganzen Reich abgesehen sein, da es auf einer Tagung von [[Großherren]] in [[Vordingborg]] auf Seeland angenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Jütische Recht wurde niemals grundlegend geändert, da man bis teilweise ins 19. Jahrhundert hinein die ältesten Gesetze und Rechte als die einzig wahren ansah und der Grundsatz, dass neues Recht älteres ersetze, noch nicht durchgesetzt worden war. Das Jütische Recht deckte jedoch längst nicht alle Lebensbereiche. Vor allem im Herzogtum Schleswig wurde, vermittelt durch in Mitteleuropa ausgebildete Juristen, [[Römisches Recht]] immer häufiger zu Rate gezogen. Die [[Constitutio Criminalis Carolina|Carolina]], das &amp;#039;&amp;#039;peinliche Hand- und Halsrecht&amp;#039;&amp;#039; des Kaisers [[Karl V. (HRR)|Karl&amp;amp;nbsp;V.]], wurde sogar zum dominierenden Strafgesetzbuch, obwohl Schleswig niemals zum [[Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation|Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation]] gehörte. Hinsichtlich des Strafrechts war das Jütische Recht im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nicht mehr ausreichend. Im Königreich Dänemark wurden die Landschaftsrechte 1683 durch das Dänische Recht ersetzt, welches allerdings viele Grundsätze des Jütischen Rechts weiterführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herzogtum Schleswig blieb es gültig, sofern es dort nicht mit bestimmten Landschaftsrechten (in [[Eiderstedt]], auf [[Nordstrand]] und Fehmarn) oder Stadtrechten kollidierte; letztere waren allerdings jünger als das Jütische Recht und standen daher nicht im Gegensatz zu diesem. Als Schleswig 1866 preußisch und 1871 deutsch wurde, gab es zunächst keine neue oder auswärtige Gesetzesordnung, welche die alten Rechte ersetzte. Daher blieb das Jütische Recht formell gültig, außer in den ehemaligen [[königliche Enklaven|königlichen Enklaven]] an der Westküste, wo das Dänische Recht von 1683 galt. Erst 1900 ersetzte das [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerliche Gesetzbuch]] die traditionsreiche Ordnung aus dem Mittelalter – allerdings auch nicht vollständig, da nach dem [[Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche]] (EGBGB) sowie nach einzelnen Normen innerhalb des Bürgerlichen Gesetzbuchs weiterhin zum Teil die Regelungen des Jütischen Low als landesrechtliche Vorschriften in Kraft bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung heute ==&lt;br /&gt;
Einige wenige Bestimmungen des Jütischen Rechts bleiben heute noch gültig, weil sie bislang von keinen anderen Gesetzen abgelöst oder aufgehoben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Artikeln 55 ff. [[Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche|EGBGB]] könnte es im heutigen Gültigkeitsbereich ([[Südschleswig]], Fehmarn, Helgoland) des &amp;#039;&amp;#039;Jütischen Low&amp;#039;&amp;#039; als Landesgesetz gegenüber BGB-Normen unter anderem in den Vorschriften über Lehen und Stammgüter (Art. 59), Erbpachtrecht (Art. 63), Anerbenrecht (Art. 64), Deichrecht (Art. 66), Jagdrecht (Art. 69), Zwangs- und Bannrechten (Art. 74), Haftung des Staates und der Gemeinden (Art. 77) Vorrang haben, sofern es nicht durch neuere Landesgesetze außer Kraft gesetzt worden ist. Der Vorbehalt hinsichtlich des Wasserrechts in Art. 65 EGBGB wurde mit Erlass des Wasserhaushaltsgesetzes im Jahr 2010 aufgehoben. Allerdings enthält das WHG seinerseits Vorbehalte zugunsten des Landesrechts – etwa in § 4 Abs. 5 in Bezug auf das Gewässereigentum –, sodass das Jütische Low in Einzelfällen auch weiterhin Anwendung finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer komplizierten Erbsache in den 1980er Jahren zitierte das [[Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht|schleswig-holsteinische Oberlandesgericht]] noch das Jütische Recht. Auch im Jahre [[2000]] griff es bei der Frage, ob der [[Vorstrand]] vor Fehmarn eigentumsfähig sei, auf das Jütische Low in seiner 1592 von [[Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|Christian IV.]] autorisierten Übersetzung zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.deichrecht.de/deichr/urteile/meeres.html |text=OLG Schleswig-Holstein 11 U 89/99 vom 14. Dezember 2000 |wayback=20071008165721}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieselbe Norm war bereits zuvor im Jahr 1990 vom Bundesverwaltungsgericht herangezogen worden, um in einem Rechtsstreit zwischen dem Land Schleswig-Holstein und dem Bund fehlendes Eigentum des Landes an einem Wassergrundstück zu begründen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jurion.de/urteile/bverwg/1990-11-30/bverwg-7-a-190/ |titel=BverwG Urt. v. 30.11.1990, Az.: BVerwG 7 A 1.90 |datum=1990-11-30 |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190416152148/https://www.jurion.de/urteile/bverwg/1990-11-30/bverwg-7-a-190/ |archiv-datum=2019-04-16 |abruf=2020-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Jütische Low ist vielleicht das einzige Beispiel geltenden Rechts in [[niederdeutsch]]er Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorrede in Übersetzung ==&lt;br /&gt;
{{Anker|Vorrede}}&lt;br /&gt;
Mit Gesetz soll Land gebaut werden. Doch würde jedermann sich mit seinem eigenen begnügen und Männern dasselbe Recht zustehen, dann hätte man für kein Gesetz Bedürfnis. Aber kein Gesetz ist gleich gut zu folgen wie Wahrheit; wo man um die Wahrheit zweifelt, da soll das Gesetz herausfinden, was recht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wäre kein Gesetz im Lande, dann hätte der mehr, wer sich mehr aneignen könnte; deswegen soll das Gesetz nach aller Menschen Bedürfnis gemacht werden, dass gerechten Männern und Friedlichen und Unschuldigen ihre Rechtschaffenheit und Friedlichkeit zugutekommen, und üble und ungerechte Männer sich davor ängsten, was im Gesetz geschrieben ist, und deswegen nicht ihre Bosheit, wonach ihr Sinn steht, zu vollstrecken wagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut ist es und recht, dass der, wen Angst vor Gott und Liebe zum Recht nicht zu Gutes locken können, dass Angst vor dem Häuptling und dem Gesetz des Landes sie verhindert, übles zu tun, und sie bestraft, wenn sie übles tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz soll ehrlich, gerecht und billig, nach den Gebräuchen des Landes sein, passend und hinsichtsgemäß und so klar, dass alle Männer wissen und verstehen können, was das Gesetz sagt, und nicht zum besonderen Gunst eines Mannes geschrieben oder gemacht sein, aber nach aller Männer Bedürfnis, die im Lande wohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch soll kein Mann gegen das Gesetz urteilen, das der König gibt und das Land annimmt; aber nach dem Gesetz soll das Land geurteilt und geleitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz, das der König gibt und das ganze Land annimmt, das kann er auch nicht aufheben oder ändern ohne Willen des Landes, denn dabei würde er offenbar gegen Gott handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist Königs und Häuptlings Amt, die im Lande sind, das Recht zu wehren und Rechtes zu tun und den zu befreien, der mit Gewalt gezwungen wird, so wie Witwen und Kinder ohne Vormund und Pilger und Ausländer und arme Männer: sie trifft am häufigsten Gewalt, und nicht Untatsmänner, die, die sich nicht verbessern wollen, in seinem Lande leben lassen, denn darin, dass er Untatsmänner bestraft oder totschlägt, da ist er Gottes Diener und des Gesetzes Beschützer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn wie die heilige Kirche von Papst und Bischof gelenkt wird, so soll jedes Land mit dem König oder seinen Richtern gelenkt und gewehrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu sind auch alle pflichtig, die in seinem Lande wohnen, ihm hörig und gehorsam und untertänig und gefügsam zu sein; dafür ist er pflichtig, ihnen allen Frieden zu leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen auch die Häuptlinge der Welt wissen, dass mit der Macht, die Gott ihnen in dieser Welt übertrug, da übertrug er ihnen und seiner heiligen Kirche, vor allen unrechten Forderungen zu wehren, aber werden sie vergesslich und parteilich und wehren nicht, so wie recht ist, dann sollen sie am jüngsten Tage zur Verantwortung stehen, wenn der Kirche Freiheit und des Landes Freiheit ihretwegen in ihrer Zeit gemindert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Dänischer Text von [https://www.perbenny.dk/dan1.html dieser Webseite]; hier vom [[Benutzer:Sasper]] übersetzt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Online=https://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-01049513744|Titel=Konninck Woldemar vorgenant / Des syn bort is wol bekant / Syn vader ock Woldemar ouer luth / Heeth syn olde vader Konninck Knut / Dyt recht wart van eme ghegeuen / Tho Wardyngheborch vnde dar beschreuen|Jahr=1486|URN=nbn:de:hbz:6-01049513744|DOI=10.17879/01049523572|Abruf=2024-10-28|Kommentar=Niederdeutsch. Faksimile}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Online=https://archive.org/details/den-kbd-pil-130018115728-001|Titel=Quedam breues expositiones et legum et iurium concordantie et alligationes circa leges lucie per reuerendum in Christo patrem ac Dominum Kanutum episcopum Vibergensem et venerabilem utriusque iuris doctorem super lutorum legisterium|Hrsg=Knud Mikkelsen|Ort=Ripen|Verlag=Matthias Brant|Jahr=1504|Abruf=2024-10-28|Kommentar=Lateinisch und Dänisch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Online=https://archive.org/details/den-kbd-pil-130018097096-001|Titel=Quedam breues expositiones et legum et iurium concordantie et alligationes circa leges lucie per reuerendum in Christo patrem ac Dominum Kanutum episcopum Vibergensem et venerabilem utriusque iuris doctorem super lutorum legisterium|Hrsg=Knud Mikkelsen|Ort=Kopenhagen|Verlag=Gotfred van Ghemen|Jahr=1508|Abruf=2024-10-28|Kommentar=Lateinisch und Dänisch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Online=https://archive.org/details/den-kbd-pil-130018160936-001|Titel=Den Rette Judske Lowbog / Nu Nylige offuerseet / Corrigerit oc Dansken Forbedrit|Hrsg=[[Niels Kaas]]|Ort=Kopenhagen|Verlag=Mads Vingaard|Jahr=1590|Abruf=2024-10-28|Kommentar=Dänisch. Vom dänischen König autorisierter Text}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Online=https://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00021878/image_1|Titel=Dat Rechte Judske Lowbock Anno 1590 auergesehn / Corrigeret / vnde in dem Densken vorbetert: tho Copenhagen in Druck vthgegahn. Nu öuerst vth dem Densken in den Holsteinische Sprake / van Worde tho Worde / Alse dat beiden Spraken am negesten hefft geschehn mögen / Vp dat trüwlikeste gebracht vnde vmmegesettet.|Hrsg=[[s:Blasius Ekenberger|Blasius Ekenberger]]|Ort=Schleswig|Verlag=Nikolaus Wegener|Jahr=1593|URN=nbn:de:bvb:12-bsb00021878-0|Abruf=2024-10-28|Kommentar=Niederdeutsch. Vom dänischen König autorisierte Übersetzung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Online=https://diglib.hab.de/drucke/rl-204/start.htm?image=00015|Titel=Secundae Editionis des Jüdtschen Lowbokes / So Anno 1590, in dem Denschen Repurgeret vnde Correct vth Kopenhagen: Folgende Anno 93. in de Holsteinsche Sprake vmmegesettet / tho Schleßwich in den Druck vthgeghan. Nu auerst wedderümme auergesehen / De Text van Worde tho Worde / vngeendert gelathen / mit velen schönen vnd fynen additionibus vnd concordantijs aller beschreuenen Denschen Rechte / locupleteret, welckes alles vnde yder insunderheit tho ende dissem Texte angehangen ys: Prima Pars|Hrsg=[[s:Blasius Ekenberger|Blasius Ekenberger]]|Ort=Schleswig|Verlag=Nikolaus Wegener|Jahr=1603|URN=nbn:de:gbv:23-drucke/rl-2046|Abruf=2024-10-28|Kommentar=Niederdeutsch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Online=https://books.google.nl/books?id=g_9SAAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP9#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false|Titel=Kong Valdemars Den Andens Jysk Low-Bog / udsat paa Tysk aff Her Erick Krabbe Aar 1557. Oc nu efter et 127. Aars forløb befordret til Trycken|TitelErg=Med en Fortale om bemeldte Jydske Lowbog|Hrsg=Erik Krabbe, [[Peder Hansen Resen]]|Ort=Kopenhagen|Verlag=Conrad Hartvig Neuhoff|Jahr=1684|Abruf=2024-10-30|Kommentar=Hochdeutsch mit dänischer Einleitung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Online=https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10509904-0|Titel=Das Jütische Low-Buch / Sampt einem vermehrt- und verbesserten Repertorio oder Register / Benebst Des Herrn Blütings Glossa oder Erklährung über obgedachtes Low-Buch|Hrsg=Blasius Ekenberger, [[Joachim Blüting]]|Ort=Flensburg|Verlag=Balthasar Otto Bosseck|Jahr=1717|URN=nbn:de:bvb:12-bsb10509904-0|Abruf=2024-10-30|Kommentar=Niederdeutscher Text mit hochdeutschem Kommentar}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Online=https://archive.org/details/bub_gb_m_RQAAAAcAAJ|Titel=Das jütsche Low; aus dem Dänischen übersetzt von Blasius Eckenberger. Mit einer hochdeutschen Übersetzung, den Artikeln Tord Degns und einigen Anmerkungen|Hrsg=[[Niels Nikolaus Falck]]|Ort=Altona|Verlag=Johann Friedrich Hammerich|Jahr=1819|Abruf=2024-10-30|Kommentar=Niederdeutsch und Hochdeutsch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Online=https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10518900?page=4%2C5|Titel=Kong Valdemar den Andens Jydske Lov og Thord Degns Artikler|TitelErg=Med Indledning og Anmaerkninger|Hrsg=J.L.A. Kolderup-Rosenvinge|Ort=Kopenhagen|Jahr=1837|Abruf=2025-10-24|URN=nbn:de:bvb:12-bsb10518900-0|Kommentar=Dänischer, lateinischer und niederdeutscher Text}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Håndbog for Danske Lokalhistorikere.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Stig Iuul: &amp;#039;&amp;#039;Lov og Ret i Danmark.&amp;#039;&amp;#039; Kopenhagen 1942.&lt;br /&gt;
* Ole Fenger, Christian R. Jansen: &amp;#039;&amp;#039;Jydske Lov 750 år.&amp;#039;&amp;#039; Viborg 1991, ISBN 87-89039-10-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Jütsche Recht.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Altdänischen übersetzt und erläutert von [[Klaus von See]]. Weimar 1960, {{DNB|455202060}}.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Friedland]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Jütische Recht. Die Vorrede zur Lindauer Handschrift.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dieter Lohmeier]], Renate Paczkowski (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Landesgeschichte und Landesbibliothek. Studien zur Geschichte und Kultur Schleswig-Holsteins. [[Hans F. Rothert]] zum 65. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Boyens &amp;amp; Co., Heide 2001, ISBN 3-8042-1094-5, S. 11–14.&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Lagler]]: &amp;#039;&amp;#039;„Ein altes dänisches Lowbuch“ in der Universitätsbibliothek Tübingen. Zur Geschichte einer niederdeutschen Handschrift des Jütischen Rechts.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dieter Lohmeier]], Renate Paczkowski (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Landesgeschichte und Landesbibliothek. Studien zur Geschichte und Kultur Schleswig-Holsteins. [[Hans F. Rothert]] zum 65. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Boyens &amp;amp; Co., Heide 2001, ISBN 3-8042-1094-5, S. 15–19 [https://idb.ub.uni-tuebingen.de/opendigi/MeIV1 (online)].&lt;br /&gt;
* [[Peter Skautrup]]: &amp;#039;&amp;#039;Jyske Lov&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Danmarks gamle Landskabslove med Kirkelovene.&amp;#039;&amp;#039; Bände II–III). Gyldendal, Kopenhagen 1926–1951, dazu Handausgabe mit Übersetzung ins Neudänische 1933–1941.&lt;br /&gt;
* Armin Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Gesetzgebung in Europa 1100–1500.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2006, ISBN 3-406-40542-8, S. 320&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://middelaldertekster.dk/jyske-lov/1/1 Jyske Lov - Studér Middelalder på Nettet] Textkritische Ausgabe der Handschrift NkS295,8°, Königliche Bibliothek, Kopenhagen&lt;br /&gt;
* [https://www.kb.dk/permalink/2006/manus/41/ Internetversion] digitalisiert von der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen.&amp;lt;!--these images are not PD under Danish law--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.dr.dk/p1komponenter/Udmedsproget_tidslinje/tidslinie/asx/jyske_lov.asx Vorrede des Jyske Lov wie sie im 13. Jahrhundert lautete] (vom Professor und Sprachwissenschaftler Lars Brink eingesprochen)&lt;br /&gt;
* [https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drqedit-cgi/zeige?sigle=JuetLowbock%201590%201593 Niederdeutsche Übersetzung von 1593 - durchsuchbarer Volltext und Faksimile] in DRQEdit – Deutschsprachige Rechtsquellen in digitaler Edition&lt;br /&gt;
* [http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?db=dig&amp;amp;darstellung=v&amp;amp;index=buecher&amp;amp;term=JuetLow.3&amp;amp;seite=o01tit Holsteinisch-Niederdeutsche Textausgabe von 1717] &amp;#039;&amp;#039;(Das Jütische Low=Buch/So in diesen Landen / Vornehmlich Im Hertzogthum Schleßwig / Durch Königl. Befehl introduciret/ und biß dato gebräuchlich ist …)&amp;#039;&amp;#039; Bosseck, Flensburg 1717, digitalisiert beim Deutschen Rechtswörterbuch online&lt;br /&gt;
* [[Joachim Blüting]]s [http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?db=dig&amp;amp;darstellung=v&amp;amp;index=buecher&amp;amp;term=Blueting%2CGl.&amp;amp;seite=F3%2Fbluetgl1%7Co01tit Kommentar von 1717] &amp;#039;&amp;#039;(Glossa, Oder Gründliche Erklährung / Des in hiesigen Landen / absonderlich Im Herzogthum Schleßwig / introducirten oder gebräuchlichen Low= oder Rechts=Buchs / Uber alle desselben drei Theile beschrieben von Herrn JOACHIMUM BLÜTING, Weiland Hoch=Fürstlichen Hoff=Gerichts=Advocaten zu Schleswig).&amp;#039;&amp;#039; Bosseck, Flensburg 1717, digitalisiert beim Deutschen Rechtswörterbuch online&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;ShuaiXuesheng</name></author>
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