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	<title>Jüdenberg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T03:18:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=J%C3%BCdenberg&amp;diff=446019&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: /* Geschichte */ archivlink gemeindeverzeichnis.de</title>
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		<updated>2025-10-25T12:05:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; archivlink gemeindeverzeichnis.de&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Gräfenhainichen&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/45/02/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 12/24/50/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 77 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 24.47&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 520&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2017-06-30&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.graefenhainichen.de/ortsteile/juedenberg.html |titel=Ortsteil Jüdenberg der Stadt Gräfenhainichen |abruf=2022-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2007-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 06773&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 034953&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Juedenberg.jpg|mini|Dorfkirche]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jüdenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Gräfenhainichen]] im [[Landkreis Wittenberg]] in [[Sachsen-Anhalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Jüdenberg liegt ca. 4 km nordwestlich der Kernstadt Gräfenhainichen am Rande des [[Biosphärenreservat Flusslandschaft Mittlere Elbe|Biosphärenreservates Mittlere Elbe]]. Auf der [[Gemarkung]] Jüdenberg befindet sich der Wohnplatz [[Bomsdorf (Gräfenhainichen)|Bomsdorf]].{{GeoQuelle|DE-ST|SAV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Jüdenberg bestand aus zwei Ortsteilen, dem eigentlichen Jüdenberg und dem eingemeindeten, nur durch einen Bach getrennten Zschiesewitz. Ferner gehörten der Bomsdorfer Hof und die Müchauer Mühle zur Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits um die Zeitenwende war das Gebiet um Zschiesewitz/Bomsdorf besiedelt, was Urnenfunde in der Mark Bomsdorf beweisen. Dort wurde ebenfalls eine Münze des römischen Kaisers Trajan (97–117) gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jüdenberg ist wahrscheinlich von Deutschen gegründet worden, während Zschiesewitz aus einer slawischen Siedlung hervorgegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1200 und 1207 bestätigte der Erzbischof Albrecht II. von Magdeburg Besitzungen der Wörlitzer Kirche in Jodenberck (Jüdenberg), Szesewitz, auch Chesewitz (Zschiesewitz), Bomelsdorff (Bomsdorf), Michaw (Michau) und Rotnic (Rothehaus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Kirche, die unter Denkmalschutz steht, wurde anstelle einer sehr alten baufälligen Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert mit romanischem Kern 1728 neu erbaut. Danach wird sie im Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler wie folgt beschrieben: „Im Kern mittelalterlicher Rechteckbau mit 3-seitigem, Ost-Schluss und quereckigem West-Turm mit hölzernem Aufsatz. Im 18. Jahrhundert stark verändert. innen offener Dachstuhl, Hufeisenempore. Kanzelaltar Mitte 18. Jahrhundert, der polygonale Kanzelkorb von Säulen flankiert, als Bekrönung Kruzifix, Akanthuswangen, 8-eckige steinerne Taufe in Kelchform aus dem 15. Jahrhundert.“&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 beginnt die Parochie Jüdenberg mit der Auslegung eines Tauf- und Heiratsregisters; ein Sterberegister liegt seit 1739 vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holztafel in der Kirche gibt Auskunft, dass 1722 ein Tatar aus Asow dort getauft wurde. Es soll der Bursche des damaligen Forstmeisters auf Rothehaus, das zu Jüdenberg gehörte, gewesen sein. Er war Kürassierhauptmann am Hofe August des Starken in Warschau. Der Text der Holztafel lautet: „Ernst Christian Damm, Königlich polnischer und Kurfürstlich sächsischer Kürassier unter dem Hochlöbl. Pflugischen Regimente, ein aus Assoff gebürtiger Tatar, ist von seiner Hochehrwürden P.T. dem Herrn Superintendenten Saueressigen in Gräfenhainichen den 2. Febr. 1722 nach rühmlichem Glaubensbekenntnis in dasiger Stadtkirchen getauft und vorher durch M.J.C.Koppen, P.L. in der christlichen Lehre gründlich unterwiesen worden, hat auch Dom. Sexagesima das heilige Abendmahl allhier empfangen. 1722“ Damit konnte er seine Braut in Jüdenberg doch noch heiraten. Seine Heimat hat er nie wieder gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Riesige Brände vernichteten in den Jahren 1622 und 1788 viele Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1815 hatte Jüdenberg 32 Häuser mit 182 Einwohnern, Zschiesewitz 23 Häuser mit 159 Einwohnern und die Müchauer Mühle 12 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Gemeinden Jüdenberg und Zschiesewitz stifteten um 1828 für die Kirche eine vermutliche Landmann-Orgel. Das Pedal kam später dazu. 1977 erfolgte eine umfassende Konservierung der Orgel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878 kamen drei neue Bronzeglocken in den Turm. Im Ersten Weltkrieg musste die Gemeinde alle drei Glocken dem Staat abliefern. Sie wurden eingeschmolzen und zur Herstellung von Kriegsmaterial genutzt. Erst 1924 konnten zwei Ersatzglocken aus Stahl beschafft werden, die jedoch weniger wert- und klangvoll waren. Inschriften 1. Glocke - 1928; 2. Glocke - Gott sei Ehr in der Höh 1922.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Jüdenberg gab es bis in das 19. Jahrhundert auch eine Windmühle. In Richtung Gräfenhainichen, wahrscheinlich rechtsseitig der jetzigen Bundesstraße. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Wassermühle befand sich in der Ortsmitte am Mühlgraben. Die Mühle wurde zu einem ein Mehrfamilienhaus umgebaut. Es erinnert nur der Name&amp;quot;Mühle&amp;quot; daran, statt Dorfplatz 2. &amp;lt;!-- bitte genauer! Wann? Wo? Wozu?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1895 wurde schon in der Nähe des heutigen Friedhofs nach Kohle geschürft. 1896 wurde an der Straße Gräfenhainichen-Zschiesewitz ein Schacht geteuft und die Kohlengrube „Magarete“ angelegt. Eine eigene Kohlebahn brachte die Kohle nach Oranienbaum ins damalige Herzogtum Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zechenhaus blieb stehen und wurde später zum Wohnhaus umgebaut. 1965 musste das Haus dem neu entstandenen [[Tagebau Golpa-Nord]] weichen, der die Landschaft abwärts des Ortes in den letzten Jahren&amp;lt;!-- bitte genauer!--&amp;gt; völlig veränderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jüdenberg gehörte wie das benachbarte Zschiesewitz bis 1815 zum [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsischen]] [[Amt Gräfenhainichen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karlheinz Blaschke]], [[Uwe Ulrich Jäschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kursächsischer Ämteratlas.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S.&amp;amp;nbsp;22&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Beschlüsse des [[Wiener Kongress]]es kam es zu Preußen und wurde 1816 dem [[Landkreis Bitterfeld (Provinz Sachsen)|Kreis Bitterfeld]] im [[Regierungsbezirk Merseburg]] der [[Provinz Sachsen]] zugeteilt, zu dem es bis 1944 gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/bitterfeld.htm |titel=Der Landkreis Bitterfeld im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |offline=2025-08-30 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241130055536/http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/bitterfeld.htm |archiv-datum=2024-11-30 |abruf=2025-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Jüdenberg verlor am 1. Januar 2007 durch die Eingemeindung in die Stadt [[Gräfenhainichen]] ihre Selbstständigkeit. Bürgermeister bzw. Ortsbürgermeister ist Steffen Schulze, der den Posten seit dem Tod des Bürgermeisters Wolfgang Zemelka im Jahr 2018 innehat. Dieser hatte das Amt seinerseits nach dem Tode des damaligen Bürgermeisters Heinz Powroznik im Jahre 2006 übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2007.html StBA: Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.2007]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
* Gewerbe&lt;br /&gt;
* Gastronomie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Straße ====&lt;br /&gt;
Die [[Bundesstraße 107]] die [[Coswig (Anhalt)]] und [[Bad Düben]] verbindet, führt direkt durch die Gemeinde Jüdenberg. Die Kreisstraße K&amp;lt;small&amp;gt;2&amp;lt;/small&amp;gt;038 führt nach [[Möhlau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bundesautobahn 9]] ([[München]]–[[Berlin]]), Anschlussstelle &amp;#039;&amp;#039;Dessau-Ost&amp;#039;&amp;#039;, ist ca. 16 km entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schiene ====&lt;br /&gt;
Jüdenberg lag an der [[Zschornewitzer Kleinbahn]].&amp;lt;br&amp;gt;Der nächste Bahnhof der [[Deutsche Bahn AG|Deutschen Bahn]] befindet sich in [[Gräfenhainichen]] an der [[Bahnstrecke Berlin–Halle]] ca. 4 km entfernt. Der Bahnhof [[Oranienbaum]] an der [[Bahnstrecke Dessau–Gohrau-Rehsen|Bahnstrecke Dessau–Wörlitz]] wird nur in der Sommersaison bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1955 verband eine Grubenbahnlinie [[Bergwitz]] mit dem [[Kraftwerk Zschornewitz]]. Diese Bahnlinie verlief östlich der Gemeinde. Teile des aufgegebenen Bahndammes wurden später als Erschließungsstraße für den [[Tagebau Golpa-Nord|Braunkohlentagebau Golpa-Nord]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Güterverkehr auf der unmittelbar am Ort vorbeiführenden Strecke der Grubenbahn vom Braunkohletagebau Golpa-Nord zum [[Kraftwerk Vockerode|Braunkohlekraftwerk Vockerode]] wurde 1994 nach Stilllegung des Kraftwerkes eingestellt. Die [[Zschornewitzer Kleinbahn]] wird noch auf einem Teilstück für Sonderfahrten nach [[Ferropolis]] genutzt, dazu wurde das alte Stellwerk zu einem Haltepunkt umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkstätten ==&lt;br /&gt;
* Grabstätte auf dem &amp;#039;&amp;#039;Ortsfriedhof&amp;#039;&amp;#039; für einen namentlich bekannten italienischen [[Militärinternierter|Militärinternierten]], der 1944 ein Opfer von [[Zwangsarbeit]] wurde. Seine sterblichen Überreste wurden in den 1990er Jahren in die Heimat überführt.&lt;br /&gt;
* Gedenkstele von 1988 von dem Holzbildhauer [[Wolfgang Köppe]] an die [[Judentum|jüdischen]] Opfer der Landwirtschaftsschule im &amp;#039;&amp;#039;Gehöft Bomsdorf&amp;#039;&amp;#039;, die beim [[Novemberpogrom]] 1938 von [[Sturmabteilung|SA-Männern]] ermordet und vertrieben wurden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Christian Koppe (Bürgermeister)|Johann Christian Koppe]] (1714–1793), Buchhändler; Bürgermeister von Rostock&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Stellwerk Jüdenberg.JPG|Altes Stellwerk (Stellwerk 06)&lt;br /&gt;
 Feuerwache Jüdenberg.JPG|[[Feuerwehrhaus]] der [[Freiwillige Feuerwehr|Freiwilligen Feuerwehr]] Jüdenberg&lt;br /&gt;
 Denkmal 1WK Juedenberg.jpg|Gedenkstein an gefallene Soldaten des Dorfes&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H. Czornick: Serie: Aus der Heimatgeschichte Freiheit. 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.graefenhainichen.de/ortsteile/juedenberg.html www.juedenberg.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Judenberg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Wittenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2006]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Gräfenhainichen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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