<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Iwan_Stepanowitsch_Konew</id>
	<title>Iwan Stepanowitsch Konew - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Iwan_Stepanowitsch_Konew"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Iwan_Stepanowitsch_Konew&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T21:10:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Iwan_Stepanowitsch_Konew&amp;diff=273991&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Iwan_Stepanowitsch_Konew&amp;diff=273991&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-31T02:58:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ivan Stepanovich Konev.jpg|mini|hochkant|Konew als Marschall der Sowjetunion (1945)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Iwan Stepanowitsch Konew&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Ива́н Степа́нович Ко́нев}}, wissenschaftliche [[Transliteration]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ru-Latn|Ivan Stepanovič Konev}}&amp;#039;&amp;#039;, in der Sekundärliteratur teilweise &amp;#039;&amp;#039;Konjew&amp;#039;&amp;#039;; * {{JULGREGDATUM|28|12|1897|Link=1}} in &amp;#039;&amp;#039;Lodeino&amp;#039;&amp;#039;, Gouvernement [[Wologda]], [[Russisches Kaiserreich]], heute [[Oblast Kirow]], [[Russland]]; † [[21.&amp;amp;nbsp;Mai]] [[1973]] in [[Moskau]]) war ein sowjetischer General im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], ab dem 20.&amp;amp;nbsp;Februar 1944 [[Marschall der Sowjetunion]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sun.tsu.ru/mminfo/2020/000462771/1944/1944_012.pdf Указ Президиума Верховного Совета СССР «О присвоении генералу армии Коневу И. С. военного звания маршала Советского Союза» от 20 февраля 1944 года] // Ведомости Верховного Совета Союза Советских Социалистических Республик : газета. — 1944. — 29 февраля (№ 12 (272)). — С. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Konew stammte aus einer bäuerlichen Familie und wuchs in dem Dorf Lodeino in der Provinz Wologda (bei [[Podossinowez (Kirow)|Podossinowez]] in der heutigen [[Oblast Kirow]]) im Nordwesten Russlands auf. Sein Vater Stepan Iwanowitsch heiratete im Februar 1897 Jewdokija Stepanowna Mergassowa. Bei der Geburt der Tochter Mascha starb sie 1899 und ließ den zweijährigen Iwan zurück. Die Erziehung übernahm fortan seine Tante Klawdija. Stepan Iwanowitsch heiratete in zweiter Ehe Praskowja Iwanowna. Bereits mit sechs Jahren half Iwan Stepanowitsch seinem ältesten Bruder bei den schweren Landarbeiten. Er absolvierte die zweijährige Semstwo-Schule und 1910 die vierjährige Nikolajewsker-Puschemskojer Schule im Dorf Schtschetkino. Konew hatte nur eine sporadische Schulbildung und arbeitete ab seinem 15. Lebensjahr als Saisonarbeiter in Sägewerken in Podossinowez und [[Archangelsk]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;PZ-2016&amp;quot;&amp;gt;[https://www.pragerzeitung.cz/ein-umstrittener-held-der-sowjetunion/ &amp;#039;&amp;#039;Ein umstrittener Held der Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039;], Prager Zeitung, 1. Juni 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Militärkarriere ===&lt;br /&gt;
Konew meldete sich im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ab 1916 als Kriegsfreiwilliger und diente als Unteroffizier eines Artillerieregiments an der Front in Galizien. Nach der Oktoberrevolution 1917 diente er bei der [[Rote Armee|Roten Armee]], wurde Mitglied der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]] und Kommissar des Kreises Nikolsk. Während des Bürgerkriegs von 1918 bis 1920 war er zunächst Kommissar eines Panzerzuges, später dann einer Schützenbrigade. Konew kämpfte in der Fernostarmee gegen die Truppen des [[Weiße Armee|„weißen“]] Befehlshabers [[Alexander Wassiljewitsch Koltschak|Koltschak]] sowie 1921 bei der Niederschlagung des [[Kronstädter Matrosenaufstand]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1926 bis 1928 war er Kommandeur des 50. Schützen-Regiments der 17. Schützen-Division in [[Nischni Nowgorod]]. Von Januar bis März 1930 befand er sich in Moskau und übernahm dann die stellvertretende Führung der 17. Schützen-Division. 1934 absolvierte er die [[Allgemeine Militärakademie der Russischen Streitkräfte|Frunse-Militärakademie]] und wurde dann [[Politkommissar]] der 37. Schützen-Division im Militärbezirk Belorus. Im Jahr 1936 war er Befehlshaber der zweiten Schützendivision von Belorus. Er wurde dann als Militärberater in die [[Mongolische Volksrepublik|Mongolei]] entsandt und führte im Frühjahr 1938 das dort formierte selbständige 57. Schützenkorps. Von Juli 1938 bis Juni 1940 kommandierte er die [[2. Rotbanner-Armee]] im Militärbezirk [[Fernostasien|Fernost]]. Juni 1940 hatte er mit einer Beförderung zum [[Generalleutnant]] das Kommando über den Trans-Baikal-Militärbezirk und ab Januar 1941 über den Nordkaukasus-Militärbezirk erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Deutsch-Sowjetischen Krieg ===&lt;br /&gt;
Kurz vor Beginn des deutschen [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Angriffs auf die Sowjetunion]] hatte Konew am 13. Juni 1941 das Kommando der neu aufgestellten [[19. Armee (Rote Armee)|19. Armee]] übernommen, welche im Juli von der Südwestfront zur Westfront verschoben wurde. Im August und September zeichnete er sich in der [[Kesselschlacht bei Smolensk]] aus und führte starke Gegenangriffe auf [[Duchowschtschina]] durch. Am 11. September 1941 wurde er zum Generaloberst befördert und als Nachfolger [[Semjon Konstantinowitsch Timoschenko|Timoschenkos]] zum Oberbefehlshaber der [[Westfront (Rote Armee)|Westfront]] ernannt. Danach nahm er ab dem 17. Oktober 1941 als Oberbefehlshaber der [[Kalininer Front]] an den entscheidenden Operationen in der [[Schlacht um Moskau]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von September 1942 bis März 1943 war Konew erneut Befehlshaber der Westfront, ab März 1943 kommandierte er kurzfristig die [[Nordwestfront (Rote Armee)|Nordwestfront]]. In der [[Schlacht im Kursker Bogen]] im Juli 1943 befehligte er die [[Steppenfront]], die als strategische Reserve gegen die deutsche [[4. Panzerarmee (Wehrmacht)|4. Panzerarmee]] am südlichen Frontabschnitt, u. a. bei [[Prochorowka]], zum Einsatz kam. Im August 1943 wurde er [[Armeegeneral]]. Seine Front wurde im Oktober 1943 in [[2. Ukrainische Front]] umbenannt und wurde während der [[Dnepr-Karpaten-Operation|Dnjepr-Karpaten Operation]] gegen [[Kropywnyzkyj|Kirowograd]] angesetzt, das Konews Truppen am 8. Januar 1944 befreien konnten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Prague liberation 1945 konev.jpg|links|mini|Konew in Prag, 1945]]&lt;br /&gt;
Konew wurde im Februar 1944 zum [[Marschall der Sowjetunion]] befördert. Er übernahm im Mai 1944 als Kommandeur die [[1. Ukrainische Front]], die in der [[Lwiw-Sandomierz-Operation]] am 27. Juli 1944 [[Lwiw]] eroberte und am 29. Juli die [[Weichsel]] erreichte. Aus dem dort gewonnenen [[Brückenkopf]] bei Baranow traten ihre Truppen am 12. Januar 1945 zur Großoffensive an, nahmen eine Woche später [[Krakau]] und kontrollierten Ende Februar 1945 ganz [[Schlesien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Konew vor allem durch die Befreiung der letzten Insassen des [[KZ Auschwitz]] am 27. Januar 1945. Am 16. April 1945 eröffnete Konew die [[Schlacht um Berlin]], die letztlich jedoch von seinem „Rivalen“ (in der Hinsicht, dass beide die feindliche Hauptstadt erobern wollten) Marschall [[Georgi Konstantinowitsch Schukow|Schukow]] geschlagen wurde. Bei [[Torgau]] traf er mit seinen Truppen am [[Elbe Day|25. April]] das erste Mal auf US-Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach befehligte er seine Verbände in Richtung [[Protektorat Böhmen und Mähren|Böhmen]], wo sie am 9. Mai 1945 [[Prag]] besetzten. Konew marschierte unter großem Jubel der Bevölkerung in Prag ein. Obwohl die Übernahme der bereits freien Stadt kampflos erfolgte, ging er als Befreier in die offizielle tschechoslowakische Geschichtsschreibung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Zeitpunkt blieb der Öffentlichkeit allerdings verborgen, dass Konew im Zusammenhang mit der „Befreiung“ für zahlreiche Kriegsverbrechen verantwortlich war, und zwar nicht nur an Deutschen, sondern auch an Tschechen. So ließ er unter anderem am ersten Tag des Friedens trotz des Waffenstillstands auf dem Rückweg befindliche Wehrmachtseinheiten beschießen und befahl die Bombardierung mehrerer tschechischer Städte. In der Folgezeit veranlasste Konew die [[Deportation|Verschleppung]] von mehr als zehntausend Tschechen durch die [[SMERSch]] in [[Gulag|Straf- und Arbeitslager]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;PZ-2016&amp;quot; /&amp;gt; Unter ihnen befanden sich tschechoslowakische Bürger mit ehemaliger russischer Staatsbürgerschaft, die seit der bolschewistischen Revolution 1917 in der Tschechoslowakei im Exil gewesen waren, darunter der ehemalige zaristische Offizier und spätere tschechoslowakische General [[Sergej Vojcechovský]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Vladimír Bystrov: &amp;#039;&amp;#039;Únosy československých občanů do Sovětského Svazu v letech 1945-1955.&amp;#039;&amp;#039; Edition Svědectví, hrsg. vom [[Úřad dokumentace a vyšetřování zločinů komunismu]] ÚDV, eine Einrichtung des Innenministeriums der Tschechischen Republik, Prag 2003, 343 Seiten, ISBN 80-7312-027-5, online auf: [https://www.szcpv.org/10/unosy.pdf#page=55 szcpv.org/...], insbes. Seite 55ff. sowie die entsprechenden Fußnoten (ab S. 68).&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Vorgänge wurden jedoch erst im Gefolge des Zerfalls der Sowjetunion bekannt; worauf das vormals sorgsam gepflegte positive Bild Konews ernsthafte Risse bekam und seine Person zunehmend kritischer beurteilt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Nachkriegsjahre hatte er den Oberbefehl der zentralen Gruppe der sowjetischen Landstreitkräfte in [[Besetztes Nachkriegsösterreich|Österreich]] und [[Ungarn]] inne, die folgenden 10&amp;amp;nbsp;Jahre den über alle [[Landstreitkräfte der UdSSR|sowjetischen Landstreitkräfte]]. 1955 bis 1960 war er „Oberkommandierender der Streitkräfte des [[Warschauer Pakt|Warschauer Vertrages]]“ und Stellvertreter des sowjetischen [[Verteidigungsminister]]s. In dieser Funktion ließ er den [[Ungarischer Volksaufstand|Volksaufstand in Ungarn]] niederschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Heinemann, &amp;#039;&amp;#039;Das internationale Krisenjahr 1956: Polen, Ungarn, Suez.&amp;#039;&amp;#039; München 2009, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Höhepunkt der [[Mauerbau|Berlinkrise]] 1961 und 1962 war Konew Oberkommandierender der [[Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland]]. Die Schließung der Grenzen der DDR zu den Westsektoren Berlins, die dem Beginn des Mauerbaus unmittelbar vorausging, wurde von ihm und seinen Streitkräften militärisch kontrolliert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PZ-2016&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Wilke]]: [https://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/54123/interview-zum-mauerbau?p=all &amp;#039;&amp;#039;„Arbeiten Sie einen Plan zur Grenzordnung zwischen beiden Teilen Berlins aus!“ Interview mit Generaloberst Anatolij Grigorjewitsch Mereschko&amp;#039;&amp;#039;], Bundeszentrale für politische Bildung, 4.&amp;amp;nbsp;Februar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1963 wurde er zum Chefinspektor des [[Verteidigungsministerium]]s ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kremlin Wall Necropolis - Konev, Ivan.jpg|mini|Urnengrab von Konew]]&lt;br /&gt;
Konew war Mitglied des [[Oberster Sowjet der UdSSR|Obersten Sowjets]] und gehörte dem [[Zentralkomitee der KPdSU]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war zweimal verheiratet und hatte aus den beiden Ehen insgesamt drei Kinder: einen Sohn und zwei Töchter, darunter Natalija Konewa (* 1947), Leiterin der russischen Behörde für Kriegsdenkmäler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Nach seinem Tod (1973) wurde Konews Urne in der [[Nekropole an der Kremlmauer|Kremlmauer]] in Moskau beigesetzt.&lt;br /&gt;
* Zweimal (1944, 1945) erhielt er die Auszeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Held der Sowjetunion]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Um die 50 weitere Orden wurden ihm verliehen.&lt;br /&gt;
* Er wurde Ehrenbürger von [[Bălți]], [[Kropywnyzkyj|Kirowograd]] und [[Twer]] sowie von [[Ost-Berlin|(Ost-)Berlin]] (1965–1992).&lt;br /&gt;
* Seinen Namen erhielten&lt;br /&gt;
** die Höhere Militärische Kommandoschule des Verteidigungsministeriums von [[Kasachstan]] in [[Almaty|Alma-Ata]],&lt;br /&gt;
** über 20 Straßen in [[Russland]], [[Ukraine]], [[Republik Moldau]] und Tschechien,&lt;br /&gt;
** ein Schiff der Marine der Sowjetunion.&lt;br /&gt;
** eine polytechnische Oberschule in Döbeln (1987)&lt;br /&gt;
** ein [[Airbus A350]] mit der Bordnummer RA-73153 der [[Aeroflot]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.planespotters.net/airframe/airbus-a350-900-ra-73153-aeroflot-russian-airlines/rqjm82 |titel=RA-73153 Aeroflot - Russian Airlines Airbus A350-900 |werk=planespotters.net |sprache=en |abruf=2025-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Ivan Stepanovic Konev.jpg|mini|hochkant|Konew-Statue in Prag, 2020 entfernt]]&lt;br /&gt;
* Eine 1980, zur Zeit der sogenannten [[Normalisierung (Tschechoslowakei)|Normalisierung]] in der Tschechoslowakei, errichtete [[Konew-Denkmal (Prag)|Statue Konews in Prag]] war jahrelang immer wieder Ziel von Vandalismus. Die Beschmierungen in roter Farbe wiesen auf Konews unrühmliche Rolle in der Nachkriegszeit hin. Die zuständige Verwaltung des Bezirks [[Prag 6]] unterließ zunächst die Säuberung der Statue, verhüllte sie schließlich und sperrte den Standort ab. Der Bezirksbürgermeister schlug vor, die Statue auf dem Gebiet der russischen Botschaft aufzustellen. [[Jiří Ovčáček]], der Sprecher des tschechischen Staatspräsidenten [[Miloš Zeman]], nannte die Absperrung „absurd“ und erinnerte an die Verdienste, die Konew sich erworben habe. Konews Tochter Natalija Konewa forderte in ihrer Funktion als Leiterin der russischen Behörde für Kriegsdenkmäler, die Statue zum Schutz vor weiterem Vandalismus nach Russland zu bringen. Der Rat des Stadtbezirkes hatte inzwischen beschlossen, die Statue einem Museum zu übergeben und an dessen Stelle ein &amp;#039;&amp;#039;Mahnmal für alle Befreier Prags&amp;#039;&amp;#039; zu errichten. Präsident Miloš Zeman bezeichnete diese Entscheidung als „Schande“, da das Denkmal auch für die sowjetischen Soldaten stünde, die bei der Befreiung Prags und der Tschechoslowakei ihr Leben verloren hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Der Neue Mahnruf]]&amp;#039;&amp;#039;, 73. Jahrgang, 4. Quartal 2019, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotzdem wurde Konews Statue am 3. April 2020 entfernt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.radio.cz/de/rubrik/nachrichten/sechster-prager-stadtbezirk-laesst-denkmal-fuer-umstrittenen-sowjetmarschall-entfernen &amp;#039;&amp;#039;Sechster Prager Stadtbezirk lässt Denkmal für umstrittenen Sowjetmarschall entfernen&amp;#039;&amp;#039;], [[Radio Praha International]], 3. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; und in einem Depot eingelagert. Der russische Verteidigungsminister [[Sergei Kuschugetowitsch Schoigu|Sergei Schoigu]] forderte daraufhin, die für die Entfernung des Denkmals verantwortlichen Amtsträger strafrechtlich verfolgen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orf.at/stories/3161432/ &amp;#039;&amp;#039;Statuenstreit zwischen Tschechien und Russland&amp;#039;&amp;#039;], ORF, 10. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das tschechische Außenministerium lehnte die Forderung nach Verfolgung gewählter politischer Vertreter durch einen fremden Staat als unzulässig ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ct24.ceskatelevize.cz/svet/3074430-vysetrovaci-vybor-ruske-federace-zahajil-trestni-stihani-kvuli-odstraneni-sochy-marsala |titel=Ministerstvo zahraničí: Stíhání české samosprávy Ruskem kvůli soše Koněva je nepřípustné |werk=[[ČT24]] |datum=2020-04-10 |sprache=cs |abruf=2020-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 27./29. April 2020 wurden vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung um die Statue „tschechische Behörden drei Politiker unter Polizeischutz gestellt, weil es mutmaßlich russische Mordpläne gegen sie geben“ solle. Es waren dies: Ondřej Kolář, Bürgermeister des 6. Prager Bezirks, [[Zdeněk Hřib]], Prager Oberbürgermeister, und Pavel Novotný, Bürgermeister eines weiteren Prager Bezirks.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orf.at/#/stories/3163732/ Tschechien: Angebliche Mordpläne wegen sowjetischer Statue] orf, 29. April 2020, abgerufen am 29. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2023 wurde die Umbenennung der Koněvova-Straße im Stadtteil [[Žižkov]] beschlossen. Die Straße wird ab dem 1. Oktober 2023 künftig den Namen von Karel Hartig tragen, dem ersten Bürgermeister des Stadtteils.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://zpravy.aktualne.cz/regiony/praha/konevova-ulice-hartigova-ulice/r~4789c35c0e7a11eea9eeac1f6b220ee8/ |titel=Pražská Koněvova ulice se přejmenuje na Hartigovu. Pět tisíc lidí čeká výměna dokladů {{!}} Aktuálně.cz |datum=2023-06-19 |sprache=cs |abruf=2023-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine [[Gedenktafel (Wackerbarths Ruhe)|Gedenktafel an der Einfriedung von Schloss Wackerbarth]] erinnert noch heute an das Treffen sowjetischer Militärs ([[Anastas Mikojan|Anastas I. Mikojan]] und Iwan S. Konew) mit antifaschistischen deutschen Politikern ([[Hermann Matern]], [[Kurt Fischer (Politiker, 1900)|Kurt Fischer]] und [[Rudolf Friedrichs]]) vom 8. Mai 1945.&lt;br /&gt;
* Eine Uniform Konews ist Exponat im [[Museum zum Kessel von Korsun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schriften in deutscher Übersetzung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Jahr fünfundvierzig&amp;#039;&amp;#039;. Deutsch von Arno Specht. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik ([[Memoirenreihe im Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik|Memoirenreihe]]), Berlin 1989. ISBN 3-327-00826-4. Zuerst 1969 (&amp;#039;&amp;#039;Sorok pjatyj&amp;#039;&amp;#039;, dt.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aufzeichnungen eines Frontoberbefehlshabers 1943/44.&amp;#039;&amp;#039; Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik (Memoirenreihe), Berlin 1978 (&amp;#039;&amp;#039;Zapiski komandujuščego frontom 1943-1944&amp;#039;&amp;#039;, dt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sekundärliteratur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Janusz Piekalkiewicz: &amp;#039;&amp;#039;Unternehmen Zitadelle&amp;#039;&amp;#039;, Pawlak Verlag 1989, ISBN 3-88199-579-X.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=iwan-stepanowitsch-konew|lemma=Konew, Iwan Stepanowitsch|autor=[[Wladislaw Hedeler]]|band=1|idNum=1826}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ivan Stepanovich Konev|Iwan Stepanowitsch Konew|3=S}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118565028}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Iwan_Konjew Iwan Stepanowitsch Konew] auf ddr-wissen.de&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GND=118565028|NAME=Ivan S. Konev}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Marschälle der Sowjetunion}}&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|ZEIT=1945–1946 |AMT=[[Sowjetischer Hochkommissar in Österreich]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=– |NACHFOLGER= [[Wladimir Wassiljewitsch Kurassow|Wladimir W. Kurassow]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
|ZEIT2=1947–1957 |AMT2= [[Oberkommandierender der sowjetischen Landstreitkräfte]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=? |NACHFOLGER2=?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|ZEIT3=1955–1960 |AMT3= [[Oberkommandierender der Streitkräfte des Warschauer Vertrages]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER3=? |NACHFOLGER3=?&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118565028|LCCN=n83001006|VIAF=113994132}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Konew, Iwan Stepanowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marschall der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbefehlshaber einer Front (Rote Armee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbefehlshaber einer Armee (Rote Armee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbefehlshaber eines Korps (Rote Armee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbefehlshaber einer Division (Rote Armee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberkommandierender der Gruppe der sowjetischen Truppen in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochkommissar (österreichische Besatzungszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetische Besatzungszone in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Held der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Held der Volksrepublik Mongolei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens Virtuti Militari (1943–1989)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sowjetischen Siegesordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens Legion of Merit (Chief Commander)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Suworow-Ordens I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Kutusowordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Berlin (aberkannt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Russischen Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Jubiläumsmedaille „XX Jahre Rote Arbeiter-und-Bauern-Armee“]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stellvertretender Verteidigungsminister (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Medaille „Sieg über Deutschland“]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Konew, Iwan Stepanowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Конев, Иван Степанович (russisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sowjetischer Marschall&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Dezember 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lodeino]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Mai 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>