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	<title>Iwan Marazow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-12T01:17:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Iwan Rusew Marazow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{bgS|Иван Русев Маразов}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[15. März]] [[1942]] in [[Pirne]], [[Ajtos]], [[Oblast Burgas]]) ist ein [[Bulgarien|bulgarischer]] [[Kunsthistoriker]], [[Kulturwissenschaft]]ler und [[Politiker]] der [[Bulgarische Sozialistische Partei|Bulgarischen Sozialistischen Partei]] (BSP), und sowohl Kulturminister als auch Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen 1996 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein wissenschaftliches Interesse gilt insbesondere den [[Thraker]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler ===&lt;br /&gt;
Marazow absolvierte nach dem Schulbesuch ein Studium am „[[Ilja Jefimowitsch Repin]]“-Kunstinstitut in [[Leningrad]], das er 1967 abschloss. Anschließend wurde er [[Wissenschaftlicher Mitarbeiter]] am Kunstwissenschaftlichen Institut [[Sofia]] und war zuletzt von 1988 bis 1991 dessen Direktor. Er arbeitete daneben zwischen 1969 und 1989 als stellvertretender [[Chefredakteur]] der [[Fachzeitschrift]] &amp;#039;&amp;#039;Izkustwo&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Изкуство&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;Kunst&amp;#039;&amp;#039;) und erhielt 1975 den Kritikerpreis des [[Verband bulgarischer bildender Künstler|Verbandes bildender Künstler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marazow, der 1976 zunächst einen Doktor der Kunstgeschichte erwarb, befasste sich in seinen kunsthistorischen und kulturwissenschaftlichen Arbeiten insbesondere mit den Thrakern und veröffentlichte unter anderem [[Fachliteratur]] zu Themen wie dem [[Thrakergrab von Kasanlak]] oder dem [[Gräberfeld von Warna]]. In der Folgezeit arbeitete er auch als [[Kurator (Museum)|Kurator]] von [[Ausstellung]]en zur [[Thraker#Thrakische Kultur|thrakischen Kultur]] wie zum Beispiel in [[Japan]] in den Jahren 1979 und 1994 sowie in den [[Vereinigte Staaten|USA]] in den Jahren 1998 und 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1985 erhielt er den Kunstpreis des Verbandes bildender Künstler und erwarb 1986 einen Philosophiae Doctor ([[Ph.D.]]). Marazow, der seit 1985 Veranstalter eines Seminars zu Mythen, Kunst und Folklore ist, wurde 1988 Mitglied der [[Accademia delle Arti del Disegno]] in [[Florenz]] und war 1990 und 1991 Chefredakteur der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Orpheus&amp;#039;&amp;#039;. Danach übernahm er einen [[Lehrstuhl]] als [[Professur|Professor]] an der Abteilung für [[Kulturgeschichte]] an der 1991 gegründeten [[Neue Bulgarische Universität|Neuen Bulgarischen Universität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulturminister und Präsidentschaftskandidat ===&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des [[Kommunismus]] engagierte sich Marazow in der Bulgarischen Sozialistischen Partei (BSP) und war in der ersten [[Postkommunismus|postkommunistischen]] Regierung Bulgariens unter [[Liste der Ministerpräsidenten Bulgariens|Ministerpräsident]] [[Dimitar Popow]] 1991 einige Zeit Vize-Kulturminister. 1995 wurde er Leiter der Abteilung für Kulturgeschichte an der [[Neue Bulgarische Universität|Neuen Bulgarischen Universität]] und übte diese Tätigkeit bis 2006 aus. 1996 wurde er mit dem Kunstpreis der [[Bulgarische Akademie der Wissenschaften|Akademie der Wissenschaften]] geehrt und Mitglied des Kulturinstituts &amp;#039;&amp;#039;Salanzara&amp;#039;&amp;#039; in [[Paris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juni 1996 wurde er als Nachfolger des [[Komponist]]en [[Georgi Kostow (Komponist)|Georgi Kostow]] von Ministerpräsident [[Schan Widenow]] zum Kulturminister in dessen Kabinett berufen, dem er bis zum 13. Februar 1997 angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesweite Bekanntheit erzielte der bis dahin weitgehend unbekannte Marazow, als er Präsidentschaftskandidat der BSP wurde, nachdem der ursprüngliche Bewerber und damalige Außenminister [[Georgi Pirinski]] wegen seiner Geburt in den USA aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung nicht kandidieren durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sah er sich als einer der [[Intellektueller|Intellektuellen]] wie [[Václav Havel]], die nach dem Zusammenbruch des Kommunismus politische Führungsaufgaben übernommen hatten. Im Wahlkampf bevorzugte er anders als Funktionäre seiner Partei legere Kleidung, wenngleich er auf Parteiveranstaltungen an Daten der Geschichte der [[Bulgarische Kommunistische Partei|Bulgarischen Kommunistischen Partei]] erinnerte und über die niedrigen Preise im Bulgarien vor 1989 sowie den Wegfall des [[Sowjetunion|sowjetischen]] Marktes für die bulgarischen Industrieprodukte sprach. Letztlich versuchte er in seinem Wahlkampf unter dem Motto „Zusammen für Bulgarien“ die schwierige Aufgabe, beide Zielgruppen der BSP anzusprechen: Privatunternehmen auf der einen sowie ältere Wähler, die die Sicherheit im alten [[Einparteiensystem]] wertschätzten, auf der anderen Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Wahlgang am 27. Oktober 1996 erreichte Marazow hinter dem Kandidaten der [[Sajus na Demokratitschnite Sili|Union der Demokratischen Kräfte]] (bulg. {{lang|bg|&amp;#039;&amp;#039;Съюз на Демократичните сили&amp;#039;&amp;#039;}}) und späteren Wahlsieger, [[Petar Stojanow]], mit 27 Prozent der Stimmen den zweiten Platz, während Stojanow 44 Prozent erhielt. In der darauf folgenden Stichwahl zwischen den beiden am 3. November 1996 lag Stojanow 60 Prozent deutlich vor Marazow, der 40 Prozent der Stimmen bekam, so dass Stojanow als Nachfolger von [[Schelju Schelew]] [[Liste der Staatsoberhäupter von Bulgarien|Staatspräsident]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 wurde bekannt, dass Mazarow unter dem [[Deckname]]n &amp;#039;&amp;#039;Bibliothekar&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Библиотекара&amp;#039;&amp;#039;) von 1974 bis 1988 als Agent für das [[Komitee für Staatssicherheit (Bulgarien)|Komitee für Staatssicherheit]] gearbeitet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Albrecht Djurer. Epochi obrazi šediovri.&amp;#039;&amp;#039; Sofia 1972.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vera Lukova.&amp;#039;&amp;#039; Sofia 1972.&lt;br /&gt;
; in deutscher Sprache:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Goldene Fährte Thrakien.&amp;#039;&amp;#039; Mitautor [[Alexandar Fol|Alexander Fol]], Innsbruck 1978, ISBN 3-85373-029-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das alte Thrakien.&amp;#039;&amp;#039; Plowdiw 2005, ISBN 954-516-535-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124864031}}&lt;br /&gt;
* [https://rulers.org/indexm2.html Kurzbiografie] (rulers.org)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124864031|LCCN=n81024535|VIAF=232971097}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marazow, Iwan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturminister (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Nationale Kunstakademie, Sofia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Marazow, Iwan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Marazow, Iwan Rusew; Маразов, Иван Русев (bulgarisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=bulgarischer Politiker, Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. März 1942&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pirne]], [[Ajtos]], [[Oblast Burgas]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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