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	<title>Iwan Geschow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-16T02:31:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ivan Geshov.jpg|mini|Iwan Ewstratiew Geschow]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Iwan Ewstratiew Geschow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{bgS|Иван Евстратиев Гешов}}; * [[20. Februar]] [[1849]] in [[Plowdiw]]; † [[11. März]] [[1924]] in [[Sofia]]) war ein [[Bulgarien|bulgarischer]] [[Politiker]] und [[Liste der Ministerpräsidenten Bulgariens|Ministerpräsident]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Studium und erste politische Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
Iwan Geschow wurden 1849 in der osmanischen Stadt Plowdiw geboren. Sein Vater Ewstati Geschow gehörte der Handelsfamilie Geschowi aus Karlowo an und war Teilhaber des Handelsunternehmens Brüder Geschewi ({{bgS|Братя Гешови}}). Seine Mutter Charitina entstammte der [[Kaufmann]]sfamilie [[Tschalakow]]i aus [[Kopriwschtiza]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;IG&amp;quot;&amp;gt;Iwan Geschow: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Kämpfe und Siege&amp;#039;&amp;#039; ({{bgS|Спомени из години на борби и победи}}). Verlag Синева, Sofia 2008, ISBN 978-954-9983-74-6, S. 15–30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iwan Geschow besuchte zunächst in Plowdiw die griechische Schule, wechselte jedoch zum [[Humanistisches Gymnasium Kyrill und Method Plowdiw|bulgarischen Gymnasium Kyrill und Method]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;IG&amp;quot; /&amp;gt; Auf dem Gymnasium lernte er bei [[Joakim Gruew]]. Als 1864 seine Schwester den in Manchester lebende Händler Michael Milkow heiratete, beschloss die Familie, dass die Brüder Geschowi eine Niederlassung ebendort eröffnen sollten. Zu diesem Zweck, und um Englisch zu lernen, wechselte Iwan nach Sofia in das [[Amerikanisches College (Sofia)|Amerikanische College]]. Anschließend absolvierte er in den Jahren 1869 bis 1872 ein Studium der [[Finanzwissenschaft]]en und [[Politikwissenschaft]]en am [[University of Manchester|Owen’s College]] in [[Manchester]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;IG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch während seines Studiums wurde er politisch aktiv, in dem er sich in Briefen an den [[Sultan]] des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] für die [[Souveränität|Unabhängigkeit]] Bulgariens vom Osmanischen Reich aussprach. Nach seiner Rückkehr nach [[Plowdiw]] nahm er als [[Korrespondent]] der &amp;#039;&amp;#039;[[The Times|„Times“]]&amp;#039;&amp;#039; sowie als Herausgeber der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;Maritsa&amp;#039;&amp;#039; auch am [[Bulgarischer Aprilaufstand 1876|Aprilaufstand 1876]] teil. Aus diesem Grund wurde er zunächst zum [[Todesstrafe|Tode verurteilt]], später jedoch aufgrund von Protesten des englischen und amerikanischen [[Konsul]]s zur [[Verbannung]] nach [[Aleppo]] in [[Syrien]] begnadigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unabhängigkeit Bulgariens und Minister ===&lt;br /&gt;
Nach der (eingeschränkten) Unabhängigkeit Bulgariens am 8. Juli 1879 wurde er endgültig begnadigt, was ihm die Rückkehr nach Bulgarien ermöglichte. Zu jener Zeit begann er seine politische Laufbahn 1879 bis 1880 als Präsident des Parlaments der [[Oblast]] [[Ostrumelien]], deren Finanzminister er von 1882 bis 1883 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran wurde er Direktor der [[Balgarska Narodna Banka|Bulgarischen Nationalbank]]. Im Rahmen der [[Ostrumelien|Ostrumelien-Krise]] gehörte er einer Delegation an, welche den in [[Dänemark]] weilenden Zar [[Alexander III. (Russland)|Alexander III.]] aufsuchte und um Unterstützung der Vereinigung Bulgariens mit Ostrumelien bat, worauf ihn [[Alexander I. (Bulgarien)|Fürst Alexander I.]] zu Gesprächen nach London schickte. Auch an den Verhandlungen am Zustandekommen des [[Friede von Bukarest (1886)|Friedens von Bukarest]] am 3. März 1886, der zum Ende des [[Serbisch-Bulgarischer Krieg|Serbisch-Bulgarischen Krieges]] führte, war er beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Joachim Böttcher |Titel=Prinz Alexander von Battenberg |Sammelwerk=Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas |Band=15 |Verlag=Gabriele Schäfer Verlag |Ort=Herne |Datum=2021 |ISBN=978-3-944487-84-7 |Seiten=119, 221, 241, 243, 278}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. August 1886 wurde er als Finanzminister in das Kabinett von Ministerpräsident [[Wassil Radoslawow]] berufen. In diesem Amt, das er auch unter Radoslawows Nachfolger [[Konstantin Stoilow (Politiker)|Konstantin Stoilow]] bis zum 1. September 1887 bekleidete, wurde er bald zum führenden [[Wirtschaftspolitik|wirtschaftspolitischen]] Denker des Landes sowie zum Vorkämpfer einer [[Protektionismus|Schutzzollpolitik]] zur Sicherung der Wirtschaft Bulgariens. Allerdings hatte er in [[Stefan Stambolow]] einen starken Gegner seiner politischen Ideen, so dass letztlich sowohl Stoilow als auch er selbst die Macht an Stambolow abtreten mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem Ende von Stambolows Amtszeit am 31. Mai 1894 wurde er von Ministerpräsident Stoilow wiederum zum Finanzminister ernannt. In seiner bis zum 7. September 1897 dauernden Amtszeit war er zugleich auch Handels- und [[Landwirtschaftsminister]] und Gründer und Vorsitzender der ersten Landwirtschafts- und Industriemesse in [[Plowdiw]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter, Parlamentspräsident und Parteivorsitzender ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1894 wurde er auch erstmals zum Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt, der er bis 1899 angehörte. 1901 erfolgte seine erneute Wahl zum Abgeordneten der Nationalversammlung, der er nunmehr bis 1923 angehörte. Am 22. Februar 1901 wurde er zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt. Dieses Amt hatte er bis zum 25. Oktober 1901 inne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IG13&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode von Stoilow wurde er im April 1901 außerdem dessen Nachfolger als Vorsitzender der [[Volkspartei (Bulgarien)|Volkspartei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsident von 1911 bis 1913 ===&lt;br /&gt;
Am 29. März 1911 wurde er von [[Liste der Herrscher von Bulgarien|Zar]] [[Ferdinand I. (Bulgarien)|Ferdinand I.]] als Nachfolger von [[Aleksandar Malinow]] schließlich selbst [[Liste der Ministerpräsidenten Bulgariens|Ministerpräsident]]. Während seiner Amtszeit war er zugleich Außen- und Religionsminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Funktion war er ein Unterstützer der politischen Ansichten des [[Balkanbund]]es, durch den 1912 der [[Erster Balkankrieg|Erste Balkankrieg]] gegen das Osmanische Reich begonnen wurde. Nachdem am 30. Mai 1913 der [[Londoner Vertrag (1913)|Londoner Vertrag]], der den Balkankrieg beendete, geschlossen wurde, trat er von seinem Amt als Ministerpräsident zurück, da er die Kriegsabsichten des Zaren gegen die anderen Mitgliedstaaten des Balkanbundes ablehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger als Ministerpräsident wurde daraufhin [[Stojan Danew]], dem er wiederum am 26. Juni 1913 als Präsident der Nationalversammlung folgte. Allerdings übte er das Amt des Parlamentspräsidenten diesmal für weniger als einen Monat bis zum 23. Juli 1913 aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IG13&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.search.com/reference/Chairman_of_the_National_Assembly_of_Bulgaria |titel=Präsidenten der Nationalversammlung |titelerg= |hrsg= |werk=www.search.com |datum=2014 |abruf=2023-03-25 |sprache=en |format= |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend zog er sich bis auf sein Abgeordnetenmandat aus der Politik zurück. Nach dem Sturz der Regierung von [[Aleksandar Stambolijski]] trat er 1923 der von [[Aleksandar Malinow|Malinow]] geführten Demokratischen Partei &amp;#039;&amp;#039;(Demokratičeska Partija)&amp;#039;&amp;#039; bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrenämter und Veröffentlichungen ===&lt;br /&gt;
Neben seiner politischen Laufbahn war er zum einen auch Gründer der Studentischen Gesellschaft sowie der Wissenschaftlichen und Literarischen Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1899 bis zu seinem Tod im März 1924 war er Präsident des [[Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung|Bulgarischen Roten Kreuzes]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.redcross.bg/index.php?ladger=history |wayback=20070928041539 |text=Geschichte des Bulgarischen Roten Kreuzes}} (bulgarisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie von 1898 bis zu 1911 zunächst Vorsitzender der Literarischen Gesellschaft, aus der dann die [[Akademie der Wissenschaften]] hervorging, deren Präsident er ebenfalls bis zu seinem Tode war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bas.bg/index.php?pat=bashistory&amp;amp;glaven=history&amp;amp;ezik=en Geschichte der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren war Geschow Autor und Mitherausgeber mehrerer Werke zu politischen Themen wie zum Beispiel:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcatlibraries.org/search?q=au%3AIvan+Evstratiev+Geshov&amp;amp;qt=hot_author Übersicht der Veröffentlichungen von Iwan Geschow]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L‘Alliance balkanique.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1915.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La genèse de la guerre mondiale; la debacle de l‘Alliance balkanique.&amp;#039;&amp;#039; Bern 1919.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mémoire addressé à la conférence de la paix.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ivan Evstratiev Geshov|Iwan Geschow}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rulers.org/indexg2.html#gesho Biographische Angaben in rulers.org]&lt;br /&gt;
* [https://www.bnb.bg/bnb/home.nsf/vPages/H_Governors_15_IG/$FILE/15-IG-e.pdf Biografie auf der Homepage der Nationalbank] (PDF-Datei; 120&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.zum.de/whkmla/region/balkans/bulgaria18961914.html Bulgarien 1896–1914]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|AMT=[[Liste der Ministerpräsidenten Bulgariens|Ministerpräsident von Bulgarien]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1911–1913&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Aleksandar Malinow]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Stojan Danew]]&lt;br /&gt;
|AMT2=[[Liste der bulgarischen Außenminister|Außenminister]] des [[Geschichte Bulgariens#Fürstentum und Zarentum Bulgarien|Königreichs Bulgarien]]&lt;br /&gt;
|ZEIT2=29. März 1911–14. Juni 1913&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=Aleksandar Malinow&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER2=Stojan Danew&lt;br /&gt;
|AMT3=Vorsitzender der [[Bulgarische Akademie der Wissenschaften|Bulgarischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
|ZEIT3=1898–1924&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER3=[[Wasil Drumew]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER3=[[Ljubomir Miletitsch]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock|Navigationsleiste Premierminister des Zarentums Bulgarien|Navigationsleiste Finanzminister des Fürstentums Bulgarien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119460769|LCCN=n85293301|VIAF=90630680}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Geschow, Iwan}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenminister (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzminister (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftsminister (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rotes Kreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Kyrill und Methodius]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1849]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Geschow, Iwan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Гешов, Иван Евстратиев (bulgarisch); Geschow, Iwan Ewstratiew&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=bulgarischer Politiker und Ministerpräsident&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Februar 1849&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Plowdiw]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. März 1924&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sofia]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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