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	<title>Ius strictum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T18:28:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ius_strictum&amp;diff=511213&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Klage: harmonisiert</title>
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		<updated>2026-03-25T12:16:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;harmonisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ius strictum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist &amp;#039;&amp;#039;strenges&amp;#039;&amp;#039; Recht, das ohne Rücksicht auf die konkreten Gegebenheiten eines Einzelfalles zu nehmen, unverändert und bindend anzuwenden ist. Es bildet den Gegensatz zur &amp;#039;&amp;#039;[[aequitas]]&amp;#039;&amp;#039;, aus der sich das &amp;#039;&amp;#039;ius aequum&amp;#039;&amp;#039; entwickelt hat. Letzteres versucht unangemessene Härten,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Hausmaninger]], [[Walter Selb]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Privatrecht&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Wien 1981 (9. Auflage 2001) (Böhlau-Studien-Bücher) ISBN 3-205-07171-9, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; die das &amp;#039;&amp;#039;ius strictum&amp;#039;&amp;#039; mit sich bringen kann abzufedern, indem es den Einzelfall nach den Grundsätzen der [[Billigkeit]] und nach [[Ermessen]] beurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Creifelds (Rechtswörterbuch)|Carl Creifelds: &amp;#039;&amp;#039;Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;.]] 21. Auflage 2014. ISBN 978-3-406-63871-8&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Striktes Recht ist typisch für unentwickelte Rechtsordnungen, denn der unerfahrene Gesetzgeber ist häufig der Auffassung, dass er die ins Auge gefassten Rechtsverhältnisse abschließend regeln kann. Durch die Komplikationen, die die Lebenswirklichkeit in der Rechtspraxis mit sich bringt, ist dieser Gesetzgeber dann in Reaktion darauf häufig angehalten, entweder neue Tatbestände zu schaffen, oder zur Vermeidung von Unbilligkeiten, die Tatbestände zu [[Abstraktion|abstrahieren]]. Aus den gebildeten abstrakten Obersätzen heraus, werden dann die Gestaltungsmöglichkeiten für eine Rechtssituation erst [[Deduktion|hergeleitet]]. Dem &amp;#039;&amp;#039;[[ius gentium]]&amp;#039;&amp;#039; verhalf die „Aufweichung“ des Strengrechts ab der [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiserzeit]] zum Durchbruch.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. insoweit [[Gaius (Jurist)|Gaius]] III 25, 41; &amp;#039;&amp;#039;[[Pandekten|Digesten]]&amp;#039;&amp;#039; 29, 2, 86 pr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundsätzlich, [[Otto Lenel]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Edictum perpetuum. Ein Versuch zu seiner Wiederherstellung, mit dem für die Savigny-Stiftung ausgeschriebenen Preise gekrönt&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1927, zuerst 1883. S. 279 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das [[Ius civile|antike römische Zivilrecht]] war allein das gesprochene Wort ausschlaggebend, ebenso der gesetzliche Wortlaut bei Regelungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius III 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[rechtsgeschäft]]liche Wirksamkeit hing davon ab, dass gesetzliche Vorgaben wortlautgerecht erfüllt werden. Ein abweichendes Handeln war bei Geschäften wie der [[Mancipatio|Manzipation]] schlicht nicht denkbar; auch [[Nexum|Selbstverpfändungen]] und bestimmte [[In iure cessio|Verfügungsgeschäfte]] unterlagen der Strenge.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Mitteis]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Privatrecht bis auf die Zeit Diokletians. 1: Grundbegriffe und Lehre von den Juristischen Personen.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1908. S. 256 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Grundsätze spiegelten sich auch im [[Legisaktionenverfahren|Prozess]], denn die Strenge des materiellen Zivilrechts fand sich in den Klageformeln wieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strenges Recht ist außerdem gegen &amp;#039;&amp;#039;[[ius cogens]]&amp;#039;&amp;#039; abzugrenzen. &amp;#039;&amp;#039;Ius cogens&amp;#039;&amp;#039; ist zwingendes Recht, das nicht dispositiv ist. Es bezeichnet den bestehenden Typenzwang (Verwendung bestimmter Rechtsformen), der der Privatautonomie Schranken setzt und selbst gegen den erklärten Parteiwillen wirkt, also [[Abdingbares Recht|unabdingbar]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Hausmaninger, Walter Selb: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Privatrecht&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Wien 1981 (9. Aufl. 2001) (Böhlau-Studien-Bücher) ISBN 3-205-07171-9, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz hierzu ist das &amp;#039;&amp;#039;ius dispositivum&amp;#039;&amp;#039; nachgiebiges Recht. Konkrete Parteienentscheidungen können entgegenstehende Vorschriften verdrängen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vertragsrecht des [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] ist in der Regel dispositiv, das [[Formelles Recht|formelle Recht]] hingegen nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|X,2|1301|1302|Ius strictum|[[Alfred Manigk]]|RE:Ius strictum}}&lt;br /&gt;
* Alfred Manigk: &amp;#039;&amp;#039;Das Anwendungsgebiet der Vorschriften für die Rechtsgeschäfte. Ein Beitrag zur Lehre vom Rechtsgeschäft&amp;#039;&amp;#039;. Breslau 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Juristische Methodenlehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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