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	<title>Ius primae noctis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T06:04:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ius_primae_noctis&amp;diff=52715&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schotterebene: Revert - bitte belegen</title>
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		<updated>2026-04-07T16:18:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Revert - bitte belegen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Le droit du Seigneur by Vasiliy Polenov.jpg|mini|Das Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Das Herrenrecht&amp;#039;&amp;#039; von [[Wassili Dmitrijewitsch Polenow]] (1874) zeigt, wie ein alter Mann seine Töchter zum Feudalherrn bringt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;jus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;primae noctis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Recht der ersten Nacht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; [[Französische Sprache|französisch]] &amp;#039;&amp;#039;droit de cuissage,&amp;#039;&amp;#039; im [[Englische Sprache|englischen]] Sprachraum &amp;#039;&amp;#039;droit du seigneur&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/DroitDuSeigneur Ausführlicher Artikel auf www.tvtropes.org] über das &amp;#039;&amp;#039;Droit du Seigneur&amp;#039;&amp;#039; als literarischen [[Tropus (Rhetorik)|Tropus]] (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;) bezeichnet das angebliche Recht eines [[Gerichtsherrschaft|Gerichtsherrn]], bei der [[Hochzeit|Heirat]] von zwei seiner Herrschaft unterstehenden Personen die erste Nacht mit der Braut zu verbringen oder einen Geldersatz (Stechgroschen) zu verlangen. Die Rechtsgepflogenheit beziehungsweise die zugehörige erotische Machtfantasie ist in der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] und [[Aufklärung]] in literarisch-politischen Publikationen publikumswirksam und verkaufsfördernd dargestellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob sie jemals tatsächlich bestand, ist stark umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Albrecht Classen|Titel=The medieval chastity belt: a myth-making process |Verlag=Macmillan |Datum=2007 |ISBN=978-1-4039-7558-4 |Seiten=151}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zeitalter bzw. in der [[Aufklärung (Literatur)|Literatur der Aufklärung]] wurde sie als menschenverachtend thematisiert und damit der [[Feudalismus]] wie die mittelalterliche Vergangenheit kritisiert. Besonders ausführlich erfolgte dies in [[Voltaire]]s Werk &amp;#039;&amp;#039;Essai sur les moeurs&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;!--&amp;lt;ref&amp;gt;https://fr.wikisource.org/wiki/Essai_sur_les_m%C5%93urs/Chapitre_52&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.correspondance-voltaire.de/html/moeurs.htm&amp;lt;/ref&amp;gt; Bitte wikifizieren!--&amp;gt; Eine populäre Darstellung findet sich auch in &amp;#039;&amp;#039;[[Der tolle Tag oder Die Hochzeit des Figaro]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Als erste literarische Überlieferung eines herrschaftlichen Rechts der ersten Brautnacht kann eine Stelle im Epos [[Gilgamesch]] (3.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr.) gelten, wo dem in [[Uruk]] herrschenden Gilgamesch ein solches Zeichen der Macht auf „göttliche“ Entscheidung hin zukommt (Tafel II der ninivitischen Version, Zeile 162). Doch sind „sowohl ein &amp;#039;&amp;#039;ius primae noctis&amp;#039;&amp;#039; als auch seine angeblich göttliche Rechtfertigung in historischer Zeit aus Mesopotamien nicht belegt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sin-leqe-uninni |Titel=Das Gilgamesch-Epos |Hrsg=Wolfgang Rölling |Sammelwerk=Reclams Universal-Bibliothek |Verlag=Reclam |Ort=Ditzingen |Datum=2021 |ISBN=978-3-15-014088-8 |Seiten=135}} [https://books.google.de/books/about/Das_Gilgamesch_Epos.html?id=VBstEAAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=kp_read_button&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;gboemv=1&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Ius&amp;amp;f=false/ Google Books].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solches &amp;#039;&amp;#039;Herrenrecht&amp;#039;&amp;#039; wurde im Mittelalter im Jahr 1250 zum ersten Mal in einem Gedicht über die Bauern von [[Verson]] (beim [[Le Mont-Saint-Michel|Mont-Saint-Michel]]) in [[Frankreich]] erwähnt. Voll ausgeprägt erscheint diese Verhaltensform eines bestehenden Herrenrechts im &amp;#039;&amp;#039;Baudouin de Sebourc&amp;#039;&amp;#039;, einem um 1350 in Nordfrankreich verfassten Roman der [[Kreuzritter]]zeit. Die Entstehung dieser literarischen Veröffentlichungen war eng verbunden mit der Ablehnung der als ungerecht empfundenen [[Mitgift]]steuer, die bei der Eheschließung an den Gerichtsherrn entrichtet werden musste. Durch diesen Versroman wurde ein seit dem Hochmittelalter existierendes Herrenrecht auf die erste Nacht mit der Braut eines bäuerlichen Paares vermutlich in ganz Europa bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine im Mittelalter im heutigen Gebiet [[Belgien]]s und der [[Niederlande]] übliche Heiratssteuer, deren Übersetzung aus der lateinischen Sprache als [[Bürgschaft]]sverpflichtung in den Quellen auftaucht, weist den Weg zu den im frühen Mittelalter üblichen Zahlungen des &amp;#039;&amp;#039;[[Munt|mundium]]&amp;#039;&amp;#039; der Braut. Diese Zahlung durch den Herrn persönlich an eine freie Frau anlässlich ihrer Eheschließung mit einem unter [[Erbuntertänigkeit]] stehenden Mann hatte vermutlich die Nachwirkung, dass sie in späterer Zeit durch die in mündlicher Überlieferung verbreitete Verbindung zwischen Heiratsgabe und Herrenrecht zu dem herrschaftlichen Vorrecht auf das Recht der Ersten Nacht geführt haben könnte. Mit der Zahlung des &amp;#039;&amp;#039;mundium&amp;#039;&amp;#039; erwarb ein Mann im älteren germanischen Eherecht auch das Recht auf die „Heimführung der Braut“, den ersten Geschlechtsverkehr. Zwar war dieser „Rechtsanspruch“ in dem besonderen Fall des Erwerbs einer freien Frau als Ehefrau für einen Muntling des Herrn nicht beabsichtigt, aber er ergab sich zwangsläufig aus der Zahlung des &amp;#039;&amp;#039;mundium&amp;#039;&amp;#039; durch den Herrn an die ursprünglich freie Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der zweiten Hälfte des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts soll die Vorstellung eines herrschaftlichen Vorrechts auf die Brautnacht erstmals Verbreitung im ländlichen [[Gewohnheitsrecht]] gefunden haben. Sie sei von Herren oder deren Verwaltern in das Rechtsleben von Herrschaften integriert worden. Mit der [[Verschriftlichung]] habe es sich kontinuierlich von der Aufzeichnung ländlicher Gewohnheitsrechte bis zum geschriebenen Recht der [[Erbuntertänigkeit]] weiter entwickelt. Das Herrenrecht sei dahin erweitert worden, Abgabenzahlungen anlässlich einer [[Hochzeitsfeier]] von Untertanen als Gerichtsherr zu legitimieren und Ersatzhandlungen für die Nichtzahlung einer geforderten [[Abgabe (Geldleistung)|Abgabe]] in Geld zu veranlassen. Die Abgabenzahlungen, die in den ländlichen Rechtstexten gefordert wurden, seien keine Mitgiftsteuern gewesen, sondern Beteiligungen des Gutsherrn oder seines Verwalters am Verlauf des Hochzeitsfests oder Erlaubnisgebühren für die Durchführung des ehelichen [[Beilager]]s auf dem Grund und Boden des Herrschaftsinhabers. Zahlungspflichtige und Zahlungsempfänger im Hohen Mittelalter haben angeblich an die Rechtsgültigkeit eines solchen Herrenrechts der ersten Nacht, das seit „ewigen Zeiten“ existiert, geglaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im ausgehenden [[Spätmittelalter]] an manchen Orten verbreitete Glaube an ein Herrenrecht der ersten Nacht erreichte in der zweiten Hälfte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts eine gewisse Popularität, so dass mancherorts aus der mündlichen Tradition auch symbolische Rechtshandlungen erwuchsen. In [[Frankreich]] wurde das &amp;#039;&amp;#039;droit de cuissage&amp;#039;&amp;#039; als „Schenkelrecht“ in Anlehnung an die Sitte des symbolischen Vollzugs der [[Trauung per Stellvertreter|Ehe durch einen Prokurator]] erfunden, der hierzu ein unbekleidetes Bein in das Ehebett mit der [[Brautpaar|Braut]] stellte. In [[Katalonien]] schritten die Herren über das Hochzeitsbett, in dem die Braut niedergelegt worden war. Diese symbolischen Handlungen wurden von den Bauern als Erniedrigung, als Machtdemonstration der Herrschaft empfunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Wettlaufer: &amp;#039;&amp;#039;Das Herrenrecht der ersten Nacht Hochzeit, Herrschaft und Heiratszins im Mittelalter und in der frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. [[Campus Verlag]], Reihe Campus Historische Studien, Band 27, 1999, ISBN 3-593-36308-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur historischen Quellenlage ==&lt;br /&gt;
Die einzigen beiden schriftlichen Belege im deutschsprachigen Raum stammen aus dem Raum Zürich:&amp;lt;ref name=&amp;quot;aeppli&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Felix Aeppli |Titel=Geschichte der Gemeinde Maur |Verlag=Gemeinde Maur |Ort=Maur |Datum=1979}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Maur]] amtete ein [[Meier]], der sich nicht nur als Verwalter um die Verwaltung des Gutshofes kümmerte, sondern auch die niedere Gerichtsbarkeit ausübte. Die [[Offnung]] von 1543 verbürgte ihm schriftlich das &amp;#039;&amp;#039;Recht der ersten Nacht&amp;#039;&amp;#039;, gemäß dem er mit jeder Braut der Gemeinde die Hochzeitsnacht verbringen durfte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jörg Wettlaufer |Titel=Das Herrenrecht der ersten Nacht |Ort=Frankfurt am Main |Seiten=251 ff. |Online={{Google Buch |BuchID=0lBJ0nUmYCYC |Seite=251}} |Abruf=2015-12-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Recht findet sich auch in der &amp;#039;&amp;#039;Offnung für [[Hirslanden]] und Stadelhofen&amp;#039;&amp;#039; – heute Stadtteile von Zürich – belegt. Ob und wann der Gutsverwalter von diesem &amp;#039;&amp;#039;ius primae noctis&amp;#039;&amp;#039; Gebrauch machte, ist nicht überprüfbar. Er konnte kräfte- oder interessemäßig darauf verzichtet oder vom Bräutigam eine Geldsumme als Ersatz für die Handlung der Defloration eingefordert haben („Stechgroschen“), im Sinne einer Bezahlung für Geschirr, Holz und Fleisch, das die Gutsverwaltung an das Hochzeitspaar in [[Erbuntertänigkeit]] beizusteuern verpflichtet war:&amp;lt;ref name=&amp;quot;aeppli&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ferner sprechen die Hofleute, wer hier heiratet, der soll den Meyer und dessen Frau einladen. Der Meyer soll dem Bräutigam einen [[Topf|Hafen]] leihen, so dass er darin ein Schaf sieden kann. Auch soll der Meyer an die Hochzeit ein [[Fuder]] Holz mitbringen. Er soll sodann gemeinsam mit seiner Frau einen Viertel eines Schweineschinken bringen. Und wenn die Hochzeit zu Ende ist, so soll der Bräutigam den Meyer in der Hochzeitsnacht bei seiner Frau liegen lassen oder fünf Schillinge und vier Pfennige bezahlen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manuel Senn, Lukas Gschwend, René Pahud de Mortanges |url=https://www.ius.uzh.ch/dam/jcr:00000000-1e72-6fc8-0000-00003edb822a/080208_T3K3_Reichs_Landes_und_Grundherrschaftsrechte.pdf |titel=Die Offnung von Maur |werk=Rechtsgeschichte |datum=2009 |format=PDF; 57&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2022-06-21}} Basierend auf: {{Literatur |Autor=Bruno Schmid |Titel=Die Gerichtsherrschaft Maur |Sammelwerk=Schweizerische Zeitschrift für Geschichte |Band=12 |Ort=Zürich |Datum=1963 |Seiten=309–312}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forschungen zur internationalen Quellenlage waren im 19. Jahrhundert von dem Rechtshistoriker [[Karl Schmidt (Rechtshistoriker)|Karl Schmidt]] (1836–1894) angestellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das ius primae noctis als Motiv in Kunst und Kultur ==&lt;br /&gt;
Die bekannteste literarische Verarbeitung des &amp;#039;&amp;#039;ius primae noctis&amp;#039;&amp;#039; ist die Theaterkomödie &amp;#039;&amp;#039;[[Der tolle Tag oder Die Hochzeit des Figaro]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;La folle journée ou Le mariage de Figaro&amp;#039;&amp;#039;) (1778) von [[Pierre Augustin Caron de Beaumarchais]], auf der auch die Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Le nozze di Figaro|Die Hochzeit des Figaro]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Le nozze di Figaro&amp;#039;&amp;#039;, 1786) von [[Lorenzo da Ponte]] und [[Wolfgang Amadeus Mozart]] basiert. Auch die etwas frühere komische Oper &amp;#039;&amp;#039;Le droit du Seigneur&amp;#039;&amp;#039; von [[Jean-Paul-Égide Martini]] (Paris 1783) nach François-Georges Desfontaines-Lavallée handelt von diesem Recht des Gutsherrn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller und Jurist [[Ildefonso Falcones]] verwendet das &amp;#039;&amp;#039;ius primae noctis&amp;#039;&amp;#039; als ein zentrales Element seines Romans &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kathedrale des Meeres]]&amp;#039;&amp;#039; und gibt im Nachwort an, das Recht sei tatsächlich 1486 Bestandteil des &amp;#039;&amp;#039;Usatges&amp;#039;&amp;#039;, des katalanischen Rechtsbuchs, gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Roman &amp;#039;&amp;#039;[[1984 (Roman)|1984]]&amp;#039;&amp;#039; von [[George Orwell]] wird das &amp;#039;&amp;#039;ius primae noctis&amp;#039;&amp;#039; erwähnt (Teil 1, Kapitel 7):&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=There was also something called the jus primae noctis which would probably not be mentioned in a textbook for children. It was the law by which every capitalist had the right to sleep with any woman working in one of his factories.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Es gab auch etwas, was das &amp;#039;&amp;#039;Jus primae noctis&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde, was wahrscheinlich nicht in einem Lehrbuch für Kinder erwähnt worden wäre. Es war das Gesetz, nach dem jeder Kapitalist das Recht hatte, mit jeder Frau zu schlafen, die in einer seiner Fabriken arbeitete.}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;ius primae noctis&amp;#039;&amp;#039; steht in diesem Roman in einer Reihe klischeehaft überzeichneter Schilderungen der Übelstände des [[Kapitalismus]] in Anlehnung an die Missstände des [[Feudalismus]], die durch die [[Französische Revolution]] als abgeschafft galten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Braveheart]]&amp;#039;&amp;#039; wird das ius primae noctis genutzt, um die Willkür der Engländer gegenüber der schottischen Bevölkerung zu unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Roman &amp;#039;&amp;#039;Das finstere Tal&amp;#039;&amp;#039; von [[Thomas Willmann]] ([[Das finstere Tal|verfilmt 2014]]) hat das &amp;#039;&amp;#039;ius primae noctis&amp;#039;&amp;#039; zum Kernthema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alain Boureau: &amp;#039;&amp;#039;Das Recht der Ersten Nacht. Zur Geschichte einer Fiktion.&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Le droit de cuissage.&amp;#039;&amp;#039; übersetzt von Rainer von Savigny). Artemis und Winkler, Düsseldorf/Zürich 2000, ISBN 3-538-07043-1.&lt;br /&gt;
* [[Geneviève Fraisse]]: &amp;#039;&amp;#039;Droit de cuissage et devoir de l&amp;#039;historien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Clio. Histoire, femmes et sociétés.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Heft 1, 1996, S. 251–261. [https://journals.openedition.org/clio/476 (journals.openedition.org)], [[doi:10.4000/clio.476]]&lt;br /&gt;
* Rudolf Kunz: &amp;#039;&amp;#039;Das angebliche Recht der ersten Nacht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Genealogie.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1–2, 1996, Sp. 347–350.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Schmidt-Bleibtreu: &amp;#039;&amp;#039;Ius primae noctis im Widerstreit der Meinungen. Eine historische Untersuchung über das Herrenrecht der ersten Nacht&amp;#039;&amp;#039;. Röhrscheid, Bonn 1988, ISBN 3-7928-0498-0.&lt;br /&gt;
* Evelyne Sorlin: &amp;#039;&amp;#039;Ius primae noctis.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Kurt Ranke (Germanist)|Kurt Ranke]], [[Rolf Wilhelm Brednich]] et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Enzyklopädie des Märchens]]. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 7, De Gruyter, Berlin/Boston 2016, ISBN 978-3-11-055272-0. [https://www.degruyter.com/document/database/EMO/entry/emo.7.050/html]&lt;br /&gt;
* Jörg Wettlaufer: &amp;#039;&amp;#039;Das Herrenrecht der ersten Nacht Hochzeit, Herrschaft und Heiratszins im Mittelalter und in der frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Reihe Campus Historische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 27). Campus Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-593-36308-9. [https://digihum.de/jus_primae_noctis/download.php?File=SnJnZ3luaHNyZV8xOTk5X1VyZWVyYWVycHVnLmNxcw== (digihum.de)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Droit du seigneur|Ius primae noctis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochzeitsbrauch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochzeit und Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuerrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualität und Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überholte Theorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schotterebene</name></author>
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