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	<title>Ius cogens - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T12:14:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ius_cogens&amp;diff=361532&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Literaturverzeichnis ergänzt und sortiert; bibliographische Angaben vervollständigt</title>
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		<updated>2026-04-10T12:37:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literaturverzeichnis ergänzt und sortiert; bibliographische Angaben vervollständigt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ius cogens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS}} für &amp;#039;&amp;#039;zwingendes [[Recht]]&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;jus cogens&amp;#039;&amp;#039; geschrieben) versteht man den Teil der [[Rechtsordnung]], der nicht [[Unabdingbarkeit|abbedungen]] (durch andere Vereinbarungen oder Erklärungen geändert) werden darf. Neben dem [[Privatrecht]] wird der Begriff vor allem im [[Völkerrecht]] verwendet. Gegenbegriff ist das &amp;#039;&amp;#039;[[Abdingbares Recht|ius dispositivum]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung im Völkerrecht ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;ius cogens&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man im Völkerrecht diejenigen Rechtssätze, die im Gegensatz zum &amp;#039;&amp;#039;ius dispositivum&amp;#039;&amp;#039; zwingendes Völkerrecht darstellen und in der [[Normenhierarchie (Völkerrecht)|Normenhierarchie]] über [[Völkerrechtlicher Vertrag|völkerrechtlichen Verträgen]] und über dem [[Völkergewohnheitsrecht]] stehen. Sie entfalten [[Absolutes Recht|absolute]] Wirkung, &amp;#039;&amp;#039;[[Inter partes und inter omnes|inter omnes]]&amp;#039;&amp;#039;, und binden alle Staaten. Theoretische Grundlage dieser Normkategorie ist zum einen das [[Naturrecht]], zum anderen die Überzeugung aller [[Staat]]en, dass diese Rechtssätze ein unabdingbares Fundament auch einer Koordinationsordnung darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Normen zum &amp;#039;&amp;#039;ius cogens&amp;#039;&amp;#039; gehören, ist in einzelnen Punkten umstritten. Das rührt daher, dass der Begriff &amp;#039;&amp;#039;ius cogens&amp;#039;&amp;#039; nirgends autoritativ fixiert ist. {{Art.|53|0.111|ch}} [[Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge|VRK]] hält nur fest, dass ein Vertrag nichtig ist, „wenn er im Zeitpunkt seines Abschlusses im Widerspruch zu einer zwingenden Norm des allgemeinen Völkerrechts steht.“ {{Art.|64|0.111|ch}} VRK bestimmt ergänzend lediglich: „Entsteht eine neue zwingende Norm des allgemeinen Völkerrechts, so wird jeder zu dieser Norm im Widerspruch stehende Vertrag nichtig und erlischt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörn Axel Kämmerer]]: &amp;#039;&amp;#039;Begriff, Geschichte und Rechtsquellen des Völkerrechts&amp;#039;&amp;#039;. In [[Alexander Proelß]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Völkerrecht&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin, Boston 2024. S.&amp;amp;nbsp;95 f. (Rnr. 136–138).&amp;lt;/ref&amp;gt; Umschrieben wird aber nicht näher, welche Normen als zwingendes Völkerrecht gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jörg Künzli |Titel=Internationaler Menschenrechtsschutz |Hrsg=Diggelmann, Hertig Randall, Schindler |Sammelwerk=Verfassungsrecht der Schweiz |Band=2 |Verlag=Schulthess |Ort=Zürich/Basel/Genf |Datum=2020 |ISBN=978-3-7255-7996-9 |Seiten=1256 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unstreitig gehören dazu das [[Allgemeines Gewaltverbot|Allgemeine Gewaltverbot]], das Verbot des [[Völkermord]]es, des [[Sklavenhandel]]s, der [[Rassendiskriminierung]] und Apartheid, der [[Folter]] und das Recht auf sowie das Verbot der systematischen und willkürlichen Verfolgung und Verletzung von Leib und Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas von Arnauld: &amp;#039;&amp;#039;Völkerrecht.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. C.F. Müller, Heidelberg 2019, S. 124 Rn. 289.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Folterverbot schließt den Schutz vor Ausweisung in einen Staat, in dem Folter droht, ein. Ob das [[Grundsatz der Nichtzurückweisung|Non-refoulment-Gebot]] zum ius cogens gehört, ist umstritten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anne Peters, Anna Petrig |Titel=Völkerrecht: Allgemeiner Teil |Auflage=6. |Verlag=Schulthess Juristische Medien |Ort=Genf |Datum=2023 |Reihe=litera B |ISBN=978-3-7255-8478-9 |Seiten=139}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Existenz des &amp;#039;&amp;#039;ius cogens&amp;#039;&amp;#039; wird von einer Minderheit der Autoren bestritten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Eine der wichtigsten [[Kodifikation]]en des Völkerrechts, das [[Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge]], setzt jedoch in den {{Art.|53|Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge|RIS-B|DokNr=NOR12009633}} und {{Art.|64|Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge|RIS-B|DokNr=NOR12009644}} diese Existenz voraus und ordnet die Nichtigkeit von Vertragsbestimmungen an, die im Widerspruch zum &amp;#039;&amp;#039;ius cogens&amp;#039;&amp;#039; stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jost Delbrück]], [[Georg Dahm]], [[Rüdiger Wolfrum]]: &amp;#039;&amp;#039;Völkerrecht&amp;#039;&amp;#039;. Band I. 2. Auflage. de Gruyter, 2002, S. 707 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt abweichende Auffassungen, ob das &amp;#039;&amp;#039;ius cogens&amp;#039;&amp;#039; den Entscheidungen des [[Sicherheitsrat der Vereinten Nationen|Sicherheitsrates der Vereinten Nationen]] über- oder untergeordnet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Nico Krisch: &amp;#039;&amp;#039;Selbstverteidigung und kollektive Sicherheit&amp;#039;&amp;#039;. Springer, 2001, S. 304&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Das Recht auf ein faires Verfahren&amp;#039;&amp;#039; ({{Art.|6|MRK|dejure}} [[Europäische Menschenrechtskonvention|EMRK]]) führt der Rechtswissenschaftler [[Rainer Hofmann]] aus, dass das [[Recht auf ein faires Verfahren]] zu den fundamentalen Rechten eines Menschen gehört, dem &amp;#039;&amp;#039;überwiegend&amp;#039;&amp;#039; sogar der Rang von ius cogens mit der Begründung zuerkannt wird, dass nur die strikte Beachtung dieses Rechts sichert, dass er nicht zum bloßen Objekt staatlicher Rechtsausübung degradiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rainer Hofmann |url=https://www.jura.uni-frankfurt.de/50633868/16_Menschenrechtsschutz.pdf |titel=§ 16. Das Recht auf ein faires Verfahren |werk= |hrsg= |datum= |format=PDF |abruf=2019-05-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Latein im Recht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Josef Jurt: &amp;#039;&amp;#039;Zwingendes Völkerrecht. Ein Beitrag zur Lehre vom objektiven Völkerrecht&amp;#039;&amp;#039;. Wil (St. Gallen) 1933.&lt;br /&gt;
* Heinrich Bernhard Reimann: &amp;#039;&amp;#039;Ius cogens im Völkerrecht. Eine quellenkritische Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. Schulthess, Zürich 1971.&lt;br /&gt;
* Jerzy Sztucki: &amp;#039;&amp;#039;Jus cogens and the Vienna convention on the law of treaties. A critical appraisal&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Wien 1974, ISBN 3-211-81247-4.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Kadelbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwingendes Völkerrecht&amp;#039;&amp;#039;. Duncker und Humblot, Berlin 1992, ISBN 3-428-07552-8.&lt;br /&gt;
* Christian J. Tams: &amp;#039;&amp;#039;Schwierigkeiten mit dem Ius Cogens&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv des Völkerrechts]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 40 (2002), S. 331–349.&lt;br /&gt;
* Martin Philipp Sommerfeld: &amp;#039;&amp;#039;Staatensouveränität und ius cogens. Eine Untersuchung zu Ursprung und Zukunftsfähigkeit der beiden Konzepte im Völkerrecht&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 2019, ISBN 978-3-662-59628-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|ius cogens}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtssprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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