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	<title>Ithkuil - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T10:17:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ithkuil&amp;diff=876355&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2025-07-15T14:34:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
|Sprache=Ithkuil&lt;br /&gt;
|Erfinder=[[John Quijada]]&lt;br /&gt;
|Veröffentlichungsjahr=2004&lt;br /&gt;
|Klassifikation=&lt;br /&gt;
* [[Konstruierte Sprache]]&lt;br /&gt;
** [[Plansprache]]&lt;br /&gt;
|Sprecher=keine&lt;br /&gt;
|Besonderheiten=&amp;lt;small&amp;gt;hochkomplex und -kompliziert, riesiges Lautinventar, mächtige Morphologie, nur ein paar hundert Lexeme, neuartige Schrift&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|ISO1=-&lt;br /&gt;
|ISO2=art (sonstige konstruierte Sprachen)&lt;br /&gt;
|SIL=-&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ithkuil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Iţkuîl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈɪθkʊil}}] ist eine [[konstruierte Sprache]], die zwischen 1978 und 2004 von [[John Quijada]] entwickelt wurde. Der Autor hat sie laut eigener Aussage als [[Philosophie|philosophische]] [[A priori|A-priori]]-Sprache entwickelt, die stark auf [[Logik|logischen]] Prinzipien aufbaut. Quijadas Ziel war es, eine Sprache zu entwickeln, die ein Maximum an sprachlicher Information so kompakt wie möglich [[Code|kodiert]] und somit demonstriert, was zumindest theoretisch mit menschlicher Sprache alles möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorläufige Ergebnis ist eine Sprache, die in ihrer [[Grammatik|grammatischen]] Struktur extrem kompliziert ist, so dass der Aufwand, sie zu erlernen, im Vergleich zu anderen ([[Natürliche Sprache|natürlichen]] wie konstruierten) Sprachen enorm wäre. Dies war seitens Quijada aber auch nie vorgesehen. Er verpackt in dieser Sprache alle möglichen Konzepte, die aus Grammatiken anderer Sprachen bekannt sind, wie auch selbst erfundene Konzepte, die er alle eingehend und nachvollziehbar erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phonologie ==&lt;br /&gt;
Ithkuil hat – um möglichst kurze Wörter zu ermöglichen – ein extrem vielfältiges [[Phonologie|phonologisches]] System. Das [[Phoneminventar]] besteht insgesamt aus 65 [[Konsonant]]en (darunter [[Aspiration (Phonetik)|aspirierte]] Konsonanten, [[Ejektiv]]e und der [[Stimmloser glottaler Plosiv|Knacklaut]]) und 17 [[Vokal]]en. Einige Konsonanten können [[Syllabizität|silbisch]] ausgesprochen werden. Vokale werden immer ‚rein‘ ausgesprochen und können [[Diphthong|diphthongiert]] werden. Außerdem ist eine ganze Reihe von [[Allophon]]en beschrieben. Phonologische Prozesse, die im Ithkuil vorkommen sind: [[Gemination (Sprache)|Gemination]], [[Wortakzent]]wechsel sowie fünf [[Tonsprache|Tonformen]]. Zudem hat Quijada für die Sprache sehr ausführliche [[Phonotaktik|phonotaktische]] wie [[Euphonie|euphonische]] Regeln ausgearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Morphologie ==&lt;br /&gt;
In der [[Morphologie (Sprache)|Morphologie]] von Ithkuil gibt es lediglich zwei Wortarten: &amp;#039;&amp;#039;Formative&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Adjunkte&amp;#039;&amp;#039;. Formative entsprechen in etwa [[Nomen|Nomina]] und [[Verb]]en. Diese werden aus einem [[Wortstamm]] gebildet, der sich aus einer [[Wurzel (Linguistik)|Wurzel]] zusammensetzt, die wiederum aus zwei konsonantischen Komponenten („[[Radikal (semitische Sprachen)|Radikalen]]“) besteht. Für jede Komponente gibt es 60 unterschiedliche Formen, womit sich eine theoretisch maximale Anzahl von 3600 Wurzeln ergibt. Der Stamm wird nun durch das Hinzufügen eines vokalischen [[Infix (Linguistik)|Infix]] gebildet. Welcher der 36 möglichen Infixe gewählt wird, hängt davon ab, welche morphologischen Konzepte man dem Stamm zuweisen will. Zusätzlich gibt es für alle Laute eine Reihe an sogenannten „Mutations-Regeln“, die aus einer morphologisch determinierten Form eine Vielzahl an phonologischen Variationen produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adjunkte übernehmen die Funktion von [[Pronomen]], [[Artikel (Wortart)|Artikeln]], [[Präposition]]en oder [[Konjunktion (Wortart)|Konjunktionen]], aber auch von [[Hilfsverb|Hilfs-]] oder [[Modalverb]]en. Die Adjunkt-Morphologie unterscheidet sich von Typ zu Typ und ist annähernd so umfangreich wie die Morphologie der Formative.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere erwähnenswerte Merkmale der Morphologie sind beispielsweise, dass die [[Valenz (Linguistik)|Valenz]] eines Verbs direkt angezeigt wird, und dabei 14 Formen unterschieden werden. Außerdem kennt Ithkuil 81 [[Kasus]], und bewerkstelligt dadurch feinste Bedeutungsunterscheidungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Syntax ==&lt;br /&gt;
Die [[Syntax]] ist im Vergleich zu den anderen Bereichen der Sprache überraschend knapp gehalten. Das erklärt sich dadurch, dass durch die große Vielfalt an morphologischen Konzepten, sämtliche [[Semantik|semantische]] und [[Pragmatik (Linguistik)|pragmatische]] Informationen vorgegeben werden können. Somit kann die [[Wortstellung|Satzstellung]] in Ithkuil auch überaus frei gewählt werden. Es gibt jedoch zwei Grundstellungen, die allgemein anzuwenden sind. Die eine gilt für [[Satz (Grammatik)|Haupt-]], die andere für [[Nebensatz|Nebensätze]]. Grob gesprochen gilt für erstere SOV ([[Subjekt (Grammatik)|Subjekt]] – [[Objekt (Grammatik)|Objekt]] – [[Verb]]), für zweitere VOS. Die einzigen Beschränkungen, denen die Satzstellung unterliegt, sind jene Fälle, in denen ein direktes [[Attribut (Grammatik)|attributives]] Verhältnis zwischen zwei oder mehreren [[Konstituentengrammatik|Konstituenten]] ausgedrückt werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schrift ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Beispieltext Ithkuil.png|mini|Ithkuil wird in Içtaîl geschrieben. Dieser Beispieltext soll die Schreibrichtung illustrieren.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schrift]], in der Ithkuil geschrieben werden soll, heißt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Içtaîl &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈɪçtail}}]. Dabei handelt es sich um eine „morpho-phonemische Schrift“, was bedeutet, dass die verwendeten Zeichen teilweise direkte Information über den Lautwert enthalten, wie auch Information über die morphologische Verwendung. Jene Teile eines Wortes, deren Aussprache vorhersagbar ist, werden nicht geschrieben, während jene Teile, die auf den Lautwert des nicht vorhersagbaren Teils hinweisen, gleichzeitig grammatische Information tragen, die notwendig ist, um die ungeschriebenen Teile zu rekonstruieren. Somit ergibt sich auch in der Schrift eine extrem dichte Menge an Information. Wenn man alle möglichen Kombinationen von Teilsymbolen annimmt, ergibt sich eine Summe von 3606 Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeichen werden linear angeordnet, allerdings wird nicht in eine einheitliche Richtung geschrieben, sondern „vertikal furchenwendig“ (siehe [[Bustrophedon]]). Die Zeichen werden dabei nicht gespiegelt, sondern um 180 Grad gedreht, wie es das Beispiel rechts illustriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispielsatz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ithkuil pull uiqisx.png|mini|Beispielsatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechts ist ein Beispielsatz zu sehen, der in Içtaîl geschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;offizielle Ithkuil-Transkription:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Pull ̀ uíqišx ma’wałg eřyaufënienˉ päţwïç auxë’yaļt xne’wïļta’şui tua kit öllá yaqazmuiv li’yïrzişka’ p’amḿ aìlo’wëčča šu’yehtaş&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Transkription (Schreibung)|Transkription]] im [[Internationales Phonetisches Alphabet|IPA]]:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈpʊlːˋ ʊˈɪˊqɪʃx ˈmaʔwaʟɡ ɛʁjɑʊfɤˈnɪɛnˉ ˈpæθwɯç aʊˈxɤʔjaɬt xnɛʔwiɬˈtaʔʂʊɪ tʊa kɪt œlːˈaˊ jaˈqazmʊɪv lɪʔjɯɾˈzɪʂkaʔ p’amːˊ aɪlɔˈwɤtʃːa ʃʊʔˈjɛhtaʂ}}]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Audio|Ithkuil_pull_uiqisx.ogg|Anhören}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Übersetzung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Sowie unser Fahrzeug den Boden verlässt und über den Rand der Klippe in Richtung Talboden stürzt, grüble ich darüber nach, ob es möglich ist, dass mich jemand einer moralisch verwerflichen Tat bezichtigt, nachdem ich es unterlassen habe, einen angemessenen Kurs entlang der Fahrbahn aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lexikon ==&lt;br /&gt;
Nachdem durch die elaborierte Morphologie aus einem [[Lexem]] eine Vielzahl unterschiedlicher Wörter [[Derivation (Linguistik)|abgeleitet]] werden können, ist das [[Wortschatz|Lexikon]] von entsprechend geringem Umfang. Prinzipiell würde die Morphonologie Ithkuils durch die 3600 möglichen Wurzeln mit ihren Stämmen über 100.000 Lexeme erlauben, effektiv braucht es allerdings viel weniger um alle möglichen Konzepte auszudrücken.&lt;br /&gt;
2008 waren 643 Wurzeln beschrieben, aus denen 11574 Stämme gebildet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um der strengen Ordnung in der Sprache Rechnung zu tragen, hat Quijada das Lexikon in 17 semantische Klassen eingeteilt, die sich anhand der alphabetischen Reihenfolge der Radikale erkennen lassen. Diese Klassen sind in aller Kürze: numerische Konzepte, Vergleiche, Mathematik – intellektuelle/kognitive Konzepte – Konzepte zur Veränderung, Ursache und Wirkung – Zustände organischer Materie – Konzepte zur Kommunikation, Lernen und Sprache – physikalische Zustände von Materie im Allgemeinen – räumliche Konzepte, Form und Bewegung – [[Taxonomie]] organischen Lebens – Taxonomie physikalischer Substanzen – Konzepte zur Relation, Identität und Beziehung – räumliche Ordnung/Anordnung, Konfiguration – sozial oder extern-induziertes Kunstempfinden – persönliche Gefühle/Vorlieben/Affekte/Emotionen – Ausprägungen sozialen Willens oder persönlicher Beziehungen – Konzepte der Existenz/Status/Erscheinen/Subjektivheit – Ausprägungen persönlichen Willens – zeitliche Konzepte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahlen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Zahlen von 1 bis 100 in Ithkuil&lt;br /&gt;
!scope=col|&lt;br /&gt;
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|(ňal)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Version ==&lt;br /&gt;
2007 präsentierte Quijada eine neue Version von Ithkuil, die er &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Iláksh&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nennt. Angeregt wurde er dazu, nachdem eine Gruppe russischsprachiger Interessierter ankündigte, sie wolle Ithkuil lernen. Die Begeisterung dazu wurde durch einen Artikel [[#Weblinks|[1]]] im [[Russland|russischen]] Computermagazin &amp;#039;&amp;#039;„Kompjuterra“&amp;#039;&amp;#039; ausgelöst, in dem unter anderem die Möglichkeit diskutiert wurde, man könne durch die extreme [[Prägnanz]] dieser Sprache auch schneller denken, würde man es nur zustande bringen, diese Sprache zu lernen. Da Quijada bei der Konzeption von Ithkuil nicht die Absicht hatte, dass diese Sprache zur Kommunikation tatsächlich verwendet wird, aber gleichzeitig dieses Interesse unterstützen wollte, entschloss er sich dazu, Iláksh zu konstruieren, das im Prinzip so wie Ithkuil funktioniert, jedoch ein Phoneminventar von lediglich 38 Konsonanten und 10 Vokalen aufweist (statt 65 Konsonanten und 17 Vokalen). Damit sollte es zumindest leichter möglich sein, die Wörter auszusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ithkuil.net/ Webpräsenz des Ithkuil- und Iláksh-Projektes] &amp;#039;&amp;#039;(englisch)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://ithkuil-russian.narod.ru/ Russische Übersetzung des Ithkuil-Projektes]&lt;br /&gt;
* [http://www.computerra.ru/offline/2004/550/34762/ Скорость мысли] – &amp;#039;&amp;#039;„Geschwindigkeit des Denkens“&amp;#039;&amp;#039; – Artikel von Stanislaw Kozlowskij im Magazin &amp;#039;&amp;#039;„Kompjuterra“&amp;#039;&amp;#039;, in dem er Ithkuil diskutiert. &amp;#039;&amp;#039;(russisch)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konstruierte Sprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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