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	<title>Italianismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T06:57:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Italianismus&amp;diff=864053&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Paul Freund: Interpunktion korrigiert</title>
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		<updated>2025-10-06T12:56:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Interpunktion korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Italianismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine Entlehnung in Form eines [[Fremdwort|Fremd-]] oder [[Lehnwort]]es (und anderer sprachlicher Einheiten) aus dem [[Italienische Sprache|Italienischen]]. Das [[Deutsche Sprache|Deutsche]] weist zahlreiche Italianismen auf, die seit dem [[Spätmittelalter]] entweder direkt entlehnt wurden oder durch Vermittlung des Italienischen in den Sprachgebrauch gelangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Sprachen, aus denen das Deutsche Wörter übernommen hat, so gehört das Italienische zu den Sprachen mit dem größten Einfluss: Italianismen rangieren mit 6,5–7 % unter allen Entlehnungen je nach Datengrundlage an 4. (Best 2001) bzw. 5. Stelle (Körner 2004: 30); ihre Entwicklung folgt dem [[Sprachwandelgesetz]]/[[Piotrowski-Gesetz]]. Über den Anteil der Italianismen an den Entlehnungen in den einzelnen Jahrhunderten gibt Best (2001) Auskunft. Besonders stark ist ihr Einfluss in den Kommunikationsbereichen Handel, Kunst und Lebensstil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erscheinungsformen ==&lt;br /&gt;
Bei der Unterscheidung von Italianismen werden diese in direkte und indirekte Klassen unterteilt. Im Gegensatz zu den direkten Italianismen erfolgt die Entlehnung bei den indirekten nicht unmittelbar aus einer bestimmten Sprache, sondern durch eine Mittlersprache. Beispielsweise wurde das Wort &amp;#039;&amp;#039;Baguette&amp;#039;&amp;#039;, dessen Ursprung das italienische Lemma &amp;#039;&amp;#039;bacchetta&amp;#039;&amp;#039; ist, durch die Mittlersprache Französisch ein Teil der deutschen Sprache.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anne-Kathrin Gärtig |Titel=Italianismen im Deutschen: Potentiale und Grenzen der Analyse mithilfe der Datenbank OIM |Sammelwerk=Studi Germanici |Nummer=12 |Datum=2018 |Seiten=365}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der gleiche Prozess fand bei dem Wort &amp;#039;&amp;#039;Balkon&amp;#039;&amp;#039; statt, das über das Französische &amp;#039;&amp;#039;balcon&amp;#039;&amp;#039; aus dem Italienischen &amp;#039;&amp;#039;balcone&amp;#039;&amp;#039; übernommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Giovanni Rovere |Titel=Quanti sono gli italianismi nel tedesco contemporaneo? |Sammelwerk=Italiano LinguaDue |Band=1.1 |Datum=2009 |Seiten=160}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Entlehnen von Italianismen aus dem Französischen führt vermehrt zu indirekten Italianismen vor allem in der deutschen und englischen Sprache. Eine Häufung von direkten Italianismen ist oftmals durch die enge und langjährige Beziehung zweier Länder wie Italien und Frankreich erklärbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Hierbei geht man davon aus, dass es bei direkt entlehnten Italianismen viel seltener zu einer vollständigen Integration des Lemmas kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lisa Christine Atzelsdorfer |Titel=Pluralformen nicht-nativer Substantive im Gegenwartsdeutschen – Variationslinguistische Analysen |Ort=Wien |Datum=2016 |Seiten=18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist bei Italianismen eine Unterscheidung nach Entlehnungstypen möglich. Diese lassen sich in Lehnwörter, Fremdwörter, Lehnprägungen, Lehnübersetzungen, Hybridbildungen und Pseudoentlehnungen gliedern. Im Deutschen ist vor allem die Gruppe der Lehnwörter dominant, so dass beispielsweise die Lemmata &amp;#039;&amp;#039;Artischocke&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bandit&amp;#039;&amp;#039;, abgeleitet von den italienischen Begriffen &amp;#039;&amp;#039;articiocco&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;bandito,&amp;#039;&amp;#039; nun fester Bestandteil der deutschen Sprache sind. Lehnprägungen sowie Pseudoitalianismen treten dagegen eher selten in Erscheinung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anne-Kathrin Gärtig |Titel=Italianismen im Deutschen: Potentiale und Grenzen der Analyse mithilfe der Datenbank OIM |Sammelwerk=Studi Germanici |Nummer=12 |Datum=2018 |Seiten=366}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu der letzteren Gruppe der Pseudoitalianismen zählen Wörter, deren Ursprung im Italienischen zu liegen scheint, die aber tatsächlich kein Teil des italienischen Lexikons sind. Solche Lemmata bestehen überwiegend aus deutschen Elementen. Das Lemma &amp;#039;&amp;#039;picobello&amp;#039;&amp;#039; existiert beispielsweise in dieser Form nicht in der italienischen Sprache und findet nur in der deutschen als Pseudoitalianismus seinen Platz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Giovanni Rovere |Titel=Quanti sono gli italianismi nel tedesco contemporaneo? |Sammelwerk=Italiano LinguaDue |Band=1.1 |Datum=2009 |Seiten=161}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Pseudoitalianismen können italienische Elemente mit falschem Signifiant wie einer falschen Orthographie oder Morphologie oder mit falschem Signifié sein. Es könnten aber auch nur einzelne Elemente wie Suffixe italienischer Herkunft sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eva-Maria Wilhelm |Titel=Italianismen des Handels im Deutschen und Französischen: Wege des frühneuzeitlichen Sprachkontakts |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin / Boston |Datum=2013 |Seiten=25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies zeigt zudem die häufig sprachspielerische Markierung von Italianismen in Umgang und Gebrauch auf, wohingegen zum Beispiel französische Entlehnungen eher bildungssprachlicher Natur sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabine Krome |Titel=Gnocchi, yallah, Shisha und Sushi: Italianismen und neue Fremdwörter aus anderen europäischen und außereuropäischen Sprachen zwischen Isolation und Integration. |Sammelwerk=Muttersprache |Nummer=128.4 |Datum=2018 |Seiten=322}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitergehend fanden auch Lehnübersetzungen wie die Wörter &amp;#039;&amp;#039;Blumenkohl&amp;#039;&amp;#039; von &amp;#039;&amp;#039;cavolfiore&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Großherzog&amp;#039;&amp;#039; von &amp;#039;&amp;#039;granduca&amp;#039;&amp;#039; sowie Hybridbildungen wie &amp;#039;&amp;#039;Bratschgeige&amp;#039;&amp;#039; von &amp;#039;&amp;#039;viola di braccio&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Furore machen&amp;#039;&amp;#039; von &amp;#039;&amp;#039;far furore&amp;#039;&amp;#039; ihren Platz in der deutschen Sprache. Die aus dem Italienischen entnommenen Begriffe wurden dabei übersetzt und der deutschen Sprechweise angepasst. Italienische Fremdwörter im Deutschen, die gänzlich ohne Anpassung übernommen wurden, stammen überwiegend aus dem Themenbereich der Musik.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anne-Kathrin Gärtig |Titel=Italianismen im Deutschen: Potentiale und Grenzen der Analyse mithilfe der Datenbank OIM |Sammelwerk=Studi Germanici |Nummer=12 |Datum=2018 |Seiten=367}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem ist auffällig, dass es im Deutschen oftmals zu Inversionen der einzelnen Elemente einer italienischsprachigen Entlehnung kommt, wie bei den Begriffen &amp;#039;&amp;#039;Nettogewicht&amp;#039;&amp;#039;, it. &amp;#039;&amp;#039;peso netto&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Blumenkohl&amp;#039;&amp;#039;, it. &amp;#039;&amp;#039;cavolfiore&amp;#039;&amp;#039; zu sehen ist. Die einzelnen Wortbestandteile werden übersetzt und ihre Reihenfolge getauscht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Harro Stammerjohann |url=https://www.treccani.it/enciclopedia/italianismi_(Enciclopedia-dell/&amp;#039;Italiano)/ |titel=italianismi |werk=Treccani Enciclopedia dell’Italiano |datum=2010 |abruf=2020-07-01 |sprache=it}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dritte Unterscheidungsmöglichkeit bei der Entlehnung von Wörtern ist die der Gliederung in notwendige Entlehnungen und Luxuslehnwörtern. Erstere entstehen dabei aus der Not heraus, neu entstandene Produkte und Konzepte benennen zu wollen. Hierbei ist es ökonomischer bereits existierende Begrifflichkeiten zu übernehmen, als neue zu schaffen. Deren Etablierung in der Zielsprache erfolgt dabei in Etappen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eva-Maria Wilhelm |Titel=Italianismen des Handels im Deutschen und Französischen: Wege des frühneuzeitlichen Sprachkontakts |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin / Boston |Datum=2013 |Seiten=26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zweite Gruppe der Luxuslehnwörter entsteht auch aus dem Bedürfnis heraus ein Produkt benennen zu wollen. Allerdings wäre die Übernahme des fremdsprachlichen Begriffes nicht zwingend notwendig, da es bereits eigensprachige Bezeichnungen gäbe. Das Konzept von Luxuslehnwörtern basiert folglich nur auf dem Wunsch nach einer bestimmten Benennungsweise und stellt den Nutzer vor die Wahl, welches der zwei Wortmöglichkeiten er nutzen möchte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrea Juliane Kinigadner |Hrsg=Open Access LMU |Titel=Anglizismen im Italienischen. Eine empirische Untersuchung zur Akzeptanz von Anglizismen im Italienischen |Ort=München |Datum=2012 |Seiten=33}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Graphemik ==&lt;br /&gt;
Das Italienische weist Grapheme wie &amp;lt;cc&amp;gt;, &amp;lt;gn&amp;gt;, &amp;lt;ggh&amp;gt;, &amp;lt;cqu&amp;gt; auf, die es im Deutschen nicht gibt. Ein Graphem wie &amp;lt;sch&amp;gt; beispielsweise im italienischen Lemma &amp;#039;&amp;#039;Bruschetta,&amp;#039;&amp;#039; kann leicht mit der deutschen Aussprache verwechselt werden. Dies gilt auch für die Graphemkombination &amp;lt;cch&amp;gt; in &amp;#039;&amp;#039;[[Zucchini]]&amp;#039;&amp;#039; und die Doppelkonsonanten &amp;lt;ll&amp;gt; in &amp;#039;&amp;#039;Cannelloni&amp;#039;&amp;#039;. Durch die Ersetzung solcher fremden Grapheme durch bereits in der Zielsprache integrierte, können sprachliche Diskrepanzen vermieden werden. Ein solcher Integrationsprozess erfolgte vom Italienischen ins Deutsche beispielsweise bei der Umwandlung der Konsonanten &amp;lt;c&amp;gt; in &amp;lt;k&amp;gt; oder &amp;lt;c&amp;gt; in &amp;lt;z&amp;gt;, so entstanden die deutschen Wörter &amp;#039;&amp;#039;Kasino&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Porzellan]]&amp;#039;&amp;#039; aus den ursprünglich italienischen Lemmata &amp;#039;&amp;#039;casino&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;porcellana&amp;#039;&amp;#039;. Bei einigen dieser Begriffe ist im Deutschen jedoch eine Mehrzahl an Optionen möglich. So findet sich die Schreibweise mit &amp;lt;c&amp;gt; oder auch &amp;lt;k&amp;gt; wie in den Begriffen &amp;#039;&amp;#039;Casino/Kasino&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Staccato/Stakkato&amp;#039;&amp;#039; in der deutschen Schriftsprache wieder. Diese Varianz in der Orthographie wird teils auch zur semantischen Abgrenzung der Lemmata genutzt, so dass beim letztgenannten Beispiel die italienische Schreibweise mit &amp;lt;cc&amp;gt; vorwiegend für die musikalische Fachsprache genutzt wird und die integrierte Variante eher von Schriftstellern bevorzugt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabine Krome |Titel=Gnocchi, yallah, Shisha und Sushi: Italianismen und neue Fremdwörter aus anderen europäischen und außereuropäischen Sprachen zwischen Isolation und Integration |Sammelwerk=Muttersprache |Nummer=128.4 |Datum=2018 |Seiten=323}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders bei der Entlehnung von Italianismen im Bereich des Kulinarischen kommt es immer wieder zu orthographischen Problemen, was auf die lautferne Verschriftung zurückzuführen ist. Dies tritt besonders beim bereits erwähnten Doppelkonsonantismus auf, bei dem eine Vereinfachung des Wortes durch die Weglassung einer der zwei Konsonanten angestrebt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabine Krome |Titel=Gnocchi, yallah, Shisha und Sushi: Italianismen und neue Fremdwörter aus anderen europäischen und außereuropäischen Sprachen zwischen Isolation und Integration |Sammelwerk=Muttersprache |Nummer=128.4 |Datum=2018 |Seiten=328}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortarten ==&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Wortarten der Italianismen im Deutschen, fällt auf, dass die Mehrheit der Italianismen zu den Substantiven zählen. Verben, Adjektive und Redewendungen kommen zwar auch vor, jedoch seltener. Die Entlehnung von Verben tritt dabei häufiger noch in der deutschen und französischen Sprache auf als im Englischen, was vor allem mit der leichteren Anpassungsfähigkeit der Sprachen zusammenhängt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Aufgrund der hohen Entlehnungszahl von Substantiven, beschränkt sich der Integrationsprozess von Italianismen vor allem auf die Graphemik. Die Notwendigkeit einer grammatikalischen Anpassung, wie es bei Verben aus dem Englischen üblich ist, kommt bei der Entlehnung italienischer Begriffe folglich kaum zum Tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabine Krome |Titel=Gnocchi, yallah, Shisha und Sushi: Italianismen und neue Fremdwörter aus anderen europäischen und außereuropäischen Sprachen zwischen Isolation und Integration |Sammelwerk=Muttersprache |Nummer=128.4 |Datum=2018 |Seiten=328f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pluralbildung ==&lt;br /&gt;
Bei der Bildung des Plurals von Italianismen im Deutschen existieren Varianten mit fremden Pluralsuffixen des Italienischen sowie mit teilassimiliertem s-Suffix und vollassimiliertem Pluralsuffix. So können drei unterschiedliche Pluralformen von Italianismen in der deutschen Sprache existieren. Dies ist besonders bei dem Lemma &amp;#039;&amp;#039;Pizza&amp;#039;&amp;#039; erkennbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lisa Christine Atzelsdorfer |Titel=Pluralformen nicht-nativer Substantive im Gegenwartsdeutschen – Variationslinguistische Analysen |Ort=Wien |Datum=2016 |Seiten=160f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So wäre die Stammform &amp;#039;&amp;#039;Pizza&amp;#039;&amp;#039; um den Pluralmarker –s zu &amp;#039;&amp;#039;Pizzas&amp;#039;&amp;#039; erweiterbar, die Übernahme des italienischen Plurales &amp;#039;&amp;#039;pizze&amp;#039;&amp;#039; möglich oder aber auch eine hybride Form mit dem Suffix –en denkbar, so dass auch die Form &amp;#039;&amp;#039;Pizzen&amp;#039;&amp;#039; ihren Platz im Deutschen findet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lisa Christine Atzelsdorfer |Titel=Pluralformen nicht-nativer Substantive im Gegenwartsdeutschen – Variationslinguistische Analysen |Ort=Wien |Datum=2016 |Seiten=51}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beibehaltung der italienischen Pluralendung –i symbolisiert oftmals eine weniger fortgeschrittene Integration als eine Ersetzung mit der deutschen Pluralendung –os oder einer anderen entsprechenden Endungsform. Oftmals wird der italienische Plural auch nicht als solcher erkannt, sodass eine neue Form gebildet wird. Dies erfolgte beispielsweise bei den Wörtern Brokkoli, Paparazzi und Konfetti, die in ihrer Pluralform jeweils ein s-Suffix angefügt bekommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Endung ist allgemein oft ein Indiz zur Erkennung von Entlehnungen aus dem Italienischen, wie das o-Suffix bei den Wörtern Fresko, Konto und Porto zeigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Einige italienische Begriffe verlieren in ihrer entlehnten Variante im Deutschen, Spanischen und Englischen ihre Vokalendung jedoch komplett, wie anhand des italienischen Wortes &amp;#039;&amp;#039;arsenale&amp;#039;&amp;#039; zu sehen ist, das im Französischen, Englischen und Deutschem zu &amp;#039;&amp;#039;arsenal&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Arsenal&amp;#039;&amp;#039; wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Semantik ==&lt;br /&gt;
Von der italienischen Sprache wurde vor allem die deutsche stark beeinflusst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Dadurch kam es in den vergangenen Jahren zu zahlreichen lexikalischen Übernahmen innerhalb bestimmter vom Italienischen besonders beeinflusster semantischer Bereiche. Allgemein zählen hierzu vorrangig Begriffe und Fachtermini aus der Seefahrt, dem Weinbau oder der Baukunst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anne-Kathrin Gärtig |Titel=Italianismen im Deutschen: Potentiale und Grenzen der Analyse mithilfe der Datenbank OIM |Sammelwerk=Studi Germanici |Nummer=12 |Datum=2018 |Seiten=352}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man die Anzahl der Italianismen im Deutschen und gliedert diese nach ihrer Semantik, stammen die häufigsten Lemmata aus den Bereichen Musik, Gastronomie, Wirtschaft, Handel und Finanzen sowie Seefahrt. In dem Fachgebiet Musik sind es primär Instrumentnamen sowie Angaben zu Geschwindigkeit und Spielart, die in die deutsche Sprache übernommen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anne-Kathrin Gärtig |Titel=Italianismen im Deutschen: Potentiale und Grenzen der Analyse mithilfe der Datenbank OIM |Sammelwerk=Studi Germanici |Nummer=12 |Datum=2018 |Seiten=368}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies erfolgte vermehrt im 19. Jahrhundert aufgrund der zahlreichen Erfassungen musikalischer Begriffe in diesem Zeitraum.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anne-Kathrin Gärtig |Titel=Italianismen im Deutschen: Potentiale und Grenzen der Analyse mithilfe der Datenbank OIM |Sammelwerk=Studi Germanici |Nummer=12 |Datum=2018 |Seiten=374}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Bereich des Kulinarischen kam es erst später ab Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem Anstieg der Entlehnungen durch italienische Gastarbeiter in Deutschland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelhochdeutsch ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung von [[Handel]] und [[Geldwirtschaft]], vor allem durch den Kontakt zu [[Florenz]], [[Republik Genua|Genua]] und [[Republik Venedig|Venedig]], ließ zahlreiche Begriffe aus dem Bankwesen in den Sprachgebrauch einfließen; [[Agio]], [[Bank]], [[Bankrott]], [[Bilanz]], [[Disagio]], [[Girokonto|Giro]], [[Groschen]], [[Kapital]], [[Kasse]], [[Kredit]], [[Konto]], [[Netto]], [[Briefporto|Porto]], [[Prokura]], [[Rabatt]], [[Überrest|Rest]] und [[Risiko]] stammen aus dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben übernahm das Mittelhochdeutsche Wörter wie [[Damast]] und [[Reis]] als Bezeichnung von Handelswaren; als Fachwörter kamen [[Fass|Spund]] über das [[spätlatein]]ische &amp;#039;&amp;#039;(ex)punctum&amp;#039;&amp;#039; aus dem Wein- und [[Metrisches Karat|Karat]] aus dem Edelsteinhandel ins Deutsche. Die [[Lehnübertragung]]en „festes Land“ aus &amp;#039;&amp;#039;[[Terraferma|terra ferma]]&amp;#039;&amp;#039; und „hohe See“ aus &amp;#039;&amp;#039;alto mare&amp;#039;&amp;#039;, die Wörter [[Mole]] und [[Barke]] entstammen der Seefahrt, [[Kanone]], [[Lanze]] und [[Alarm]] aus &amp;#039;&amp;#039;all’arme&amp;#039;&amp;#039; „zu den Waffen“ der Militärsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die [[Kreuzzüge]], später die kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Orient brachten über das Italienische aus dem [[Arabische Sprache|Arabischen]] u.&amp;amp;nbsp;a. [[Giraffe]], [[Jacke#Joppe|Joppe]], [[Lack]], [[Marzipan]] und [[Sirup]] ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühneuhochdeutsch ==&lt;br /&gt;
Von der Bedeutung Italiens auf die europäische Kunst bis zur [[Renaissance]] zeugen z.&amp;amp;nbsp;B. maltechnische Begriffe wie [[Fresko]], [[Gouache|Guazzo]], [[Impasto]], [[Pastellmalerei|Pastell]], [[Sgraffito]], [[Seccomalerei|Secco]] und [[Tempera]]. Die Epoche wird in der Kunst- und Kulturgeschichte mit den Namen [[Trecento]], [[Quattrocento]] und [[Cinquecento (Kunst und Literatur)|Cinquecento]] umrissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Einfluss italienischer Komponisten wurde deren Sprache bis heute maßgeblich für die Fachterminologie der Musik. [[Tempo (Musik)|Tempobezeichnungen]] wie &amp;#039;&amp;#039;Adagio&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Allegro&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Andante&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Presto&amp;#039;&amp;#039;, [[Dynamik (Musik)|dynamische]] Stufen wie &amp;#039;&amp;#039;[[Forte (Vortragsbezeichnung)|forte]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Piano (Vortragsbezeichnung)|piano]]&amp;#039;&amp;#039;, daneben etliche Gattungen und Formen: [[Arie]], [[Divertimento]], [[Kantate]], [[Oper]], [[Sonate]] oder [[Sinfonie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwartssprache ==&lt;br /&gt;
Die Einwanderung zehntausender Italiener als [[Arbeitsmigration|Arbeitsmigranten]] in den 1950ern, aber auch die Entdeckung Italiens als touristisches Ziel haben vor allem Bezeichnungen aus den Bereichen Essen und Trinken sowie Lebensstil bekannt gemacht. Mit der wachsenden Beliebtheit der [[Italienische Küche|italienischen Küche]] wurden viele ihrer Begriffe bekannt. Dies sind unter anderem Käsesorten [[Gorgonzola (Käse)|Gorgonzola]], [[Mascarpone]], [[Mozzarella]], [[Parmesan]], [[Pecorino (Käse)|Pecorino]] und [[Ricotta]], Wurstwaren wie [[Mortadella]] und [[Salami]], Gerichte wie [[Bruschetta]], [[Carpaccio]], [[Minestrone]], [[Pizza]], [[Polenta]], [[Risotto]] und [[Saltimbocca]], schließlich [[Espresso]], [[Cappuccino]] und [[Latte macchiato]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Italianismen sind dabei so weit in den Sprachgebrauch eingedrungen, dass sie bisher verwendete Wörter verdrängt haben, zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;[[Rucola]]&amp;#039;&amp;#039; die Rauke, &amp;#039;&amp;#039;[[Blumenkohl#Formen und Typen|Romanesco]]&amp;#039;&amp;#039; den seit dem [[16. Jahrhundert]] bekannten Türmchenkohl; &amp;#039;&amp;#039;[[Pasta]]&amp;#039;&amp;#039; wird heute vielfach als Oberbegriff für [[Teigwaren]] auch nicht-italienischer Herkunft verwendet. Worte und Phrasen wie [[Ambiente]], [[Dolce Vita]], [[dolce far niente]], [[Diva]] oder [[Primadonna]] sind Teil der Umgangssprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste  ==&lt;br /&gt;
weitere Italianismen:&lt;br /&gt;
* [[Agent]] &lt;br /&gt;
* [[Bankett]] &lt;br /&gt;
* [[Brokat]] &lt;br /&gt;
* [[Brutto]] &lt;br /&gt;
* [[Dilettant]]&lt;br /&gt;
* [[dito]] &lt;br /&gt;
* [[Fango]] &lt;br /&gt;
* [[Faschismus]] &lt;br /&gt;
* [[Fiasko]] &lt;br /&gt;
* [[Galopp]] &lt;br /&gt;
* [[Ghetto]] &lt;br /&gt;
* [[Gondel]] &lt;br /&gt;
* [[Graffiti]] &lt;br /&gt;
* [[Grotte]] &lt;br /&gt;
* [[Intermezzo]] &lt;br /&gt;
* [[Inventar]] &lt;br /&gt;
* [[Kartoffel]] &lt;br /&gt;
* [[Koralle]] &lt;br /&gt;
* [[Korridor]] &lt;br /&gt;
* [[Kuppel]] &lt;br /&gt;
* [[Lava]] &lt;br /&gt;
* [[Makkaroni]] &lt;br /&gt;
* [[Mandel]] &lt;br /&gt;
* [[Maske]] &lt;br /&gt;
* [[Melone]] &lt;br /&gt;
* [[Mezzosopran]] &lt;br /&gt;
* [[Netto]] &lt;br /&gt;
* [[Partisan]]&lt;br /&gt;
* [[Peperoni]] &lt;br /&gt;
* [[Rhabarber]] &lt;br /&gt;
* [[Salat]] &lt;br /&gt;
* [[Salto]] &lt;br /&gt;
* [[Salto Mortale]] &lt;br /&gt;
* [[Schachtel]] &lt;br /&gt;
* [[Spagat]] &lt;br /&gt;
* [[Spaghetti]] &lt;br /&gt;
* [[Spaß]] &lt;br /&gt;
* [[Spesen]] &lt;br /&gt;
* [[Tarif]] &lt;br /&gt;
* [[Tenor]] &lt;br /&gt;
* [[Torte]] &lt;br /&gt;
* [[Zitrone]] &lt;br /&gt;
* [[Zucker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Best]]: &amp;#039;&amp;#039;Wo kommen die deutschen Fremdwörter her?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Beiträge zur Sprachwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 5, 2001, 7–20.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Best: &amp;#039;&amp;#039;Italianismen im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Beiträge zur Sprachwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 13, 2006, 77–86&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Etymologisches Spektrum]]&lt;br /&gt;
* [[Italizismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehnwort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italienische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantitative Linguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Paul Freund</name></author>
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