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	<title>Issuing - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-20T03:18:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Issuing&amp;diff=571208&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Derkoenig: lf</title>
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		<updated>2026-01-31T09:05:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der [[Anglizismus]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Issuing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|„Ausstellen“, „Emittieren“}}) steht im [[Bankwesen]] für die [[Emission (Wirtschaft)|Ausgabe]] von [[Zahlungskarte]]n im [[Zahlungsverkehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der [[Aussteller (Urkunde)|Aussteller]] oder [[Emittent (Finanzmarkt)|Emittent]] ({{enS|Issuer}}) ist das [[Unternehmen]], das die Zahlungskarte ausgibt, also [[Inverkehrbringen von Produkten (EU-Wirtschaftsrecht)|in den Verkehr bringt]]. Die Rechtsnatur der Zahlungskarten bringt es dabei mit sich, dass weitere [[Vertragspartei]]en beteiligt sind, nämlich&lt;br /&gt;
* das &amp;#039;&amp;#039;Issuing-[[Kreditinstitut]]&amp;#039;&amp;#039;, das anstelle des Kartenunternehmens oder mit ihm zusammen die Zahlungskarte ausgibt ({{enS|Issuer}}),&lt;br /&gt;
* der &amp;#039;&amp;#039;Karteninhaber&amp;#039;&amp;#039;, der eine von ihm gekaufte [[Ware]] oder [[Dienstleistung]] mit der ausgegebenen Karte bezahlt,&lt;br /&gt;
* das &amp;#039;&amp;#039;Vertragsunternehmen&amp;#039;&amp;#039;, das [[Zahlung]]en seiner Waren und Dienstleistungen mit Zahlungskarten akzeptiert ([[Dienstleister]], [[Händler]], [[Verkäufer]]) und&lt;br /&gt;
* das &amp;#039;&amp;#039;[[Acquiring]]-Kreditinstitut&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|Acquirer}}), das die Kartenumsätze des Vertragsunternehmens mit dem Karteninhaber [[Abrechnung|abrechnet]].&lt;br /&gt;
Alle Vertragsparteien stehen rechtlich und/oder wirtschaftlich miteinander in Beziehung und bilden die [[Infrastruktur]] für Kartenzahlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Die Ausgabe von [[Zahlungsinstrument]]en beinhaltet alle Dienste, bei denen ein [[Zahlungsdienste|Zahlungsdienstleister]] eine vertragliche Vereinbarung mit dem [[Zahlungspflichtiger|Zahler]] schließt, um einem Zahler ein Zahlungsinstrument zur Auslösung und Verarbeitung der [[Zahlungsvorgang|Zahlungsvorgänge]] des Zahlers zur Verfügung zu stellen. Gemäß {{§|1|zag_2018|juris}} Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 [[Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz|ZAG]] gehört die Ausgabe von Zahlungsinstrumenten zur Funktion der Zahlungsdienste, so dass Issuer als [[Finanzdienstleistung|Finanzdienstleister]] einer [[Banklizenz]] durch die [[Bankenaufsicht]] [[BaFin]] gemäß {{§|32|kredwg|juris}} [[Kreditwesengesetz|KWG]] bedürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kernprozesse des Issuing ==&lt;br /&gt;
Die Kernprozesse des Issuing konzentrieren sich überwiegend auf die [[Produktqualität|Produkteigenschaften]] und den [[Vertrieb]] der Zahlungskarten, wobei die Prozesse durch einen geringen Grad der [[Individualisierung|Spezifizierung]] gekennzeichnet sind,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=DEYeBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA107&amp;amp;dq=Issuing+zahlungskarten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiEzva3kKfnAhWMCuwKHWIGAYgQ6AEIKzAA#v=onepage&amp;amp;q=Issuing%20zahlungskarten&amp;amp;f=false Stefan Huch, &amp;#039;&amp;#039;Die Transformation des europäischen Kartengeschäfts&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 107]&amp;lt;/ref&amp;gt; also eine hohe [[Standardisierung]] aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produkteigenschaften ergeben sich aus der [[Zahlungskarte#Arten|Art der Zahlungskarte]], also ihrer [[Liquidität]]swirkung, ihrem Einsatzbereich und dem verwendeten [[Datenspeicher|Speichermedium]]. Dabei müssen die Aussteller unter anderem bestimmen, ob die Karteninhaber ihre [[Zahlungspflichtiger|Zahlungspflichten]] durch [[Vorauszahlung]] oder gegen [[Abrechnung]] nachträglich erfüllen sollen, ob sie [[Magnetstreifenkarte]] und/oder [[Chipkarte]] wählen und welcher Einsatzbereich in Frage kommt. Zudem spielt die [[IT-Sicherheit]] eine große Rolle, um Zahlungskarten vor [[Kreditkartenbetrug]], [[Computerbetrug]] und [[Fälschung]] zu sichern. Hierbei ist das wesentliche [[Produktrisiko]] von Zahlungskarten, dass beim [[Skimming (Betrug)|Skimming]] Dubletten von [[Geldautomat]]en nicht erkannt werden, von besonderer Bedeutung. Kreditinstitute müssen dem [[Bundesgerichtshof]] (BGH) zufolge nämlich beweisen, dass die Originalkarte verwendet wurde; nur dann könne unterstellt werden, dass die [[Persönliche Identifikationsnummer]] nicht ordnungsgemäß aufbewahrt wurde bzw. die Abbuchung durch den Karteninhaber selbst erfolgte.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 29. November 2011, Az.: XI ZR 370/10 = {{Rspr|NJW 2012, 1277}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Karteninhaber trifft insoweit nicht die [[Beweislast]] für die Verwendung einer Kartendublette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vertrieb gehört zum [[Retail Banking]],&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Huch, &amp;#039;&amp;#039;Die Transformation des europäischen Kartengeschäfts&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 107&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei die [[Debitkarte]] eine enge Bindung zum [[Girokonto]] des Karteninhabers aufweist, während [[Chargekarte|Charge-]] oder [[Kreditkarte]]n nicht an ein Girokonto gebunden sind. Zu den Kernprozessen gehören neben dem Issuing noch das &amp;#039;&amp;#039;Co-Badging&amp;#039;&amp;#039; (einer einzelnen Zahlungskarte ist mehr als eine [[Marke (Recht)|Zahlungsmarke]] zugeordnet wie bei der [[girocard]]), &amp;#039;&amp;#039;Network-Processing&amp;#039;&amp;#039; (Verarbeitung der Transaktion im [[Zahlungsverfahren]]), [[Clearing]] oder [[Settlement (Finanzwesen)|Settlement]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Capgemini]], &amp;#039;&amp;#039;World Payment Report&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Issuing&amp;#039;&amp;#039; schafft die Karteninfrastruktur (ohne Karten gibt es kein Kartengeschäft), das &amp;#039;&amp;#039;Acquiring&amp;#039;&amp;#039; schafft die Vertragsunternehmensinfrastruktur (ohne Vertragsunternehmen gibt es kein Kartengeschäft). Während Acquirer heute meist spezialisierte Unternehmen sind, die im Eigentum einer Bank beziehungsweise vieler Banken stehen oder bankenunabhängige Eigentümer haben, erfolgt die Ausgabe von Karten in der Regel durch Banken, welche [[standardisiertes Privatkundengeschäft]] anbieten. Weder Händler noch Verkäufer sind wesentlich im Issuing tätig, so dass der größte Teil der [[Ertrag|Erträge]] aus dem Issuing – dem Karteneinsatz am [[POS-Terminal|Point of Sale]] bei [[Autorisierung|autorisierten]] [[Transaktion (Wirtschaft)|Transaktionen]] und dem Betrieb von Geldautomaten – den Kreditinstituten zufließt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Huch, &amp;#039;&amp;#039;Die Transformation des europäischen Kartengeschäfts&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 1 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Produkteigenschaften gehört auch ein Produktrisiko, wenn das Bankprodukt (Zahlungskarte) für die Bank, den relevanten [[Finanzmarkt]] oder den Bankkunden unerwartete finanzielle Gefahren beinhaltet, die nicht aus [[Marktrisiko|Marktrisiken]] resultieren. Dazu gehört der [[Missbrauch von Scheck- und Kreditkarten]] (Deutschland) bzw. [[Check- und Kreditkartenmissbrauch]] (Schweiz), bei dem das Produktrisiko von Dubletten bisher meist dem Karteninhaber angelastet wird, obwohl es vom Issuer zu tragen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Sprachraum fungieren unter anderem folgende Unternehmen als Issuer:&lt;br /&gt;
* [[Nexi Germany]]&lt;br /&gt;
* [[SIX Group]]&lt;br /&gt;
* [[Paylife]]&lt;br /&gt;
* [[Card Complete]]&lt;br /&gt;
Auch [[Wirecard]] gehörte zu den Issuern, ist jedoch im September 2020 durch [[Insolvenz]] aus dem Markt ausgeschieden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Technische [[Geldautomat|Geldausgabeautomatenverbundsysteme]] (GAA-Verbundsysteme) stellen die Vernetzung von Geldausgabeautomaten, Autorisierungszentralen, Acquirer-Banken (GAA-Betreiber) und Issuer-Banken (Kartenherausgeber) dar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=-C3wBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA108&amp;amp;dq=verbundsysteme&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiKhuGz-pfmAhWJPFAKHX8aDmA4FBDoAQg3MAI#v=onepage&amp;amp;q=verbundsysteme&amp;amp;f=false Christiane Fotschki, &amp;#039;&amp;#039;Kooperationen an der elektronischen Bank-Kunde-Schnittstelle&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 108]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditkarte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahlungsverkehr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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