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	<title>Issa (Clan) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T05:09:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Issa_(Clan)&amp;diff=804854&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alossola: UNESCO 2024</title>
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		<updated>2026-01-26T12:46:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;UNESCO 2024&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Somalia tribes1977.jpg|mini|Karte der Volksgruppen in Somalia 1977. {{Farblegende|olive|Dir (inklusive Issa)}}]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Issa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Ise&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039; ʿIise&amp;#039;&amp;#039;; [[Somali (Sprache)|Somali]] &amp;#039;&amp;#039;Ciise&amp;#039;&amp;#039;) sind ein [[Clansystem der Somali|Clan]] der [[Somali (Volk)|Somali]]. Sie gehören zur Clanfamilie der [[Dir (Clan)|Dir]] und machen die Mehrheit der Bevölkerung in [[Dschibuti]] aus, daneben leben sie auch in der Region [[Awdal]] im Nordwesten von [[Somalia]] ([[Somaliland]]) und in der angrenzenden [[Äthiopien|äthiopischen]] [[Somali-Region]] ([[Ogaden]]) vor allem in der [[Shinile-Zone]]. Traditionell leben sie als nomadische Viehzüchter, sie treiben aber auch Handel und verfügen über Kontakte in der gesamten Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Kolonialzeit sind die Issa vermehrt auf Kosten der [[Afar (Volk)|Afar]] nach Norden und Westen in die [[Afar-Dreieck|Afar-Tiefebene]] vorgedrungen. Beim Bau der [[Bahnstrecke Dschibuti–Addis Abeba (Meterspur)|Bahnstrecke]] von [[Addis Abeba]] nach [[Dschibuti (Stadt)|Dschibuti]] Anfang des 20. Jahrhunderts setzten die französischen Bauherren vorwiegend Issa als Träger, Arbeiter und Wachen ein. Bei der [[Abessinienkrieg|italienischen Invasion Äthiopiens]] 1935/36 kämpften Issa auf italienischer Seite und profitierten im Gegenzug von Waffen, militärischer Übung und lukrativen Vermarktungsmöglichkeiten für ihr Vieh. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lieferte [[Somalia]] weitere Waffen an die Issa, die es als Teil der [[Westsomalische Befreiungsfront|Westsomalischen Befreiungsfront]] aufrüstete. Dies alles trug dazu bei, dass die Issa die Afar aus dem Gebiet der heutigen [[Shinile-Zone]] verdrängten.&amp;lt;ref name=JM&amp;gt;John Markakis: &amp;#039;&amp;#039;Anatomy of a Conflict: Afar &amp;amp; Ise Ethiopia&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Review of African Political Economy&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 30, No. 97: &amp;#039;&amp;#039;The Horn of Conflict&amp;#039;&amp;#039; (September 2003), S. 445–453&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Dürre und Hungerkrise von 1972–1973/74 verschärfte die Konflikte. Die [[Äthiopische Streitkräfte|äthiopische Armee]] intervenierte gegen die Issa und soll 1971/72 Hunderte getötet und fast 200.000 Stück Vieh beschlagnahmt haben.&amp;lt;ref name=AdW&amp;gt;Alex de Waal, Africa Watch: &amp;#039;&amp;#039;Evil Days. 30 Years of War and Famine in Ethiopia&amp;#039;&amp;#039;, 1991, 59, 71f., 348&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Niedergang der Westsomalischen Befreiungsfront blieb deren Issa-Division unter dem Namen [[Issa and Gurgura Liberation Front]] aktiv. Sie erhielt weiterhin Unterstützung von Somalia und schloss sich der [[EPRDF]] an.&amp;lt;ref name=AdW/&amp;gt; 1987 wurde im Rahmen einer neuen [[Verwaltungsgliederung Äthiopiens]] die [[Autonome Region Dire Dawa]] für die Issa geschaffen (die zuvor zur Provinz [[Harerge]] gehört hatten),&amp;lt;ref&amp;gt;Kathrin Eikenberg: &amp;#039;&amp;#039;Äthiopien&amp;#039;&amp;#039;, in: Jens Siegelberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Kriege 1985 bis 1990: Analyse ihrer Ursachen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kriege und militante Konflikte&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, Münster 1991, ISBN 978-3-88660-757-0 (S. 192)&amp;lt;/ref&amp;gt; seit der Machtübernahme der EPRDF 1991 sind die Issa-Gebiete in Äthiopien Teil der ethnisch definierten [[Somali-Region]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im von Frankreich kolonialisierten Dschibuti (bis 1967 [[Französische Somaliküste]], danach [[Französisches Afar- und Issa-Territorium]] genannt) gab es ebenfalls Spannungen zwischen Issa und Afar, denn die Issa strebten den Anschluss an das seit 1960 unabhängige Somalia ([[Groß-Somalia]]), während die meisten Afar den Verbleib bei Frankreich vorzogen. [[Mahamoud Harbi]] war ein bedeutender Wortführer der Unabhängigkeitsbewegung. 1977 setzten die Issa die Unabhängigkeit Dschibutis durch, nicht aber die Vereinigung mit Somalia. Unter [[Hassan Gouled Aptidon]] entwickelte sich Dschibuti zum [[Einparteiensystem|Einparteienstaat]] des [[Rassemblement populaire pour le progrès]] (RPP), in dem die Interessen der Afar-Minderheit wenig berücksichtigt wurden. 1991–1994 kam es daher zum [[Bürgerkrieg in Dschibuti]] zwischen der Issa-dominierten Regierung und den Afar-Rebellen der [[Front pour la restauration de l’unité et la démocratie|FRUD]]. Schließlich wurden wieder andere Oppositionsparteien zugelassen und Afar an der Regierung beteiligt, die Issa dominieren aber weiterhin das politische Leben. 1999 wurde [[Ismail Omar Guelleh]], ein Neffe von Hassan Gouled Aptidon, dessen Nachfolger als Präsident Dschibutis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Region [[Awdal]] in Somalia gab es Ende der 1980er Jahre Kämpfe mit den Gadabursi – einem anderen Clan der Dir –, die Issa in die Flucht nach Äthiopien trieben. Dort wurde bei [[Degago]]/[[Ayisha (Äthiopien)|Ayisha]] ein Flüchtlingslager eröffnet. Eine zweite Welle von Issa-Flüchtlingen verließ 1991 die Küstenstadt [[Zeila]] nach Kämpfen mit der [[Somalische Nationale Bewegung|SNM]] des [[Isaaq]]-Clans.&amp;lt;ref&amp;gt;Guido Ambroso: [https://www.unhcr.org/3d5d0f3a4.pdf Pastoral society and transnational refugees: population movements in Somaliland and eastern Ethiopia 1988–2000. New Issues in Refugee Research, Working Paper No. 65], UNHCR – Evaluation and Policy Analysis Unit, 2002 (PDF; 492&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Issa-Organisation [[United Somali Front]] hatte zuvor versucht, Zeila an Dschibuti anzuschließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Bradbury: &amp;#039;&amp;#039;Becoming Somaliland&amp;#039;&amp;#039;, 2008, ISBN 978-1-84701-310-1 (S. 79)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr wurde der Nordwesten Somalias einschließlich Awdal unter Federführung der SNM als [[Somaliland]] für unabhängig erklärt. Im Unterhaus des Parlaments von Somaliland (Repräsentantenhaus) waren bis 2005 sechs von 82 Abgeordneten Issa, seit den [[Parlamentswahlen in Somaliland 2005|Wahlen 2005]] ist nur mehr ein Issa (als Mitglied der Regierungspartei [[UDUB]]) vertreten. Dieser Rückgang wird vor allem damit erklärt, dass sich die Issa in Awdal statt nach Somaliland vermehrt nach dem angrenzenden Dschibuti orientieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Bradbury: &amp;#039;&amp;#039;Becoming Somaliland&amp;#039;&amp;#039;, 2008, ISBN 978-1-84701-310-1 (S. 213–215)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Äthiopien gibt es weiterhin bewaffnete Konflikte mit den benachbarten Afar.&amp;lt;ref name=JM/&amp;gt; 2003–2005 war mit [[Omar Jibril Abubaker]] ein Issa Präsident der Somali-Region.&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Hagmann: {{Webarchiv|url=http://tobiashagmann.freeflux.net/files/media/publications/non-refereed/hagmann_roape-2005.pdf |wayback=20140116114912 |text=Challenges of decentralisation in Ethiopia&amp;#039;s Somali Region |archiv-bot=2019-04-19 10:42:30 InternetArchiveBot }}, Briefing for Review of African Political Economy Vol. 32, No. 103, 2005 (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Immaterielles Kulturerbe der Menschheit ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2024 wurde [[Xeer Ciise]], das mündlich überlieferte Gewohnheitsrecht der Somali-Issa-Gemeinschaften, auf Antrag [[Äthiopien]]s, Dschibutis und [[Somalia]]s von der [[UNESCO]] in die [[Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ich.unesco.org/en/RL/xeer-ciise-oral-customary-laws-of-somali-issa-communities-in-ethiopia-djibouti-and-somalia-02087 |titel=Xeer Ciise: Oral customary laws of Somali-Issa communities in Ethiopia, Djibouti and Somalia |datum=2024  |abruf=2026-01-26 |hrsg=UNESCO Intangible Cultural Heritage |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Clansystem der Somali]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Dschibuti]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Somalia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Äthiopien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Äthiopisch-somalische Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alossola</name></author>
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