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	<title>Israelitischer Tempel Czernowitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T20:44:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Israelitischer_Tempel_Czernowitz&amp;diff=2257126&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2025-09-12T19:01:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Czernowitz. Israelitischer Tempel (03).jpg|thumb|Synagoge Czernowitz, Postkarte]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Israelitische Tempel Czernowitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Rumänische Sprache|rumänisch]] &amp;#039;&amp;#039;Templul din Cernăuți&amp;#039;&amp;#039;) wurde von 1873 bis 1878 im [[Orientalisierende Architektur|neomaurischen Stil]] nach Plänen des polnischen Architekten [[Julian Zachariewicz]] (1837–1898) gebaut. Die [[Bukowina]] mit ihrer Hauptstadt [[Czernowitz]] gehörte damals zu [[Österreich-Ungarn]]. Die Stadt hatte 40 [[Synagoge]]n (Bethäuser). Heute liegt die Stadt in der [[Westukraine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Czernowitz wurde 1918 von [[Rumänien]] annektiert. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde das Gebiet infolge des [[Hitler-Stalin-Pakt]]es von der [[Sowjetunion]] besetzt. Der Israelitische Tempel wurde 1940 von der sowjetischen Regierung konfisziert und geschlossen. 1941 eroberten rumänische Truppen schließlich das sowjetisch besetzte Gebiet zurück – der Tempel wurde daraufhin von deutschen und rumänischen Soldaten in Brand gesteckt. 1959 wurden die Außenmauern genutzt, um das Bauwerk teilweise zu rekonstruieren und zu einem Filmtheater namens &amp;#039;&amp;#039;Schowten&amp;#039;&amp;#039; („Oktober“) umzufunktionieren. Das Gebäude besitzt heute keine Kuppel mehr und erinnert nur noch wenig an den früheren Tempel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Кінотеатр Чернівці колишня синагога Чернівці.JPG|miniatur|Das heutige Filmtheater „Tscherniwzi“, entstanden aus den Resten des Tempels]]&lt;br /&gt;
Als Landespräsident der Bukowina schlug [[Franz von Schmück]] der jüdischen Gemeinde 1857 den Bau einer Synagoge vor. Daraufhin wurden Gelder gesammelt, allerdings wurde die Idee schnell wieder aufgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Internetarchiv Jüdischer Periodika |url=http://www.compactmemory.de/index_p.aspx?ID_0=3 |archive-is=20120722135524 |archiv-bot=2018-04-16 11:56:36 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeine Zeitung des Judentums]]&amp;#039;&amp;#039; 1857; Nr. 43 (19.10.); S. 589–90 und 1858; Nr. 18 (26.4.); S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1872 war die Gemeinde von Czernowitz in zwei Gruppen aufgeteilt, die der [[Reformjuden]] unter [[Rabbiner]] &amp;#039;&amp;#039;Eliezer Elijah Igel&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.czernowitz.de/22/Mythos%20Czernowitz-3.html Czernowitz Bukowina]&amp;lt;/ref&amp;gt; und die der [[Orthodoxes Judentum|Orthodoxen]] unter der Leitung von Rabbiner &amp;#039;&amp;#039;Benjamin Arie Weiss&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=jvl&amp;gt;[http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/judaica/ejud_0002_0004_0_04224.html Jewish Virtual Library: Chernovtsy]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1875 bildeten die beiden Gruppen dann wieder eine Gemeinschaft, mit internen Fraktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wohlhabendere Gruppe der reformierten Juden beschloss den Bau einer Synagoge und wandte sich an den polnischen Architekten Julian Zachariewicz, damals Professor an der [[Nationale Polytechnische Universität Lemberg|Nationalen Polytechnischen Universität Lemberg]]. Der Grundstein wurde am 8. Mai 1873 gelegt, die Einweihung fand am 4. September 1877 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüdische Gemeinde ging danach einen Kompromiss ein: die [[Liturgie]] war nicht vollständig reformiert; es gab einen Kantor ([[Chasan (Kantor)|Chasan]]) und einen Chor, aber keine Orgel. Der Rabbiner hielt seine Predigt auf Deutsch und wandte sich während der [[Tora]]vorlesung zu den Gläubigen, nicht in Richtung des [[Toraschrein]]s (&amp;#039;&amp;#039;Aron ha-Qodesch&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1867 erlangten die Juden der Bukowina ihre volle Emanzipation, und viele Juden beschlossen sich an der Politik auf lokaler und nationaler Ebene zu beteiligen. So waren zwei Bürgermeister sowie fünf Rektoren der Universität jüdischer Herkunft. Juden belegten wichtige Positionen in wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereichen der Stadt. Als 1880 Kaiser [[Franz Joseph I.]] die Stadt besuchte, ging er am [[Jom Kippur]] auch in die Synagoge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 waren von den 45.600 Einwohnern von Czernowitz 14.449 Juden, das waren somit 31,7 % der Bevölkerung;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jews &amp;amp; Slavs - Festschrift Professor Jacob Allerhand&amp;#039;&amp;#039;, Israel Academy of Sciences and Humanities, 2001, S. 265&amp;lt;/ref&amp;gt; weiterhin gab es 17.359 Juden im Jahr 1890, 21.587 im Jahr 1900, 28.613 bzw. 32,8 Prozent 1910 und 43.701 bzw. 41,7 Prozent der Bevölkerung im Jahr 1919. In der Stadt, vor allem aber in Dörfern und Kleinstädten sprach die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung [[Jiddisch]] und hielt die orthodoxen Traditionen aufrecht. Die gebildete Elite sprach [[Deutsche Sprache|Deutsch]] und praktizierte den reformierten Ritus, ihre Kinder besuchten das [[k.k. I. Staatsgymnasium Czernowitz|deutsche Gymnasium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tenor [[Joseph Schmidt (Sänger)|Joseph Schmidt]] (1904–1942) war [[Schammes]] der Synagoge und sang als Kind im Chor, später wurde er [[Chasan (Kantor)|Kantor]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://historyofthetenor.com/page.php?156 Joseph Schmidt] &amp;#039;&amp;#039;History of the Tenor&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Czernowitz. Ausgebrannte Synagoge -01.jpg|mini|Ausgebrannte Synagoge]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Annexion]] der nördlichen Bukowina mit ihrer wichtigsten Stadt Czernowitz durch die UdSSR wurde die Synagoge 1940 von der sowjetischen Regierung beschlagnahmt und geschlossen. Am 4. Juli 1941 übernahmen deutsche und rumänische Truppen die Stadt, begleitet vom &amp;#039;&amp;#039;Einsatzkommando 10b&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=jvl&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Synagoge wurde durch die Deutschen und den mit ihnen verbündeten Rumänen niedergebrannt, nur die Außenmauern blieben stehen. Am selben Tag wurden zwischen 2000 und 3000 Juden ermordet, darunter auch Oberrabbiner [[Abraham Jakob Mark]], Chorleiter und Gemeindevorsteher. Sie wurden in vier Massengräbern auf dem [[Jüdischer Friedhof (Czernowitz)|Jüdischen Friedhof]] begraben.&amp;lt;ref name=jvl&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rest der jüdischen Bevölkerung wurde nach [[Transnistrien (rumänisches Besatzungsgebiet)|Transnistrien]] deportiert, wo zwei Drittel von ihnen ums Leben kamen. Nach dem Krieg kehrten nur wenige Überlebende nach Czernowitz zurück; die meisten ließen sich in Rumänien nieder oder gingen nach [[Israel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1959 wurde die Ruine für den Bau des Kinos „Oktober“ (später umbenannt in „Tscherniwzi“, [[Ukrainische Sprache|ukrainisch]] für Czernowitz) wiederverwendet. Das Filmtheater hat allerdings wenig Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan face ouest.jpg|miniatur|Plan der Westfassade]]&lt;br /&gt;
Die jüdische Gemeinde gab dem Architekten Zachariewicz genaue Anweisungen: die Synagoge muss nach Osten gerichtet und alle Gläubigen müssen in der Lage sein, von ihrem Platz aus den Toraschrein und die &amp;#039;&amp;#039;[[Bima]]&amp;#039;&amp;#039; zu sehen. Während der Bauphase änderte die Gemeinde ihre Vorstellungen von der Decke der Gebetshalle. Der Gebetsraum sollte nun insgesamt von einer Kuppel statt von einer Holzdecke bedeckt sein, im Zentrum eine gläserne Lichteinlasskuppel wie es der ursprüngliche Plan vorsah. Diese nach Beginn der Bauarbeiten beantragten Änderungen verlangten nach massiveren Säulen und dickeren Mauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan 1 et 2 etages.jpg|miniatur|Plan des Erdgeschosses und der ersten Etage]]&lt;br /&gt;
Die Synagoge im neomaurischen Stil war ein isoliert stehendes Gebäude an einer Straßenkreuzung. Der zweistöckige Bau bestand aus zwei Teilen: der westliche Teil einschließlich Lobbys, Treppen und Büros, im östlichen Teil lag der Gebetsraum mit [[Apsis]], darüber die große Kuppel. Das Gebäude ist von Westen nach Osten ausgerichtet: die Hauptfassade mit dem Eingang befindet sich im Westen, die Apsis, wo sich der Toraschrein befand, ist demnach nach Osten gerichtet. Die Männer saßen im Erdgeschoss in der zentralen Gebetshalle, während die Frauen in der zweiten Etage auf Balkonen über dem westlichen, nördlichen und südlichen Teil des Raumes saßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude war 39 Meter lang und 24 Meter breit, die Kuppel erreichte eine Höhe von 39 Metern. Bei der Wiederverwendung der Mauern im Jahre 1959, als das Gebäude in ein Kino umgewandelt wurde, wurde die Kuppel nicht wieder aufgebaut; sie wurde durch ein schräges Dach mit Giebel ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Synagogen in Czernowitz ==&lt;br /&gt;
In Czernowitz gibt es weitere erhaltene Synagogengebäude:&lt;br /&gt;
* [[Große Synagoge (Czernowitz)]]&lt;br /&gt;
* [[Korn-Synagoge]]&lt;br /&gt;
* [[Beit-Tefillah-Benjamin-Synagoge]]&lt;br /&gt;
sowie in [[Sadhora]], das unmittelbar neben der Stadt liegt:&lt;br /&gt;
* [[Chassidische Synagoge (Sadagora)]]&lt;br /&gt;
* [[Große Synagoge (Sadagora)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Synagogen in der Ukraine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tempel Synagogue in Chernivtsi (Czernowitz)|Synagoge Czernowitz}}&lt;br /&gt;
* [http://bukowina.info/Synagoge.html Bilder und Informationen; Text ist Auszug aus „Zur Geschichte der Juden in Czernowitz“ von  Hermann Sternberg]&lt;br /&gt;
* [http://www.sztetl.org.pl/en/article/czerniowce/11,synagogues-prayer-houses-and-others/11697,the-tempel-synagogue/ Czerniowce – The Tempel Synagogue] Eintrag auf &amp;#039;&amp;#039;Virtual Shtetl&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
*[https://kinoafisha.ua/ua/cinema/chernovcy/chernovcy Heimatseite des Kinos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=48/17/35.4/N|EW=25/55/58.7/E|type=building|region=UA-77}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Czernowitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Profanierte Synagoge|Czernowitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagoge in Czernowitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagogenbau in der Ukraine|Czernowitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagogenbau in Europa|Czernowitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1870er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalisierende Architektur|Czernowitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Historismus in der Ukraine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in der Ukraine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbau in der Oblast Tscherniwzi]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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