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	<title>Isolationshaft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T16:23:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Isolationshaft&amp;diff=236585&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Situation in Spanien */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2026-01-08T19:16:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Situation in Spanien: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Isolationshaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Isolierungshaft) ist eine Form der [[Freiheitsentziehung]], bei der einem bereits Inhaftierten innerhalb eines [[Gefängnis]]ses oder einer ähnlichen Einrichtung Kontakt zu anderen Mitgefangenen, zur Außenwelt, meistens auch zu Beschäftigungsformen und Objekten für die individuelle Haftraumausstattung verweigert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Isolationshaft ist wegen ihrer Auswirkungen auf den [[Gefangener|Häftling]] umstritten und wird von [[Kritik]]ern auch als &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungshaft&amp;#039;&amp;#039; und als Form der [[Folter]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden ist die Isolationshaft von der [[Einzelhaft]], die aus Sicherheits-, Ordnungs- oder disziplinarrechtlichen Gründen über einen Strafgefangenen verhängt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
Die [[akut]]en und langfristigen, zum Teil [[chronisch]]en Folgen von Isolationshaft sind je nach Länge, Art und Ausmaß sowie der psychischen Konstitution des Gefangenen unterschiedlich. In Untersuchungen von Häftlingen vor, während und nach außerordentlich langer Isolationshaft konnten u.&amp;amp;nbsp;a. folgende Auswirkungen als „klassische Erscheinungen der Isolationshaft im Sinne der sensorischen Deprivation und sozialer Isolation“ (Stöwsand in: Klusmeyer, 1985: 46) dokumentiert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* erhebliche Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit des [[Vegetatives Nervensystem|vegetativen Nervensystems]]&lt;br /&gt;
** erhebliche Störungen im [[Hormon]]haushalt&lt;br /&gt;
** Beeinträchtigung von Organfunktionen&lt;br /&gt;
** Ausbleiben der [[Menstruation]] bei Frauen ohne physiologisch-organische, [[Klimakterium|alters]]- oder [[schwangerschaft]]sbedingte Ursache (sekundäre [[Amenorrhoe]])&lt;br /&gt;
** verstärktes Gefühl, [[Hunger|essen]] zu müssen: [[Zynorexie]]/&amp;#039;&amp;#039;[[Heißhunger]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Bulimie|Hyperorexie]], &amp;#039;&amp;#039;[[Fresssucht]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** im Gegensatz dazu Verringerung oder Ausbleiben des [[Durst]]gefühls&lt;br /&gt;
** starke [[Hitzewallung]]en und/oder Kältegefühle, die sich nicht auf eine entsprechende Veränderung der Umgebungs[[temperatur]] oder auf eine Erkrankung ([[Fieber]], [[Schüttelfrost]] o. Ä.) zurückführen lassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* erhebliche Beeinträchtigung der [[Wahrnehmung]] und der [[kognitiv]]en Leistungsfähigkeit (was insbesondere im Hinblick auf [[Gerichtsverfahren]]/[[Strafverteidigung]] Probleme schafft)&lt;br /&gt;
** starke Störung der Verarbeitung von Wahrnehmungen&lt;br /&gt;
** starke Störungen des Körpergefühls&lt;br /&gt;
** starke allgemeine [[Konzentration (Psychologie)|Konzentrationsschwierigkeiten]]&lt;br /&gt;
** starke Schwierigkeiten bis hin zum Unvermögen zu lesen bzw. das Gelesene gedanklich zu erfassen, nachzuvollziehen und in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen&lt;br /&gt;
** starke Schwierigkeiten bis hin zum Unvermögen zu schreiben bzw. Gedanken schriftlich zu verarbeiten ([[Agraphie]]/[[Dysgraphie]])&lt;br /&gt;
** starke [[Artikulation (Linguistik)|Artikulations]]-/Verbalisierungsschwierigkeiten, die sich besonders in den Bereichen [[Syntax]], [[Grammatik]] und Wortwahl zeigen und bis hin zu [[Aphasie]], [[Aphrasie]] und [[Agnosie]] reichen können&lt;br /&gt;
** starke Schwierigkeit oder Unvermögen, Gesprächen zu folgen (nachgewiesenermaßen aufgrund einer Verlangsamung der Funktion des primären akustischen Kortex der Schläfenlappenanteile aufgrund von Reizmangel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weitere Beeinträchtigungen&lt;br /&gt;
** Führen von [[Autokommunikation|Selbstgesprächen]] zur Kompensation der akustischen und sozialen Reizarmut&lt;br /&gt;
** deutlicher Verlust an [[Emotion|Gefühlsintensität]] (z. B. gegenüber Angehörigen und Freunden)&lt;br /&gt;
** situativ [[Euphorie|euphorische Gefühle]], die später in eine [[Depression|depressive Stimmungslage]] umschlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gesundheitliche Langzeitfolgen&lt;br /&gt;
** [[soziale Kontaktstörung]]en bis hin zur Unfähigkeit, [[emotion]]al enge und langfristige partnerschaftliche Beziehungen einzugehen&lt;br /&gt;
** [[Depression]]en&lt;br /&gt;
** Beeinträchtigung des [[Selbstwertgefühl]]s&lt;br /&gt;
** Wiederkehren der Haftsituation in [[Traum|Träumen]]&lt;br /&gt;
** behandlungsbedürftige Störungen des [[Blutdruck]]s&lt;br /&gt;
** behandlungsbedürftige Hauterkrankungen&lt;br /&gt;
** Nichtwiedererlangen von insbesondere [[kognitiv]]en Fähigkeiten (z. B. im Bereich der [[Mathematik]]), die vor der Isolationshaft beherrscht worden sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere die Langzeitfolgen von Isolationshaft zeigen diverse Überschneidungspunkte mit den [[Symptom]]en des sogenannten [[Überlebensschuld-Syndrom|Überlebenden-Syndrom]]s, das bei vielen ehemaligen Gefangenen, die in [[Konzentrationslager]]n inhaftiert waren, beobachtet werden konnte. In den Vereinigten Staaten ist das SHU-Syndrom bekannt, das bei Gefangenen, die in den Isolationsabteilungen (Secure Housing Units) untergebracht waren, auftritt, und auffallende Ähnlichkeiten mit dem [[Posttraumatische Belastungsstörung|posttraumatischen Stresssyndrom]] aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Die Behandlung von Menschen, die an Folgen einer zu langen Haft unter Isolationsbedingungen leiden, ist bei körperlichen Symptomen (sofern sie nicht in erster Linie in einer [[Psychosomatik]] begründet sind) teilweise durch Medikamente möglich. Psychische und psychosomatische Folgen bedürfen einer [[Psychotherapie]] bei einem auf die Behandlung psychisch [[Trauma (Psychologie)|traumatisierter]] Menschen spezialisierten Therapeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte, Aufklärung und Widerstand ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Obgleich Isolation und [[Deprivation]] schon seit Jahrhunderten zu Bestrafungszwecken eingesetzt werden, wurde die Isolationshaft erst Anfang des 19. Jahrhunderts, etwa um 1821, als eine Form der Bestrafung innerhalb von Gefängnissystemen im [[Vereinigte Staaten|US-]]Bundesstaat [[Pennsylvania]] eingeführt und seitdem ständig neu erforscht und fortentwickelt. Die Gefangenen durften damals nicht arbeiten und als einzigen Besuch einen Geistlichen empfangen. Das System wurde zu dieser Zeit noch &amp;#039;&amp;#039;Bußhaft&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Freidenker]] und [[Quäker]] setzten sich damals für das &amp;#039;&amp;#039;Bußhaus&amp;#039;&amp;#039; als vermeintlich [[humane]] [[Alternative]] zur [[Todesstrafe]], [[Verstümmelung]] und [[Körperstrafe]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1842 protestierte der Schriftsteller [[Charles Dickens]] gegen die Isolationshaft und bezeichnete sie, da sie körperlich keine deutlich sichtbaren Spuren hinterlässt, als &amp;#039;&amp;#039;[[Weiße Folter]]&amp;#039;&amp;#039; und als grundsätzlich schlimmer als jegliche in erster Linie physische [[Folter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast fünf Jahre lang –&amp;amp;nbsp;von 1894 bis 1899&amp;amp;nbsp;– erlitt der zu Unrecht wegen [[Landesverrat]] verurteilte und auf eine Insel verbannte französische Offizier [[Alfred Dreyfus]] –&amp;amp;nbsp;siehe [[Dreyfus-Affäre]]&amp;amp;nbsp;– Isolationshaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gabriel Eikenberg |url=https://www.dhm.de/lemo/biografie/alfred-dreyfus |titel=Alfred Dreyfus (1859-1935) |werk=Lebendiges Museum Online |hrsg=Deutsches Historisches Museum |datum=2014-09-14 |sprache=de |abruf=2022-10-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er konnte nach dieser Zeit zunächst kaum sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine eindrucksvolle literarische Darstellung von Isolationshaft und ihrer Auswirkungen findet sich in der &amp;#039;&amp;#039;Schachnovelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan Zweig |Hrsg=[[Klemens Renoldner]] |Titel=Schachnovelle |Auflage= |Verlag=Reclam |Ort=Stuttgart |Datum=2013 |ISBN=978-3-15-018975-7 |Seiten=167 |Online=https://www.reclam.de/detail/978-3-15-018975-7/Zweig__Stefan/Schachnovelle__Kommentierte_Ausgabe_}}&amp;lt;/ref&amp;gt; von Stefan Zweig am Beispiel eines Gestapo-Häftlings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit 1983 ist in den [[Vereinigte Staaten|USA]] der Gefängnistyp des [[Supermax (Gefängnisstandard)|Supermax]] in Anwendung. Dieser sieht die Verwahrung der Gefangenen in vollkommener Isolationshaft 23 Stunden am Tag vor – zeitweise auch bei ständiger Beleuchtung. In einigen US-amerikanischen Haftanstalten existieren einzelne Abteilungen, die einen Supermax-Charakter aufweisen. Diese werden in der Regel als [[Secure Housing Unit]]s (SHU) bezeichnet. Isolationshaft gab es unter anderem auch im [[Geschichte Nordirlands|nordirischen Bürgerkrieg]] gegen katholische Aktivisten in so genannten [[Maze Prison|H-Blocks]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Türkei]] kämpfen seit Jahren Gefangene und deren Angehörige gegen die Legalisierung der Isolationshaft durch die Einführung so genannter [[Typ-F-Gefängnis]]se, die die in Deutschland entwickelten Normen für Isolation von Gefangenen übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lateinamerika und Spanien ist Isolationshaft primär unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Incomunicado&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: [[Kontaktsperre]]) bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Belarus]] wird Isolationshaft eingesetzt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stern.de/politik/ausland/belarus--erhaengt--ertrunken--erschossen---die-seltsamen-todesfaelle-der-vergangenen-wochen--9395770.html |titel=Erhängt, ertrunken, erschossen – die seltsamen Todesfälle in Belarus |werk=stern.de |sprache=de |abruf=2020-09-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; es gibt sogenannte [[Isolationszentrum (Belarus)|Isolationszentren]]. Das bekannteste unter ihnen ist [[Okrestino]], welches international kritisiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
In Deutschland ist die Isolationshaft nicht ausdrücklich gesetzlich geregelt, sondern nur die klar eingegrenzte [[Einzelhaft]] (siehe u.&amp;amp;nbsp;a. {{§|88|stvollzg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 Nr.&amp;amp;nbsp;3, {{§|89|stvollzg|juris}} [[Strafvollzugsgesetze in Deutschland|StVollzG]]).&amp;lt;ref&amp;gt;ergänzend hierzu besondere Vollzugsmaßnahmen nach [https://www.gesetze-im-internet.de/stvollzg/BJNR005810976.html StVollzG].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde der Begriff „Isolationshaft“ teilweise mit den Haftbedingungen von Mitgliedern der [[Rote Armee Fraktion]] in den 1970er Jahren u.&amp;amp;nbsp;a. in der [[Justizvollzugsanstalt Stuttgart]] in Verbindung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute wird in einzelnen Fällen die Isolationshaft über Jahre aufrechterhalten. Bekannt ist etwa der Fall eines Inhaftierten in der [[Justizvollzugsanstalt Bruchsal|JVA Bruchsal]], der zwischen 1996 und 2006 23 Stunden am Tag isoliert war. In der [[Justizvollzugsanstalt Celle|JVA Celle]] ist ein Fall dokumentiert, bei dem ein Inhaftierter über 15 Jahre von anderen Häftlingen isoliert war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kai Schlieter |url=http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/lebendig-begraben/ |titel=Isolationshaft in Deutschland – Lebendig begraben |werk=[[die tageszeitung|taz]] |datum=2011-02-24 |abruf=2011-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Häftling wurde schließlich seine Ungefährlichkeit attestiert und er kam im November 2011 nach 16 Jahren aus dem Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Häftlinge, die wegen [[Terrorismus|terroristischer]] Straftaten inhaftiert sind, erlaubt das deutsche [[Kontaktsperregesetz]] eine Isolation in Form einer Kontaktsperre. Es wurde vom [[Bundesverfassungsgericht]] 1978 einstimmig für verfassungskonform befunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den vergangenen Jahren stieg die Isolation von Gefangenen in „besonders gesicherten Hafträumen“ an, insbesondere in Bremen, Würzburg und Augsburg-Gablingen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sabrina Winter, Timo Stukenberg, Torben Becker |url=https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2024/12/gesundheitsversorgung-im-gefangnis/ |titel=Gesundheitsversorgung im Gefängnis: „Irgendwann machen die Wärter meine Tür auf und ich bin tot“ |hrsg=[[FragDenStaat]] |datum=2024-12-02 |sprache=de |abruf=2025-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Spanien ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Ficheros de Internos de Especial Seguimiento&amp;#039;&amp;#039; (kurz FIES, deutsch etwa: „Häftlingsakten mit besonderer Beobachtung“) genannte Inhaftierungsform erlaubt nach spanischem Recht eine Isolationshaft von 22 Stunden pro Tag, die vollständige Kommunikationsüberwachung ohne juristischen Beistand sowie regelmäßige Wechsel der Hafträume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich im Zuge der Verfolgung separatistischer baskischer Organisationen wie der [[Euskadi Ta Askatasuna|ETA]] initiiert, sind inzwischen auch Personen ohne terroristische Aktivitäten im FIES-System inhaftiert. Eine Differenzierung in fünf verschiedene Klassen kann die Inhaftierung auch für Mitglieder der [[Organisierte Kriminalität|organisierten Kriminalität]], [[Bandenkriminalität|bewaffnete Banden]], Straftäter innerhalb der [[Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben|Behörden mit Sicherheitsaufgaben]] und bei Störung des [[Öffentlicher Friede|öffentlichen Friedens]] vorsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in der Türkei ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Türkei darf die Polizei oder Gendarmerie einen Gefangenen verhören, ohne dass er Kontaktmöglichkeit zur Außenwelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 2. Juli 2012 sind im Artikel 10 des Gesetzes 3713 (Gesetz zur Bekämpfung von Terrorismus, kurz: Anti-Terror-Gesetz, ATG) Regeln und Ausnahmen beschrieben. Hier bestimmt Absatz&amp;amp;nbsp;ç, dass bei Straftaten, die unter dieses Gesetz fallen, die maximale Dauer der Polizeihaft 48 Stunden beträgt. Absatz&amp;amp;nbsp;e bestimmt, dass diese Verdächtigen in den ersten 24 Stunden kein Recht auf anwaltlichen Beistand haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.magdur.adalet.gov.tr/teror_magdurlari/mevzuat/ulusal_mevzuat/teror_ve_terorle_mucadele_kanunu_kapsaminda_kamu_kurum_ve_kuruluslarinda_istihdam.pdf |text=Terörle Mücadele Kanunu. |format=PDF; 210&amp;amp;nbsp;kB |wayback=20160823153723}} (Wortlaut des ATG) Seiten des Justizministeriums, magdur.adalet.gov.tr; abgerufen am 22. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Bewertung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Die Isolationshaft als solche und damit auch ihre Rahmenbedingungen sind [[gesetz]]lich in der Regel nicht festgeschrieben. Die Unterbringung von Gefangenen unter Isolationsbedingungen wird international von [[Menschenrecht]]sorganisationen geächtet und als [[Folter]]methode bezeichnet, vermutlich jedoch weltweit im offiziellen und inoffiziellen Justizvollzug ohne [[Rechtsgrundlage]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kontaktsperre]]&lt;br /&gt;
* [[Camera silens]]&lt;br /&gt;
* [[Hungerstreik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Uwe Ahrens (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Machen Sie sofort die Schranktür zu! Zweiunddreißig Zeichnungen und eine Plastik zur Isolationshaft. Gezeichnet und modelliert nach Schilderungen ehemaliger Isolationshäftlinge.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1986.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Amnesty Internationals Arbeit zu den Haftbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland für Personen, die politisch motivierter Verbrechen verdächtigt werden oder wegen solcher Verbrechen verurteilt sind: Isolation und Isolationshaft.&amp;#039;&amp;#039; amnesty international publications, Bonn 1980.&lt;br /&gt;
* P. H. Bakker Schut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Todesschüsse – Isolationshaft – Eingriffe ins Verteidigungsrecht.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1995.&lt;br /&gt;
* A. Birck, C. Pross, J. Lansen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Unsagbare – Die Arbeit mit Traumatisierten im Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2002.&lt;br /&gt;
* Walter Bungard: &amp;#039;&amp;#039;Zur Validität der Forschung über soziale Deprivation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gruppendynamik – Forschung und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Heft 3, Juni 1977, S. 170–185.&lt;br /&gt;
* Alfred Engels: &amp;#039;&amp;#039;Sensorische Deprivation – Isolation gleich Folter oder Isolation gleich Therapie?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gruppendynamik – Forschung und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Heft 3, Juni 1977, S. 163–170.&lt;br /&gt;
* J. Gross, L. Svab: &amp;#039;&amp;#039;Soziale Isolation und Sensorische Deprivation und ihre gerichts-psychologischen Aspekte.&amp;#039;&amp;#039; Prag 1967.&lt;br /&gt;
* Gerhard Koenen: &amp;#039;&amp;#039;Vesper, Ensslin, Baader. Urszenen des deutschen Terrorismus.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2003.&lt;br /&gt;
* Komitee gegen Isolationshaft: &amp;#039;&amp;#039;Todesstrafe auf Raten.&amp;#039;&amp;#039; Eco-Verlag, Zürich 1976, {{DNB|890774447}}.&lt;br /&gt;
* Lars Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Folter und Hinrichtung : vom Altertum bis zur Jetztzeit.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2001, ISBN 3-85492-365-1.&lt;br /&gt;
* Kurt Oesterle: &amp;#039;&amp;#039;Stammheim – die Geschichte des Vollzugsbeamten Horst Bubeck.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-453-62007-0.&lt;br /&gt;
* Sjef Teuns: &amp;#039;&amp;#039;Isolation/Sensorische Deprivation – Die programmierte Folter.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Eschen u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Folter in der BRD – Zur Situation der Politischen Gefangenen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kursbuch.&amp;#039;&amp;#039; 32). Rotbuch-Verlag, Berlin 1973, {{OCLC|246216942}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gerd-koenen.de/pdf/Stammheim_revisited_Kommune_1103.pdf www.gerd-koenen.de/pdf/Stammheim_revisited_Kommune_1103.pdf] – über Horst Bubecks Buch (PDF-Datei; 23 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.srf.ch/player/tv/reporter/video/wo-das-boese-hockt-vom-umgang-mit-gefaehrlichen-gefangenen?id=2c1b618c-bbec-435b-863f-be387e9f3de7 &amp;#039;&amp;#039;Wo das Böse hockt – Vom Umgang mit gefährlichen Gefangenen.&amp;#039;&amp;#039;] Reporter vom 22. März 2006.&lt;br /&gt;
* Shane Bauer: [http://www.motherjones.com/politics/2012/10/solitary-confinement-shane-bauer &amp;#039;&amp;#039;Solitary in Iran Nearly Broke Me. Then I Went Inside America’s Prisons.&amp;#039;&amp;#039;] Mother Jones, November/Dezember 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4151448-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiheitsstrafe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Foltermethode]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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