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	<title>Islamische Dawa-Partei - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T18:55:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Islamische_Dawa-Partei&amp;diff=282039&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kolja21: +Normdaten</title>
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		<updated>2026-01-30T23:24:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Partei&lt;br /&gt;
| Partei             = {{ar|حزب الدعوة الإسلامية&amp;amp;lrm;}}&amp;lt;br /&amp;gt; Islamische Dawa-Partei&lt;br /&gt;
| Parteilogo         = [[Datei:Islamic Dawa Party Emblem.svg|150px|zentriert|Logo der Islamischen Dawa-Partei&amp;lt;br /&amp;gt; حزب الدإسلامية]]&lt;br /&gt;
| Parteivorsitzender = [[Haider al-Abadi]]&lt;br /&gt;
| Gründung           = 1957&lt;br /&gt;
| Ausrichtung        = [[Schiiten|Schiitischer]] [[Islamismus]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Nationalismus|Religiöser Nationalismus]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Konservativismus|religiöser Konservatismus]]&lt;br /&gt;
| Hauptsitz          = [[Bagdad]], [[Irak]]&lt;br /&gt;
| Website            = [http://www.islamicdawaparty.com/ www.islamicdawaparty.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Islamische Dawa-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Daawa-Partei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|حزب الدعوة الاسلامية&amp;amp;lrm;|w=Hizb ad-Daʿwa al-islāmiyya|d=Ḥizb ad-Daʿwa al-islāmiyya}}; man kann den Namen mit „Islamische Mission“ übersetzen, siehe [[Daʿwa]]) ist eine der großen [[schiitisch]]en [[Politische Partei|Parteien]] im [[Irak]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rüdiger Göbel, Joachim Guilliard, Michael Schiffmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Irak: Krieg, Besetzung, Widerstand&amp;#039;&amp;#039;. PapyRossa Verlag, Köln 2004, ISBN 3-89438-270-8, S. 248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Bernhardt: &amp;#039;&amp;#039;Hizb ad-Da‘wa al-Islamiya. Selbstverständnis, Strategien und Ziele einer irakisch-islamistischen Partei zwischen Kontinuität und Wandel (1957–2003).&amp;#039;&amp;#039; Ergon Verlag, Würzburg 2012, ISBN 978-3-89913-932-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Parlamentswahlen vom 30. Januar 2005 schloss sie sich gemeinsam mit anderen, überwiegend schiitischen Parteien, der [[Vereinigte Irakische Allianz|Vereinigten Irakischen Allianz]] an. Vorsitzender der Partei ist der [[Arzt]] [[Ibrahim al-Dschafari]]. Trotz ihrer schiitischen Ausrichtung hat die Dawa-Partei auch [[Sunniten|sunnitische]] Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründung und Ideologie ===&lt;br /&gt;
Als älteste schiitische Bewegung im Irak wurde die Partei 1957&amp;lt;ref&amp;gt;Ralph-M. Luedtke, Peter Strutynski: &amp;#039;&amp;#039;Permanenter Krieg oder nachhaltiger Frieden?&amp;#039;&amp;#039; Verlag Winfried Jenior, Kassel 2005, ISBN 3-934377-94-7, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; gegründet, wobei der 1980 unter [[Saddam Hussein]] ermordete&amp;lt;ref name=&amp;quot;Orient&amp;quot;&amp;gt;Deutsches Orient-Institut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orient&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 2003, ISBN 3-406-53447-3, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; einflussreiche [[Großajatollah]] [[Muhammad Baqir as-Sadr|Mohammed Baqir as-Sadr]], der Onkel von [[Muqtada as-Sadr]], eine wichtige Rolle spielte. Einige Stimmen sehen in Baqir as-Sadr den eigentlichen Parteigründer.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralph-M. Luedtke, Peter Strutynski: &amp;#039;&amp;#039;Permanenter Krieg oder nachhaltiger Frieden?&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Winfried Jenior, Kassel 2005, ISBN 3-934377-94-7, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere vermuten es nur.&amp;lt;ref&amp;gt;Faroug Farhan: &amp;#039;&amp;#039;Probleme des iranisch-irakischen Konfliktes von 1968–1984&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang Verlag, Bern und Frankfurt 1989, ISBN 3-631-41572-9, S. 264.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Partei wurde nach dem Muster einer [[Kaderpartei]] streng hierarchisch organisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Phebe Marr: &amp;#039;&amp;#039;The Modern History of Iraq&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Boulder, 2011, S. 103f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1959 veröffentlichte Baqir as-Sadr mit der Denkschrift &amp;#039;&amp;#039;Unsere Philosophie&amp;#039;&amp;#039; detaillierte theoretische Grundlagen für einen schiitischen Gottesstaat.&amp;lt;ref&amp;gt;Phebe Marr: &amp;#039;&amp;#039;The Modern History of Iraq&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Boulder, 2011, S. 103f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1961 legte der führende Parteigründer Mohammed Baqir as-Sadr sein Hauptwerk „Unsere Wirtschaft“ mit Ansätzen einer islamischen Wirtschaftsordnung vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Ende, Udo Steinbach, Renate Laut: &amp;#039;&amp;#039;Der Islam in der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Verlag C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-53447-3, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er kritisierte darin den westlichen Sozialismus und Kapitalismus und forderte letztendlich den religiösen Staat, der auf Grundlage der islamischen Rechtsordnung [[Scharia]] die Fäden seiner Wirtschaft in den Händen hält.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Ende, Udo Steinbach, Renate Laut: &amp;#039;&amp;#039;Der Islam in der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Verlag C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-53447-3, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Partei profitierte vom Widerstand der Bevölkerung gegen die moderne Gesetzgebung der damaligen irakischen Regierung, welche unter anderem eine weitgehende Emanzipation der Frau vorsah.&amp;lt;ref&amp;gt;Phebe Marr: &amp;#039;&amp;#039;The Modern History of Iraq&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Boulder, 2011, S. 103f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterstützung durch den Iran ===&lt;br /&gt;
Für seine damals verbotene Islamische Dawa-Partei, die mit Waffengewalt gegen den [[Diktatur|Diktator]] [[Saddam Hussein]] kämpfte, erhielt Mohammed Baqir as-Sadr unverhüllte materielle, militärische und propagandistische Hilfe aus dem Iran.&amp;lt;ref&amp;gt;Faroug Farhan: &amp;#039;&amp;#039;Probleme des iranisch-irakischen Konfliktes von 1968–1984&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang Verlag, Bern und Frankfurt 1989, ISBN 3-631-41572-9, S. 263.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem offenen Telegramm forderte ihn [[Ajatollah]] [[Ruhollah Chomeini|Khomeini]] auf, den Irak nicht zu verlassen, da er dort die islamische Revolution zu führen habe und sein Land von der ungläubigen [[Baath-Partei]] befreien müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;Faroug Farhan: &amp;#039;&amp;#039;Probleme des iranisch-irakischen Konfliktes von 1968–1984&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang Verlag, Bern und Frankfurt 1989, ISBN 3-631-41572-9, S. 264.&amp;lt;/ref&amp;gt; So unterstützte die Dawa-Partei die [[Islamische Revolution]] im [[Iran]] und wurde im Gegenzug von der iranischen Regierung gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Khomeini kein eigenes Konzept einer religiösen staatlich kontrollierten Wirtschaft entwickelt hatte, griff er direkt auf Ideen aus Mohammed Baqir as-Sadr Buch „Unsere Wirtschaft“ zurück. Nachdem sich rasch die Schwächen eines solchen Systems offenbarten, stellte noch Khomeini selbst 1988 die Weichen auf eine ansatzweise privatwirtschaftliche Richtung.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Ende, Udo Steinbach, Renate Laut: &amp;#039;&amp;#039;Der Islam in der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Verlag C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-53447-3, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muqtada as-Sadr unterstützte wie sein Vater Mohammed Sadiq as-Sadr die Khomeini-freundliche Haltung von Mohammed Baqir as-Sadr nicht. Daher wurde Muqtada as-Sadr kein Dawa-Mitglied, doch ist er heute ein wichtiger Politiker, der sich auf eine eigene Partei und Miliz stützen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der engen Zusammenarbeit von Dawa-Partei und der radikalen iranischen Führung gab es fundamentale Unterschiede in der Auffassung, wie eine islamische Machtordnung strukturiert sein müsste. Während Khomeinis Gottesstaat ganz auf die Führung religiöser Rechtsgelehrter baute, betonte die Dawa-Partei, dass der rechtmäßige Führer in der islamischen Gesellschaft stets ein ziviler Herrscher (&amp;#039;&amp;#039;hakim madani&amp;#039;&amp;#039;) sein müsste.&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Meinel: &amp;#039;&amp;#039;Die Intifada im Ölscheichtum Bahrain&amp;#039;&amp;#039;. LIT Verlag, Berlin-Hamburg-Münster 2003, ISBN 3-8258-6401-4, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exil und Untergrundaktivität ===&lt;br /&gt;
Mohammed Baqir as-Sadr wurde 1980 zusammen mit seiner Schwester erhängt. Im Zuge der Verfolgung durch das Regime Saddam Husseins wurden tausende seiner Parteigänger ebenfalls getötet und Hunderttausende flohen ins Exil. Darunter As-Sadrs Weggefährte, der Großajatollah Mohammed Baqir al-Hakim, der sich nach Teheran absetzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Orient&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Dezember 1981 verübten die al-Dawa einen Selbstmordanschlag mit einer Autobombe auf die irakische Botschaft in [[Beirut]], bei dem 61 Menschen ihr Leben verloren und hundert weitere verletzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor = Jeffrey William Lewis&lt;br /&gt;
| Titel = The Business of Martyrdom: A History of Suicide Bombing | Verlag = Naval Institute Press | Datum = 2012 | ISBN = 978-1612510514 | Online = {{Google Buch| BuchID = E24eVvgg6yUC}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 beging die Organisation ein [[Attentat]] auf den irakischen Präsidenten Saddam Hussein. Nachdem dieser Versuch von der irakischen Führung niedergeschlagen worden war, begaben sich die führenden Mitglieder der Partei ins iranische [[Exil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1983 erschütterte eine Serie von Bombenattentaten die kuwaitische Hauptstadt [[Kuwait (Stadt)|Kuwait]]. Ziele waren unter anderem der Kontrollturm des internationalen Flughafens, ein Industriegebiet, Ministerien sowie die amerikanische und französische Botschaft. Diese Angriffe wurden ebenso der Islamischen Dawa-Partei zugeschrieben, wie der Versuch, den kuwaitischen Emir Scheich Jaber al-Ahmed al-Sabah zu ermorden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Meinel: &amp;#039;&amp;#039;Die Intifada im Ölscheichtum Bahrain&amp;#039;&amp;#039;. LIT Verlag, Berlin-Hamburg-Münster 2003, ISBN 3-8258-6401-4, S. 156.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ziel war es, die sich dem Westen öffnende Politik des Landes zu sabotieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Einfluss ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Irak-Krieg]] 2003 kehrte die Partei als politische Kraft in ihre Heimat zurück und nahm ihren Hauptsitz in der südlich gelegenen Stadt [[Nasiriyya]], die sie seit dieser Zeit regiert und beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das Parteienbündnis [[Vereinigte Irakische Allianz]], zu dem auch die Dawa-Partei gehört, die Parlamentswahlen gewonnen hatte, wurde der Dawa-Vorsitzende [[Ibrahim al-Dschafari]] 2005 anstelle seines Mitbewerbers [[Ahmad Tschalabi]], der seine Bewerbung zurückzog, zum [[Ministerpräsident]]en ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Christian Schütt: &amp;#039;&amp;#039;Chronik 2005&amp;#039;&amp;#039;. Wissen Media Verlag, 2006, ISBN 3-577-14105-0, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 2006 wurde Al-Dschafari von seinem Parteifreund [[Nuri al-Maliki]] abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einigen Unstimmigkeiten verließ die Dawa-Partei unter Führung al-Malikis die Vereinigte Irakische Allianz und gründete die [[Rechtsstaat-Koalition]], welche bei den Regionalwahlen 2009 und [[Irakische Parlamentswahlen 2010|Parlamentswahlen 2010]] antrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.islamicdawaparty.org/amod.htm Offizielle Webseite der Islamische Dawa-Partei] (arabisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=7858645-8|LCCN=n90708158|VIAF=142028967}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Partei (Irak)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konservative Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiiten im Irak]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Bagdad)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiitische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteigründung 1957]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kolja21</name></author>
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