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	<title>Islam in der Ukraine - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T15:05:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Islam_in_der_Ukraine&amp;diff=650941&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Damenbauer: /* Spaltung der Muslime */</title>
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		<updated>2024-06-19T18:47:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Spaltung der Muslime&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Islam]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hat &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;in der [[Ukraine]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eine lange Geschichte, die vor allem durch die [[Krimtataren]] geprägt ist. Auf der Halbinsel [[Krim]] machen 250.000 überwiegend [[Tataren|tatarische]] bzw. [[Turkvölker|turkstämmige]] [[Muslim]]e mit 12 % der Bevölkerung heutzutage einen ähnlichen hohen Anteil aus wie in [[Russland]]. Seit dem Beginn des [[Russisch-Ukrainischer Krieg|russischen Kriegs in der Ukraine]] befindet sich der Islam in der Ukraine im Umbruch, die Krimtataren sind von der russischen Kontrolle über die Halbinsel Krim betroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.n-tv.de/politik/Die-Krimtataren-haben-Angst-article12414571.html &amp;quot;Die Krimtataren haben Angst&amp;quot;] - n-tv.de; abgerufen am 27. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt unterschiedliche Zahlen dazu: Im Jahr 2019 lebten nach ukrainischen Angaben ohne die muslimische Bevölkerung auf der Krim rund 170.000 Menschen islamischen Glaubens in der Ukraine, das entspricht 0,4 % der Gesamtbevölkerung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://oou.org.ua/2019/05/24/konfesijna-struktura-naselennya-ukrayiny-i-stvorennya-pravoslavnoyi-czerkvy-ukrayiny-traven-2019/ Конфесійна структура населення України і створення Православної Церкви України: травень 2019]&amp;lt;/ref&amp;gt; (ohne Krim). Im Jahr 2010 lebten nach Angaben des [[Außenministerium der Vereinigten Staaten|Außenministeriums der Vereinigten Staaten]] ungefähr 410.000 Muslime (0,9 %) in der gesamten Ukraine.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://2009-2017.state.gov/j/drl/rls/irf/2012/eur/208378.htm &amp;quot;Religiöse Demographie in der Ukraine&amp;quot;] - U.S. State Department&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Zahlen aus dem Jahr 2017 sprechen von rund einer Million Menschen, die dem Islam angehören (2 % der Gesamtbevölkerung).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://islam.in.ua/ua/analiz/musulmany-v-ukrayini-susidy-chy-braty &amp;quot;Muslime in der Ukraine: Nachbarn oder Brüder?&amp;quot;] - islam.in.ua&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ethnische und geographische Struktur ==&lt;br /&gt;
Der [[Islam]] ist seit etwa siebeneinhalb Jahrhunderten im Territorium der heutigen [[Ukraine]] präsent, fünfhundert Jahre davon standen die gesamte [[Schwarzes Meer|Schwarzmeerküste]] und zeitweise die gesamte Südhälfte des Landes (etwa südlich des 49. Breitengrades) unter muslimischer Herrschaft (11 der 24 Regionen der Ukraine). Davon wiederum war dreihundert Jahre lang [[Bachtschyssaraj]] auf der Krim das Zentrum des Islam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Zentren sind neben der Hauptstadt [[Kiew]] und der zweitgrößten Stadt [[Charkiw]] auch [[Donezk]], [[Cherson]] und [[Ismajil]]. Die Krim ist die traditionelle Heimat muslimischer Tataren. Wie die [[Wolga-Ural-Tataren|Wolgatataren]] in [[Russland]] so sind auch die [[Sunniten|sunnitischen]] [[Krimtataren]] in der Ukraine hauptsächlicher Repräsentant und Verbreiter des Islam unter den orthodoxen [[Ostslawen]]. Zusammen mit ukrainischen [[Nogaier]]n und verwandten Völkern zählen die Tataren 400.000–450.000 Gläubige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Erste Muslime kamen mit den [[Südrussland]] und die [[Ostukraine]] beherrschenden [[Chasaren]] schon vor Gründung und [[Christianisierung der Rus|Christianisierung]] der [[Kiewer Rus]] nach Kiew. Vor der Ankunft der [[Waräger]] wurde auch Kiew von den Chasaren beherrscht, die slawischen Stämme der Region mussten Tribut zahlen. Die chasarischen Garnisonen in Kiew und auf der Krim bestanden zum Teil aus muslimischen Söldnern (Arsija) und deren Familien.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Roth: Chasaren – Das vergessene Großreich der Juden, Seiten 39 und 59f. Melzer-Verlag Neu-Isenburg 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Islamisierung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ilja Jefimowitsch Repin - Reply of the Zaporozhian Cossacks - Yorck.jpg|240px|mini|Stolz lehnten [[Ilja Jefimowitsch Repin|Repin]]s [[Saporoscher Kosaken]] 1676 jedwede Herrschaft des [[Sultan]]s ab, doch 1711 wurde Hetman [[Pylyp Orlyk]] Muslim]]&lt;br /&gt;
Doch nur eine Minderheit der Chasaren war muslimisch geworden, im frühen 9. Jahrhundert hatte die Führungsschicht der Chasaren die Annahme des [[Judentum]]s der [[Missionierung]] durch den Islam vorgezogen, und nach der Zerstörung des Chasaren-Reiches durch die [[Russen]] im 10. Jahrhundert zogen auch die Fürsten der Kiewer Rus die Annahme des orthodoxen [[Christentum]]s dem Islam vor. Chroniken aus dem 11. Jahrhundert bestätigen muslimische Petschenegen im Sold der Kiewer Fürsten. Die den Chasaren und Petschenegen folgenden [[Kyptschaken]] von Sharukhan ([[Charkiw]]), unter den sich eine einflussreiche muslimische Minderheit befand, eroberten 1093 zwar kurzzeitig Kiew, mussten sich aber 1223 mit den Russen gegen die einfallenden [[Mongolen]] und Tataren verbünden, die 1237 die Krim besetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der [[Mongolensturm]] und der Fall Kiews 1240 der bereits auseinandergebrochenen Rus den Todesstoß versetzt hatte, trat 1252 [[Berke Khan]] als erster Mongolenherrscher zum Islam über und gewährte dem [[Seldschuken|seldschukischen]] Ex-Sultan [[Kai Kaus II.|Izz ad-Din]] Asyl auf der Krim. Seine tatarischen Nachfolger der [[Goldene Horde|Goldenen Horde]] an der [[Wolga]] stellten sich im Kampf gegen die ebenfalls mongolischen [[Ilchane|Ilkhane]] Persiens auf die Seite des [[Kalifat]]s in [[Kairo]], während in der Südukraine [[Kara Nogai Khan]] kurzzeitig abfiel und gelegentlich von der Krim regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krim-Khanat ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe Hauptartikel:&amp;#039;&amp;#039; [[Khanat der Krim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch der Goldenen Horde ab 1430 und ihrer endgültigen Zerstörung durch die Krimtataren 1502 fiel das ostukrainisch-russische Grenzgebiet (Donezk, [[Luhansk]]) an der „[[Belgorod]]-Linie“ bzw. der „[[Isjum]]-Linie“ bis 1593 unter die Herrschaft des [[Krim-Khanat]]s, das seinerseits wiederum seit 1475 unter der Oberhoheit der osmanischen [[Türken]] stand. In [[Otschakiw]] errichteten die Türken das &amp;#039;&amp;#039;Vilayet Özü&amp;#039;&amp;#039; gegen die [[Kosaken]], ab 1599 gehörten Otschakiw und weitere einstmals muslimische Regionen der Ukraine zum [[Bulgarien|bulgarisch]]-türkischen [[Eyâlet Silistra|Eyâlet Silistrien]], das zunächst einen krimtatarischen Gouverneur hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebietsverluste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Islam in der Ukraine7.jpg|mini|Grüne Gebiete&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; standen unter Herrschaft der Türken, orange unter jener der Tataren, gelbe unter ihrer Oberhoheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1620–1621 und 1633–1634 versuchten Türken und Tataren vergeblich, die gesamte Ukraine zu erobern. Im nordwestlichen [[Chotyn]] (bei Kamieniec-Podolski), das mit dem [[Fürstentum Moldau|Vasallenfürstentum Moldau]] bis 1812 unter türkischer Herrschaft stand, siedelten die [[Türken|Osmanen]] muslimische [[Kaukasus (Bevölkerung)|Kaukasier]] ([[Lasen]]) an, deren Spuren sich z.&amp;amp;nbsp;T. noch heute finden lassen. Dort wurde auch der Türke [[Mustafa Bairaktar]] geboren, der bis zu seinem Tode 1808 osmanischer [[Großwesir]] war. Zwei weitere zwischen 1821 und 1828 amtierende türkische Großwesire ([[Benderli Ali Pascha]] und [[Benderli Mehmed Selim Sırrı Pascha]]) stammten aus dem [[Republik Moldau|moldauischen]] [[Bendery]] (heute russisch-ukrainische [[Transnistrien]]-Republik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südliche Teil [[Bessarabien]]s ([[Budschak]]) stand 1484–1812, [[Transnistria|Jedisan]] ([[Odessa]] bis [[Balta]]) und [[Mykolajiw]] (westlich des [[Südlicher Bug|Südlichen Bug]]) 1526–1792, sogar [[Podolien]] ([[Winnyzja]] und [[Chmelnyzkyj]]) 1672–1699 unter muslimisch-türkischer Herrschaft&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;. Demgegenüber standen [[Saporischschja]] (einschließlich [[Kropywnyzkyj]], [[Dnipro]] und Donezk) 1711–1739, Mykolajiw (östlich des Südlichen Bug) und Cherson (nördlich des [[Dnepr]]) bis 1774, [[Taurien]] (Cherson südlich des Dnepr) und die Krim selbst schließlich bis 1783 unter muslimisch-tatarischer Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(1)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;inkl. des aus chronologischen Gründen in der Karte orange dargestellten Cherson-Gebietes (1774)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der türkisch-tatarischen Intervention beziehungsweise ihrer Allianz mit dem Krim-Khanat verdankten die Kosaken [[Bogdan Chmelnitzki]]s ab 1648 überhaupt erst die erfolgreiche Lösung der Ukraine von Polen-Litauen, tatarische Reiterei trug erheblich zum Sieg über die Polen bei. Als Chmelnitzki sich jedoch 1654 Russland unterstellte, verbündeten sich die Krimtataren mit den Polen und retteten mit ihren Hilfstruppen den bisherigen Feind vorm Untergang im [[Zweiter Nordischer Krieg|Zweiten Nordischen Krieg]]. Gegen die Aufteilung der Ukraine zwischen Russen und Polen rief Hetman [[Petro Doroschenko]] 1667 Tataren und Türken zu Hilfe und unterstellte das [[Hetmanat]] der Oberhoheit des Sultans, polnisch-litauische [[Lipka-Tataren]] übergaben dem Sultan 1672 Podolien, und 1711 unterstellten die Hetmane [[Pylyp Orlyk]] und [[Kost Hordijenko]] das Gebiet der [[Saporoger Kosaken]] der tatarischen Oberhoheit, ehe die ganze Region nach 1734 allmählich an Russland fiel. War die Südukraine bis dahin „Grenzland“ ([[Krajina]]) zwischen Orthodoxie, [[Römisch-katholische Kirche|Katholizismus]] und Islam gewesen, so wurde sie fortan als „[[Neurussland]]“ von russisch-orthodoxen Siedlern und auch [[Russlanddeutsche|deutschen Kolonisten]] besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsverluste ===&lt;br /&gt;
Der gegen Ende des 19. Jahrhunderts parallel zum [[Panslawismus]] und [[Panrussismus]] einsetzenden [[Christianisierung]] und [[Russifizierung]] fielen auch die Krimtataren zum Opfer. Nach dem [[Krimkrieg]] 1853/1856 emigrierten immer mehr Tataren in die Türkei, ab 1860/1863 bzw. 1874 strömten immer mehr russische und ukrainische Neusiedler ins Land. Zunächst fiel der muslimische Bevölkerungsanteil in Taurien, 1885 waren dort von etwa 1&amp;amp;nbsp;Million Einwohnern nur noch gut 100.000 Tataren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Krim machten die Tataren 1893 noch 35 % der Bevölkerung aus, 1927 –&amp;amp;nbsp;zehn Jahre nach der [[Oktoberrevolution]]&amp;amp;nbsp;– nur noch 23 %, und auch das meistens auf dem Land bzw. in den Bergen. Der [[Stalinismus]] erzwang [[Atheismus]] und die Schließung der [[Kirchengebäude|Kirchen]] und [[Moschee]]n, [[Zwangskollektivierung in der Sowjetunion|Kollektivierung]] der Bauern in [[Kolchos]]en und [[Sowchose]]n (und damit [[Hungersnot|Hungersnöte]]) und [[Verbannung]] in [[Konzentrationslager (historischer Begriff)#Sowjetunion und Osteuropa|Straflager]] (siehe auch: &amp;#039;&amp;#039;[[Gulag]]&amp;#039;&amp;#039;). Am 18. Mai 1944 ließ [[Josef Stalin]] fast sämtliche Krimtataren wegen ihrer [[Kollaboration]] mit [[Wehrmacht|deutschen Truppen]] nach [[Sibirien]] und [[Mittelasien]] deportieren, der tatarische Islam in der Ukraine fand ein vorläufiges Ende. Auch von den 1926/1927 noch 6.400 Türken lebten 1970 nur noch knapp 2.600 auf der Krim, bis 1988 betrug der muslimische Bevölkerungsanteil auf der Halbinsel 0,1 %. Erst mit [[Michail Sergejewitsch Gorbatschow|Gorbatschow]]s [[Perestroika]] und [[Glasnost]] und dem daraus resultierenden [[Zerfall der Sowjetunion]] kehrten viele Tataren zurück und machen auf der Krim heute wieder 12 % der Bevölkerung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeittafel (Zusammenfassung) ===&lt;br /&gt;
* 8. Jahrhundert – eine Minderheit der Chasaren nimmt zunächst den Islam an, die Mehrheit dann jedoch das Judentum&lt;br /&gt;
* 10. Jahrhundert – die Kiewer Rus vernichtet das Chasaren-Reich, lehnen den Islam ab und werden christlich-orthodox&lt;br /&gt;
* 12. Jahrhundert – eine Minderheit der Kyptschaken in Sharukhan (Charkow) wird muslimisch&lt;br /&gt;
* 13. Jahrhundert – Mongolen und Tataren zerstören die Kiewer Rus, nehmen den Islam an und siedeln auf der Krim&lt;br /&gt;
* 15. Jahrhundert – Zerfall der mongolischen Goldenen Horde, die Krim und die Schwarzmeerküste geraten unter türkische Herrschaft&lt;br /&gt;
* 16. Jahrhundert – Khanat der Krimtataren in der Defensive, Verlust der Ostukraine an Russland&lt;br /&gt;
* 17. Jahrhundert – türkischer Gewinn und Verlust Podoliens&lt;br /&gt;
* 18. Jahrhundert – tatarischer Verlust der Saporoschje, der Südukraine und 1783 schließlich auch der Krim&lt;br /&gt;
* 19. Jahrhundert – türkischer Verlust Jedisans bzw. Bessarabiens, Russifizierung der Krim, aber tatarische Reformbewegung unter Ismail Gasprinski in Bachtschyssaraj&lt;br /&gt;
* 20. Jahrhundert – Bevölkerungsrückgang sowie Deportation der Krimtataren 1944 zur Zwangsarbeit nach Sibirien und Mittelasien und ihr Kampf um Selbstbehauptung in der seit 1991 unabhängigen Ukraine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung der Muslime ==&lt;br /&gt;
Im Kampf um ihre [[Gleichberechtigung]] auf der Krim sympathisieren die Krimtataren überwiegend mit der ukrainischen Regierung bzw. den überwiegend orthodoxen oder katholischen [[Ukrainer]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinschaft der Muslime in der Ukraine ist daher organisatorisch gespalten. Die Krimtataren dominieren die weitaus größere [[Geistliche Verwaltung der Muslime der Krim]] in [[Simferopol]] (Mufti Emir Ali Efendi), die meisten übrigen Muslime haben sich in Kiew (unter dem [[Libanon|libanesischen]] [[Imam]] [[Ahmed Tamim|Tamim Achmed Mohammed Mutakh]]) zur kleineren [[Geistliche Verwaltung der Muslime der Ukraine|Geistlichen Verwaltung der Muslime der Ukraine]] zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfolgreiche politische Interessensvertretungen gibt es (außer einer nationalistischen Tatarenpartei auf der Krim) nicht, auch wenn die &amp;#039;&amp;#039;Partei der Muslime der Ukraine&amp;#039;&amp;#039; Ende 2004 den [[Wahlkampf]] des prorussischen Ostukrainers [[Wiktor Janukowytsch]] unterstützt hatte. Diese islamische Partei ist der machtlose politische Arm des &amp;#039;&amp;#039;Geistlichen Zentrums der muslimischen Gemeinden der Ukraine&amp;#039;&amp;#039;, einer dritten Organisation in Donezk (von Tataren dominierte Abspaltung der Kiewer Verwaltung unter Scheikh Rashid Bragin). Die Krimtataren hatten dem prowestlichen Kandidaten [[Wiktor Juschtschenko]] zur [[Präsident der Ukraine|Präsidentschaft]] verholfen. Mit ihrer [[Tatarische Sprache|tatarischsprachigen]] Zeitung sind sie in 12&amp;amp;nbsp;der 24&amp;amp;nbsp;Regionen, die übrigen Muslime mit einer [[russische Sprache|russischsprachigen]] Zeitung und in 10&amp;amp;nbsp;Regionen organisiert. Der von Präsident Juschtschenko vollzogene Abzug der ukrainischen Besatzungstruppen aus dem [[Irak]] ist als Zugeständnis an die den Irak-Krieg kritisierenden Krimtataren gedeutet worden, da diese Muslime bei seiner Machtübernahme mitgeholfen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krimtataren sind zwar [[Konservatismus|konservativ]], traditionell aber prowestlich orientiert, sehr enge Beziehungen bestehen zur heutigen [[Türkei]], wo eine große Anzahl der Türken tatarische Stammbäume hat. Im Gegenzug leben zahlreiche Türken besonders auf der Krim, türkische [[Unternehmen]] investieren in der Ukraine, und die Moschee in Simferopol steht unter dem Einfluss türkischer [[Ulama]]. Die eher geringe Anzahl [[tschetschenen|tschetschenischer]] Flüchtlinge in der Ukraine lehnt sich mehr an ihre [[Exilregierung]] und [[Saudi-Arabien]] an. Die eher [[Liberalismus|liberalen]] russischsprechenden Muslime orientieren sich nach Osten auf Russland bzw. die muslimischen GUS-Republiken Mittelasiens, wo ein Großteil von ihnen seine Wurzeln hat, sowie auf [[Arabische Welt|arabische Staaten]] und z.&amp;amp;nbsp;T. auch auf den [[Iran]]. Einige russische, wolgatatarische und GUS-Muslime folgen den rivalisierenden geistlichen Verwaltungen und [[Mufti]]s in Russland ([[Moskau]] und [[Ufa (Stadt)|Ufa]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Said Ismagilov]] war von 2009 bis 2022&amp;lt;ref&amp;gt;Wie am 7. Juni 2022 bekannt geworden ist, soll er sein Mufti-Amt bereits am 24. Februar 2022 niedergelegt haben (vgl. [[islam.in.ua]] (7. Juni 2022): [https://islam.in.ua/en/ukrainian-news/said-ismail-resigned-mufti Said Ismail resigned as Mufti]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorsitzender der [[Geistliche Verwaltung der Muslime der Ukraine „Umma“|Geistlichen Verwaltung der Muslime der Ukraine „Umma“]] (DUMU &amp;quot;[[Umma]]&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Ukraine]]&lt;br /&gt;
* [[Islam in Russland]]&lt;br /&gt;
* [[Islam in Polen, Litauen und Belarus]]&lt;br /&gt;
* [[Friede von Buczacz]]&lt;br /&gt;
* [[Islam in Rumänien]] und [[Islam in der Republik Moldau]]&lt;br /&gt;
* [[Präsidentschaftswahlen in der Ukraine 2004]]&lt;br /&gt;
* [[Nogaier-Horde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mykola Kyjuško: &amp;#039;&amp;#039;Islam auf ukrainischen Territorium.&amp;#039;&amp;#039; In: Geschichte der Religionen in der Ukraine. Kiew 1999&lt;br /&gt;
* Mykola Kyrjuško: &amp;#039;&amp;#039;Moslems in der unabhängigen Ukraine.&amp;#039;&amp;#039; In: Der Mensch und die Welt 5–6. Kiew 2000&lt;br /&gt;
* Mykola Kyrjuško (Ko-Autor): &amp;#039;&amp;#039;Islam in der Ukraine.&amp;#039;&amp;#039; In: Religion und Politik in der Ukraine. Kiew 2000&lt;br /&gt;
* Ion Gumenâi: &amp;#039;&amp;#039;Istoria ținutului Hotin de la origini până la 1806.&amp;#039;&amp;#039; Chișinău 2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.islamyat.org/ http://www.islamyat.org] Die religiöse Verwaltung der ukrainischen Muslime (ukrainisch)(russisch)(englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.chl.kiev.ua/95/religia/iclam.htm | wayback=20140410113047 | text=Islam in der Ukraine}} (ukrainisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.islamawareness.net/Europe/Ukraine/ Islam and Muslims in Ukraine] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Islam in Europa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Islam In Der Ukraine}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islam in der Ukraine| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Religion (Ukraine)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Damenbauer</name></author>
	</entry>
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