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	<title>Isla Dawson - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T07:09:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Spyridon am 22. Dezember 2025 um 12:45 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-22T12:45:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Insel&lt;br /&gt;
|NAME=Isla Dawson&lt;br /&gt;
|BILD1=Dawson_Island_West.jpg&lt;br /&gt;
|BILD1-TEXT=Isla Dawson (von Westen)&lt;br /&gt;
|BILD2=Chile_Dawson_Island.png&lt;br /&gt;
|BILD2-TEXT=Magellanstraße mit Dawson-Insel&lt;br /&gt;
|GEWAESSER=[[Magellanstraße]]&lt;br /&gt;
|GRUPPE=[[Feuerland]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=53/58/12/S &lt;br /&gt;
|LAENGENGRAD=70/34/48/W&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=CL-MA&lt;br /&gt;
|KARTE=&lt;br /&gt;
|POSKARTE=&lt;br /&gt;
|LAENGE=&lt;br /&gt;
|BREITE=&lt;br /&gt;
|FLAECHE=1330&lt;br /&gt;
|ERHEBUNG=&lt;br /&gt;
|HOEHE=975&lt;br /&gt;
|HOEHE-BEZUG=&lt;br /&gt;
|HAUPTORT=[[Puerto Harris]]&lt;br /&gt;
|EINWOHNER=301&lt;br /&gt;
|ZENSUS=2002&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Isla Dawson&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Dawson-Insel&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Dawson Island&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[Chile|chilenische]] Insel an der [[Magellanstraße]] zwischen [[Patagonien]]s [[Brunswick-Halbinsel]] und [[Isla Grande de Tierra del Fuego|Feuerland]]. Administrativ gehört sie zur [[Región de Magallanes y de la Antártica Chilena]] (Región XII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Insel liegt zwischen dem Paso del Hambre, einem Teil der Magellanstraße, im Westen und dem Canal Whiteside im Osten. Ihr Nordkap, Cabo Valentín, befindet sich 51 Kilometer südsüdöstlich von [[Punta Arenas]]. Die Dawson-Insel erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über ca. 70 km und besitzt eine Fläche von 1330&amp;amp;nbsp;km²&amp;lt;ref name=&amp;quot;López&amp;quot; /&amp;gt; (nach anderer Quelle 1290&amp;amp;nbsp;km²&amp;lt;ref&amp;gt;[http://islands.unep.ch/IXE.htm#333 UNEP Islands] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;). Durch die tief ins Landesinnere vordringenden Buchten [[Bahía Lomas (Isla Dawson)|Bahía Lomas]] und Seno Owen wird sie in zwei, durch einen nur 5 Kilometer breiten Isthmus verbundene Teile geteilt. Der nördliche ist relativ flach, mit niedrigen Hügeln wie dem Monte Graves, die eine Höhe von 500 Metern nicht überschreiten, mit bewaldeten Gebieten und wasserreichen Tälern. Der südliche Teil ist deutlich unzugänglicher. Die schroffen Berge sind hier annähernd 1000 Meter hoch. Der Hauptort Puerto Harris liegt an der Ostküste der Insel an der Bucht Bahía Harris. Der [[Militärflughafen]] Aeropuerto de Almirante Schroeders ([[ICAO]]-Flughafencode SCDW) befindet sich an der Nordspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Europäische Eroberung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Selknam Isla Dawson.jpg|mini|[[Selk’nam]] und [[Kawesqar]] im Hof des Colegio de Minas auf Isla Dawson im Februar 1899. Hinten [[Europäer]], so der chilenische Präsident [[Federico Errázuriz Echaurren]] und der deutsche Konsul Rodolfo Stubenrauch (diese Aufnahme ist belegt in [[Philippe Sands|Sands]], S. 304 f.). Von den Konzentrationslagern fehlen [[Wikipedia]] leider derzeit Aufnahmen in [[Freie Lizenz|freier Lizenz]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Isla Dawson.jpg|mini|Die Isla Dawson um 1910, dem &amp;#039;&amp;#039;Atlas Centenario&amp;#039;&amp;#039; der Oficina de Mensura de Tierras del Gobierno de Chile entnommen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Namen erhielt die Insel 1828 vom britischen Marineoffizier [[Phillip Parker King]], der die Region der Magellanstraße erforschte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;López&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Loreto López, María Teresa Johansson |Titel=Memoria Geográfica en el Testimonio Chileno: Isla Dawson |Sammelwerk=Magallania |Band=47 |Nummer=2 |Datum=2019 |Seiten=39–53 |DOI=10.4067/S0718-22442019000200039 |Sprache=es}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde die den &amp;#039;&amp;#039;[[Roaring Forties|Roaring Fifties]]&amp;#039;&amp;#039; ausgesetzte Insel Dawson als [[Gefängnisinsel]] genutzt. Gefangene waren zunächst die von einem fortschreitenden [[Völkermord|Genozid]] betroffenen [[Indigene Völker|indigenen]] [[Selk’nam]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.chipsites.com/derechos/campo_isla_dawson_eng.html |text=Dawson Island |wayback=20110615175601}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An den Verbrechen beteiligten sich willentlich oder unwillkürlich auch manche [[Salesianer Don Boscos|Salesianer]]. Gründer der Mission war [[José Fagnano|José Fragnano]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Einzelne Salesianer versuchten, gegen den Völkermord anzukämpfen. Von den 215 ab 1889 auf die isla Dawson gebrachten Selk’nam lebten 1911 nur noch 25, woraufhin die Missions aufgelöst wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;López&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefangenenlager der Pinochet-Diktatur ===&lt;br /&gt;
1971 wurde die Insel Dawson wegen ihrer strategischen Lage in der Magellanstraße dem chilenischen Militär übergeben. Nach dem Sturz [[Salvador Allende]]s durch [[Augusto Pinochet]] im [[Putsch in Chile 1973]] wurde sie wieder als Gefängnis verwendet, diesmal für Oppositionelle. Einer der prominentesten Gefangenen im Konzentrationslager &amp;#039;&amp;#039;Pitroque&amp;#039;&amp;#039; war 1973–1976 [[Luis Corvalán]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jürgen Vogt |url=https://taz.de/Chiles-alter-Kommunist-NACHRUF/!404178/ |titel=Chiles alter Kommunist |werk=[[Die Tageszeitung|taz.de]] |datum=2010-07-23 |seiten=2 |abruf=2019-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=41066692|Titel=Tausch in Zürich: Bukowski gegen Corvalán|Jahr=1976|Nr=53|Seiten=58}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere in mehreren Folterstätten waren Julio Palestro Rojas, Tito Palestro Rojas, [[Clodomiro Almeyda]], Arturo Jirón, [[Fernando Flores]], [[José Tohá]], Jaime Tohá, Osvaldo Puccio, Anselmo Sule, Jorge Tapia (Justizminister), [[Sergio Bitar]] (der seine Erfahrungen als Gefangener in dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Dawson. Isla 10&amp;#039;&amp;#039; verarbeitete, das 2009 von [[Miguel Littín]] verfilmt wurde), Aristóteles España oder Allendes Außenminister [[Orlando Letelier]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Bürgermeister von [[Valparaíso]], [[Sergio Vuskovic]], der staatliche Beauftragte für Sozialwohnungen, der Architekt Miguel Lawner, und Carlos González, der Bürgermeister von [[Punta Arenas]], wurden hierher deportiert. Gefangene versuchten sich, wo dies möglich war, gegenseitig [[politische Bildung]] und Sprachkenntnisse zu vermitteln. Es gab [[Zwangsarbeit]] und [[Folter]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Philippe Sands]] |Titel=38, rue de Londres : De l’impunité, Pinochet et le Nazi de Patagonie |TitelErg=Traduit par Christophe Beslon |Hrsg=Hélène Monsacré |Verlag=Éditions Albin Michel |Ort=Paris |Datum=2025 |ISBN=978-2-226-49344-6 |Seiten=188, 295 f., 299 f., 303 f., 307 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Insel gab es auch die Lager &amp;#039;&amp;#039;Compingim&amp;#039;&amp;#039;, dieses befand sich in nördlich der Militärbasis von Puerto Harris, sowie &amp;#039;&amp;#039;Río Chico&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Pisagua&amp;#039;&amp;#039;. Die Lager waren unterschiedlich repressiv, während einige ein gewisses Sozialleben unter den Gefangenen zuließen, waren andere eigentliche [[Konzentrationslager]] im Stil [[NS-Staat|Nazi-Deutschlands]]. Da diese Bauart in Chile sonst völlig unbekannt war, gibt es Vermutungen, der flüchtige Nazi [[Walther Rauff]] könnte an der Konzeption der Lager beteiligt gewesen sein. Dafür fehlen laut [[Philippe Sands]] jedoch die Archivbeweise. Das staatliche Schifffahrtsunternehmen [[ASMAR]] führte die Deportationen ab Punta Arenas durch. Gesichert ist, dass Rauff dort mit der Werft &amp;#039;&amp;#039;Tres Puentes&amp;#039;&amp;#039; von ASMAR geschäftete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebaut wurden die Konzentrationslager in Teilen vom Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Juan Pedro Martinez &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; in Punta Arenas. Eines der [[Stromerzeugungsaggregat|Stromaggregate]] lieferte [[General Motors]], zwei weitere [[Mercedes-Benz]] (Argentinien). Auch  [[Endesa]] (Chile) war in den Bau der Konzentrationslager verwickelt, indem es die Elektrizität verlegte, und [[Coditec]] grub einen Brunnen und installierte eine aus Deutschland importierte Pumpanlage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bauleiter bei der Errichtung der Konzentrationslager war [[Nicolás Izquierdo Vergara]], ein leitender Angestellter der Diktatur, mit Büro in Punta Arenas. Der Auftrag erging durch das Ministerium für öffentliche Bauten und das Transportministerium, diese finanzierten über die &amp;#039;&amp;#039;Corporación de Magellanes&amp;#039;&amp;#039; die von der &amp;#039;&amp;#039;Dirección de Arquitectura&amp;#039;&amp;#039; in Punta Arenas überwachten Arbeiten in Koordination mit dem Staatssekretariat für Gefangene in Santiago. Lokale Bauunternehmer verdienten daran insgesamt 146 Millionen Escudos. Das erste fertiggestellte Konzentrationslager war &amp;#039;&amp;#039;Río Chico&amp;#039;&amp;#039; im Dezember 1973.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung|IKRK]] und Journalisten von [[British Broadcasting Corporation|BBC]] und [[National Broadcasting Company|NBC]] konnten später zwar die Insel besuchen, doch durften sie nicht mit den Gefangenen sprechen. [[Sergio Bitar]] zum Beispiel musste bis im Mai 1974 bleiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Internationaler Druck erreichte nach dem Austausch [[Luis Corvalán|Corvaláns]] 1976 auch die Freilassung und Ausreise der übrigen politischen Gefangenen. Die Nutzung der Lager dürfte erst nach Ende der Diktatur 1989 deutlich eingeschränkt worden sein. Für 2002 gab die chilenische Statistikbehörde 301 Einwohner an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.inemagallanes.cl/archivos/files/pdf/DivisionPoliticoAdministrativa/magallanes.pdf |wayback=20160304024204 |text=INE MAGALLANES}} (PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ehemaligen Konzentrationslager auf der Insel stehen heute unter staatlichem Denkmalschutz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dawson Island|Isla Dawson}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dawson2000.com/ „Dawson 2000“ ] (spanisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7792225-6|VIAF=315527335}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Chile)|Dawson]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Südamerika)|Dawson]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Pazifischer Ozean)|Dawson]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feuerland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Región de Magallanes y de la Antártica Chilena]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Spyridon</name></author>
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